Das 7 Punkte-Programm der A(E)del-Partei

edelpartei

Der Meister sprach: “Der Edle liebt den inneren Wert, der Gemeine liebt das Irdische; der Edle liebt das Gesetz, der Gemeine sucht die Gunst.” (Konfuzius)

Die A(E)del-Partei: für mehr Anstand, gesundenen Menschenverstand und Menschlichkeit, und gegen die Esel-Parteien der gegenwärtigen politischen Landschaft, die Politik als Befriedigung des eigenen Egos missbrauchen.

Werbemotto: (A)Edel verpflichtet! Die Gentlemen bitten zur Kasse und zum Spaß.

Motto auf den Wappen: Virtus Iunxit Mors Non Separabit (Was Tugend vereint hat, wird der Tod nicht trennen)

Schirmherr der A(E)del-Partei: Grand Seigneur Louis de Funès

von Narcisse Caméléon, Ressortleiter Deppologie der HIRAM7 REVIEW und engstirniger Gründer der A(E)del-Partei

Mein Programm (als Präsident auf Lebenszeit, um Putschversuche bzw. innerparteiliche Meutereien vorzubeugen) in 7 Punkten:

  • 1. Assimilierung aller Ausländer nach französischem Modell (Vorrang der heimischen Kultur und Sprache; ganzheitliche Verbannung der Religion aus dem öffentlichen Raum), um doppelte Loyalität zu vermeiden (siehe manipulierbares Wähler-Potential Deutsch-Türken für die SPD und die Grünen);
  • 2. Abschaffung aller Subventionen für Banken und DAX-Unternehmen, alternativ kann der Staat verzinste Darlehen anbieten (die wiederum zur Erhöhung von Transferleistungen für Bedürftige und einkommensschwache Familien dienen sollen);
  • 3. Massive Investitionen in der Bildung und Wissenschaft, bzw. Bildungsoffensive, nach französischem Modell (Ganztagschulen ab 3 Jahre alt, Förderung begabter Kindern, staatlich finanzierte Elite-Hochschulen offen für alle nach Leistung und Begabung, nicht nach Einkommen wie in Deutschland);
  • 4. Einführung der 3-Tage-Arbeits-Woche (Montag bis Mittwoch oder Donnerstag bis Samstag); Sonntag bleibt arbeits- und einkaufsfreier Tag für alle Bürger als überkonfessioneller Tag der verdienten Faulheit;
  • 5. Legalisierung aller Drogen, um den Drogen-Kartell zu zerschlagen;
  • 6. Einführung eines branchenübergreifenden Mindestlohns;
  • 7. Begrenzung der Ausübung eines Mandates im Bundestag und im Europaparlament auf zwei Amtsperioden, um Korruption und Klientelismus zu vermeiden.

Pflicht-Katechismus der A(E)del-Partei ist das spöttische Gedicht von Heinrich Heine, namens Die Wahlesel.

Die Wahlesel

Die Freiheit hat man satt am End’,
Und die Republik der Tiere
Begehrte, dass ein einz’ger Regent
Sie absolut regiere.

Jedwede Tiergattung versammelte sich,
Wahlzettel wurden geschrieben;
Parteisucht wütete fürchterlich,
Intrigen wurden getrieben.

Das Komitee der Esel ward
Von Alt-Langohren regieret;
Sie hatten die Köpfe mit einer Kokard’,
Die schwarz-rot-gold, verzieret.

Es gab eine kleine Pferdepartei,
Doch wagte sie nicht zu stimmen;
Sie hatte Angst vor dem Geschrei
Der Alt-Langohren, der grimmen.

Als einer jedoch die Kandidatur
Des Rosses empfahl, mit Zeter
Ein Alt-Langohr in die Rede ihm fuhr,
Und schrie: “Du bist ein Verräter!

Du bist ein Verräter, es fließt in dir
Kein Tropfen vom Eselsblute;
Du bist kein Esel, ich glaube schier,
Dich warf eine welsche Stute.

Du stammst vom Zebra vielleicht, die Haut,
Sie ist gestreift zebräisch;
Auch deiner Stimme näselnder Laut
Klingt ziemlich ägyptisch-hebräisch.

Und wärst du kein Fremdling, so bist du doch nur
Verstandesesel, ein kalter;
Du kennst nicht die Tiefen der Eselsnatur,
Dir klingt nicht ihr mystischer Psalter.

Ich aber versenkte die Seele ganz
In jenes süße Gedösel;
Ich bin ein Esel, in meinem Schwanz
Ist jedes Haar ein Esel.

Ich bin kein Römling, ich bin kein Slaw’;
Ein deutscher Esel bin ich,
Gleich meinen Vätern. Sie waren so brav,
So pflanzenwüchsig, so sinnig.

Sie spielten nicht mit Galanterei
Frivole Lasterspiele;
Sie trabten täglich, frisch-fromm-fröhlich-frei,
Mit ihren Säcken zur Mühle.

Die Väter sind nicht tot! Im Grab
Nur ihre Häute liegen,
Die sterblichen Hüllen. Vom Himmel herab
Schaun sie auf uns mit Vergnügen.

Verklärte Esel im Glorialicht!
Wir wollen euch immer gleichen
Und niemals von dem Pfad der Pflicht
Nur einen Fingerbreit weichen.

O welche Wonne, ein Esel zu sein!
Ein Enkel von solchen Langohren!
Ich möcht es von allen Dächern schrein:
Ich bin als ein Esel geboren.

Der große Esel, der mich erzeugt,
Er war von deutschem Stamme;
Mit deutscher Eselsmilch gesäugt
Hat mich die Mutter, die Mamme.

Ich bin ein Esel, und will getreu,
Wie meine Väter, die Alten,
An der alten, lieben Eselei,
Am Eseltume halten.

Und weil ich ein Esel, so rat ich euch,
Den Esel zum König zu wählen;
Wir stiften das große Eselreich,
Wo nur die Esel befehlen.

Wir alle sind Esel! I-A! I-A!
Wir sind keine Pferdeknechte.
Fort mit den Rossen! Es lebe, hurra!
Der König vom Eselsgeschlechte!”

So sprach der Patriot. Im Saal
Die Esel Beifall rufen.
Sie waren alle national,
Und stampften mit den Hufen.

Sie haben des Redners Haupt geschmückt
Mit einem Eichenkranze.
Er dankte stumm, und hochbeglückt
Wedelt’ er mit dem Schwanze.

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