In einem Artikel erschienen in der Neuen Zürcher Zeitung analysiert der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Manfred Schneider die Infantilisierung in Literatur und Gesellschaft:
“Vor gut einhundert Jahren verkündete die schwedische Autorin Ellen Key das ‘Jahrhundert des Kindes’. Jetzt ist das Jahrhundert der Infantilisierung angebrochen. Die Gesellschaften Mitteleuropas, die ihren Fortbestand nicht mehr durch Kinder, sondern durch das perpetuum juvenile der Alterslosigkeit anstreben, haben dem Kindlichen nicht abgeschworen, sondern sie erheben Kindlichkeit ohne Kinder zur reifen Lebensform.”