Italiens Kunst des Nicht-Regierens
In der Neuen Zürcher Zeitung macht sich Rudolf Stamm über die politische Dauerkrise in Italien lustig, die eine zweite Natur Italiens sei:
“Das eigene politische Lager zu erpressen, gehört zur systemimmanenten Normalität. Die Kommunisten in der Regierung Prodi übten sich ebenfalls in diesem Spiel. Unter Berlusconi war es die Lega Nord, die ihre Auffassung über Verfassungsreform und Wahlrecht durchsetzte. Die Erstere ist inzwischen sang- und klanglos gescheitert, doch nach dem monströsen, extreme Zersplitterung begünstigenden Wahlrecht müssen die Italiener im April ein weiteres Mal über die politischen Geschicke des Landes entscheiden. Der politische Hausverstand sagt, dass nach dem Versagen der Linken nun wieder die Rechten an der Reihe seien.”