Wir sind Dalai Lama!

Sunday, May 18, 2008
Es hat lange gedauert bis im Zusammenhang mit der PR-Tournee des Dalai Lama in Deutschland die ersten kritischen Artikel in den deutschen Medien erschienen. Bisher musste man (ohne Übertreibung) von einer regelrechten Gleichschaltung der Presse sprechen, so identisch waren die abgeschmackten Lobhudeleien und devoten Anbiederungen von Bild-Zeitung bis Spiegel.

Jetzt hat sich Altbundeskanzler Helmut Schmidt in der ZEIT zu Wort gemeldet (Tibet als Prüfstand) und mit Sachkenntnis auf die unmenschliche Situation der Bevölkerung Tibets unter dem buddhistischen Lama-Staat verwiesen.

In einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dalai sein ist alles) geht Nils Minkmar mit Ironie auf die so genannte Shugden-Affäre ein, die den Dalai Lama in schiere Rage versetzt.

Tibet-Experten Victoria und Victor Trimondi haben den Shugden-Fall, der jetzt immer mehr in das Licht der Öffentlichkeit gerät, ausführlich untersucht in dem Artikel Krieg der Orakelgötter - Shugden-Mönche beantragten gegen den Religionsführer eine Klage wegen Menschenrechtsverletzung beim Obersten Gericht Indiens.

Siehe auch unsere Artikel der vergangenen Monate:

- Unverdiente Auszeichnung: Bürgermeister von Paris macht Sektenführer Dalai Lama zum Ehrenbürger

- Der Dalai Lama - Sprücheklopfer für den Abreißkalender

- China und der Westen: Wie man Feindbilder erzeugt

- Aus gegebenem Anlass: Der Dalai Lama - ein Wolf im Schafspelz

- Der Dalai Lama: Bewußtsein ohne Gehirn?

- Buddhismus ist keine Religion des Friedens


Was faszinierte die Nazis am tibetischen Buddhismus?

Saturday, May 17, 2008
Die enorme Faszination der Deutschen an Tibet und am tibetischen Buddhismus ist keineswegs neu. Im Dritten Reich, genauer kurz vor und nach Beginn des zweiten Weltkrieges (bis 1942), standen das Schneeland und seine Religion im Fokus der NS-Propaganda und einer Massenerregung.

Es kam zum ersten Mal zu einer regelrechten Tibet-Welle in deutschen Städten und Gemeinden. Heinrich Himmler persönlich hatte als Chef des SS-Ahnenerbes 1938/39 medienwirksam eine Expedition in den Himalaja durchführen lassen.

Was seine Motive waren, wonach die SS dort suchte und wie diese Reise im Kontext mit dem Krieg  ausgeschlachtet wurde, stellen die Religionsforscher Victor und Victoria Trimondi in einer 9-teiligen Studie in dem Online Magazin Kritische und Kreative Kulturforschung vor.

Die Autoren porträtieren nicht nur die Protagonisten des spektakulären Unternehmens, sondern zeigen ebenfalls, wie die Nazis in der lamaistischen Religion nach Inhalten suchten, die sie ihrer eigenen NS-Ideologie einverleiben wollten. Es war nicht Friede, Glück und Harmonie, was sie dort entdecken wollten, sondern Kriegslust, Magie, Übermenschlichkeit und aristokratisches Herrschaftsgebaren. Ihre Erwartungen wurden erfüllt, all das fanden sie im Lande der Dalai Lamas.

Auf der anderen Seite begrüßte Tibets damalige Herrschaftselite (Lamas und Aristokratie) überschwänglich den Besuch der Deutschen und nahm durch sie mit Adolf Hitler und Heinrich Himmler Kontakt auf. Die Begegnung der SS mit dem Regenten des Landes, dem Reting Lama, stand unter dem Slogan Treffen des westlichen und östlichen Hakenkreuzes in Freundschaft und Frieden.

Nach dem Krieg hört die Nazi-Tibet-Connection nicht auf, zumindest nicht personell, denn zwei prominente SS-Angehörige (Bruno Beger und Heinrich Harrer) werden zu guten Freunden des XIV. Dalai Lama und ihr Zeugnis spielt noch heute in der Autonomiefrage Tibets eine wichtige Rolle: Die Nazi-Tibet-Connection.

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Helmut Schmidt zur Tibet-Frage

Thursday, May 15, 2008

Überall sind es die Mönche, die die Menschen verdorben haben. Der weise und gelehrte Leibniz hat es eindeutig nachgewiesen. Er hat gezeigt, daß das 10. Jahrhundert, das man das Jahrhundert der Roheit nennt, viel weniger barbarisch war als das 13. und die folgenden Jahrhunderte, in denen diese Massen von Bettlern entstanden, die das Gelübde ablegten, auf Kosten der Laien zu leben und diese zu bedrücken. (Voltaire)

In der heutigen Ausgabe der ZEIT klärt uns der letzte deutsche Politiker mit vollem Durchblick und klarem Verstand, der stets brillante Helmut Schmidt, über die Hintergründe der Tibet-Frage auf, und insbesondere über die wahren Absichten des tibetanischen Sektenführers und Rattenfängers Dalai Lama:

“Ebenso ist das kleine Bergvolk der Tibeter immer schon autokratisch regiert worden, allerdings nicht von einem Fürsten oder vom Adel, sondern von Priestern und Oberpriestern. Der Dalai Lama war als Oberpriester einer lamaistischen Sekte zugleich das weltliche Oberhaupt aller Tibeter; der Pantschen Lama als Oberpriester einer anderen Sekte hatte jedoch einen höheren klerikalen Rang. Noch am Ende des Zweiten Weltkriegs war Tibet eine Theokratie – ähnlich wie ehedem der Kirchenstaat oder wie heutzutage Iran. [...] Die Mönche kämpfen nicht für Menschenrechte, sondern vielmehr für die Interessen ihrer Klöster - und für den tibetischen Nationalismus.”

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Dalai Lama wegen Menschenrechtsverletzung von dem Obersten Gerichthof Indiens angeklagt

Wednesday, May 14, 2008
Während der XIV. Dalai Lama in den westlichen Medien wie ein „Gott zum Anfassen” (Der Spiegel) gefeiert wird, ist seit dem Frühjahr 2008 ein Verfahren gegen ihn wegen Menschenrechtsverletzung und Hinderung der freien Religionsausübung am höchsten Gericht seines Gastlandes Indien anhängig.

Kläger ist die so genannte Dorje-Shugden-Society, eine Gruppierung tibetischer Mönche, die den Schutzgott Dorje Shugden verehrt. Am 5. Mai 2008 gaben die Dorje Shugden Anhänger in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie weltweit und insbesondere auch bei dem Deutschland-Besuch des XIV. Dalai Lama vom 16. bis zum 19. Mai 2008 gegen ihn demonstrieren werden.

Die Anklagepunkte gegen den tibetischen Religionsführer lauten: Unterdrückung religiöser Minderheiten, Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, Inquisition, anti-demokratische Machenschaften, Denunziationen, Heuchelei, Doppelmoral.

Die Tibet-Experten Victor und Victoria Trimondi zeigen in einer gut recherchierten Studie, was hinter diesen Anschuldigungen steckt. Sie untersuchen den Shugden-Fall insbesondere unter der Frage, ob der exiltibetische Staat und der XIV. Dalai Lama die Trennung von Staat und Kirche wirklich anerkennen.

Der erbitterte Kampf des XIV. Dalai Lama gegen den Dorje-Shugden-Geist zeigt: die Grundgesetze des säkularen und humanistischen Staates haben für den tibetischen Religionsführer keine Bedeutung.

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Filmfestspiele von Cannes 1968 und heute

Wednesday, May 14, 2008

Die Tageszeitung Die Welt erinnert zum Beginn der Filmfestspiele in Cannes an die revolutionäre Stimmung beim Festival vor vierzig Jahren:

“Louis Malle, der Mitglied der Jury ist, aber in seiner freien Zeit kein Auge vom Fernseher lässt und sich fragt: ‘Was tu’ ich hier? Ich muss nach Paris zurück!’, ist gespannt auf das, was seine Kollegen zu berichten haben: ‘Auf einem Treffen erklärten sie, dass sie das neu gegründete Comité Révolutionnaire du Cinéma oder so ähnlich repräsentieren’, erzählt er später. ‘Sie sagten, dass das Festival sofort beendet werden muss. Ich hielt das für eine ausgezeichnete Idee. Das ganze Land befand sich im Streik; es schien uns absurd, dass die Leute im Frack sich Filme angucken sollten, als wäre sonst nichts los, als befänden wir uns in Liechtenstein oder Monte Carlo.”

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) lobt den Erfindungsgeist des Festivals von Cannes:

“Natürlich ist Cannes weiterhin eine kommerzielle Veranstaltung, aber eben nicht nur. Wie sonst ließen sich die spröden Wettbewerbsbeiträge etwa der Dardenne-Brüder aus Belgien erklären, die in diesem Jahr schon zum wiederholten Mal an der Croisette zu Gast sind…, oder von Atom Egoyan, der ‘Adoration’ zeigt? Wie käme ein animierter Dokumentarfilm über den Libanesischen Bürgerkrieg (’Waltz with Bashir’ von Ari Folman) ins Wettbewerbsprogramm, der neue Wim-Wenders-Film oder ein Viereinhalbstundenwerk über Che, auch wenn der Regisseur Steven Soderbergh heißt? Und wie ‘La frontière de l’aube’ von Philippe Garrel, einem der Wortführer der Neuen Welle im französischen Kino, die Cannes damals überrollte?”

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Rede von Nasrin Amirsedghi bei der internationalen Iran-Konferenz in Berlin

Tuesday, May 13, 2008
Internationale Iran-Konferenz - Business as usual? Das iranische Regime, der heilige Krieg gegen Israel und den Westen und die deutsche Reaktion

Berlin, 3. Mai 2008

Gottesstaat und Menschenrecht - Der Charakter des iranischen Regimes

„Die Stellung der Frau im Gottesstaat Iran”

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Mitwirkende dieser Veranstaltung,

mit Dank für die Einladung begrüße ich Sie alle ganz herzlich!

Als die erste Charta der Menschenrechte wurde seitens der Vereinten Nationen 1971 die Erklärung des persischen Reichsgründers Kyros II. in Babylon aus dem Jahr 539 vor Christus gefeiert. Sie ist eine der frühesten Quellen des Völkerrechts und gilt als die älteste Menschenrechtserklärung der Geschichte.

So verkündet Kyros II.

„Ich verkünde, dass jeder Mensch verantwortlich für seine eigenen Taten ist und niemals seine Verwandten für seine Vergehen büssen müssen und niemand aus einer Sippe für das Vergehen eines Verwandten bestraft werden darf. Bis zu dem Tage, an dem ich mit dem Segen von Mazda (Gott) herrsche, werde ich nicht zulassen, dass Männer und Frauen als Sklaven behandelt werden, und ich verpflichte meine Staatsführer, den Handel mit Männern und Frauen als Sklaven mit aller Macht zu verhindern. Sklaverei muss auf der ganzen Welt abgeschafft werden! Ich verlange von Mazda (Gott), dass er mir bei meinem Vorhaben und meinen Aufgaben gegenüber den Völkern des Iran, Babylons und den Ländern aus den vier Himmelsrichtungen zum Erfolg verhilft.”

Das Land Iran;

ein Land mit über 2500 Jahren Geschichte,

das Land Zarathustras,

ein Land der Sonne und des Feuers,

ein Land mit vielen Völkern und Glaubensbekenntnissen,

ein Land der Frauen mit strahlenden Augen, nachtdunklen Haaren und zarten Händen

ein Land mit fröhlichen Kindern und ihrem lauten Lachen,

ein Land mit intelligenten Jugendlichen, die viele Träume haben, Träume von Freiheit und von der Freude am Leben;

ein Land mit fruchtbarer Natur, tiefen Meeren, mächtigen Flüssen, singenden Bächen und stolzen Zypressen!

Ja! Meine Damen und Herren!

Dieses Land ist befallen von einer tödlichen Pandemie, einer Seuche namens „Islamische Republik”. Ihr Erreger heißt „Scharia”, auf deutsch: das islamische Recht, und eingeschleppt und übertragen wurde sie von Khomeini und seinen Anhängern! Diese Seuche ist repressiv und von einer unberechenbaren Aggressivität. Seit 1979 leidet der Iran, unter dieser tödlichen Krankheit. Seitdem riecht das Land nach dem Schwarzen Tod: Abertausende Verhaftungen, Hinrichtungen, Steinigungen, Auspeitschungen, Amputationen, Prügeleien, Bevormundungen, Verhüllungen, Demütigungen und kulturelle Dekadenz.

„Panton Chrematon”

Ein altvertrauter Spruch von Protagoras (490 bis 411 vor Christus)

Die individuellen Menschenrechte haben in der abendländlichen Kultur eine lange Tradition, die nur durch die besonderen historischen und religiösen Erfahrungen des Christentums, des Humanismus, der Renaissance und der Aufklärung, der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten 1776 sowie durch die französische Erklärung der Bürger- und Menschenrechte 1789 erreicht werden konnte. Der Islam kennt diese Erfahrungen nicht, er ist nicht im Stande, sie lebendig umzusetzen. Im Gegenteil, Allah und seine Gesetze verbieten es Muslimen, solche Erfahrungen zu sammeln!

Abgesehen von den vorhandenen urhumanistischen Wurzeln der abendländischen Kultur und der Erkenntnis, daß der Mensch das Maß aller Dinge ist, besteht eines der wesentlichsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Christentum und Islam im Bild des Menschen und seiner unterschiedlichen Bestimmung im Koran und in der Bibel:

Dort wird der Mensch im Kollektiv als „Sklave Gottes” (Ab dul-Allah) bezeichnet, hier wird ein Mensch zum „Sohn Gottes”. Dort ist der Mensch Allah gegenüber ein Nichts, hier verbindet Jesus als Mensch das Himmlische mit dem Irdischen. Dort besteht die Aufgabe des Menschen darin, sich opfernd Allah zur Verfügung zu stellen, hier darin, eigenverantwortlich Gott zu suchen und für sich zu finden. Im Gegensatz zum Islam konnte sich in der abendländlichen Kultur im Laufe der Geschichte der Mensch als Individuum durchsetzen und die Allein-Herrschaft der Religion brechen.

Eine Kultur der individuellen Menschenrechte setzt die Unabhängigkeit der säkularen Weltanschauung von jeder Religion voraus. Der Islam kennt diese Voraussetzung nicht, er lehnt sie sogar ab. Deshalb ist der Islam im Kern mit einer Kultur der individuellen Menschenrechte nicht vereinbar. In einem säkular-demokratischen Gesellschaftssystem ist heute die Bewahrung der persönlichen Rechte allerhöchstes Ziel des politischen Handelns. Das Wesen des kollektivistischen Ideals im Islam ist aber die Aufopferung des einzelnen Individuums zugunsten von Allah, was zur Lebensaufgabe und zum politischen Ziel erhoben wird.

Während in der abendländischen Kultur der Mensch zum Maß aller Dinge wird, ist im Islam Allah das Maß aller Dinge. Hier handelt und agiert der islamische Staat in Stellvertretung Allahs. Seine Gesetze sind als Wort Gottes „eins”, „ewig” und unveränderbar. Der Staat bezieht im Islam seine Legitimation allein von Allah. Deshalb würde ich solch ein System einen Allah-Staat nennen. In diesem System finden nur gläubige Muslime Schutz;  alle anderen sind entweder Schutzbefohlene minderen Rechts („Dhimmi”) oder haben als Ungläubige („Kuffar”) keine Existenzberechtigung, sind somit zur Vernichtung verurteilt.

Das Prinzip der individuellen Menschenrechte basiert ausschließlich auf der Anerkennung der Autonomie und Gleichheit aller Menschen, unabhängig von Ethnie, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung. Die universellen Menschenrechte können nur in einem demokratischen Kontext garantiert werden. Ein säkularer Staat, der auf den Prinzipien von Pluralismus, Toleranz und der Trennung von Politik und Religion basiert, garantiert die elementarsten Rechte seiner Bürger wie uneingeschränkte persönliche Freiheit, Meinungsfreiheit, Freiheit der Presse und der Künste. Diese Fundamentalrechte werden aber im Allah-Staat von Grund auf missachtet bzw. aberkannt. Solch ein Staat stützt sich nur auf den Koran und die von Allah „befohlenen” Gesetze. Allah ist das absolut freie Wesen, nicht aber die von ihm Erschaffenen.

Mohammed als Allahs Gesandter schreibt nicht nur die private Lebensführung vor, bis hin zu Kleidung und Liebesleben, sondern auch die Führung der Staatsgeschäfte, des Rechtswesens (Scharia) und der Wirtschaft. Das ist ein totalitärer Anspruch, der jedes demokratische Element im Kern zerstört. Der Islam mit seinem aggressiven Dogma und seiner Gewaltbesessenheit ist im Kern menschen- und frauenfeindlich, rassistisch und antisemitisch. In dieser Religion ist unabhängiges Denken verboten. Eine Religion, die jede kritische Betrachtung als Gotteslästerung sieht, ihre Kritiker zum Tode verurteilt und das Urteil auch vollstreckt, enthält im Kern keinen freien Geist und ist zu verabscheuen.

„Die islamische Theologie betrachtet die Scharia als die vollkommene Ordnung göttlicher Autorität, die jeder Gesellschaft Frieden bringen (soll). Sie sei von Gott selbst geschaffen und deshalb nicht veränderbar.” Sie gibt Regeln vor für das Verhalten in Familie und Gesellschaft. Die Quellen der Scharia sind der Koran, Überlieferungen und die Urtradition. Das Ehe- und Familienrecht gilt als Kern der Scharia. Unter diesem Glauben wurde das Land Iran vor 30 Jahren von einer Gruppe machtbesessener Mullah-Barbaren in Gefangenschaft genommen, die seine Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder unablässig tiefer und tiefer unterdrücken.

Der Iran ist das größte Gefängnis der Moderne! Selbst vor der Repression von Kindern schreckt das Regime nicht zurück. Im September 2007 berichteten iranische Medien stolz, daß im Iran über 600.000 Personen verhaftet werden.  Seit der Herrschaft der Mullahs wurden mehr als 157.000 Menschen im Alter von 13 bis 65 Jahren durch Galgen oder Steinigung hingerichtet und ermordet. Die rechte Hand oder das linke Bein werden wegen Diebstahl als Strafmethode amputiert. Die Mullahs begnügen sich nicht nur mit der Verfolgung von Menschen im Iran, sondern erfüllen, durch die Vollstreckung von Terrorurteilen an Oppositionsmitgliedern ihre heilige Mission auch im Ausland; dazu liefert die iranische Regierung die rechtliche Grundlage.

Das ist der Ist-Zustand des nicht-vorhandenen menschlichen Zustands im Iran. Die Entmenschlichung wird noch brutaler, wenn es um die Stellung der Frauen geht:

Ein verblühtes Wesen namens Frau!

Wo angesichts von Allah der Mann ein Sklave ist, ist eine Frau die Sklavin von Allahs  Sklaven. In einer Zeitschrift verglich eine junge Frau die weibliche Jugend Irans mit einer kleinen Blume in einem armseligen Töpfchen in einem engen Lichthof - eingesperrt, eingeengt, keine frische Luft, keine Sonne, kein Wind, keine Freiheit. Seit 30 Jahren werden den Frauen unter dem iranischen Regime die elementarsten Rechte nicht nur verweigert, sondern dieses Unrecht wird auch noch gesetzlich wie folgt festgeschrieben:

  1. Ein Erlass erlaubt den Ehrenmord und die Polygamie (registriert und mit rechtlichen Verpflichtungen für bis zu vier Frauen) sowie die Zeitehe bzw. „Genuss”-Ehe (ohne zeitliche Begrenzung und ohne rechtliche Verpflichtungen!).
  2. Die Tötung einer Frau ist mit dem halben Blutpreis für die Tötung eines Mannes zu sühnen.
  3. Der Ehebruch einer verheirateten Frau mit einem verheirateten Mann wird mit der  Todesstrafe u.a. durch Steinigung bestraft.
  4. Der Geschlechtsverkehr einer unverheirateten Frau mit einem unverheirateten Mann wird als Unzucht angesehen und ist mit 100 Peitschenhieben zu bestrafen. (Sure 24,2 - 3).
  5. Der Geschlechtsverkehr einer unverheirateten Frau mit einem verheirateten Mann wird mit Hausarrest bis zu ihrem Tod bestraft. (Sure 4,15)
  6. Homosexualität auch unter Frauen wird mit der Hinrichtung bestraft.
  7. Wenn eine Frau ihr ungeborenes Kind durch fremde Gewalt verliert, steht ihr als Vergeltung für einen weiblichen Embryo die Hälfte dessen zu, was ihr bei einem männlichen Embryo zusteht. Bei einer Abtreibung muss sie selbst die Strafe bezahlen.
  8. Der Mann ist der Frau übergeordnet, vor allem in der Sexualität (Sure 4,34). D. h. mit Abschluss des Ehevertrages übernimmt der Mann die Unterhaltspflicht gegenüber der Frau und bekommt dafür das uneingeschränkte Recht auf ihren Körper (vgl. Sure 2,233; 2,187).
  9. Das Heiratsalter von Mädchen beginnt mit 13 Jahren. Mit der Erlaubnis des Vaters und eines muslimischen Richters können jedoch bereits neunjährige Mädchen verheiratet werden.
  10. Das Scheidungsrecht liegt ausschließlich beim Mann. Die Frau kann sich jedoch scheiden lassen, wenn der Mann impotent, geisteskrank oder gewalttätig ist. Diese zu beweisen, ist aber für eine Frau nicht so leicht.
  11. Das Erziehungsrecht an Frau und Kindern liegt ausschließlich beim Mann. Dies gilt auch beim Sorgerecht für Kinder nach einer Scheidung. (Sure 4, 34)
  12. Weibliche Zeugenaussagen sind nur dann gerichtsverwertbar, wenn sie von zwei Frauen gleichzeitig stammen: Nach Sure 2, 282 haben Frauen ja eine größere emotionale Labilität, Irrationalität und eine beschränktere Einsicht in intellektuelle Angelegenheiten als ein Mann; nur der ist schließlich im vollen Besitz des Verstandes. (Sure 2, 282)
  13. Frauen sind rechtlich unmündig und nicht für sich selbst handlungsberechtigt; sie werden vom Vater oder einem anderen männlichen Familienmitglied vertreten. Es kommt noch dazu, daß Frauen ohne Erlaubnis der männlichen Angehörigen weder das Haus, noch das Land verlassen oder einen Beruf ausüben und gar studieren dürfen.
  14. Der Frau steht nur die Hälfte der Erbschaft zu, die einem männlichen Familienmitglied zusteht.
  15. Frauen haben nicht das Recht, für das Präsidentenamt zu kandidieren oder als Richterin zu arbeiten.
  16. Der Genuss von Alkohol ist mit 40 bis 80 Peitschenhieben zu bestrafen.
  17. Öffentliche Räume und Verkehrsmittel sind für Frauen und Männer getrennt.
  18. Frauen dürfen nicht an Olympischen Spielen teilnehmen. Sie dürfen auch nicht bei Männerspielen im Stadion anwesend sein (bei keiner Sportart).
  19. Es gilt die Kleiderordnung nach islamischem Recht, die Verhüllung von Kopf bis Fuß. Das bedeutet die staatliche Zwangsverschleierung! Unverschleiert sein heißt nackt sein. Deshalb ist es erlaubt, sittenwidrig bekleidete Frauen auf der Straße zu verhaften oder ins Gefängnis zu werfen.

Die einzige Gleichberechtigung der Geschlechter besteht darin, daß Frauen wie Männern gleichermaßen das Paradies versprochen wird, wenn sie “Gott demütig ergeben” seien (Sure 33,35) und wenn sie “glauben und das Rechte tun” (Sure 16,97).

Mit solchem barbarischen Unfug verwehren der Islam und seine Seuche namens „Scharia” den Menschen, Würde, Freiheit und Gerechtigkeit. Die Frauen und die Minderheiten sind dabei die ersten Leidtragenden. Wenn im Iran tagtäglich diese mittelalterlichen Gesetze praktiziert werden, schauen die westlichen Länder schweigend zu und schließen für zig Milliarden Euro Wirtschaftsverträge mit dem Allah-Staat ab. Und ihre gekauften Vasallen hier mitten in Deutschland, wie die Islam- und Iranexperten Katajun Amirpur, Navid Kermani, Bahman Nirumand sowie ihre grüne Sippe verklären die Sprechblasen des Präsidenten Ahmadinedjad, der Israel von der Landkarte tilgen will. Während sie es seelenruhig miteinander im politischen Bett treiben, werden im Iran abertausende weibliche Körper in den Gefängnissen vergewaltigt, gefoltert oder hingerichtet und gesteinigt. Das ist eine verkappte, zivilisatorische Zusammenarbeit, mit dem Willkürregime in Teheran, das seit 30 Jahren ein Land in den Ruin treibt und jeden Widerstand mit nackter Gewalt niederschlägt.

Kein Wunder, dass Mahmud Ahmadinedjad die Hinrichtung der Homosexuellen im Iran oder den Holocaust leugnet, hat er doch eine andere Wahrnehmung von Menschenrechten und historischen Gräueln. Das deutet darauf hin, daß sein Verstand wie sein Glaube im Allah-Gewand vermottet sind.

Wenn Angelika Beer, die Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europaparlament, nach ihrem verschleierten Besuch in Teheran in einem Interview mit Bahman Nirumand in der taz 2007 in Bezug auf europäische Sanktionen behauptet, „daß sich mit den Sanktionen die Repression gegen die Zivilgesellschaft verstärkt hat”, dann ignoriert sie - gerade als Frau - die Folterungen, Hinrichtungen und Steinigungen im Iran oder verharmlost sie. Das bedeutet für mich, daß Frau Beer im Prinzip gar kein Problem mit frauen- und menschenfeindlichen Gesetzen im Iran hat, oder möchte sie etwas „sanfter” ausgepeitscht werden und statt Steinigung, nur bitte Hinrichtung! Das ist  ein Faustschlag ins Gesicht aller Frauen, Männer und Jugendlichen, die unter grausamsten Bedingungen versuchen, mit aller Kraft und unter Lebensgefahr sich und die anderen zu befreien. Das kann man nicht anders nennen, als die Vergewaltigung der Freiheit legitimieren zu wollen.

Oder wenn Katajun Amirpur in der „Süddeutschen Zeitung im Jahr 2004 die Ersetzung der Steinigung durch den Tod am Strang als einen Fortschritt im Iran bezeichnet und damit behauptet, daß die „Steinigung faktisch abgeschafft” sei, ignoriert sie offensichtlich, daß gerade unter Mohammad Khatami, unter ihrem hoffnungsvollen Präsidenten, unzählige Frauen und Männer hingerichtet oder gesteinigt wurden. Zur ihrer Erinnerung: allein im Jahr 2001 werden 139 Menschen, unter ihnen auch Leyla M., ein 19-jähriges, geistig behindertes Mädchen, brutal gesteinigt und hingerichtet sowie Hunderte von politischen Aktivisten werden verhaftet. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, daß ausgerechnet diese iranische Expertin (!) eine kurzweiligere Hinrichtungsmethode empfiehlt, womit sie, dem Staat, das gewaltsame Vorgehen gegen das eigene Volk prinzipiell bescheinigt.

Wir und unzählige anderen Kulturrelativisten: Wir alle tragen Verantwortung. Je länger dieses Regime mit Ihrer Hilfe an der Macht bleibt, umso mehr werden ermordet. Sie alle sollen versichert sein: Es ist nicht nur der Iran, der zu Grunde geht, sondern auch die übrigen nahen und fernen Länder. Diese Seuche breitet sich aus  in aller Welt, auch in Europa und auch in Deutschland.

Wie sieht die Heilung aus?

Da Gott tot ist, aber sein Wesen in Gestalt der Gottespolitiker überall und insbesondere in Europa immer wieder aufersteht, ist dies kein einfaches Unternehmen. Das einzige, das wir, diejenigen, die die Menschheit lieben, machen können, ist, mit lauter Stimme die Politiker aufzufordern:

Hören Sie auf, das Gesäß der Mullahs mit Euro-Honig zu schmieren! Diese Seuche, diese „Fitna”, diese Heimsuchung, und ihre Erreger Chomeini & Co. sind nur zu bekämpfen, indem Mann und Frau sie unter Quarantäne stellen, bis sie sich selbst auffrisst und erledigt. Nur so, kann, das Land Iran sich aus eigener Kraft heilen und befreien.

Menschenwürde und Freiheit sind unantastbar und unverhandelbar. Sie sind universelle Werte, die sich in der Geschichte bewährt haben. Diese Würde und die Freiheit wünsche ich dem Land Iran! 

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Nasrin Amirsedghi


Jüdische Soldaten in deutschen Armeen

Friday, May 9, 2008

Oberstleutnant i. G. Jörg Barandat wies uns auf folgende Studie hin:

DOKUMENTATION DER TAGUNG DER KONRAD-ADENAUER-STIFTUNG (KAS) IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM BUND JÜDISCHER SOLDATEN (RJF) UND DEM ZENTRALRAT DER JUDEN IN DEUTSCHLAND.

Zur Studie.


Israel Tag 2008

Thursday, May 8, 2008

!יום הולדת שמח


Die israelische Identität

Saturday, May 3, 2008

Im Gespräch mit der Berliner Zeitung denkt der israelische Historiker Tom Segev über die israelische Identität nach, 60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel.

“In Israel leben Menschen, die aus hundert Ländern kommen mit unterschiedlichen Sprachen. Irgendwann gucken sie in den Spiegel und wissen, dass sie zusammengehören. [...] Anders als vor zehn Jahren antworten die jungen Israelis auf die Frage: Glaubst du an Frieden? mit Nein. Die meisten wollen zwar den Frieden. Sie sind bereit, dafür einen gewissen Preis zu zahlen. Aber sie glauben nicht mehr daran. Wenn man sich dann aber mit einem jungen Menschen unterhält, der gerade dabei ist zu heiraten, sich eine Existenz aufzubauen, und ihn fragt: ‘Ja, warum bleibst du dann in Israel?’, kommt meist als Antwort: ‘Weil ich hier zu Hause bin.’ Dabei könnten viele Israelis woanders leben. Sie haben Pässe für die USA oder für Europa. Das ist eine Errungenschaft des israelischen Staates, dass die Menschen sich hier heimisch fühlen, und zwar inzwischen in dritter und vierter Generation.”

Vollständiges Gespräch lesen.


Gespräch mit Monty Python Mitbegründer Michael Palin

Saturday, May 3, 2008

Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung definiert der Monty Python (Englands bester Komiktruppe) Mitbegründer Michael Palin den englischen Humor:

“Dieser Humor basierte immer schon auf Demütigung - darauf, eine Niederlage zu erwarten, sich mental rechtzeitig auf sie vorzubereiten und dann Pointen parat zu haben, um sich totzulachen. [...] Es gibt viel Unheil in Großbritannien, auch politisches, aber ich glaube, der Brite ist eher mal nicht in der Lage, an ein totalitäres System zu glauben. Er glaubt überhaupt nicht an eine Systematik. Er glaubt an ein paar Benimmregeln für den Alltag, die das Leben erleichtern. Und im Übrigen glaubt er ans totale Chaos.”

Vollständiges Gespräch lesen.


Yom Hashoa - Gedenktag für die Opfer und Helden des Holocaust

Wednesday, April 30, 2008
Heute Abend beginnt Yom Hashoa, Israels nationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust und die Helden des Widerstandes. Er wird jedes Jahr nach dem hebräischen Kalender am 27. Nissan begangen.

Ursprünglich war als Datum der 15. Nissan vorgeschlagen worden, der Tag des Aufstands im Warschauer Ghetto (19. April 1943). Dieser Vorschlag wurde aber schließlich verworfen, da zum selben Zeitpunkt das Pessach-Fest stattfindet. Das jetzige Datum liegt genau eine Woche vor dem Gedenktag an die für den Staat Israel gefallenen Soldaten und acht Tage vor dem israelischen Unabhängigkeitstag. 1959 wurde Yom Hashoa vom ersten Ministerpräsidenten des Staates Israel, David Ben-Gurion, eingeführt.

Zur Eröffnungszeremonie am Abend werden in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte  Yad Vashem sechs  Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischer Opfer stehen. Am nächsten Morgen heulen im gesamten Land um 10 Uhr für zwei Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und normalerweise auch alle anderen Fahrzeuge halten an, die Passanten bleiben schweigend stehen.

Während des Gedenktages Yom Hashoa bleiben alle Vergnügungsstätten geschlossen, im Funk und Fernsehen laufen keine Unterhaltungssendungen, sondern Trauermusik und Dokumentationen zum Holocaust. Alle Flaggen wehen auf Halbmast.


Italien - die zerrüttete Republik

Tuesday, April 29, 2008

Den Völkern schadet vielmehr die Habsucht der eigenen Bürger als die Raubgier der Feinde. Dieser läßt sich bisweilen ein Ziel setzen, jener aber nicht. (Niccolò Machiavelli)

In der Frankfurter Rundschau prophezeit der Soziologe und Italien-Experte Peter Wagner eine ziemlich düstere Zukunft für Italien nach der Rückkehr von Silvio Berlusconi an die Macht. Und resümiert, dass jedes Volk die Herrscher hat, die es verdient.

Francesco Guicciardini wünschte sich, noch erleben zu dürfen, dass sein Land sich zu einem wohl geordneten republikanischen Gemeinwesen entwickelt. Der Florentiner Zeitgenosse Niccolò Machiavellis ahnte aber, dass seine Lebenszeit dafür zu begrenzt sein würde. Er war auch generell allen Illusionen abgeneigt und hielt die Zukunft für wenig vorhersehbar. Insbesondere sah er die Demokratie als eine zu zerbrechliche Regierungsform an, die leicht ein Land in den Ruin treiben könnte. [...] Guicciardini meinte, dass Bürger immer vom Streben nach ihrem ‘Besonderen’ angetrieben würden. Ihre persönlichen Interessen an Besitz oder Ruhm würden sie vor den Erhalt des Gemeinsamen stellen. Aus diesem Grunde sei Fortschritt in der Entwicklung von Republik und Demokratie niemals gewiss. Die italienischen Wahlen haben dies nachdrücklich bestätigt.”

Zum Artikel.


Unverdiente Auszeichnung: Bürgermeister von Paris macht Sektenführer Dalai Lama zum Ehrenbürger

Tuesday, April 22, 2008

Wenn ein Mann von allen gehasst wird, muss man die Gründe dafür überprüfen. Wenn ein Mann von allen geliebt wird, muss man das auch überprüfen. (Konfuzius)

Die Galionsfigur der antichinesischen Propaganda im Westen, sprich der Sektenführer Dalai Lama, ist zum Ehrenbürger von Paris ernannt worden. Nur die Sozialisten und Grünen im Stadtrat  von Paris stimmten dafür, wie der französische Sender France Info berichtete.

Die Liberal-Konservativen um Nicolas Sarkozy verweigerten (zu Recht) die Abstimmung. Der Vorschlag des außenpolitisch unerfahrenen sozialistischen Bürgermeisters Bertrand Delanoë gefährdet das Fundament der bisher sehr guten französisch-chinesischen Beziehungen, und ist deshalb ein schwer wiegender politischer Fehler, weil sich Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy derzeit um eine diplomatische Entspannung mit China bemüht, nachdem gewalttätige Dalai-Lama-Anhänger den olympischen Fackellauf in Paris gestört und dabei die 27-jährige chinesische Rollstuhl-Fechterin Jin Jin verletzt hatten.

Nicolas Sarkozy hat seinem chinesischen Amtskollegen Hu Jintao eine persönlich gewidmete Biografie des in China beliebten französischen Generals und Staatsmannes Charles De Gaulle geschenkt, sagte der ehemalige Premier Jean-Pierre Raffarin, der Zeitung Le Parisien. Dies sei ein Zeichen einer “Politik der Freundschaft”. “Die französische China-Politik ändert sich nicht”, fügte Raffarin hinzu. “Es gibt eine starke Bindung zwischen Frankreich und China.”

Jean-Pierre Raffarin, der mit Jacques Chirac als ausgewiesener Kenner und Liebhaber der chinesischen Kultur gilt und übermorgen Chinas Premier und Staatspräsidenten in Peking treffen wird, kritisierte aufs Schärfste die “unangemessene” Entscheidung des Stadtrats von Paris, den Dalai Lama zum Ehrenbürger zu ernennen. “Das ist eine rein lokale Angelegenheit ohne jede nationale Auswirkung.”


Veranstaltung der CDU-Fraktion Berlin “Die NPD - Eine Gefahr für unsere Demokratie!”

Monday, April 21, 2008

EINLADUNG

Wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung ein:

Die NPD - Eine Gefahr für unsere Demokratie!

Dienstag, den 29. April 2008, von 13 bis 16 Uhr
Abgeordnetenhaus von Berlin
Preußischer Landtag - Raum 311
10111 Berlin (Nähe S- und U-Bhf Potsdamer Platz)

Es diskutieren:
 
- Dr. Rudolf van Hüllen, Verfasser des Buches “Das Rechtsextreme Bündnis: Aktionsformen und Inhalte” im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung,
- Michael Heinisch, Sozialdiakonische Jugendarbeit Lichtenberg,
- Frank Henkel MdA, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion,
- Dr. Viola Neu, Konrad-Adenauer-Stiftung.

Moderation:

Prof. Dr. Manfred Wilke, stv. Landesvorsitzender und Leiter des Forums für Demokratie, Geschichte und Extremismus der CDU Berlin.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie auf unserer Veranstaltung begrüßen könnten.

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte dieses Antwortformular.

Mit freundlichen Grüßen
Gina Schmelter - Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin
Preußischer Landtag
10111 Berlin
Telefon: (030) 23 25-21 20
Telefax: (030) 23 25-27 52
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CDU-Fraktion Expertenanhörung Flughafen Tempelhof

Wednesday, April 16, 2008

EINLADUNG

Am 27. April 2008, entscheiden die Berlinerinnen und Berliner in einem - in der Verfassung verankerten - Volksentscheid darüber, ob der Flughafen Tempelhof weiter erhalten bleibt, oder als Wiese ohne Nutzungskonzept verödet.

Die CDU-Fraktion hat sich bereits während des Volksbegehrens mit aller Kraft für die Offenhaltung des Flughafens Tempelhof eingesetzt. Denn seit der Berlin-Blockade im Jahr 1948 ist er das Freiheitssymbol unserer Stadt, vor allem aber ist er ein Chancenflughafen für Investitionen und Arbeitsplätze.

Wenige Tage vor dem Volksentscheid haben wir hochrangige Experten zu einer Anhörung eingeladen. Sie werden herausarbeiten, wie Tempelhof als ideale Ergänzung zum Großflughafen BBI den Berliner Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken kann. Auch das Konzept der Investoren Lauder und Langhammer soll intensiv erläutert werden.

Expertenanhörung zur Offenhaltung des Flughafens Tempelhof

Begrüßung:
- Dr. Friedbert Pflüger, MdA, Vorsitzender der CDU-Fraktion

Podium:
- Friedrich Merz, MdB, CDU-Wirtschaftsexperte
“Standortvorteil Tempelhof bei wachsendem Geschäftsflugverkehr nutzen”
- Prof. Dr. Elmar Giemulla, Luftverkehrsexperte der TU Berlin
“Weiterbetrieb von Tempelhof ist Null-Gefahr für BBI”
- Wolf-Dieter Siebert, Vorstand der Deutschen Bahn
“Die Deutsche Bahn als Betreiber von Tempelhof”
- Robert Salzl, Projektplaner der CED GmbH (Lauder)
“Das Lauder-Konzept - neue Arbeitsplätze für Berlin”

Moderation:
- Jochim Stoltenberg, Berliner Morgenpost

Schlusswort:
- Ingo Schmitt, MdB, Mitglied im Verkehrsausschuss, Landesvorsitzender der CDU Berlin

Dienstag, 22. April 2008, 18:00 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin, Preußischer Landtag, Raum 311 Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie zu unserer Expertenanhörung begrüßen könnten. Um sich anzumelden, bitte hier klicken.

Mit freundlichen Grüßen
Gina Schmelter - Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin
Preußischer Landtag
10111 Berlin
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Filmfest Hamburg Family & Friends

Wednesday, April 16, 2008
Pressemitteilung
Hamburg - 16.04.2008 - Die monatliche Veranstaltungsreihe von Hamburg Media School, 3001 Kino und Filmfest Hamburg geht im Mai in die 4. Runde. Wir freuen uns sehr über die Resonanz beim Publikum, bei den Studenten der HMS und bei den Gästen, die Ihre Filme in Hamburg vorstellen. Von Vorstellung zu Vorstellung gewinnt unsere Stadt und das Hamburger Publikum einen Fan mehr.

“I saw some pictures of Hamburg yesterday and I felt nostalgic. Thanks again, I had a great time!”
Spiros Stathoulopoulos, Regisseur von ‚PVC-1′
 
Am 8. Mai 2008 um 21 Uhr präsentieren wir die deutsche Erstaufführung von: ‚Wasted’ von Nurit Kedar (Israel 2007, 55 Minuten, hebräisch mit englischen Untertiteln)
 
Zu Gast: Nurit Kedar (Regie)
‚Wasted’ ist Teil einer Trilogie über den Ersten Libanonkrieg. Kedar präsentiert dazu Ausschnitte aus den vorangehenden Filmen ‚Borders’ (2000) und ‚Lebanon Dream’ (2001)
 
Im Kino 3001, Schanzenstrasse 75, Eintritt 5 Euro.
Wir empfehlen eine telefonische Kartenreservierungen unter (040) 43 76 79!

DER FILM

‚Wasted’ (basierend auf Ron Leshems Roman „Wenn es ein Paradies gibt”) ist ein offenherziger Blick auf jene israelischen Soldaten, die in der Festung von Beaufort im Süd-Libanon vor Israels Rückzug im Jahr 2000 stationiert waren. Diese jungen Männer gehen in den Krieg und kommen als andere Menschen zurück. Ihre Erinnerungen greifen manchmal tief, manchmal sind sie banal: der Geruch von gebratenem Schnitzel, der Geruch ihrer Freundin auf einem T-Shirt, der Geruch der Füße und der Geruch der eigenen Angst. In diesem ruhigen, eleganten Film über die Schrecken des Krieges, studiert die Kamera die Gesichter der jungen Soldaten, deren Gesichtszüge oft mehr als Worte erzählen.
Die Männer lebten jeden Tag auf dem Berg und bissen bei jeder Detonation die Zähne zusammen, in der Hoffnung, einen Treffer nicht zu überleben, da der Tod besser gewesen wäre als eine Amputation. Es war ein absurdes Theater des Krieges; ein Soldat bemerkt: “Ich sah nie jemanden, auf den ich hätte schießen können.” Ein anderer fragt: “Wen oder was bewachten wir? Wir haben uns einfach nur selbst bewacht, so dass wir am Ende mit heiler Haut da raus kommen.”
 
Die Interviews mit den Soldaten, die monatelang in der klaustrophobischen Festung ausharrten, sind durchmischt mit kühlen eleganten Aufnahmen der männlichen Tänzer der Bat Sheva Dance Company unter der Regie von Ohad Naharin (einer der führenden Choreografen Israels). In ihren dichten bizarren Bewegungen spiegeln sie das Leben in jenem Quartier wider: ein Leben mit dem Wissen um die explosive Gefahr, ein Leben fast wie in einer organischen Einheit.  Seltsam schön und zugleich zutiefst erschütternd. Das dokumentarische Gegenstück zum israelischen Oskar-Nominee ‚Beaufort’.

DIE REGISSEURIN

Nurit Kedar ist Produzentin und Regisseurin von Dokumentarfilmen. Sie arbeitete als Senior Producerin für das CNN Bureau in Jerusalem und als Executive Producer für den israelischen Channel 2. Kedar ist eine renommierte Dokumentarfilmerin in Israel. International wurden Ihre Filme auf ARTE, ARD, Canal Plus, RAI etc. ausgestrahlt.
 
Wir freuen uns auf Sie.

Kontakt: Kathrin Kohlstedde / Filmfest Hamburg GmbH
Steintorweg 4 | 20099 Hamburg
Tel. 040-399 19 00 14 | Fax. 040-399 19 00 10
E-Mail: kohlstedde@filmfesthamburg.de


Das Reich des Hasses: Wurzeln der saudi-arabischen Terrorideologie

Tuesday, April 15, 2008

Hatred’s Kingdom: How Saudi Arabia Supports New Global Terrorism, von Dore Gold
Eine Buchbesprechung von Dr. Hans-Peter Raddatz
Seit dem 11. September, der neuen Zündstufe globalen Islamterrors, dauert die Flut der Veröffentlichungen über Islam und Islamismus sowie die Rolle des Westens im Konflikt mit dieser erweiterten Gewaltdimension ungebrochen an. Die charismatische Gestalt des Usama bin Ladin, die Stoßtruppaktion in Afghanistan und der Irakkrieg haben die Gründe und Hintergründe des islamischen Terrors indes nicht wirklich erhellen können, sondern die Spekulationen eher noch weiter angeheizt.

Unter den neueren Publikationen zu dieser schwierigen Thematik scheint eine Darstellung besonderes Furore gemacht zu haben. Gemeint ist Hatred’s Kingdom - übersetzt: Königreich des Hasses - ein Buch, das nicht nur seines provokanten Titels wegen den Weg in die Bestsellerliste der New York Times gefunden hat.

Autor des gefragten Werks ist Dore Gold, Israels ehemaliger UNO-Botschafter und außenpolitischer Berater des Ministerpräsidenten - also immerhin jemand mit Zugang zu Einsichten und Materialien, die über den einschlägigen Durchschnitt hinausgehen. Mit seiner Überschrift will Gold jene wahhabitische Islamform kennzeichnen, die der saudischen Monarchie als Herrschaftsideologie dient und in den letzten zwei Jahrzehnten durch eine wachsende Gewaltbereitschaft aufgefallen ist. Immer häufiger tritt Saudi-Arabien seither als Finanzier und Drahtzieher von Terrorgruppen und -aktionen auf, wobei nicht zuletzt drei Viertel der Attentäter des 11. September aus diesem Land kamen und sich auf den Koran beriefen. So stellt Gold den Wahhabismus, seine Geschichte und Entwicklung, ins Zentrum seiner Darstellung, und es lohnt sich, sie mitzuverfolgen.

Das saudische Königreich führt sich auf einen Loyalitätsvertrag zurück, den 1744 der Dynastiegründer Muh. Ibn Sa’ud und der Islamreformer Ibn Abdul-Wahhab abschlossen, um sich über die Wahrung der islamischen Glaubensordnung gegenseitig Schutz und Legitimation zuzusichern. Nach diversen Anläufen und zum Teil blutigen Kämpfen gegen Osmanen, Schiiten und später die Briten gelang es der Saudi-Dynastie schließlich, sich ab 1932 in der bis heute geltenden Form zu etablieren. Der wahhabitische Islam stützt sich auf eine extrem orthodoxe Tradition, die einen strengen Monotheismaus vertritt, und jede Abweichung unnachgiebig verfolgt.

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich die Wahhabiten-Bewegung mit den sogenannten “Hidjra-Brüdern” verbunden, die wie einst ihr Prophet nun in einen erneuerten Glauben hinausgehen und alle Götzendiener, vor allem die westlichen Eindringlinge, bekämpfen wollten. In Ägypten war parallel dazu eine weitere große Reformbewegung entstanden, aus der sich unter wahhabitischem Einfluß die bekannte Muslimbruderschaft bildete - bis heute die mit Abstand größte Einzelbewegung des Islam. Indem sie ein Wechselspiel aus sanften, offenen Sozialgruppen und harten, verdeckten Terrorkadern betreibt, bekämpft diese Gemeinschaft die aus ihrer Sicht unislamischen Regime und breitet sich zugleich in den wichtigen Ländern des Westens aus. Mit der Ideologie und Finanzkraft des saudischen Wahhabismus konnte sie eine wirkungsvolle Allianz eingehen, aus der schlagkräftige Terrorgruppen wie der ägyptische Djihad, die palästinensische Hamas und die globale Al-Qa’ida hervorgingen, die ihrerseits schließlich die USA zum Handeln zwang.

Gold versteht es - und darin liegt die Stärke des Buches - diesen nicht ganz einfachen Ablauf in plausiblen Stufen vor dem Leser zu entfalten. Dabei greift er im Überbau des Islam ein wenig zu kurz, wenn er sich mit der bekannten, nicht weniger ungeprüften Komfortfloskel der “Toleranz” begnügt, der zufolge “der Islam nicht das Problem” ist. Die historische Realität zeigt vielmehr, daß die scheinbare Toleranz des Islam - aktuell und historisch - nicht die große Masse der Nichtmuslime, sondern allenfalls deren Eliten betrifft, soweit deren Macht den Muslimen nutzbar gemacht werden kann. Ähnlich geht es dem Begriff des Djihad. Gold sieht zwar, daß die modernen Islamisten den Kampf praktizieren und Nichtmuslime ständig bedrohen oder sogar töten, führt dies jedoch auf den grassierenden Wahhabismus als pervertierte, zeitbedingte Sonderform des Islam und nicht auf dessen koranisch-historische Verhaltensstrukturen zurück. Während ihm also die Einordnung in den Gesamtkontext eher fehlt, bietet er eine Fülle von Zitaten an, die die Unmittelbarkeit der Ideologie verdeutlichen. So nimmt z.B. Abdullah Azzam, Schöpfer des weltweiten Djihad und Mentor des Usama bin Ladin, kein Blatt vor den Mund:

“Diejenigen, die glauben, daß Islam gedeihen und ohne Kampf und Blut siegen kann, haben keine Ahnung von der Natur dieser Religion!”

Detailliert schildert der Autor, wie sich der saudische Herrschaftsverbund aus Königsfamilie und Imamschaft über die 80er und 90er Jahre schrittweise radikalisiert und dabei von den USA als Führungsmacht abgekoppelt hat. Immer entschiedener schaltet sich die Islamische Weltliga, eine 1962 gegründete Organisation, in die islamweite Verbreitung des wahhabitischen Islam ein. Ihre wichtigsten Arme sind dabei die World Assembly of Muslim Youth (WAMY) und die International Islamic Relief Organisation (IIRO), die mit ihren sozialen und humanitären Fassaden als perfekte Tarnsysteme für die weltweite Versorgung der Kontaktstellen mit Propaganda, Logistik und Finanzen genutzt werden. Während sie nach außen das in den 90er Jahren abkühlende Verhältnis zu den USA verbal zu wahren suchen, bauen die Saudis nach innen ihr Netz von Terrorzellen, Moscheen und diversen Organisationen global aus. In den Jahren 1995/96 schwenkt auch Usama bin Ladin wieder in die Kooperation mit der saudischen Führung ein, nachdem deren Aggressivität gegenüber dem Westen sich seinen Standards angenähert hat. Beide Seiten haben eingesehen, daß sie in der - noch verdeckten - Bündelung von Terrorexpertise und Kapital ihre Erfolgschance sowohl in komplexen Projekten wie der Zerstörung des World Trade Center als auch im Zukunftskampf gegen den Westen überhaupt verbessern können.

Allerdings läßt Gold die Beiträge nur ahnen, welche die US-Regierungen und Geheimdienste zu dieser Entwicklung geleistet haben. Kontakte zu führenden Saudi-Familien und Terrorfinanziers sowie die Kooperation mit zahlreichen Extremisten ließen sie zu stillen Teilnehmern am islamischen Radikalisierungsprozeß werden, so daß sie auch die Ausbreitung der Terrorgruppen im eigenen Lande viel zu lange duldeten. Exakt das gleiche Phänomen läßt sich auch im deutschen “Dialog” erkennen, der unbeirrt mit Vertretern aus dem saudischen Gewaltumfeld geführt wird. In diesem Sinne konnten die “Friedensmärsche” vor und während des Irakkrieges nicht nur als Demonstration gegen die USA und Israel, sondern vor allem als Parteinahme für den terrorbereiten und frauenfeindlichen Islamismus saudischer Prägung dienen. Wie ungleich sich dabei der Blick durch die Dialogbrillen gestaltet, faßt Mekka-Scheich Ahmad Siami für die islamische Meinungsherrschaft zusammen:

“Dieser Papst, der Kopf der Katholischen Kirche, und diejenigen, die ihm im Ruf nach der Einheit der Religionen folgen, sind die Nachkommen der spanischen Inquisitoren, die die Muslime höchst abscheulich folterten … Sie sind die Abkömmlinge der Kreuzfahrer im islamischen Osten, die zahllose Muslime töteten und deren Frauen gefangennahmen. Sie sind die Täter der Massenmorde von Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Indonesien und Tschetschenien … Können wir von diesen mörderischen Wölfen Mitleid erwarten?”

Mit den islamistischen Terrorpredigern wächst eine paranoide und zugleich totalitäre Herausforderung heran, deren Sprengkraft für die westlichen Demokratien kaum überschätzt werden kann. Oft versagen jedoch deren Prüfmechanismen schon bei ihren eigenen “Verantwortlichen”. Viele von ihnen verkennen die Wurzeln des islamischen Radikalismus umso bereitwilliger, je überzeugender dessen Vertreter ihnen die Zuckerbrotformeln von der “Religion des Friedens” oder auch finanzielle Zuwendungen verabfolgen. Sie könnten also selbst zu dem “Problem” werden, das der Islam in ihren Augen nicht ist. Dennoch sind sie vor Allahs Korrekturpeitsche keineswegs sicher, wie sie der einflußreiche Mekka-Scheich Ghazawi beschreibt:

“Der Terror, d.h. die Erzeugung von Entsetzen, die nach islamischem Gesetz erlaubt ist, besteht in der Einschüchterung der Feiglinge und Heuchler, der Säkularisten und Abweichler, die nach Allahs Gesetz zu bestrafen sind … Der Begriff “Terror”, den die (westlichen) Medien verwenden, entspricht dem Djihad für Allah, und Djihad ist die Spitze des Islam”.

In Europa, wo die großen Parteien bzw. Kommission und Ministerrat die Institutionen der Politik, des Rechts und der Medien bereits weitgehend vereinnahmt haben, hat das islamische Politsystem unter dem Schutz der Religionsfreiheit bislang eine nähere Prüfung verhindern können, wie auch der sorglose Umgang mit dem EU-Beitritt der Türkei zeigt.

Golds Buch macht freilich deutlich, dass an diesem Punkt das “Königreich des Hasses” und seine aggressive Ideologie einen neuen Spaltungsvorgang verstärken könnte, der Europa zunehmend von Amerika trennt.

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Hans-Peter Raddatz.


Drei Wagners sind eine zu viel

Monday, April 14, 2008

In einem Brief an den Bayreuther Stiftungsrat verspricht Wolfgang Wagner, abzudanken, falls seine Töchter Eva und Katharina die Thronfolge gemeinsam übernehmen würden. Die sind bereit, und die Urenkelin Richard Wagners und Ur-Urenkelin von Franz Liszt, Nike, ist aus dem Feld geschlagen.

In der Tageszeitung Die Welt kommentiert Manuel Brug den Putsch des Halbschwestern-Duos Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier:

“Man kann sich wunderbar ausmalen, wie seifenopernähnlich es jetzt hinter den Wahnfried-Kulissen zugehen wird. Denn der bis auf das schwarze Schaf Gottfried plötzlich wiedervereinte Wolfgang-Stamm triumphiert wohlmöglich nun doch über die Linie Wielands in Gestalt von dessen zu spitzzüngiger Tochter Nike.” Zum Artikel.

Im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt kontert Nike Wagner:

“Um in der Führungskrise in Bayreuth weiterzukommen, sucht der Stiftungsrat nach einer Lösung des politischen ‘Durchwinkens’. Man beugt sich dabei weiterhin den Forderungen des greisen Wolfgang Wagner. Ohne Rücksicht auf künstlerische Erwägungen.”

Vollständiges Gespräch lesen.


Von Vetternwirtschaft, Geschmacklosigkeit und Werteverfall im deutschen Fernsehen

Monday, April 14, 2008

Wir arbeiten im Bereich der Unterhaltung. Für meinen Geschmack wird dabei das “unter” zu sehr betont. Unterhaltung hat für mich immer auch etwas mit “Haltung” zu tun. Es wird langsam unterirdisch. Vieles ist geschmacklos, da mache ich nicht mehr mit. (Schauspieler Dieter Pfaff, im TV-Magazin Gong vom 31.08.2007)

Nachdem das sehr schwache TV-Magazin Polylux auf eine von Internetpiraten inszenierten Fälschung hereingefallen ist, empfiehlt Oliver Gehrs im Dummyblog eine endgültige Absetzung dieser überflüssigen, und für den GEZ-Zahler kostenspieligen, Sendung:

“Der RBB darf ja nicht viel zuliefern zum ARD-Programm - umso seltsamer, dass er einen Sendeplatz so verschleudert. Und möglicherweise nur damit erklärbar, was Programmverantwortliche hinter vorgehaltener Hand erzählen. Dass Polylux nämlich quasi unabsetzbar ist - aufgrund familiärer Bindungen. Tita von Hardenbergs Mutter, Gräfin Isa von Hardenberg sitzt nämlich in verschiedenen wichtigen Kaffeekränzchen, und die Angst vor der Rache dieses konservativen Netzwerks lässt den RBB in Paralyse verharren.”

Zum Artikel.


Italien ist am Ende

Saturday, April 12, 2008

In der Frankfurter Rundschau prophezeit Peter Michalzik eine ziemlich düstere Zukunft für Italien vor der Wiederwahl Silvio Berlusconis. Das Land sei politisch am Ende.

“Man muss einen Schritt weiter gehen und dem Umstand ins Auge blicken, dass Italien, vielleicht neben Weißrussland, das erste Land Europas ist, das keine Politik mehr hat… In Italien ist der Staat nur noch dazu da, jenen, die es schaffen, ein Teil von ihm zu werden, ein sicheres und luxuriöses Auskommen zu sichern. Die Karriere als Politiker ist da besonders attraktiv. Die Abgeordnetengehälter sind exorbitant, vergleichbar nur mit den größten und reichsten Nationen der Welt. Der Staat ist der Kuchen, von dem sich jeder ein so großes Stück nimmt, wie er kann.”

Zum Artikel.


Das Versagen der Eliten: “Das Dritte Reich und die Juden” von Saul Friedländer

Sunday, April 6, 2008

Ich lasse eben alle Antisemiten erschießen. (Friedrich Nietzsche, Abschiedsbrief aus Turin im Januar 1889 an seinen Freund Overbeck)

Die Juden sind unter bloßen Deutschen immer die höhere Rasse gewesen -  feiner,  geistiger,  liebenswürdiger….. Mein  Stolz  ist,  dass  man  mich  überall  liebt  und auszeichnet, außer in Europas Flachland Deutschland. (Friedrich Nietzsche, Brief an seinen Freund Overbeck, 24.03.1887)

Europa ist gerade in Hinsicht auf Logisierung, auf reinlichere Kopf-Gewohnheiten den Juden nicht wenig Dank schuldig; voran die Deutschen, als eine beklagenswert deraisonnable Rasse, der man auch heute immer noch zuerst ‘den Kopf zu waschen hat’. Überall, wo Juden zu Einfluß gekommen sind, haben sie feiner zu scheiden, schärfer zu folgern, heller und sauberer zu schreiben gelehrt: ihre Aufgabe war es immer ein Volk ‘zur Raison’ zu bringen. (Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse)

Eine Rezension von Dr. Hans-Peter Raddatz
Orientalist und Publizist

“Das Dritte Reich und die Juden” von Saul Friedländer

Der Rezensent, der sich selbst - aus anderem, kulturhistorischem Blickwinkel - mit dem Antisemitismus befasst hat, ist von Hause aus weniger versucht, sich lediglich undifferenziert dem Chor der weit überwiegend sehr positiven, aber zumeist zu allgemein gehaltenen Besprechungen anzuschließen. Umschreibungen wie “Stimmen aus der Hölle”, Schrei aus der Asche” etc. treffen zwar schlaglichtartig zu, werden aber der Grundaussage des vorliegenden Werks, das im Herbst 2007 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wurde, nicht wirklich gerecht.

Sein so epochales wie beklemmendes Buch über die Entstehung und Durchführung der Judenvernichtung durch das Dritte Reich teilt Friedländer in zwei große Abschnitte - Jahre der Verfolgung (1933 - 1939) und Jahre der Vernichtung (1939 - 1945), wobei der erste Teil 1998, der zweite 2006 erschienen ist und anlässlich der Preisverleihung beide zu einem Band zusammengefasst wurden.

Unter vielem anderen beschreibt Saul Friedländer, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, einen Vorgang, der in des Autors einmaliger Kombination von historischer Analyse und literarischer Erzählkunst eine wichtige Schlüsselrolle spielt.

Es ging um ein dringendes Hilfsersuchen eines slowakischen Rabbiners an die Führungen in den USA und Großbritannien, die Bahnlinie von Ungarn nach Polen zu bombardieren, um die endgültige Vernichtung der ungarischen Juden zu stoppen. Dabei waren zwei Aspekte zu berücksichtigen: Zum einen hatten die Nazis inzwischen eine im wahren Wortsinne tödliche “Routine” und ein enormes Tempo bei den Transporten aus Ungarn entwickelt, das der sich dramatisch verschlechternden Kriegslage entsprach, zum anderen war in ganz Europa die Erkenntnis gedämmert, dass der eigene Antisemitismus vielerorts die Verwaltungen in einer Weise motivierte, die den Nazis die Aufgabe vor Ort erheblich erleichterte.

Dies traf in besonderem Maße auch auf die Ungarn zu, die es - im Gegensatz zu Rumänien - zuließen, dass in kürzester Zeit die erste Hälfte von etwa 800.000 Juden in den Gaskammern verschwand.

Friedländers ungewöhnliche Verbindung aus weltgeschichtlichen Lageschilderungen, Entwicklungssträngen auf den wichtigsten Ebenen der Politik, Universität, Kirchen und Medien sowie Tagebucheinträgen von Juden - arbeitet ein detailliertes Bild der Szenarien heraus, die es ermöglichten, dass eine Gruppe von Verbrechern die Führung des deutschen Staates übernehmen konnte und bei der Entwicklung ihrer Vernichtungspolitik durch die Mehrheit der anderen Kulturstaaten Europas nicht gestört wurde. Im Gegenteil, indem deren Führungen das Berliner Regime durch eine palliative Anbiederungshaltung eher bestärkten - wie es oft hieß, “um Schlimmeres zu verhüten” - gewannen Hitler und seine Helfer, die anfangs über ke