Ralf Dahrendorfs Anmerkungen zur Diskussion über Freiheit und Sicherheit

In der Neuen Zürcher Zeitung denkt der deutsch-britische Soziologe und Galionsfigur des europäischen Liberalismus Ralf Dahrendorf über die Freiheit in Zeiten des Kampfs gegen den Terror, insbesondere im Zusammenhang mit Wolfgang Schäubles umstrittene Sicherheitspläne, nach:

“Anarchie und Diktatur sind beide kein Boden, auf dem die Freiheit gedeiht. Es ist aber wichtig, genau zu sein in der Art, in der wir über Freiheit reden. Wer zuerst etwas anderes will, um dann zur Freiheit zu kommen, hat die Freiheit zum Luxusgut erklärt und wird sie vermutlich nie erreichen. Das gilt für diejenigen, die darauf bestehen, dass zuerst gewisse soziale Bedingungen gegeben sein müssen (’Freiheit durch Sozialismus’); es gilt ebenso für diejenigen, die ihr erstes Augenmerk auf die Sicherheit richten.”

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