17 Novembre 1796: Napoléon au Pont d’Arcole

November 15, 2009

Le 17 novembre 1796, célèbre victoire d’Arcole remportée par l’armée française sous les ordres du jeune Bonaparte, sur les Autrichiens, point de départ de la carrière fulminante de celui qui deviendra NAPOLÉON.

napoleon


The Freemason’s Song.: Je t’appartiens – Let It Be Me

November 13, 2009
Hiramabiff Je t’appartiens [i.e.: I belong to The Great Architect of the Universe]

Hiram legend was not used when modern Freemasonry started in 1717.

By 1730 (just a few years later) it was the central part of the Masonic ritual. Today it remains the heart of the ritual. It is supposed to teach us Masonic lessons. But what are they?

Freemasonry (remember the period when the Hiram legend started, 1717-1730) teaches that each person is entitled to dignity and respect, freedom of thought and speech, not even our friends, or ourselves, should curtail this freedom. Hiramic legend could be about the universal struggle for freedom.

If so, what is this freedom?

Freedom of speech includes freedom of those who say things we hate, hurtful things that upset people. Otherwise, it is not real freedom.”

(Brother Paul Bessel – Presentation at Benjamin B. French Lodge No.15, F.A.A.M., Washington D.C., February 17, 1999)

LYRICS

Music: Gilbert BécaudWords: Pierre Delanoë, 1955

Comme l’argile
L’insecte fragile
L’esclave docile
Je t’appartiens

De tout mon être
Tu es le seul maître
Je dois me soumettre
Je t’appartiens

Si tu condamnes
Jetant mon âme
Au creux des flammes
Je n’y peux rien

Si tu condamnes
Si tu me damnes
Voici mon âme
Voici mes mains

Avec les peines
L’amour et la haine
Coulant dans mes veines
Je t’appartiens

Que puis-je faire
Pour te satisfaire
Patron de la terre
Sur mon chemin

Comme les anges
Chanter tes louanges
Mais je ne suis pas un ange
Tu le sais bien

Je ne suis qu’un homme
Rien qu’un pauvre homme
Je t’aime bien
Comme un copain

Souvent je pense
Que dans ton immense
Palais de silence
Tu dois être bien

Parfois je pense
Que dans ton immense
Palais de silence
On doit être bien


Alan Poseners Kolumne: Journalisteneitelkeit, Journalistenehrlichkeit

November 13, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener kommentiert wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag / HIRAM7 REVIEW

Zu den weniger erfreulichen Seiten des Journalismus in Deutschland gehört die Praxis, Interviews vom Interviewten autorisieren zu lassen. In der angelsächsischen Welt geht man erheblich lockerer damit um. Man vertraut dem Journalisten, das Gespräch richtig wiederzugeben.

Sicher, für die Autorisierung gibt es einen nachvollziehbaren Grund: anders als im Fernsehen oder im Radio wird das Interview im Print-Medium (und online, wie wir gleich sehen werden) nachträglich bearbeitet: gekürzt, sprachlich geglättet und so weiter. Da kann es vorkommen, dass der oder die Interviewte sich falsch dargestellt findet, indem etwa ein wichtiger Nebensatz weggekürzt wird.

Und: von einem autorisierten Interview kann man sich ja nicht nachträglich distanzieren, wie das zuweilen in den USA oder Großbritannien – mit Hinweis auf die Bearbeitung durch den Journalisten – geschieht. Immer wieder erleben wir jedoch, dass gerade PolitikerInnen (oder ihre Presseleute) bei der Autorisierung das Interview bis zur Unkenntlichkeit verändern. Eindeutige Aussagen werden zurückgenommen, Kontroverses oder Interna gestrichen.

Umso erstaunlicher ist das berüchtigte Sarrazin-Interview mit seiner Diffamierung der dummen Unterschicht und der nutzlosen Zuwanderer. Man muss sich vor Augen halten: das sind nicht „unbedachte“ Äußerungen. Das sind Aussagen, die vom Interviewten (und im Falle Sarrazins auch von seinem Vorgesetzten, dem heutigen Bundesbank- und wohl künftigen EZB-Chef Axel Weber) in Ruhe nach dem Interview gelesen und autorisiert wurden.

Aber das nur nebenbei. Gut: PolikerInnen wollen sich möglichst gut präsentieren; das ist nachvollziehbar. Neulich erlebte ich zum ersten Mal den Fall, dass ein Interview nachträglich geändert wurde, um den Interviewer besser aussehen zu lassen.

Es handelt sich um dieses Interview mit mir in Telepolis.

Man hätte immerhin darauf hinweisen sollen, finde ich, dass das Interview per E-Mail geführt wurde; aber das nur nebenbei.

Ich habe das Interview autorisiert (was tut man nicht alles, um PR für sein Buch zu machen) denke aber doch, dass das ursprüngliche Interview besser war: siehe vor allem Punkt 3:

1) Herr Posener, warum hassen Sie die Kirche?

Was für eine schwachsinnige Frage. Ich hasse die Kirche gar nicht. Ich stehe auf dem guten, alten preußischen Standpunkt, dass jeder nach seiner Façon selig werden soll – der Christ, der Muslim, der Jude, der Atheist. Wer mich in Ruhe lässt, den lasse ich in Ruhe.

2) Sie sind ja bekannt für Ihre Frontalangriffe. In Ihrem neuen Buch „Benedikts Kreuzzug. Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft“ greifen Sie den Papst an. Ist Papst Benedikt ein Gegner von Demokratie und Aufklärung? Woran machen Sie es fest? Was Frontalangriffe angeht, so sind sie wohl besser als Dolchstöße in den Rücken, meinen Sie nicht auch?

Ich greife den Papst an, weil er die Demokratie und plurale Gesellschaft angreift. Er diffamiert sie als “Diktatur des Relativismus” und fordert nicht nur das Recht, etwa die Homosexualität als “objektive Ordnungsstörung im Aufbau der menschlichen Existenz ” zu verurteilen, sondern eine Art Wächterrat, der die Entscheidungen des demokratischen Staates auf ihre Übereinstimmung mit der Moral überprüfen soll – eine Forderung, bei der er sich mit den Pius-Brüdern und den Teheraner Mullahs einig weiß. Ich greife den Papst an, weil er die Aufklärung angreift. Er sieht den “Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit”, wie es Kant formulierte, als Verfallserscheinung an und fordert die “Reinigung der Vernunft” durch den Glauben – was wiederum bedeutet: ich, Ratzinger, entscheide, was vernünftig ist und was nicht.

Um es klar zu sagen: ich habe nichts dagegen, wenn der Papst sagt: Homosexualität ist eine Sünde. Bitte sehr, das sollen die schwulen Katholiken, von denen es gerade in der Priesterschaft jede Menge gibt, mit ihm und ihrem Gewissen ausmachen. Das liegt auf der gleichen Linie wie das Verbot, Schweinefleisch zu essen bei Juden und Muslimen. So lange sie mir nicht verbieten, Schweinebraten und Schinken zu essen, ist es ihr Problem, wenn sie sich den Genuss entgehen lassen.

Wenn aber gesagt würde, Schweinefleisch zu essen sei eine “objektive Ordnungsstörung”, dann habe ich ein Problem. Ich habe nichts dagegen, wenn der Papst sagt, wir setzen den Glauben über die Vernunft. Bitte sehr, das sollen die mündigen Katholiken mit ihm und ihrem Gewissen ausmachen. Aber wenn er versucht, den Begriff Vernunft selbst so umzudeuten, dass er Glaube bedeutet, dann habe ich ein Problem.

3) Sie werfen Ihm in ihrem Buch vor, dass er von seinem Großonkel geprägt wurde, der antisemitische Hetzschriften verfasst habe. Wer war diese Person, und in wieweit war dieser ein Vorbild für den Theologen Ratzinger?

Sie haben mein Buch offenbar nicht gelesen. Ich werfe ihm mitnichten vor, dass er von seinem Großonkel Georg Ratzinger geprägt wurde. Das ist Unsinn. Ich sage auch nicht, dass der bayerische Nationalist und antisemitische Publizist Georg Ratzinger ein Vorbild für Joseph Ratzinger gewesen sei. Ich lehne die Sippenhaftung ab.

4) Die Aufhebung der Exkommunizierung der Pius-Brüder und des Holocaust-Leugners Williamson wurden in der Öffentlichkeit als eine Panne des Papstes dargestellt, der in diesem Fall einfach schlecht beraten gewesen sei. War das ein Versehen, oder steht dahinter eine bestimmte Haltung?

Der Versuch, die Affäre um Williamson und die Pius-Brüder als Panne abzutun, war ein dummer Schachzug der Benedikt-Verteidiger. Denn wenn der Papst nicht weiß, was er tut, ist er als Papst ungeeignet. Ratzinger weiß aber natürlich sehr genau, was er tut. Er war schon als Chef der Glaubenskongregation mit der Frage der Pius-Brüder befasst und kennt ihre Schriften. Um es deutlich zu sagen: die Pius-Bruderschaft ist keine konservative, sondern eine offen reaktionäre Vereinigung, die den kirchlichen Antijudaismus konserviert, die also mehr oder weniger institutionell antisemitisch ist.

Die Bruderschaft befürwortet eine Abschaffung des weltlichen Staats und ihre Ersetzung durch eine Theokratie ähnlich der im Iran, die Drogen, Prostitution, Pornographie, Blasphemie, Homosexualität und so weiter verbieten und die Todesstrafe wieder einführen würde. Das weiß Benedikt, und trotzdem betreibt er die Annäherung an diese Leute und kommt ihnen weit entgegen, zum Beispiel mit der Aufwertung der lateinischen Liturgie, deren Abschaffung durch das Zweite Vatikanische Konzil vordergründig zur Abspaltung der Pius-Brüder von der Kirche geführt hat. In Wirklichkeit jedoch passte den Pius-Brüdern die ganze Richtung des Konzils nicht. Und sie passt Benedikt auch nicht.

5) Von kirchlicher Seite wird Ihnen vorgeworfen, dass Sie einen „atheistischen Fundamentalismus“ vertreten würden, und somit jede andere Einstellung als böswillig hinstellen. Manfred Lütz sagt, dass der Papst ein „brillanter Intellektueller“ sei und den Islam herausfordere. Ist das ein persönlicher Kreuzzug von Ihnen gegen die Kirche? Auf was konkret stützen Sie ihre Analysen?

Ich bin zwar getaufter Anglikaner, zugleich aber Atheist, ja. Worin ein “atheistischer Fundamentalismus” bestehen soll, weiß ich nicht. Auf mich jedenfalls trifft diese Bezeichnung nicht zu. Ich stelle doch nicht jede andere Einstellung als böswillig hin, und wer mir das unterstellt, kennt mich nicht. Ich habe bekanntlich ein Buch über die Jungfrau Maria, die Mutter Jesu, geschrieben, das von allen Katholiken, die ich kenne, mein Freund Manfred Lütz eingeschlossen, gelobt wird – und in dem ich übrigens Joseph Ratzinger zustimmend zitiere. Ich habe nicht den geringsten Grund, einen “Kreuzzug gegen die Katholische Kirche” zu führen, was ohnehin ein Widerspruch in sich wäre, obwohl wir Anglikaner, wie Sie wissen, seit Heinrich VIII. unsere Probleme mit Rom gehabt haben. Hätten Sie jedoch mein Buch gelesen, und nicht nur die Rezensionen, würden Sie wissen, dass ich an keinem Punkt die Kirche als solche angreife. Meine Analyse der Ansichten und Absichten Benedikts stützt sich, das wüssten Sie, wenn Sie das Buch mit seinen 274 Anmerkungen auch nur angeschaut hätten, auf Reden, Schriften und Interviews von Joseph Ratzinger. Also auf öffentlich zugängliches Material.

6) Ist diese Feindschaft gegen die Moderne eine neuere Entwicklung unter Papst Benedikt, oder war diese auch unter Papst Johannes Paul II. Vorhanden?

Johannes Paul II. war – im Gegensatz zu Benedikt XVI. – ein großer Mann. Er gehört, zusammen mit seinem Landsmann Lech Walesa, mit Ronald Reagan, Maggie Thatcher und – vor allem – Michail Gorbatschow, zu den Persönlichkeiten, die das reaktionäre System des Kommunismus zu Fall gebracht haben. Aber für den polnischen Papst war das westliche System nur das kleinere Übel. Von Wojtila sagte man, er wolle zwei Revolutionen rückgängig machen – die russische und die französische. Dabei war er jedoch, vielleicht wegen seiner Erfahrungen mit dem Kommunismus, nicht so radikal wie Ratzinger, den er allerdings gefördert hat. Johannes Paul II. hat Galileo Galilei rehabilitiert und den Darwinismus anerkannt. Benedikt hat den Prozess der Inquisition gegen Galileo verteidigt und propagiert die unwissenschaftliche Lehre des “Intelligent Design” gegen den Darwinismus.

In einer Zeit, die ohnehin von Wissenschaftsskepsis und Halbwissen geprägt ist, bedeutet Benedikts Abkehr von der Vernunft eine Katastrophe.

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


Zahal-Orchester auf Tour in Deutschland

November 10, 2009

Keren Hayesod Deutschland

Keren Hayesod Deutschland veranstaltet zwischen dem 14. und 23. November 2009 eine Konzertreihe mit dem Orchester der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL).

 Termine in Deutschland

14.11.2009: Jüdische Gemeinde Dortmund

16.11.2009: Jüdische Gemeinde Hannover

17.11.2009: Jüdische Gemeinde Kassel

19.11.2009: Sankt Marienkirche, Stralsund

21.11.2009: Jüdische Gemeinde Hamburg

22.11.2009: Kraftwerk e.V., Chemnitz

23.11.2009: Historische Rathaus, Nürnberg

Kontakt

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Keren Hayesod Berlin

Kurfürstendamm 196 – 10707 Berlin

Tel.: (030) 88 71 93 3 – Fax: (030) 88 71 93 50

E-Mail: kh.berlin@keren-hayesod.de


Did You Ask A Good Question Today?

November 8, 2009

Judaism is a religion of questions.

Rabbi Sacks

by Sir Jonathan Sacks, Chief Rabbi of the United Hebrew Congregations of the Commonwealth

Isidore Isaac Rabi, winner of a Nobel Prize for physics, was once asked why he became a scientist. He replied: “My mother made me a scientist without ever knowing it. Every other child would come back from school and be asked, ‘What did you learn today?’ But my mother used to say, ‘Izzy, did you ask a good question today?’ That made the difference. Asking good questions made me into a scientist.”

Judaism is a religion of questions. The greatest prophets asked questions of God. The Book of Job, the most searching of all explorations of human suffering, is a book of questions asked by man, to which God replies with a string of questions of His own.

The earliest sermons usually began with a question asked of the rabbi by a member of the congregation. Most famously, the Passover Seder begins with four questions asked by the youngest child.

So I can identify with Rabi’s childhood memories. When I left university and went to Israel to study in a rabbinical seminary, I was stunned by the sheer intensity with which the students grappled with texts. Once in a while the teacher’s face would light up at a comment from the class. “Du fregst a gutte kashe,” he would say (you raise a good objection). This was his highest form of praise.

Rabbi Dr. Abraham Twerski tells of how, when he was young, his instructor would relish challenges to his arguments. In his broken English he would say: “You right! You a hundred prozent right! Now I show you where you wrong.”

Religious faith has suffered hugely in the modern world by being cast as naive, blind, unquestioning.

The scientist asks, the believer just believes. Critical inquiry, so the stereotype runs, is what makes the difference between the pursuit of knowledge and the certainties of faith. One who believes in the fundamentals of a creed is derided as a fundamentalist. The word fundamentalist itself comes to mean a simplistic approach to complex issues. Religious belief is often seen as the suspension of critical intelligence.

As Wilson Mizner once put it: “I respect faith. But doubt is what gets you an education.” To me, this is a caricature of faith, not faith itself.

Questions testify to faith – the universe is not impervious to our understanding, life is not chance.

What is the asking of a question if not itself a profound expression of faith in the intelligibility of the universe and the meaningfulness of human life? To ask is to believe that somewhere there is an answer. The fact that throughout history people have devoted their lives to extending the frontiers of knowledge is a moving demonstration of the restlessness of the human spirit and its constant desire to transcend, to climb. Far from faith excluding questions, questions testify to faith – that the world is not random, the universe is not impervious to our understanding, life is not chance.

That, I suspect, is why Judaism encourages questions. On the phrase: “Let us make man in Our image, according to Our likeness,” Rashi, the 11th-century biblical commentator, says: “This means, with the power to understand and to discern.”

Critical intelligence is the gift God gave humanity. To use it in the cause of human dignity and insight is one of the great ways of serving God. When faith suppresses questions, it dies. When it accepts superficial answers, it withers.

Faith is not opposed to doubt. What it is opposed to is the shallow certainty that what we understand is all there is.

Reprinted with kindly permission of Aish HaTorah International.


Amerika auf Abwegen. Obamas Dialogpolitik mit dem iranischen Regime

November 7, 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

“Warum besteht Amerika darauf, das Spiel der Iraner zu spielen?”, fragte kürzlich eine Schlagzeile der israelischen Tageszeitung The Jerusalem Post.

Mein heute veröffentlichter Beitrag untersucht den Kurswechsel im Weißen Haus und versucht, die oben gestellte Frage ansatzweise zu beantworten.

Der Artikel basiert auf einem Vortrag, den ich am 4. November 2009 auf Einladung von Stop the Bomb in Wien hielt. Ein Journalist der österreichischen Presseagentur APA war anwesend und veröffentlichte die nachfolgende Kurzform meines Vortrags und Artikels.

Ich heiße Ihre Kritik wie immer willkommen und wünsche noch ein gutes Wochenende.

Dr. Matthias Küntzel

***

Bei den jüngsten Irangesprächen in Genf und Wien waren es nicht die Winkelzüge der Iraner, die Erstaunen auslösten, sondern die Politik der USA.

Während früher Washington den Druck auf Iran zu erhöhen suchten und Europa auf die Bremse trat, ist es heute Obama, der auf die Bremse tritt, während Frankreich und Großbritannien auf Sanktionen pochen. Während George W. Bush den Islamismus in Iran anprangerte, schmeichelt sich sein Nachfolger mit Komplimenten und Verharmlosungen ein. Während es früher die Europäer waren, die ihre Misserfolge im “Dialog” als Erfolge präsentierten, übernimmt heute Washington diesen Part.

Das Schlüsseldatum der alten amerikanischen Iranpolitik ist der 23. Dezember 2006. An diesem Tag hatten die USA nicht nur erreicht, dass der Sicherheitsrat die Mullahs einstimmig aufforderte, unverzüglich alle Arbeiten an der Urananreicherung und den Plutoniumprojekten einzustellen. Gleichzeitig wurden zur Durchsetzung dieser Forderungen Sanktionen gegen Iran verhängt. Diese Sanktionen verbieten bis heute jeden Nuklearhandel mit Iran. Ihre materielle Reichweite war und ist begrenzt – doch wiegt ihr juristisches Gewicht bis heute schwer. Einstimmig stufte damals der Sicherheitsrat die Atompolitik Irans in Resolution 1737 als eine Bedrohung des internationalen Friedens ein.

Erstmals wurde für den Fall, dass Teheran den UN-Aufforderungen nicht nachkommt, mit einer Druckerhöhung nach Artikel 41, Absatz VII der UN-Charta gedroht. Artikel 41 listet auf, wie ein Staat nicht-militärische genötigt werden kann, UN-Beschlüsse zu befolgen: Durch die teilweise oder vollständige Einstellung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, durch Blockierung aller Verkehrsverbindungen, durch Unterbrechung des Post- und Funkverkehrs.

Das Schlüsseldatum der neuen amerikanischen Iranpolitik ist der 11. September 2009. An diesem Tag willigten die USA in Irangespräche ein, bei denen die iranische Urananreicherung in Natanz und die neu entdeckte Geheimanlage in Qum ausdrücklich nicht auf der Tagesordnung standen. Gespräche zu Bedingungen, die allein von Teheran diktiert wurden – dies allein kam einer Missachtung der Beschlüsse des Sicherheitsrats gleich.

Obamas zweites Zugeständnis betraf den Skandal der neu entdeckten und tief unter einem Berg versteckten Urananreicherungsanlage von Qum – eine im Bau befindliche Anlage, die für militärische Zwecke ausgelegt ist und dem iranischen Verteidigungsministerium untersteht. Um so bemerkenswerter, dass die „Fünf plus Eins“-Mächte bislang darauf verzichteten, den hierfür zuständigen Sicherheitsrat einzuschalten. Mehr noch: Von keiner Seite wurde bislang die Forderung nach Abbruch aller Arbeiten an dieser Anlage laut. Stattdessen forderte man „kämpferisch“ vom Regime, was dieses nach der Enthüllung des Geheimprojekts von sich aus angeboten hatte: Kontrollen durch die IAEA. Auch auf diese Weise wurde die Sicherheitsratsresolution 1737 konterkariert.

Drittens aber ist sich Obama nicht zu schade, Iran eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet eben jener Urananreicherung vorzuschlagen, die nach dem Willen der Weltgemeinschaft suspendiert werden soll.

Hintergrund ist ein kleiner Forschungsreaktor an der Teheraner Universität, der mit zu 19,75 Prozent angereichertem Uran betrieben wird. Ab 20 Prozent wird Uran als waffenfähig eingestuft.

Im Juni 2009 richtete Irans Regierung eine Anfrage an die UN-Atombehörde IAEA: Man wolle mit deren Hilfe das angereicherte Uran für die angeblich notwendig gewordene Neubeladung des Forschungsreaktors importieren. Natürlich konnte die Wiener Agentur dieser Forderung nicht nachkommen, hat doch der Sicherheitsrat die Verschickung jeglichen Nuklearmaterials nach Iran untersagt. Die Lage war und ist juristisch somit klar: Erst dann, wenn Iran keine Bedrohung für den Weltfrieden mehr darstellt, erst dann, wenn es seine Urananreicherung suspendiert hat, erst dann kann es auch wieder in den Genuss nuklearer Hilfsleistungen kommen.

Für Obama scheint dieser juristische Sachverhalt nicht zu existieren. Er strebt nach einer erfolgreichen Einigung mit dem Regime und sieht in dessen Uran-Begehren eine Chance. Der Deal, den Washington entworfen und anschließend seinen „Fünf & Eins“-Partnern vorgelegt hat, sieht folgendes vor: Die USA und die Weltgemeinschaft erklären die iranische Urananreicherung implizit für rechtmäßig. Sie garantieren, dass Iran das hochangereicherte Uran für seinen Forschungsreaktor erhält. Im Gegenzug muss sich Iran von 75 Prozent seiner heutigen schwach angereicherten Uranbestände, ca. 1,2 Tonnen, trennen, da das höher angereicherte Uran in Russland aus eben diesen Beständen gefertigt werden und anschließend Iran zurückgegeben werden soll.

Auf dieses Abkommen könnte Teheran eingehen, ohne viel zu verlieren, sind doch die Mullahs in der Lage, jene 1,2 Tonnen angereicherten Urans in weniger als einem Jahr neu zu produzieren. Im Weißen Haus wird dies nicht bestritten. Dort verteidigt man den Deal mit dem Hinweis, dass der Export des angereicherten Urans das Regime für einige Monate davon abhielte, die Bombe zu bauen. Man würde Zeit für weitere Verhandlungen gewinnen und könnte insbesondere Israel ein weiteres Jahr von Militärschlägen abhalten.
Der taktische Vorteil eines Zeitaufschubs ist zwar gegeben. Doch fällt der strategische Verlust der Möglichkeit, Iran hinsichtlich der Suspendierung seiner Anlagen unter Druck zu setzen, weitaus schwerer ins Gewicht.

Während George W. Bush die Vereinten Nationen davon überzeugte, dass Iran ob seiner Atompolitik zu isolieren sei, hat sein Nachfolger die Iranbeschlüsse des Sicherheitsrats in Genf und Wien unter den Tisch fallen lassen und die Forderung nach Suspendierung der Urananreichung durch die Forderung nach schärferen Kontrollen ersetzt.

Warum lindert die amerikanische Supermacht den Druck, der so berechtigt auf dem despotischen und krisengeschüttelten Regime lastet?

Oder, um eine Schlagzeile der Jerusalem Post vom 1. November 2009 zu zitieren:

Warum besteht Amerika darauf, das Spiel der Iraner zu spielen?

Ein Teilantwort vermittelt uns der Rückblick auf die europäischen und deutschen Blockaden, die eine konsequente Sanktionspolitik gegenüber Iran seit vielen Jahren vereitelt haben.

So hatte Deutschland in den Neunzigerjahren die amerikanischen Versuche, Iran durch ökonomischen Druck von der Weiterverfolgung seiner Atompläne abzubringen, erfolgreich konterkariert. In seinen Erinnerungen schreibt Hossein Mousavian, der damalige iranische Botschafter in Deutschland: Teheran war sich „in den Neunzigerjahren über Deutschlands bedeutende Rolle bei der Sprengung der ökonomischen Ketten, mit denen die USA den Iran umgeben, bewusst.“ Iran betrachtete „seine Beziehungen mit Deutschland als ein wichtiges Mittel, um die antiiranische Politik der USA zu umgehen.“

2003 wurde aktenkundig, dass Teheran 18 Jahre lang ein heimliches Atomprogramm betrieben und den Atomwaffensperrvertrag somit verletzt hatte. Nach dem Statut der IAEA hätte dieser Vertragsverstoß spätestens im November 2003 im UN-Sicherheitsrat beraten werden müssen. Hierauf drängten insbesondere die USA. Jetzt aber stellten sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien quer und erreichten, dass die Überweisung des Irandossiers nach New York erst im März 2006 möglich wurde – nach einer Verzögerung von 28 Monaten, die das Regime für den zügigen Ausbau seiner Atomanlagen zu nutzen wusste. Joschka Fischer brachte den Charakter dieser Hilfestellung auf den Punkt. „Wir Europäer“, erklärte der deutsche Außenminister im September 2004, „haben unseren iranischen Partnern immer geraten, uns als Schutzschild im wohlverstandenen eigenen Interesse zu betrachten.“

Dessen ungeachtet erzielten amerikanische Diplomaten im Dezember 2006 mit der einstimmigen Verabschiedung der Sicherheitsratsresolution 1737 einen Erfolg. Jetzt aber lief im Atomstreit mit Iran zum dritten Mal „der europäische Verbündete Deutschland von der Fahne“, so der amerikanische Korrespondent der FAZ. Im Februar 2007 lief die Frist, die der Sicherheitsrat den Mullahs für die Umsetzung seiner Forderungen gegeben hatte, aus: Iran blieb stur. Jetzt kam alles darauf an, wie die fünf Vetomächte und Deutschland auf die Renitenz des Regimes reagieren. Würde man zurückweichen und damit die Glaubwürdigkeit der UN beschädigen? Oder würde man tun, was die Charta der Vereinigten Nationen für diesen Fall verlangt: Das Sanktionsregime solange verschärfen, bis sich Teheran zu einer Verhaltensänderung gezwungen sieht?

Es war in diesem Jahr 2007, dass sich die Bundesregierung von Frankreich, Großbritannien und Amerika absetzte, um schärfere Sanktionen an der Seite von Moskau und Peking zu verhindern.

Immer wieder setzte sich die historische Freundschaft, die Deutschland und Iran seit 100 Jahren verbindet, gegen Washington durch. Von den Wurzeln dieser Freundschaft und ihren gegenwärtigen Erscheinungsformen handelt mein Buch.

Dieser hartnäckige Widerstand gegen effektive Sanktionen dürfte dazu beigetragen haben, dass Washington seine früher an den Tag gelegte Entschlossenheit ad acta gelegt und einen neuen Kurs der Beschwichtigung eingeschlagen hat.

Dies reicht als Erklärung der gegenwärtigen Obama-Politik jedoch nicht aus. Andere Faktoren kommen hinzu. Wir können Sie derzeit noch nicht exakt bestimmen, einige Hypothesen seien jedoch erlaubt.

Angst. Ich glaube, dass Angst zu den wichtigsten unterschwelligen Motiven der gegenwärtigen Konfliktvermeidungsstrategie gehört. Die Angst ist nicht unberechtigt. Das Regime schürt sie systematisch. So lässt Teheran das Ausland über seine Bataillone einsatzbereiter Selbstmordattentäter keineswegs im Unklaren. Regelmäßig erinnert Teheran an seine vermeintliche Kapazität, die Ökonomien des Westens durch gezieltes und massenhaftes Suicid Bombing lahm zulegen. Je unberechenbarer und brutaler sich ein Gegner aber gibt, um so stärker die Neigung zur Beschwichtigung, während die Bereitschaft, Konflikte durchzustehen, weitaus seltener existiert. Daraus folgt der nächste Aspekt.

Wirklichkeitsverleugnung. Obamas Statement über den Genfer Iran-Dialog verdeutlicht, worum es hierbei geht. Er lobt darin die Ergebnisse der Gespräche wie folgt: „Hier wird Iran nicht als etwas Besonders behandelt. Hier werden keine doppelten Standards geschaffen.“ („This is not about singling out Iran. This is not about creating double standards.“)

Will Amerikas Präsident tatsächlich sich selbst und der Welt einreden, dass es sich bei einer Regierung, die den Holocaust leugnet, den Antisemitismus verinnerlicht und Israel aus diesem Grund auszulöschen sucht, um eine Regierung wie jede andere handelt? Gehört der iranische religiöse Fanatismus, dem Tausende Muslime und Hunderte nicht-muslimische Amerikaner zum Opfer fielen, zum Standardrepertoire moderner Regierungskunst?

Während Obama sich und die Welt über den besonderen Charakter der „Islamischen Republik“ zu täuschen sucht, demonstriert das Regime tagtäglich das Gegenteil.

Die Mullahs erleben, dass schon die Anfänge ihrer nukleare Aufrüstung den Westen abschreckt und nicht der Westen sie. Sie bedrängen die aufgeklärte Welt, Israel fallen zu lassen und bieten nur für diesen Fall eine Reduzierung ihrer Feindseligkeiten an. Sie nutzen alle Register der Einschüchterung, des Spotts und der Beleidigung, um aus Israel das zu machen, was 1938 der sudentendeutsche Teil der Tschechoslowakei für Frankreich und Großbritannien gewesen war: Der Opferpreis für „den Frieden in unserer Zeit“.

Doch an Obama scheint all dies vorbei zu gehen. Im Juni 2009 zitierte ihn die französische Agence France Presse in Bezug auf Iran wie folgt: „In an apparent reference to Israel … Obama said he understood protests, ,that some countries have weapons that others do not.’“

Er äußerte hier Verständnis für jene, die Israel und Iran auf eine Stufe stellen: hier die seit ihrer Gründung existenziell bedrohte Demokratie, dort die seit 30 Jahren den Terrorismus exportierende Despotie. Derartige Äußerungen zeugen von dem Bemühen, die Wirklichkeit zu leugnen, statt sich ihr zu stellen – ein Fehlverhalten nicht nur intellektueller sondern auch moralischer Natur.

Drittens: Narzissmus. Offenkundig will der neue amerikanische Präsident mehr noch als seine Vorgänger von der Weltgemeinschaft geliebt werden. Obama sieht sich als der Anti-Bush. Er ist der personifizierte Versuch, den Antiamerikanismus in der Welt durch Zugeständnisse an die Gegner Amerikas zu beschwichtigen; ein Antiamerikanismus, der nach dem 11. September neue Qualität gewann und die Stimmung auch in vielen amerikanischen Universitäten und Zeitungsredaktionen prägt.

Obama möchte vor allen Dingen eins: die hochfliegenden Friedenshoffnungen, die er in seinen Reden zu verbreiten pflegt und die ihm einen schalen norwegischen Preis einbrachten, nicht enttäuschen.

Es waren aber ähnliche Motive, die Ende der Dreißigerjahre den britischen Premier Arthur Neville Chamberlain dazu veranlassten, den Nazis mit dem “Münchener Abkommen” einen Teil der Tschechoslowakei zu überlassen, um so „den Frieden in unserer Zeit“ zu retten. Natürlich war Chamberlain vom guten Ende, das seinem guten Willen folgen würde, überzeugt. Er war kein Befürworter, sondern schärfster Gegner des deutschen Überfalls auf Polen. Und doch bewirkte seine Politik das genaue Gegenteil von dem, was sie bezweckte.

Damals war es der Druck der Erinnerung an den Terror des Ersten Weltkriegs, der Chamberlain zu seiner Haltung veranlasste sowie eine pazifistische Massenstimmung in Europa, die sich nach Unterzeichnung des „Münchener Abkommens“ in einem rauschhaften Jubel für Chamberlain niederschlug.

Heute ist es die Erinnerung an den Irak-Krieg von 2003 sowie die Hegemonie einer antiamerikanischen Stimmung in der Welt, die Washington zur Wiederholung des historischen Fehlers treibt. Natürlich will Obama keinen Krieg. Und doch führt sein gegenwärtiger Kurs eben dahin.

Während aber Chamberlains Politik vor sechzig Jahren den konventionellen Krieg zur Folge hatte, beschwört die heutige Politik Obamas einen Atomkrieg herauf. Niemand kann garantieren, dass sich ein nuklear bewaffneter Iran entwaffnen und seiner Macht berauben lässt, ohne dass es zu iranischen Atomwaffeneinsätzen kommt. Die Welt stünde vor der Entscheidung, sich dem Islamismus zu unterwerfen, oder über diesen zu siegen – jedoch zu einem unvorstellbar hohen Preis.

Der Atomwaffensperrvertrag bietet gegen dieses Szenario keinen Schutz. Erstens erlaubt dieser Vertrag, dass sich seine Unterzeichner die Komponenten der Atomwaffe auf kontrollierter Weise beschaffen. Zweitens basiert die Wirksamkeit der Kontrollen dieses Vertrages auf dem guten Willen der jeweiligen Regierung – ein Faktor, der im Falle Irans nicht gegeben ist. Drittens aber ist im Sperrvertrag eine Klausel festgeschrieben, die auch den Rücktritt von ihm legalisiert.

Weder die Stärkung der Kontrollen der IAEA, die das Regime jederzeit einseitig zurücknehmen kann, noch die Uran-Kooperation mit Iran auf Basis des Obama-Plans schaffen Sicherheit. Nur eins wird auch in Zukunft den Bau iranischer Bomben verhindern können: Die Suspendierung oder Zerstörung der Anlagen, die den Rohstoff für die Bombe produzieren. Dies aber setzt die Umkehr der gegenwärtigen amerikanischen Iranpolitik voraus.

Immerhin nimmt die Unzufriedenheit mit Obama nicht nur in den USA, sondern auch in Frankreich und ganz besonders bei der iranischen Demokratiebewegung zu.

Während das Regime die Ergebnisse der Genfer Gespräche begeistert feierte, demonstrierten dessen Widersacher am 4. November in Teheran unter der Parole: „Obama – Obama – Ya Ba Oona – Ya Ba Ma“ – „Obama, Obama, entweder bist du auf unserer Seite oder auf ihrer Seite!“ Ein drittes – darin hat die Demokratiebewegung recht – gibt es nicht.


4èmes Rencontres de Rueil-Malmaison: Territoire, Évaluation & Dévelopement Durable

November 7, 2009

Vendredi 20 novembre 2009, Rueil-Malmaison

Vendredi 20 novembre 2009, Rueil-Malmaison

Avec le soutien et la participation du CGDD (Commissariat général au développement durable),  de l’AMF (Association des Maires de France), de l’ADF (Assemblée des Départements de France) et de la SFE (Société Française de l’Évaluation)

Problématique

La conjonction de ces 4èmes Rencontres de Rueil-Malmaison avec la tenue de la Conférence de Copenhague sur le climat, induit à concentrer les travaux sur les engagements auxquels les différents pays s’apprêtent à souscrire. On sait que ces engagements devront être conséquents. Souscrits par les gouvernements, ils impliqueront les acteurs des territoires: entreprises, collectivités et simples citoyens.

Parmi les questions qui se posent, il y a celle de savoir si ces engagements seront bien à la hauteur des défis à relever. Il y a aussi celle de savoir si les territoires seront en mesure d’assumer la charge correspondante.

Comment apprécier «a priori» l’efficience des programmes territoriaux de réduction des gaz à effet de serre (GES)? 

La question est d’autant plus importante que les aides publiques devront aller aux programmes les plus pertinents et ne pas se diluer, alors même que, du fait de la crise économique, tous les territoires sont à la recherche d’investissements susceptibles tout à la fois d’aider l’économie à repartir, de limiter les émissions de gaz à effet de serre et de préparer l’avenir.

Sur le plan méthodologique, cette situation rejoint celle des évaluations «ex ante» auxquelles les porteurs de programmes soutenus par des fonds européens commencent à être habitués, puisqu’il s’agit dans ce cadre de faire la démonstration de la pertinence des actions programmées avant même qu’elles ne soient engagées, ce qui nous éloigne beaucoup de la culture française de l’évaluation ex post. En l’occurrence (Copenhague), la difficulté sera cependant plus grande encore, puisqu’il s’agira de pratiquer des «évaluations prospectives» portant sur des programmes ayant une portée de 10 ou 20 ans.

Mais comment évaluer ex ante les impacts attendus à long terme?

En outre, la pertinence de ces programmes de limitation des émissions de gaz à effet de serre (GES), relèvera non seulement de critères techniques mais également de paramètres relatifs à la qualité des actions d’information, de communication, de concertation, de formation et de mobilisation des acteurs des territoires, en un mot de paramètres de «participation».

Les dispositions techniques et réglementaires sont, sans doute, des dimensions importantes du sujet, mais les comportements et la participation en sont d’autres, au moins aussi importantes et qui répondent à des ressorts complexes mal repérés.

On voit se dégager des questions d’ordre méthodologique:

  • Comment évaluer une politique multidimensionnelle ciblée sur un critère dominant (la limitation des émissions de GES), mais faisant place aux critères d’efficacité économique et sociale?
  • Peut-on concevoir des indicateurs synthétiques intégrant les paramètres propres au territoire et à ses acteurs? 

Enfin, on sait que parmi les activités humaines contribuant le plus fortement au réchauffement climatique, le chauffage des bâtiments et les transports se trouvent en bonne position. Les villes sont donc des acteurs de premier rang. Comment les aires urbaines vont-elles pouvoir assumer leur part de l’effort? Comment imaginer des politiques et conduire des programmes efficaces de limitation des gaz à effet de serre associant les collectivités, les entreprises et les citoyens? 

La Ville de Rueil-Malmaison, qui est engagée avec celle de Suresnes dans la construction d’une importante et emblématique Communauté d’agglomération, veut lancer la réflexion et la faire partager à ses habitants afin  d’ouvrir le chantier sans tarder.

Ces Rencontres de Rueil-Malmaison, tout en s’adressant à un public de responsables et d’experts, sont également conçues pour intéresser les citoyens engagés dans la vie locale, par exemple à travers des comités de quartier, qui souhaitent s’impliquer dans les actions mises en œuvre par la collectivité pour lutter contre l’effet de serre.

***

Organisation et modalités pratiques

Lieu: Médiathèque Jacques Baumel

15, boulevard du Maréchal Foch (Mairie) – 92 500 Rueil-Malmaison

Horaires Accueil: à partir de 8h15 à l’auditorium de la Médiathèque

Remise des documents – accueil administratif

Allocutions de lancement à 9h00 dans l’amphithéâtre

Clôture à 16h30

Déjeuner: Buffet bio éthique servi dans la salle des mariages de la Mairie

Participation: 50 euros

Renseignements et inscriptions

Le service du Développement Durable de la Mairie de Rueil-Malmaison est à votre disposition pour tout renseignement:

Par téléphone au 01 41 39 08 96

Par télécopie au 01 47 10 01 29

Par e-mail developpementdurable@mairie-rueilmalmaison.fr


Alan Poseners Kolumne: Henryk M. Broders Farce ist vorbei

November 5, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener kommentiert wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Nach zwei Wochen war die Farce vorbei. In der letzten Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der Spiegel zog Henryk M. Broder seine Kandidatur für den Posten des Zentralrats der Juden in Deutschland zurück.

Buchen unter eiaculatio praecox, mochte man meinen, und zu wichtigeren Dingen übergehen, wozu ziemlich alles gehört, was man sich denken kann – hätte der Spiegel nicht in der „Hausmitteilung“ vom 2. November 2009 behauptet, der „Meister der gezielten Provokation“ habe deshalb auf die Fortsetzung seines Wahlkampfs verzichtet, weil er bereits sein Ziel erreicht habe. Denn „die subversive Kraft der Provokation entfaltete ihre Wirkung – eine ernsthafte Diskussion über die Vertretung der Juden in Deutschland ist jetzt entbrannt.“

Ach ja? Über das Niveau dieser brennenden Diskussion, die wir so nötig haben wie die „Sarrazin-Kontroverse“ oder den „Sloterdijk-Streit“, und über ihre Nutznießer, habe ich in meinem letzten Posting geschrieben. Nun hat sich auch Henryk in meinem Sinne geäußert und damit den redaktionellen Bullshit von der „ernsthaften Diskussion“ entlarvt.

In einem zweiseitigen Beitrag über sich selbst schreibt er im Spiegel:

„Zugleich scheint der Übergang zwischen echtem Leben und virtueller Welt immer einfacher zu werden. Die Linke nominiert für das Amt des Bundespräsidenten einen TV-Kommissar, der davon träumt, Banker eigenhändig zu verhaften. Schauspieler, die in Soaps Ärzte spielen, machen in Talkshows Vorschläge zur Optimierung der Gesundheitsreform. Der FDP-Veteran Rainer Brüderle traut sich zu, den Wirtschaftsminister zu geben. Da könnte auch Boris Becker Familienminister werden und ich – Präsident des Zentralrats der Juden“

Genau. Wobei die opportunistische Attacke auf Brüderle, um dem besserwisserischen Spiegel-Leser zu gefallen, typisch ist – der ausgewiesene Wirtschaftsfachmann gehört weiß Gott nicht in die Reihe Peter Sodann, Soap-Stars, Boris Becker, Henryk M. Broder. Eher fallen einem zur Ergänzung dieses Ruhmesreigens Oskar Lafontaine und Gregor Gysi ein, ebenfalls Selbstdarsteller, die immer bloß so tun, als könnten sie ein Amt ausfüllen, und die beide nach kurzer Zeit in der Verantwortung die Brocken hingeschmissen haben.

Was an Henryk seit einiger Zeit so peinlich ist – das ist die Tatsache, dass er sich zum Ausleben seiner Provokationssucht immer Objekte vorknöpft, die ihm nicht Paroli bieten können oder wollen – intellektuelle Fliegengewichte wie Frau Hecht-Galinksi; Leute, die ohnehin von der antisemitischen Meute verhasst sind wie Michel Friedman; oder Institutionen, die sich zu schade sind, sich mit ihm in der Gosse zu prügeln: das Zentrum für Antisemitismusforschung etwa oder eben den Zentralrat. „Pick on someone your own size“ hieß es in meinem britischen Internat, wenn sich etwa einer der pubertierenden Rüpel einen kleinen Jungen vornahm. Der Appell an die Mannesehre verfehlte selten ihre Wirkung.

Gut, das war England. Und dennoch möchte ich an Henryk appellieren: „Pick on someone your own size“; zum Beispiel deinen Arbeitgeber, den Spiegel. Was kann der schon machen, hat er dich nun ganz offiziell in einer Hausmitteilung zum „Meister der gezielten Provokation“ erklärt? Nichts kann er machen, du gehörst doch zum Inventar.

Wie du weißt, vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendeine anti-israelische Spitze in diesem „Nachrichten“-Magazin erscheint – just in jener Ausgabe, in der deine heldenhafte Provokation des Zentralrats gefeiert wurde, endete ein Artikel, in dem es um den von Israel vereitelten Versuch Syriens ging, einen Atomreaktor zu bauen, mit dem Hinweis, „viele radikale Israelis“ wollten einen Staat, der vom Euphrat bis zum Mittelmeer reicht. Will sagen: kann man es den Syrern verdenken, wenn sie sich wehren wollen?

Pick on someone your own size, Henryk. Man überlebt es. Schau mal:

http://www.kaidiekmann.de/friendly-fire/2009/11/04/

Und weil es so schön war, hier das Ganze noch einmal live:

http://www.welt.de/videos/debatte/article5070626/Broders-Bullshit.html#autoplay

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


Ein (verfehlter) Blick in das Netzwerk der Freimaurer

November 4, 2009

Eine Glosse von Narcisse Caméléon, Ressortleiter Deppologie der HIRAM7 REVIEW

In einem klischeebehafteten Artikel erschienen im Wirtschaftsteil der Tageszeitung Die Welt phantasiert Anette Dowideit im besten Boulevardstil über die bis dato von der Medienverblödung verschonten Freimaurerei. Pünktlich zur Erscheinung der neuen Dan Browns Massenverblödungswaffe – Symbol – musste ja eine Zeitung die Massen mit Verschwörungswahn futtern, um den grausigen Alltag in Zeiten der globalen Finanzkrise erträglicher zu machen und gleichzeitig ein entsprechendes Erklärungsmuster zur Verfügung zu stellen.

Das Springer-Blatt meldete sich freiwillig und schickte eine bis dahin unbekannte Redakteurin. Eine Praktikantin hätte in diesem Fall gereicht.

Dieser Artikel ist überflüssig und noch schlimmer: er verstärkt die bereits vorhandenen Vorurteile gegenüber der Freimaurerei und Freimaurern. Zudem hat dieser Artikel im Wirtschaftsteil nichts zu suchen.

Man sollte diesen Artikel mit den Worten von Sir Winston Churchill zur Kenntnis nehmen und ad acta legen: “Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, daß immer wieder Dummes, Häßliches und Bösartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie abzuschaffen.”

Lesenswert ist dieser Artikel dennoch: um zu erfahren wie dämmlich und ahnungslos Leserkommentare sein können.

Zum Artikel.

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Jacques Chirac rechnet in seinen Memoiren mit Nicolas Sarkozy ab

November 3, 2009

Jacques Chirac memoires

„Nicolas Sarkozy hatte damals schon diesen Willen, sich unentbehrlich zu machen und immer dabei zu sein, war hibbelig, übereifrig und begierig, zu handeln“, schreibt Jacques Chirac in seinen Memoiren, aus denen die französische Tageszeitung Le Parisien Auszüge veröffentlichte.

Der junge Sarkozy sei stets ein Meister der medialen Inszenierung gewesen.

„Er war immer mehr als ein einfacher Mitarbeiter“, schreibt Jacques Chirac. Sarkozys Unterstützung von Biedermann des bürgerlichen Lagers Edouard Balladur (im Hintergrund von Chiracs Erzfeind Valéry Giscard d’Estaing manövriert worden) bei der Präsidentschaftswahl gegen ihn habe ihn verletzt, gesteht der einstige politische Ziehvater von Nicolas Sarkozy, Jacques Chirac.

Der erste Band der Memoiren, der von Donnerstag an im Handel erhältlich ist, beschreibt den Beginn von Chiracs politischer Karriere bis zur Präsidentschaftswahl 1995.

Externer Link (französisch): Avec ses Mémoires, Jacques Chirac règle ses comptes, Artikel in der französischen Tageszeitung Le Parisien.


Défense et Illustration de Jacques Chirac

October 31, 2009

jc-jacques-chirac

Une tribune de Narcisse Caméléon

Le renvoi de Jacques Chirac devant la justice pour “détournements de biens publics” et “abus de confiance” dans le cadre de l’affaire des chargés de mission de la Ville de Paris est non seulement superflu, mais aussi et surtout moralement douteux, eu égard au fait que les délits reprochés remontent à plus de vingt ans et que tous les partis politiques ont eu recours à ces pratiques.

La justice devrait faire le procès de la classe politique entière au lieu de s’acharner sur un homme qui a servi la France de manière exemplaire pendant plus de quarante ans.

C’est une constante bien française, la nation décapite le Père, celui qui incarne le mieux ce qu’elle est, en érigeant l’échafaud en place publique; observez la chose, elle est invariablement la même: la tête du monarque, bon, débonnaire, doit être donnée aux chacals qui n’en feront qu’une bouchée : Liberté, Egalité, Fraternité. Comme le disait le Général De Gaulle: “Les Français sont des veaux”. Jacques Chirac s’en sortira, c’est une question d’honneur pour la France. Souvenons-nous des années Mitterrand, des suicides, des scandales personnels et des dépenses royales, corruption et république bananière à tire-larigotOui, il ira devant les juges, il passera quelques nuits blanches, mais il se relèvera, tête haute.

L’ancien président de la République et maire de Paris Jacques Chirac s’exprimait il y a près de deux ans sur tous les chefs d’accusation calomnieuse lancés à son encontre. Sa tribune parue dans le quotidien Le Monde peut être lue ici.

NDLR: Les textes et essais publiés sur HIRAM7 REVIEW n’engagent que leurs auteurs et ne reflètent pas nécessairement l’opinion de la rédaction.


Alan Poseners Kolumne: Henryk M. Broders belangloser PR-Coup

October 29, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener kommentiert wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Es ist schon erstaunlich: Wenn man in Deutschland eine Stellungnahme zum Holocaust braucht, ruft man die Agentur Rent-a-Jew an und bekommt je nach politischer Präferenz einen Juden zugeteilt, obwohl der Holocaust die Juden nicht mehr angeht als die Arier; weniger sogar, denn das Klärungsbedürftige am Holocaust liegt nicht auf der Opfer-, sondern auf der Täterseite.

Wenn es aber um Henryk M. Broders Kandidatur für den Posten des Präsidenten des Zentralrats der Juden gibt, dann haben plötzlich alle Gojim selbst eine Meinung, obwohl der Zentralrat eigentlich nur die Juden etwas angeht.

Und diese Meinung lautet: Gut, dass der Kerl den Zentralrat aufmischt.
Das sollte einen stutzig machen.

Wenn der Zentralrat, wie Henryk meint, so ungefährlich und gestrig ist, warum sind alle Gojim so froh, dass Broder ihm zeigen will, wo der Hammer hängt?

Überhaupt: Warum tun alle so, als habe Henryks Kandidatur etwas zu tun mit einer Krise des Zentralrats, wo sie doch nur etwas zu tun hat mit einer Lebenskrise Henryk M. Broders?

Ich habe mit dem Zentralrat genauso wenig zu tun wie Henryk. Weniger, denn pro forma könnte er etwas damit zu tun haben, wenn er wollte, was er aber nicht will. Ich nicht.

Ich stelle nur eine Frage: Im Spiegel hat Henryk seine Selbsteinschätzung wiederholt, er sei der „Pausenclown“ der Deutschen. Das stimmt, und diese Rolle hat er sich hart erarbeitet.

Soll der Sprecher der Juden in Deutschland ein Clown sein? Wer könnte das wollen? Wem würde das nutzen? Außer Henryk, meine ich.

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


Revitalizing the Transatlantic Security Partnership – An Agenda for Action

October 28, 2009

A Venusberg Group and Rand Corporation Project

Report written by F. Stephen Larrabee and Julian Lindley-French

The election of Barack Obama as the new U.S. president provides an opportunity to overcome many of the divisions that have bedeviled U.S.-European relations in recent years and give the transatlantic partnership new dynamism and vision. In the coming decade, the United States and Europe face a daunting array of challenges. These challenges are so complex and demanding that neither the United States nor Europe can manage them on their own. They require close and sustained collective action.

To manage these challenges successfully, the transatlantic relationship needs a new mindset based on the premise that a multipolar world is emerging—one that will affect foreign policy options and consequently the ability of Americans and Europeans to shape others. To that end, a new transatlantic security partnership must be crafted that reflects both the new global realities and the political realities in Europe and the United States.

Central to such a partnership will be shared interests and values and a mutual commitment to the projection of stability and the anchoring of emerging powers in effective multilateral institutions underpinned by a strong commitment to the international rule of law. Specifically needed is a new architecture founded on a strong U.S. involvement in NATO, NATO-EU relations aimed at promoting and projecting effective civil-military security beyond the Euro-Atlantic area and an EU-U.S. security relationship that assures the protection of the home base.

This report is aimed at furthering that goal. It seeks to define the substance and parameters of a new security partnership between the United States and Europe as well as to outline an Agenda for Action for the new partnership.

Read full story.


Frédéric Mitterrand: La «Mauvaise Vie», le mauvais choix

October 26, 2009

Tribune de Gabriel Lévy

Les 4 Vérités – 20 octobre 2009

Frédéric Mitterrand au ministère de la culture: encore un mauvais choix de notre président!  Peu d’entre nous en comprennent la raison. Quelle peut-elle être?

L’effet incantatoire lié au nom de Mitterrand? 

Les électeurs qui ont élu M. Sarkozy en 2007 ne gardaient nullement la nostalgie d’un ancien président socialiste…. Et s’il fallait afficher un grand nom du socialisme dans la composition de son ministère, il disposait dans sa propre majorité d’un député (M. Blum, député UMP des Bouches-du-Rhône). La personnalité politique qui portait ce nom avant lui figure, de façon non contestée, au panthéon socialiste en compagnie de Jaurès. Mais pourquoi cette idée saugrenue d’aller quérir ses «fruits» dans le dessous du panier de ses opposants? Pourquoi nommer tant de ministres qui n’ont jamais reçu l’onction du suffrage universel?

Le style de l’écrivain Frédéric Mitterrand?

Assurément non. La description des déambulations nocturnes de M. Mitterrand n’a pas la légèreté, l’humour, l’autodérision de celle de M. Roger Peyrefitte sur le Zappeion d’Athènes. Les remugles de «l’avant-scène et de l’arrière scène» (sic) de la prostitution masculine donnent la nausée.

Convenons-en, nous n’étions pas obligés de les lire; mais dès lors qu’il s’agit d’un ministre de la culture de la France, et que ses «bonnes feuilles» s’impriment sur nos quotidiens, nous y sommes contraints.

La stature du nouveau ministre?

En déclarant, pour tenter d’excuser sa défense outrancière de M. Polanski: «J’étais dans un moment d’émotion très, très fort», il n’a pas manqué de s’attirer cette remarque: «Lorsqu’on est ministre, peut-on réagir sur le coup de l’émotion?»

Le respect des lois françaises?

Le président, ci-devant ministre de l’intérieur, avait été l’auteur d’une loi relative à la prostitution, en créant un nouveau délit: «le fait, par tout moyen, y compris par une attitude même passive, de procéder au racolage d’autrui en vue de l’inciter à des relations sexuelles en échange d’une rémunération ou d’une promesse de rémunération est puni de 2 mois d’emprisonnement et de 3 750 euros d’amende». Un membre d’un cabinet ministériel en avait immédiatement fait les frais. Mais ce n’était pas en Thaïlande et il ne s’agissait de prostitution masculine…Dommage, il aurait été ministre.

Allez encore prétendre après cela que  «ce n’est pas le titre qui honore  l’homme, mais l’homme qui honore le titre» (Machiavel).


Sir James Paul McCartney’s Good Evening Europe Tour 2009

October 24, 2009
Photograph of Paul McCartney as The Beatles arrive in New York City in 1964.
Legendary singer and songwriter Paul McCartney (67) – knighted Sir James Paul by Queen Elizabeth II on March 11, 1997 – unveiled his schedule for his “Good Evening Tour Europe 2009”.
 
It will be a seven city run, that will mark his only appearance in Europe this year, starting with his “hometown” Hamburg, where The Beatles Story began.

Good Evening Europe Tour 2009:

December 2, 2009: Hamburg, Germany – Color Line Arena
December 3, 2009: Berlin, Germany – O2 World
December 9, 2009: Arnhem, Holland – Gelredome
December 10, 2009: Paris, France – Bercy
December 16, 2009: Cologne, Germany – Koln Arena
December 20, 2009: Dublin, Ireland – The O2
December 22, 2009: London, England – The O2 Arena


Alan Posener’s Column: The Open Society and its Trends

October 23, 2009

by Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Something’s going on in Europe, and I don’t like it.

There’s the future German Foreign Minister Guido Westerwelle’s refusal to even listen to the question of a BBC correspondent, unless it’s put to him in German:

There’s the BBC giving the British National Party’s Nick Griffin a nationwide TV platform for his racist and anti-Semitic views.

And there’s people not only defending German Central Banker Thilo Sarrazin’s right to make racist comments, but denying that they are racist and demanding a muzzle for people who dare to say they are racist.

You only have to look at the comments on Youtube and elsewhere to realize what it is that is going on here: the political and chattering classes have abandoned the rules governing their chatter; nationalism, racism and intolerance in general are being allowed back into polite society after spending the past 40 years out in the cold.

Political correctness – that great civilizer – is dead. Multiculturalism is under siege. And the ban on anti-Semitism – which the Catholic Church has already lifted by welcoming back the anti-Semitic Pius Brotherhood into its ranks – will soon be as worthless as the paper on which Sir Karl Popper’s great book on the Open Society was written.

I mention Karl Popper, because in the age of Totalitarianism he confronted a vexing question of democracy head-on: was the open society bound by its own philosophical, legal and political parameters to tolerate the propaganda of its enemies?

Popper said no: there was no reason to tolerate intolerance; no reason to grant freedom to the enemies of freedom; there should be no openness towards the enemies of openness. People who want one man, one vote one time should not – as they were in Gaza – be allowed to contest elections. Democracy is more important than freedom; more important than truth; more important than justice – or any one of the multitude of ideas, concepts, slogans and ideals in whose name one could (and people have tried to) suspend democracy.

It’s always the enemies of tolerance who chafe at this seeming intolerance of democracy. One shouldn’t let oneself be fooled. People say, “If you stop people from saying what Sarrazin said, you are denying 80 percent of the population a voice.”

Well, if 80 percent of the population are racist, which I don’t believe for a moment, but I’m saying if, then fuck them and there’s all the more reason to keep a tight lid on what is said by public figures, isn’t there?

Popper didn’t call his book “The Majority Rules”, he called it “The Open Society”. Even 99 percent of the population don’t have the right to dismantle the open society and replace it with a society in which privileges are awarded or denied according to race, religion, creed, gender, sexual orientation or social background.

That’s what Europe has been about this past half-century. Let’s keep it that way.


Ballades méconnues de Claude François

October 18, 2009

claude7 Claude François (1939-1978)


For 20 Years: The Beautiful South’s A Song For Whoever

October 17, 2009

Lyrics

I love you from the bottom, of my pencil case
I love you in the songs,
I write and sing

Love you because,
you put me in my rightful place
And I love the PRS cheques, that you bring

Cheap, never cheap
I’ll sing you songs till you’re asleep
When you’ve gone upstairs I’ll creep
And write it all down

Oh Shirley, Oh Deborah, Oh Julie, Oh Jane
I wrote so many songs about you
I forget your name (I forget your name)
Jennifer, Alison, Phillipa, Sue, Deborah, Annabel, too
I forget your name
Jennifer, Alison, Phillipa, Sue, Deborah, Annabel, too
I forget your name

I love your from the bottom of my pencil case
I love the way you never ask me why
I love to write about each wrinkle on your face
And I love you till my fountain pen runs dry

Deep so deep,
the number one I hope to reap
Depends upon the tears you weep,
so cry, lovey cry, cry, cry, cry

Oh Cathy, Oh Alison, Oh Phillipa, Oh Sue
You made me so much money,
I wrote this song for you
Jennifer, Alison, Phillipa, Sue, Deborah, Annabel, too
I wrote this song for you
Jennifer, Alison, Phillipa, Sue, Deborah, Annabel, too
I wrote this song for you


British Army Hero Tells UN Human Rights Council: ‘Israeli Defense Forces Most Moral Army in History of Warfare’

October 16, 2009

Today’s emergency United Nations Human Rights Council debate in Geneva on the Goldstone Report predictably saw a line-up of the world’s worst abusers condemn democratic Israel for human rights violations.

In a heated lynch mob atmosphere, Kuwait slammed Israel for “intentional killing, intentional destruction of civilian objects, intentional scorched-earth policy”, saying Israel “embodied the Agatha Christie novel, ‘Escaped with Murder’. Pakistan said the “horrors of Israeli occupation continue to haunt the international community’s conscience.” The Arab League said, “We must condemn Israel and force Israel to accept international legitimacy.” Ahmadinejad’s Iran said “the atrocities committed against Palestinians during the aggressions on Gaza should be taken seriously” and followed up by the international community “to put an end to absolute impunity and defiance of the law.”

What the world’s assembled representatives did not expect, however, was the speech that followed (see video and text below), organized by UN Watch. The speaker is a man who repeatedly put his life on the line to defend the democratic world from the murderous Saddam Hussein, Al Qaeda, and the Taliban. The moment he began his first sentence, the room simply fell silent. Judge Goldstone, author of the biased report that prompted today’s one-sided condemnation, had refused to hear Colonel Kemp’s testimony during his “fact-finding” hearings.

But UN Watch made sure today that this hero’s voice would be heard – at the United Nations, and around the world.

***

UN Human Rights Council, 12th Special Session
Debate on Goldstone Report – Geneva, October 16, 2009

Israeli Defense Forces (IDF) Did More to Safeguard Civilians Than Any Army in History of Warfare

Colonel Richard Kemp served in the British Army from 1977 - 2006.
Colonel Richard Kemp served in the British Army from 1977 – 2006.

Thank you, Mr. President.

I am the former commander of the British forces in Afghanistan. I served with NATO and the United Nations; commanded troops in Northern Ireland, Bosnia and Macedonia; and participated in the Gulf War. I spent considerable time in Iraq since the 2003 invasion, and worked on international terrorism for the UK Government’s Joint Intelligence Committee.

Mr. President, based on my knowledge and experience, I can say this: During Operation Cast Lead, the Israeli Defence Forces did more to safeguard the rights of civilians in a combat zone than any other army in the history of warfare.

Israel did so while facing an enemy that deliberately positioned its military capability behind the human shield of the civilian population.

Hamas, like Hizballah, are expert at driving the media agenda. Both will always have people ready to give interviews condemning Israeli forces for war crimes. They are adept at staging and distorting incidents.

The IDF faces a challenge that we British do not have to face to the same extent. It is the automatic, Pavlovian presumption by many in the international media, and international human rights groups, that the IDF are in the wrong, that they are abusing human rights.

The truth is that the IDF took extraordinary measures to give Gaza civilians notice of targeted areas, dropping over 2 million leaflets, and making over 100,000 phone calls. Many missions that could have taken out Hamas military capability were aborted to prevent civilian casualties. During the conflict, the IDF allowed huge amounts of humanitarian aid into Gaza. To deliver aid virtually into your enemy’s hands is, to the military tactician, normally quite unthinkable. But the IDF took on those risks.

Despite all of this, of course innocent civilians were killed. War is chaos and full of mistakes. There have been mistakes by the British, American and other forces in Afghanistan and in Iraq, many of which can be put down to human error. But mistakes are not war crimes.

More than anything, the civilian casualties were a consequence of Hamas’ way of fighting. Hamas deliberately tried to sacrifice their own civilians.

Mr. President, Israel had no choice apart from defending its people, to stop Hamas from attacking them with rockets.

And I say this again: the IDF did more to safeguard the rights of civilians in a combat zone than any other army in the history of warfare.

Thank you, Mr. President.


Alan Poseners Kolumne: Weg mit dem Gesundheitsfonds!

October 16, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener kommentiert wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Vorneweg, ceterum censeo:

www.welt.de/videos/debatte/article4835598/Sarrazins-Rassismus-bleibt-Bullshit.html

Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um einen Telefonanruf.

Eine junge Frau ruft bei ihrer Frauenärztin an. Sie braucht einen Termin. Die Sprechstundenhilfe, nach einigem Hin und Her, im leicht genervten Ton: „Also, ich kann Ihnen frühestens am 2. Dezember einen Termin anbieten.“ Also in SECHS WOCHEN. Die junge Frau sagt zu, die Sprechstundenhilfe klickt ein bisschen in ihrem Computer herum, und plötzlich ertönt Warteschleifenmusik. Die junge Frau wartet. Dann ist eine völlig umgewandelte Sprechstundenhilfe dran: „Aber Frau P., Sie haben ja gar nicht gesagt, dass Sie Privatpatientin sind! Da hätten wir einen Termin für Sie, am 21.“ „November?“ „Wo denken Sie hin? Oktober!“ Also in EINER WOCHE.

Man hört immer, besonders von SPD-Seite, es gehe darum, „eine Zweiklassenmedizin in Deutschland zu verhindern“. Hallo? Wir haben längst eine Zweiklassenmedizin.

Und es geht nicht nur darum, dass eine Kassenpatientin sechs Wochen, eine Privatpatientin eine Woche auf einen Termin warten muss, obwohl das schlimm genug ist und in manchen Fällen den Unterschied zwischen einer gerade noch rechtzeitig erkannten und einer zu spät erkannten Krankheit bedeuten kann. Die praktizierte Medizin ist auch verschieden für Ober- und Untermenschen.

Ein Beispiel: Meine Frau ist als Beamtin privat versichert; ich bin als Angestellter freiwillig in der gesetzlichen (ich weiß… selber schuld… lange Geschichte.). Zufällig hatten wir in der letzten Zeit kurz hintereinander die gleichen Beschwerden entwickelt (das Phänomen nennt man bei langjährigen Ehepaaren oder Hundehaltern Anähnelung), und darum empfahl mir meine Frau auch ihren Orthopäden, der tatsächlich auch exakt die gleiche Diagnose stellte. Freilich war die Therapie völlig verschieden, was die verschriebenen Medikamente, Schmerz- und Hilfsmittel betrifft. Und zwar schlicht und einfach derart, dass ich weniger oder nichts bekam.

Vielleicht gibt es Ärzte, die keinen Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatienten machen; aber man darf annehmen, dass das die Ausnahmen sind. Die Dummen.

Noch einmal: wir haben längst eine Zweiklassenmedizin. Man kann sagen: das ist nun einmal so; alles, was über die Basisversorgung hinausgeht, muss eben privat versichert sein, und das können dann eben nur die Besserverdienenden – und dann ist jeder Besserverdienende, der wie ich in der gesetzlichen Versicherung bleibt, eben dumm.

Man kann leugnen, dass das so ist, wie die meisten Parteien, die Ärzteorganisationen und Versicherungen, die behaupten, es gehe ihnen darum, für jeden Patienten eine optimale Versorgung sicherzustellen. Wer ihnen glaubt, ist selber schuld.

Man kann wie in Großbritannien das System verstaatlichen, so dass es alle gleich schlecht haben – mit  Ausnahme der ganz Reichen, die sich in Abu Dhabi behandeln lassen, wohin auch die guten Ärzte auswandern.

Oder man kann eine private Gesundheitsfürsorge für alle einführen, mit kostendeckenden Beiträgen einerseits und Versicherungszwang andererseits – und die wirklich Bedürftigen, sagen wir Arbeitslose und Rentner, durch Zuschüsse staatlicherseits instand setzen, ihre Beiträge zu zahlen. Ich befürworte den letzten Vorschlag.

Und deshalb: Weg mit dem Gesundheitsfonds und der Einteilung von Menschen in Patienten erster und zweiter Klasse. Telefongespräche wie das eingangs geschilderte sollten so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören. 

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


Alan Poseners Kolumne: Benedikts Kreuzzug – Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft

October 13, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener kommentiert wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Konservative sind stolz darauf, die besseren Menschen zu sein. Andere mögen bessere Ideen haben; sie mögen moralisch anspruchsvoller sein (dann werden sie von den Konservativen verächtlich „Gutmenschen“ genannt), aber weil der Konservative seinen privaten Anstand über die Ideen der Menschheitsbeglücker stellt, ist er am Ende eben der wahre Gutmensch.

In den letzten Tagen hatte ich zwei Mal die Möglichkeit, dieses konservative Selbstbild zu überprüfen. Zwei Konservative, mit denen ich bekannt, ja beinahe befreundet bin, haben mein Buch über Benedikt XVI besprochen: der katholische Arzt, Psychiater und Theologe Dr. Manfred Lütz, und der CDU-nahe Publizist Dr. Alexander Gauland.

Hier sind die Besprechungen:

Dr. Manfred Lütz, Frankfurter Rundschau, 12.10.2009

Dr. Alexander Gauland, Deutschlandradio Kultur, 04.10.2009

Niemand hat sie gezwungen, das Buch zu besprechen – sie wurden von den Redaktionen darum gebeten, und auch Konservative sind nur Menschen. Beiden war ein wenig unwohl bei der Sache. Das weiß ich, weil der eine mich vorher angerufen hat, ums sich sozusagen von vornherein Absolution erteilen zu lassen für den beabsichtigten Verriss; der zweite rief mich danach an und fragte als erstes: „Na, reden Sie überhaupt noch mit mir?“ Beiden war natürlich klar, dass ich die Absolution erteilen würde, dass ich nicht vorhabe, öffentlich ausgetragene Meinungsverschiedenheiten persönlich zu nehmen. Ich heiße ja nicht Henryk M. Broder oder Ingo Langner.

Ich bin meinen konservativen Freunden schon deshalb nicht böse, weil ich von dem Grundsatz des großen Sam Goldwyn überzeugt bin: „There is no such thing as bad publicity.“ Jedenfalls hat mein Buch bei Amazon.de einen Sprung gemacht, der vielleicht auch auf die Intervention der beiden zurückzuführen ist. Ein weiterer Grund ist: ich bin eben ein netter Mensch.

Wie gesagt, ich bin nicht böse über böse Kritiken; verstört bin ich darüber, dass beide Kritiker es nötig fanden, ad hominem zu argumentieren, also ein Mittel zu verwenden, das sie selbst zu verabscheuen vorgeben, und das nach konservativem Selbstverständnis auch nicht statthaft ist. Nein, Quatsch, ich bin nicht verstört; denn ich habe selten erlebt, dass sich Konservative an ihre eigenen Grundsätze gehalten hätten. Die größten Vertreter von Familienwerten sind notorische Ehebrecher, die größten Schwulenfeinde sind heimliche Schwule, und so könnte man den Katalog konservativer Werte durchdeklinieren, einschließlich des Faktums, dass die drei größten „Konservativen“ der Nachkriegszeit – Adenauer, Reagan und Thatcher – ja nicht konservativ waren, sondern revolutionär. Was mich mit ihnen versöhnt. Aber nun zu unseren Autoren.

Beide müssen mich unbedingt als eifernden Konvertiten hinstellen: Lütz stellt mich als „Jünger“ Richard Dawkins’ hin, als hätte ich Dawkins’ „Gotteswahn“ gebraucht, um Atheist zu werden; Gauland kommt „leider nicht umhin, auf die linksradikale Vergangenheit des Autors hinzuweisen“, die er zwar überwunden habe, aber „wie so oft bei großen Konversionen“ leider „im Sinne des leidenschaftlichen Umarmens von Kapitalismus, Liberalismus, Demokratie und Marktwirtschaft“. Diese seien dessen „neue Götter“.

Man erkennt die Absicht und ist verstimmt: Atheist zu sein, und gar Dawkins zu mögen, gilt in Deutschland – anders als in England, wo es sogar innerhalb der Staatskirche eine agnostische Tradition gibt, und wo Dawkins zu den angesehensten Professoren der Universität Oxford gehört – immer noch als irgendwie anrüchig. Ein „Jünger“ ist jemand, der nicht selbst denkt. Kapitalismus, Liberalismus, Demokratie und Marktwirtschaft zu „umarmen“, ist fast noch schlimmer als Atheist und Darwinist zu sein, und eine „linksradikale Vergangenheit“ – in England Ausweis selbstständigen Denkens, siehe Orwell, Koestler, Berlin, Popper usw. usf. – gilt hier als Beweis von Charakterschwäche und macht einen des Achtundsechzigerturms verdächtig. Nein, man sollte möglichst immer in der Jungen Union gewesen sein, immer irgendwie an den christlichen Gott geglaubt haben, immer irgendwie skeptisch gegenüber „Kapitalismus, Liberalismus, Demokratie und Marktwirtschaft“ gewesen sein (aber nicht linksradikal, gell): sonst ist man irgendwie nicht ganz koscher.

Womit ich bei Alexander Gauland bin, dessen Text mich mehr geärgert hat als jener von Manfred Lütz. Dass mich Gauland mit Heine und Harden vergleich, schmeichelt natürlich. Ist es aber Zufall, dass diese beiden Juden sind? Der Artikel ist illustriert mit einem Bild, auf dem Papst Benedikt XVI dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres die Hand gibt: Was, bitte sehr, hat das mit meinem Buch zu tun? Es sei denn, man will „dem Juden“ Posener zeigen, dass auch „sein“ Staatspräsident dem Papst wohl gesonnen sei. Nun gut, vermutlich hat Alexander Gauland mit der Illustration nichts zu tun; das war die Redaktion von DeutschlandRadio Kultur. Die jedenfalls auch den Eindruck bekommen haben muss, hier ginge es darum, den deutschen Papst gegen einen jüdischen Angriff zu verteidigen. Und dann: Alexander Gauland und ich kennen uns lange genug, um wenigstens unsere Namen richtig schreiben zu können; er schreibt aber durchweg „Posner“. Immerhin steht „Posener“ auf dem Buchdeckel. Wie genau hat er also gelesen, bevor er seinem Zorn freien Lauf ließ?

Nichts für Ungut. Mit Manfred Lütz bin ich auf der Buchmesse zum Kaffee verabredet; mit Alexander Gauland werde ich sicher bald wieder in der Potsdamer „Ratswaage“ essen gehen. Die andere Wange, nicht wahr. Christen halten sie selten hin, Nichtchristen dafür umso öfter. Und meine Kritik an Benedikt war konservativer – im Sinne des konservativen Anspruchs, anständig zu sein – als diese konservative Kritik jener Kritik.

Link: Der anmaßende Papst, von Alan Posener, Frankfurter Rundschau, 15.10.2009

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


Wollt ihr die totale Überwachung?

October 7, 2009

Ein Video-Kommentar von Narcisse Caméléon, Ressortleiter Deppologie der HIRAM7 REVIEW

Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn der CDU!fdp7


Alice im Wunderland – Das Musical

October 4, 2009

Buch: Mirko Bott und Christian Berg
Regie: Christian Berg · Musik: Rainer Bielfeldt

Die kleine Alice traut ihren Augen nicht. Da läuft doch tatsächlich ein Kaninchen, das auf seine Uhr schaut. Wo gibt es denn so was? Neugierig geworden, verfolgt Alice das Tier heimlich und landet … im Wunderland.

Hier ist nichts wie es sein soll. Es gibt Pilze und Kekse, die einen auf wundersame Weise wachsen und wieder schrumpfen lassen. Eine Grinsekatze, die alles besser weiß. Eine Raupe, die so gern ein Schmetterling wäre. Und natürlich die böse Herzkönigin, die allen an den Kragen will. Auf ihrer abenteuerlichen Reise durch das Wunderland erlebt Alice die unglaublichsten Geschichten und begegnet zauberhaften Gestalten aus einer Welt der Phantasie.

Das neue Familienmusical aus der Schmidt & Berg-Werkstatt hat im September 2009 seine Uraufführung im Schmidt Theater Hamburg gefeiert und wird ebendort anschließend noch bis Ende Dezember laufen. Christian Berg erzählt die weltberühmte Geschichte von „Alice im Wunderland“ nach der Vorlage von Lewis Carroll auf seine ganz eigene Weise.

Vom 21.11.2009 bis zum 30.12.2009 im Hamburger Schmidt Theater

17. Filmfest Hamburg verleiht Ehrenpreis Hamburg Filmfestbesteck 2009

October 1, 2009

Pressemitteilung

Am 1. Oktober 2009 wird das 17. Filmfest Hamburg einen neuen Preis vergeben: Das Hamburg Filmfestbesteck 2009.

Albert Wiederspiel und Lars Becker

Albert Wiederspiel und Lars Becker

Den ersten Ehrenpreis, der in unregelmäßigen Abständen an besonders treue Filmfest-Teilnehmer während des Festivals verliehen werden wird, erhält der deutschen Regisseur und Drehbuchautor Lars Becker („Nachtschicht“, „Rette deine Haut“, „Kanak Attack“).

Filmfestleiter Albert Wiederspiel wird Becker mit dem Ehrenpreis heute um 21.15 Uhr vor der Premiere von „Nachtschicht: Wir sind die Polizei“ im Hamburger Cinemaxx Dammtor überraschen.

„Nachdem Lars Becker fast jedes Jahr mit einem neuen Film bei uns vertreten ist, möchte ich ihm für seine kontinuierliche Treue gegenüber dem Filmfest und dem Spielort Hamburg danken“, so Widerspiels Begründung zur Preisträgerentscheidung.

Lars Becker

Lars Becker

Das Hamburg Filmfestbesteck 2009 beinhaltet vier Silber-Löffel von Robbe und Berking. Jeder Löffel ist mit einem Wort graviert. Zusammen ergeben die Gravuren auf den vier Löffeln die persönliche Widmung „Das Gelbe vom Ei“, welche sich auf den Film von Lars Becker aus dem Jahr 1999 bezieht.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Presseteam im Pressezentrum in der Pony Bar, Allende Platz 1, Hamburg, Telefon 040 – 441 957 46, E-Mail: presse@filmfesthamburg.de.

Weitere Informationen unter www.filmfesthamburg.de.

Das 17. Filmfest Hamburg findet vom 24. September – 3. Oktober 2009 im Abaton Kino, Cinemaxx Dammtor, Metropolis Kino, 3001 Kino und in den Zeise Kinos statt.


Alan Poseners Kolumne: Der Untergang der doitschen Sozialdemokratie

September 30, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener kommentiert wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Unter den vielen Wrackteilen, die der Untergang des Tankers SPD an die Oberfläche spült, fand ich folgende Bemerkung von Wolfgang Thierse interessant: „Wir sind keine Wendehälse“, sagte er nach der Wahl des Verlierers Steinmeier zum vorläufigen Fraktionsvorsitzenden, „die heute ‚Hosianna!’ rufen und morgen ‚Kreuziget ihn!’“

Thierse spielt auf das Evangelium des Johannes an, dem zufolge (Joh. 12,12-19) „die Volksmenge“ Jesus von Nazareth beim Einzug in Jerusalem mit dem ruf „Hosanna!“ begrüßt hätten, und auf das Evangelium des Matthäus (Mat. 27,11-26), demzufolge „das Volk“, „die Menge“, das „ganze Volk“ wenige Tage später vom römischen Statthalter forderte: „Ans Kreuz mit ihm!“ Es folgt bei Matthäus jene berüchtigte Stelle, in der „das ganze Volk“ ruft: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ Was sich die Christen nicht zweimal sagen ließen, sooft sie die Gelegenheit dazu hatten.

Nur nebenbei sei erwähnt, dass – vermutlich wahrheitsgemäß – bei Markus, Matthäus und Lukas durchscheint, nur die Jünger beim Einzug Jesu in Jerusalem „Hosianna!“ gerufen haben (vgl. Mat. 19,28-40); und dass die Geschichte von Pilatus, der seine Hände in Unschuld wächst, während die blutdürstigen Juden nach dem Tod des Messias rufen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit apokryph ist, eine Anbiederung der frühen Christen an die Besatzungsmacht, die den Wanderprediger aus dem Hause David hingerichtet haben, weil er den Anspruch erhob, „König der Juden“ zu sein. So schrieben sie es ja ans Kreuz, und es blieb den Christen vorbehalten, diesen Sachverhalt umzudeuten und zu behaupten, die Römer hätten den „Hohenpriestern“ die Drecksarbeit abgenommen, die Jesus wegen Blasphemie hingerichtet haben wollten.

Dass die jüdischen religiösen Autoritäten keine Probleme damit hatten, dieses dreckige und barbarische Geschäft selbst vollziehen zu lassen, zeigt sich an der Steinigung des Stephanus (Apostelgeschichte 7,54-8,1a), bei der ein gewisser Rabbiner namens Saul aus Tarsus teilnahm, und an der Hinrichtung von Jakobus, des Bruders Jesu, einige Jahrzehnte später, von dem uns Josephus Flavius berichtet.

Nun gut, aber was sagt der Katholik Wolfgang Thierse? 1943 geboren als Sohn eines Rechtsanwalts („Rechts“anwalts, sollte man zu allen sagen, die in jener Zeit „Recht“ sprachen), sagt der Mann, der als Literaturwissenschaftler in der DDR tätig war (Literatur„wissenschaftler“): wir SPDler sind nicht wie „die Juden“. Wir praktizieren doitsche Treue.

Dass in einem Volk, das 1933 dem Führer zujubelte und 1945 plötzlich entdeckte, das es immer schon antifaschistisch war, oder das am 1. Mai 40 Jahre lang brav mitjubelte, um dann 1989 zu entdecken, dass es immer schon antikommunistisch war (aber nach wie vor gern die SED wählt) – dass ausgerechnet in einem solchen Volk ein Politiker zur Illustration von Prinzipienlosigkeit, Verrat und Blindheit auf die Juden zurückgreifen muss, wäre ein Skandal, wenn es nicht das Erwartbare wäre.

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


Bundestagswahl 2009: Der liberale Herbst

September 27, 2009
 

fdp

LEITGLOSSE ZUR SCHLIESSUNG DER JAGDSAISON BZW. BUNDESTAGSWAHL 2009

von Narcisse Caméléon, Ressortleiter Deppologie der HIRAM7 REVIEW

FDP: DIE KUNST, EIN EGOIST ZU SEIN

Wir alle sind Egoisten, aber nur wenige verstehen es, das Beste für sich daraus zu machen. Die meisten Menschen passen sich lieber der Mitwelt an. Sie tun alles, um geliebt, gelobt und anerkannt zu werden. Damit machen sie sich zu Marionetten allgemeiner Verhaltensklischees und verzichten darauf, ihr eigenes Leben zu leben. (Josef Kirschner, Die Kunst, ein Egoist zu sein)

Ein Egoist entscheidet für sich selbst, hängt keinen Moden nach und redet niemandem nach dem Mund. Klingt unbequem? Nur für die, die uns manipulieren wollen.

In dieser Hinsicht können wir uns  über den unumstritten Sieg der Liberalen sehr freuen, die ein hoffentlich endgültiges Ende der Rot-Grünen Bevormundung in Aussicht stellt. Endlich Schluß mit der Tyrannei der Besserwisser à la Rot-Grün, die die von Gott gegebene Freiheit des Menschen durch (Rat)Schläge und Verbote einschränken wollen, um ihre eigene willkürliche Macht zu sichern…

Der Clou dieses Wahlabends: Ausgerechnet der Erfinder von Agenda 2010 und von Hartz IV, der Spitzenkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier, spricht von sozialem Ausgleich und warnt vor Schwarz-Gelb…zum Totlachen! So sprach die Stimme der Selbstgerechten und Heuchler der Prosecco-Fraktion.

Die SPD und die Kriegspartei Bündnis Verrat an den Wählern/Die Grünen bzw. die Toskana-Fraktion-Linke (sprich Wasser predigen, aber Prosecco trinken) sollen in der politischen Wüste für die nächsten 20 Jahre krepieren, das haben sie reichlich verdient, nachdem sie ihre Wählerschaft jahrelang betrogen haben. 

Sic transit gloria lupi.

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


USA, UK and France Tell Iran to Open Nuke Site

September 26, 2009

The New York Times reports that U.S. President Obama and the leaders of UK and France will accuse Iran of building a secret underground plant to manufacture nuclear fuel, saying the country has hidden the covert operation from international weapons inspectors for years, according to senior administration officials. 

The revelation, which the three leaders will make before the opening of the Group of 20 economic summit in Pittsburgh, appears bound to add urgency to the diplomatic confrontation with Iran over its suspected ambitions to build a nuclear weapons capacity. Mr. Obama, along with Prime Minister Gordon Brown of Britain and President Nicolas Sarkozy of France, will demand that Iran allow the International Atomic Energy Agency to conduct an immediate inspection of the facility, which is said to be 100 miles southwest of Tehran. 

U.S. officials said that they had been tracking the covert project for years, but that Mr. Obama decided to make public the American findings after Iran discovered, in recent weeks, that Western intelligence agencies had breached the secrecy surrounding the project.

On Monday, Iran wrote a brief, cryptic letter to the International Atomic Energy Agency, saying that it now had a ‘pilot plant’ under construction, whose existence it had never before revealed. In a statement from its headquarters in Vienna yesterday, the atomic agency confirmed that it had been told by Iran that a new pilot fuel enrichment plant is under construction in the country.

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