Was faszinierte die Nazis am tibetischen Buddhismus?

Saturday, May 17, 2008
Die enorme Faszination der Deutschen an Tibet und am tibetischen Buddhismus ist keineswegs neu. Im Dritten Reich, genauer kurz vor und nach Beginn des zweiten Weltkrieges (bis 1942), standen das Schneeland und seine Religion im Fokus der NS-Propaganda und einer Massenerregung.

Es kam zum ersten Mal zu einer regelrechten Tibet-Welle in deutschen Städten und Gemeinden. Heinrich Himmler persönlich hatte als Chef des SS-Ahnenerbes 1938/39 medienwirksam eine Expedition in den Himalaja durchführen lassen.

Was seine Motive waren, wonach die SS dort suchte und wie diese Reise im Kontext mit dem Krieg  ausgeschlachtet wurde, stellen die Religionsforscher Victor und Victoria Trimondi in einer 9-teiligen Studie in dem Online Magazin Kritische und Kreative Kulturforschung vor.

Die Autoren porträtieren nicht nur die Protagonisten des spektakulären Unternehmens, sondern zeigen ebenfalls, wie die Nazis in der lamaistischen Religion nach Inhalten suchten, die sie ihrer eigenen NS-Ideologie einverleiben wollten. Es war nicht Friede, Glück und Harmonie, was sie dort entdecken wollten, sondern Kriegslust, Magie, Übermenschlichkeit und aristokratisches Herrschaftsgebaren. Ihre Erwartungen wurden erfüllt, all das fanden sie im Lande der Dalai Lamas.

Auf der anderen Seite begrüßte Tibets damalige Herrschaftselite (Lamas und Aristokratie) überschwänglich den Besuch der Deutschen und nahm durch sie mit Adolf Hitler und Heinrich Himmler Kontakt auf. Die Begegnung der SS mit dem Regenten des Landes, dem Reting Lama, stand unter dem Slogan Treffen des westlichen und östlichen Hakenkreuzes in Freundschaft und Frieden.

Nach dem Krieg hört die Nazi-Tibet-Connection nicht auf, zumindest nicht personell, denn zwei prominente SS-Angehörige (Bruno Beger und Heinrich Harrer) werden zu guten Freunden des XIV. Dalai Lama und ihr Zeugnis spielt noch heute in der Autonomiefrage Tibets eine wichtige Rolle: Die Nazi-Tibet-Connection.

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Helmut Schmidt zur Tibet-Frage

Thursday, May 15, 2008

Überall sind es die Mönche, die die Menschen verdorben haben. Der weise und gelehrte Leibniz hat es eindeutig nachgewiesen. Er hat gezeigt, daß das 10. Jahrhundert, das man das Jahrhundert der Roheit nennt, viel weniger barbarisch war als das 13. und die folgenden Jahrhunderte, in denen diese Massen von Bettlern entstanden, die das Gelübde ablegten, auf Kosten der Laien zu leben und diese zu bedrücken. (Voltaire)

In der heutigen Ausgabe der ZEIT klärt uns der letzte deutsche Politiker mit vollem Durchblick und klarem Verstand, der stets brillante Helmut Schmidt, über die Hintergründe der Tibet-Frage auf, und insbesondere über die wahren Absichten des tibetanischen Sektenführers und Rattenfängers Dalai Lama:

“Ebenso ist das kleine Bergvolk der Tibeter immer schon autokratisch regiert worden, allerdings nicht von einem Fürsten oder vom Adel, sondern von Priestern und Oberpriestern. Der Dalai Lama war als Oberpriester einer lamaistischen Sekte zugleich das weltliche Oberhaupt aller Tibeter; der Pantschen Lama als Oberpriester einer anderen Sekte hatte jedoch einen höheren klerikalen Rang. Noch am Ende des Zweiten Weltkriegs war Tibet eine Theokratie – ähnlich wie ehedem der Kirchenstaat oder wie heutzutage Iran. [...] Die Mönche kämpfen nicht für Menschenrechte, sondern vielmehr für die Interessen ihrer Klöster - und für den tibetischen Nationalismus.”

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Dalai Lama wegen Menschenrechtsverletzung von dem Obersten Gerichthof Indiens angeklagt

Wednesday, May 14, 2008
Während der XIV. Dalai Lama in den westlichen Medien wie ein „Gott zum Anfassen” (Der Spiegel) gefeiert wird, ist seit dem Frühjahr 2008 ein Verfahren gegen ihn wegen Menschenrechtsverletzung und Hinderung der freien Religionsausübung am höchsten Gericht seines Gastlandes Indien anhängig.

Kläger ist die so genannte Dorje-Shugden-Society, eine Gruppierung tibetischer Mönche, die den Schutzgott Dorje Shugden verehrt. Am 5. Mai 2008 gaben die Dorje Shugden Anhänger in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie weltweit und insbesondere auch bei dem Deutschland-Besuch des XIV. Dalai Lama vom 16. bis zum 19. Mai 2008 gegen ihn demonstrieren werden.

Die Anklagepunkte gegen den tibetischen Religionsführer lauten: Unterdrückung religiöser Minderheiten, Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, Inquisition, anti-demokratische Machenschaften, Denunziationen, Heuchelei, Doppelmoral.

Die Tibet-Experten Victor und Victoria Trimondi zeigen in einer gut recherchierten Studie, was hinter diesen Anschuldigungen steckt. Sie untersuchen den Shugden-Fall insbesondere unter der Frage, ob der exiltibetische Staat und der XIV. Dalai Lama die Trennung von Staat und Kirche wirklich anerkennen.

Der erbitterte Kampf des XIV. Dalai Lama gegen den Dorje-Shugden-Geist zeigt: die Grundgesetze des säkularen und humanistischen Staates haben für den tibetischen Religionsführer keine Bedeutung.

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United States presidential election, 2008: Barack Obama on Zionism and Hamas

Tuesday, May 13, 2008

In an interview with the Atlantic Monthly published yesterday, Barack Obama said the idea of a Jewish state is “fundamentally just,” and said his position on Hamas is “indistinguishable” from the positions of his opponents.

“I always joke that my intellectual formation was through Jewish scholars and writers, even though I didn’t know it at the time. Whether it was theologians or Philip Roth who helped shape my sensibility, or some of the more popular writers like Leon Uris. So when I became more politically conscious, my starting point when I think about the Middle East is this enormous emotional attachment and sympathy for Israel, mindful of its history, mindful of the hardship and pain and suffering that the Jewish people have undergone, but also mindful of the incredible opportunity that is presented when people finally return to a land and are able to try to excavate their best traditions and their best selves. And obviously it’s something that has great resonance with the African-American experience.

One of the things that is frustrating about the recent conversations on Israel is the loss of what I think is the natural affinity between the African-American community and the Jewish community, one that was deeply understood by Jewish and black leaders in the early civil-rights movement but has been estranged for a whole host of reasons that you and I don’t need to elaborate.”

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Rede von Nasrin Amirsedghi bei der internationalen Iran-Konferenz in Berlin

Tuesday, May 13, 2008
Internationale Iran-Konferenz - Business as usual? Das iranische Regime, der heilige Krieg gegen Israel und den Westen und die deutsche Reaktion

Berlin, 3. Mai 2008

Gottesstaat und Menschenrecht - Der Charakter des iranischen Regimes

„Die Stellung der Frau im Gottesstaat Iran”

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Mitwirkende dieser Veranstaltung,

mit Dank für die Einladung begrüße ich Sie alle ganz herzlich!

Als die erste Charta der Menschenrechte wurde seitens der Vereinten Nationen 1971 die Erklärung des persischen Reichsgründers Kyros II. in Babylon aus dem Jahr 539 vor Christus gefeiert. Sie ist eine der frühesten Quellen des Völkerrechts und gilt als die älteste Menschenrechtserklärung der Geschichte.

So verkündet Kyros II.

„Ich verkünde, dass jeder Mensch verantwortlich für seine eigenen Taten ist und niemals seine Verwandten für seine Vergehen büssen müssen und niemand aus einer Sippe für das Vergehen eines Verwandten bestraft werden darf. Bis zu dem Tage, an dem ich mit dem Segen von Mazda (Gott) herrsche, werde ich nicht zulassen, dass Männer und Frauen als Sklaven behandelt werden, und ich verpflichte meine Staatsführer, den Handel mit Männern und Frauen als Sklaven mit aller Macht zu verhindern. Sklaverei muss auf der ganzen Welt abgeschafft werden! Ich verlange von Mazda (Gott), dass er mir bei meinem Vorhaben und meinen Aufgaben gegenüber den Völkern des Iran, Babylons und den Ländern aus den vier Himmelsrichtungen zum Erfolg verhilft.”

Das Land Iran;

ein Land mit über 2500 Jahren Geschichte,

das Land Zarathustras,

ein Land der Sonne und des Feuers,

ein Land mit vielen Völkern und Glaubensbekenntnissen,

ein Land der Frauen mit strahlenden Augen, nachtdunklen Haaren und zarten Händen

ein Land mit fröhlichen Kindern und ihrem lauten Lachen,

ein Land mit intelligenten Jugendlichen, die viele Träume haben, Träume von Freiheit und von der Freude am Leben;

ein Land mit fruchtbarer Natur, tiefen Meeren, mächtigen Flüssen, singenden Bächen und stolzen Zypressen!

Ja! Meine Damen und Herren!

Dieses Land ist befallen von einer tödlichen Pandemie, einer Seuche namens „Islamische Republik”. Ihr Erreger heißt „Scharia”, auf deutsch: das islamische Recht, und eingeschleppt und übertragen wurde sie von Khomeini und seinen Anhängern! Diese Seuche ist repressiv und von einer unberechenbaren Aggressivität. Seit 1979 leidet der Iran, unter dieser tödlichen Krankheit. Seitdem riecht das Land nach dem Schwarzen Tod: Abertausende Verhaftungen, Hinrichtungen, Steinigungen, Auspeitschungen, Amputationen, Prügeleien, Bevormundungen, Verhüllungen, Demütigungen und kulturelle Dekadenz.

„Panton Chrematon”

Ein altvertrauter Spruch von Protagoras (490 bis 411 vor Christus)

Die individuellen Menschenrechte haben in der abendländlichen Kultur eine lange Tradition, die nur durch die besonderen historischen und religiösen Erfahrungen des Christentums, des Humanismus, der Renaissance und der Aufklärung, der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten 1776 sowie durch die französische Erklärung der Bürger- und Menschenrechte 1789 erreicht werden konnte. Der Islam kennt diese Erfahrungen nicht, er ist nicht im Stande, sie lebendig umzusetzen. Im Gegenteil, Allah und seine Gesetze verbieten es Muslimen, solche Erfahrungen zu sammeln!

Abgesehen von den vorhandenen urhumanistischen Wurzeln der abendländischen Kultur und der Erkenntnis, daß der Mensch das Maß aller Dinge ist, besteht eines der wesentlichsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Christentum und Islam im Bild des Menschen und seiner unterschiedlichen Bestimmung im Koran und in der Bibel:

Dort wird der Mensch im Kollektiv als „Sklave Gottes” (Ab dul-Allah) bezeichnet, hier wird ein Mensch zum „Sohn Gottes”. Dort ist der Mensch Allah gegenüber ein Nichts, hier verbindet Jesus als Mensch das Himmlische mit dem Irdischen. Dort besteht die Aufgabe des Menschen darin, sich opfernd Allah zur Verfügung zu stellen, hier darin, eigenverantwortlich Gott zu suchen und für sich zu finden. Im Gegensatz zum Islam konnte sich in der abendländlichen Kultur im Laufe der Geschichte der Mensch als Individuum durchsetzen und die Allein-Herrschaft der Religion brechen.

Eine Kultur der individuellen Menschenrechte setzt die Unabhängigkeit der säkularen Weltanschauung von jeder Religion voraus. Der Islam kennt diese Voraussetzung nicht, er lehnt sie sogar ab. Deshalb ist der Islam im Kern mit einer Kultur der individuellen Menschenrechte nicht vereinbar. In einem säkular-demokratischen Gesellschaftssystem ist heute die Bewahrung der persönlichen Rechte allerhöchstes Ziel des politischen Handelns. Das Wesen des kollektivistischen Ideals im Islam ist aber die Aufopferung des einzelnen Individuums zugunsten von Allah, was zur Lebensaufgabe und zum politischen Ziel erhoben wird.

Während in der abendländischen Kultur der Mensch zum Maß aller Dinge wird, ist im Islam Allah das Maß aller Dinge. Hier handelt und agiert der islamische Staat in Stellvertretung Allahs. Seine Gesetze sind als Wort Gottes „eins”, „ewig” und unveränderbar. Der Staat bezieht im Islam seine Legitimation allein von Allah. Deshalb würde ich solch ein System einen Allah-Staat nennen. In diesem System finden nur gläubige Muslime Schutz;  alle anderen sind entweder Schutzbefohlene minderen Rechts („Dhimmi”) oder haben als Ungläubige („Kuffar”) keine Existenzberechtigung, sind somit zur Vernichtung verurteilt.

Das Prinzip der individuellen Menschenrechte basiert ausschließlich auf der Anerkennung der Autonomie und Gleichheit aller Menschen, unabhängig von Ethnie, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung. Die universellen Menschenrechte können nur in einem demokratischen Kontext garantiert werden. Ein säkularer Staat, der auf den Prinzipien von Pluralismus, Toleranz und der Trennung von Politik und Religion basiert, garantiert die elementarsten Rechte seiner Bürger wie uneingeschränkte persönliche Freiheit, Meinungsfreiheit, Freiheit der Presse und der Künste. Diese Fundamentalrechte werden aber im Allah-Staat von Grund auf missachtet bzw. aberkannt. Solch ein Staat stützt sich nur auf den Koran und die von Allah „befohlenen” Gesetze. Allah ist das absolut freie Wesen, nicht aber die von ihm Erschaffenen.

Mohammed als Allahs Gesandter schreibt nicht nur die private Lebensführung vor, bis hin zu Kleidung und Liebesleben, sondern auch die Führung der Staatsgeschäfte, des Rechtswesens (Scharia) und der Wirtschaft. Das ist ein totalitärer Anspruch, der jedes demokratische Element im Kern zerstört. Der Islam mit seinem aggressiven Dogma und seiner Gewaltbesessenheit ist im Kern menschen- und frauenfeindlich, rassistisch und antisemitisch. In dieser Religion ist unabhängiges Denken verboten. Eine Religion, die jede kritische Betrachtung als Gotteslästerung sieht, ihre Kritiker zum Tode verurteilt und das Urteil auch vollstreckt, enthält im Kern keinen freien Geist und ist zu verabscheuen.

„Die islamische Theologie betrachtet die Scharia als die vollkommene Ordnung göttlicher Autorität, die jeder Gesellschaft Frieden bringen (soll). Sie sei von Gott selbst geschaffen und deshalb nicht veränderbar.” Sie gibt Regeln vor für das Verhalten in Familie und Gesellschaft. Die Quellen der Scharia sind der Koran, Überlieferungen und die Urtradition. Das Ehe- und Familienrecht gilt als Kern der Scharia. Unter diesem Glauben wurde das Land Iran vor 30 Jahren von einer Gruppe machtbesessener Mullah-Barbaren in Gefangenschaft genommen, die seine Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder unablässig tiefer und tiefer unterdrücken.

Der Iran ist das größte Gefängnis der Moderne! Selbst vor der Repression von Kindern schreckt das Regime nicht zurück. Im September 2007 berichteten iranische Medien stolz, daß im Iran über 600.000 Personen verhaftet werden.  Seit der Herrschaft der Mullahs wurden mehr als 157.000 Menschen im Alter von 13 bis 65 Jahren durch Galgen oder Steinigung hingerichtet und ermordet. Die rechte Hand oder das linke Bein werden wegen Diebstahl als Strafmethode amputiert. Die Mullahs begnügen sich nicht nur mit der Verfolgung von Menschen im Iran, sondern erfüllen, durch die Vollstreckung von Terrorurteilen an Oppositionsmitgliedern ihre heilige Mission auch im Ausland; dazu liefert die iranische Regierung die rechtliche Grundlage.

Das ist der Ist-Zustand des nicht-vorhandenen menschlichen Zustands im Iran. Die Entmenschlichung wird noch brutaler, wenn es um die Stellung der Frauen geht:

Ein verblühtes Wesen namens Frau!

Wo angesichts von Allah der Mann ein Sklave ist, ist eine Frau die Sklavin von Allahs  Sklaven. In einer Zeitschrift verglich eine junge Frau die weibliche Jugend Irans mit einer kleinen Blume in einem armseligen Töpfchen in einem engen Lichthof - eingesperrt, eingeengt, keine frische Luft, keine Sonne, kein Wind, keine Freiheit. Seit 30 Jahren werden den Frauen unter dem iranischen Regime die elementarsten Rechte nicht nur verweigert, sondern dieses Unrecht wird auch noch gesetzlich wie folgt festgeschrieben:

  1. Ein Erlass erlaubt den Ehrenmord und die Polygamie (registriert und mit rechtlichen Verpflichtungen für bis zu vier Frauen) sowie die Zeitehe bzw. „Genuss”-Ehe (ohne zeitliche Begrenzung und ohne rechtliche Verpflichtungen!).
  2. Die Tötung einer Frau ist mit dem halben Blutpreis für die Tötung eines Mannes zu sühnen.
  3. Der Ehebruch einer verheirateten Frau mit einem verheirateten Mann wird mit der  Todesstrafe u.a. durch Steinigung bestraft.
  4. Der Geschlechtsverkehr einer unverheirateten Frau mit einem unverheirateten Mann wird als Unzucht angesehen und ist mit 100 Peitschenhieben zu bestrafen. (Sure 24,2 - 3).
  5. Der Geschlechtsverkehr einer unverheirateten Frau mit einem verheirateten Mann wird mit Hausarrest bis zu ihrem Tod bestraft. (Sure 4,15)
  6. Homosexualität auch unter Frauen wird mit der Hinrichtung bestraft.
  7. Wenn eine Frau ihr ungeborenes Kind durch fremde Gewalt verliert, steht ihr als Vergeltung für einen weiblichen Embryo die Hälfte dessen zu, was ihr bei einem männlichen Embryo zusteht. Bei einer Abtreibung muss sie selbst die Strafe bezahlen.
  8. Der Mann ist der Frau übergeordnet, vor allem in der Sexualität (Sure 4,34). D. h. mit Abschluss des Ehevertrages übernimmt der Mann die Unterhaltspflicht gegenüber der Frau und bekommt dafür das uneingeschränkte Recht auf ihren Körper (vgl. Sure 2,233; 2,187).
  9. Das Heiratsalter von Mädchen beginnt mit 13 Jahren. Mit der Erlaubnis des Vaters und eines muslimischen Richters können jedoch bereits neunjährige Mädchen verheiratet werden.
  10. Das Scheidungsrecht liegt ausschließlich beim Mann. Die Frau kann sich jedoch scheiden lassen, wenn der Mann impotent, geisteskrank oder gewalttätig ist. Diese zu beweisen, ist aber für eine Frau nicht so leicht.
  11. Das Erziehungsrecht an Frau und Kindern liegt ausschließlich beim Mann. Dies gilt auch beim Sorgerecht für Kinder nach einer Scheidung. (Sure 4, 34)
  12. Weibliche Zeugenaussagen sind nur dann gerichtsverwertbar, wenn sie von zwei Frauen gleichzeitig stammen: Nach Sure 2, 282 haben Frauen ja eine größere emotionale Labilität, Irrationalität und eine beschränktere Einsicht in intellektuelle Angelegenheiten als ein Mann; nur der ist schließlich im vollen Besitz des Verstandes. (Sure 2, 282)
  13. Frauen sind rechtlich unmündig und nicht für sich selbst handlungsberechtigt; sie werden vom Vater oder einem anderen männlichen Familienmitglied vertreten. Es kommt noch dazu, daß Frauen ohne Erlaubnis der männlichen Angehörigen weder das Haus, noch das Land verlassen oder einen Beruf ausüben und gar studieren dürfen.
  14. Der Frau steht nur die Hälfte der Erbschaft zu, die einem männlichen Familienmitglied zusteht.
  15. Frauen haben nicht das Recht, für das Präsidentenamt zu kandidieren oder als Richterin zu arbeiten.
  16. Der Genuss von Alkohol ist mit 40 bis 80 Peitschenhieben zu bestrafen.
  17. Öffentliche Räume und Verkehrsmittel sind für Frauen und Männer getrennt.
  18. Frauen dürfen nicht an Olympischen Spielen teilnehmen. Sie dürfen auch nicht bei Männerspielen im Stadion anwesend sein (bei keiner Sportart).
  19. Es gilt die Kleiderordnung nach islamischem Recht, die Verhüllung von Kopf bis Fuß. Das bedeutet die staatliche Zwangsverschleierung! Unverschleiert sein heißt nackt sein. Deshalb ist es erlaubt, sittenwidrig bekleidete Frauen auf der Straße zu verhaften oder ins Gefängnis zu werfen.

Die einzige Gleichberechtigung der Geschlechter besteht darin, daß Frauen wie Männern gleichermaßen das Paradies versprochen wird, wenn sie “Gott demütig ergeben” seien (Sure 33,35) und wenn sie “glauben und das Rechte tun” (Sure 16,97).

Mit solchem barbarischen Unfug verwehren der Islam und seine Seuche namens „Scharia” den Menschen, Würde, Freiheit und Gerechtigkeit. Die Frauen und die Minderheiten sind dabei die ersten Leidtragenden. Wenn im Iran tagtäglich diese mittelalterlichen Gesetze praktiziert werden, schauen die westlichen Länder schweigend zu und schließen für zig Milliarden Euro Wirtschaftsverträge mit dem Allah-Staat ab. Und ihre gekauften Vasallen hier mitten in Deutschland, wie die Islam- und Iranexperten Katajun Amirpur, Navid Kermani, Bahman Nirumand sowie ihre grüne Sippe verklären die Sprechblasen des Präsidenten Ahmadinedjad, der Israel von der Landkarte tilgen will. Während sie es seelenruhig miteinander im politischen Bett treiben, werden im Iran abertausende weibliche Körper in den Gefängnissen vergewaltigt, gefoltert oder hingerichtet und gesteinigt. Das ist eine verkappte, zivilisatorische Zusammenarbeit, mit dem Willkürregime in Teheran, das seit 30 Jahren ein Land in den Ruin treibt und jeden Widerstand mit nackter Gewalt niederschlägt.

Kein Wunder, dass Mahmud Ahmadinedjad die Hinrichtung der Homosexuellen im Iran oder den Holocaust leugnet, hat er doch eine andere Wahrnehmung von Menschenrechten und historischen Gräueln. Das deutet darauf hin, daß sein Verstand wie sein Glaube im Allah-Gewand vermottet sind.

Wenn Angelika Beer, die Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europaparlament, nach ihrem verschleierten Besuch in Teheran in einem Interview mit Bahman Nirumand in der taz 2007 in Bezug auf europäische Sanktionen behauptet, „daß sich mit den Sanktionen die Repression gegen die Zivilgesellschaft verstärkt hat”, dann ignoriert sie - gerade als Frau - die Folterungen, Hinrichtungen und Steinigungen im Iran oder verharmlost sie. Das bedeutet für mich, daß Frau Beer im Prinzip gar kein Problem mit frauen- und menschenfeindlichen Gesetzen im Iran hat, oder möchte sie etwas „sanfter” ausgepeitscht werden und statt Steinigung, nur bitte Hinrichtung! Das ist  ein Faustschlag ins Gesicht aller Frauen, Männer und Jugendlichen, die unter grausamsten Bedingungen versuchen, mit aller Kraft und unter Lebensgefahr sich und die anderen zu befreien. Das kann man nicht anders nennen, als die Vergewaltigung der Freiheit legitimieren zu wollen.

Oder wenn Katajun Amirpur in der „Süddeutschen Zeitung im Jahr 2004 die Ersetzung der Steinigung durch den Tod am Strang als einen Fortschritt im Iran bezeichnet und damit behauptet, daß die „Steinigung faktisch abgeschafft” sei, ignoriert sie offensichtlich, daß gerade unter Mohammad Khatami, unter ihrem hoffnungsvollen Präsidenten, unzählige Frauen und Männer hingerichtet oder gesteinigt wurden. Zur ihrer Erinnerung: allein im Jahr 2001 werden 139 Menschen, unter ihnen auch Leyla M., ein 19-jähriges, geistig behindertes Mädchen, brutal gesteinigt und hingerichtet sowie Hunderte von politischen Aktivisten werden verhaftet. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, daß ausgerechnet diese iranische Expertin (!) eine kurzweiligere Hinrichtungsmethode empfiehlt, womit sie, dem Staat, das gewaltsame Vorgehen gegen das eigene Volk prinzipiell bescheinigt.

Wir und unzählige anderen Kulturrelativisten: Wir alle tragen Verantwortung. Je länger dieses Regime mit Ihrer Hilfe an der Macht bleibt, umso mehr werden ermordet. Sie alle sollen versichert sein: Es ist nicht nur der Iran, der zu Grunde geht, sondern auch die übrigen nahen und fernen Länder. Diese Seuche breitet sich aus  in aller Welt, auch in Europa und auch in Deutschland.

Wie sieht die Heilung aus?

Da Gott tot ist, aber sein Wesen in Gestalt der Gottespolitiker überall und insbesondere in Europa immer wieder aufersteht, ist dies kein einfaches Unternehmen. Das einzige, das wir, diejenigen, die die Menschheit lieben, machen können, ist, mit lauter Stimme die Politiker aufzufordern:

Hören Sie auf, das Gesäß der Mullahs mit Euro-Honig zu schmieren! Diese Seuche, diese „Fitna”, diese Heimsuchung, und ihre Erreger Chomeini & Co. sind nur zu bekämpfen, indem Mann und Frau sie unter Quarantäne stellen, bis sie sich selbst auffrisst und erledigt. Nur so, kann, das Land Iran sich aus eigener Kraft heilen und befreien.

Menschenwürde und Freiheit sind unantastbar und unverhandelbar. Sie sind universelle Werte, die sich in der Geschichte bewährt haben. Diese Würde und die Freiheit wünsche ich dem Land Iran! 

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Nasrin Amirsedghi


United States presidential election, 2008: Wright And Ridiculous

Monday, May 12, 2008

It would be a travesty if Barack Obama’s campaign gets knocked off course because of his former preacher, writes top columnist Sebastian Mallaby in the Washington Post.

“Of all the strange features of this presidential race, the tarnishing of Barack Obama has got to be the most ridiculous. First Obama was accused of anti-religious elitism. Then he was accused of identifying with the underclass anger of his spiritual mentor. Excuse me, but which is it? Am I supposed to believe that Obama is a supercilious elitist or a menacing ghetto radical? Is he contemptuous of religion or too close to a religious leader? Obama’s critics don’t bother to say. Meanwhile, real character issues go relatively unheeded. [...] The Obama-Wright “revelations” are really a revelation about our political culture: About its failure to distinguish the important from the trivial and about the inevitability that the race card will eventually be played against a black candidate. If the once formidable Obama campaign is knocked off course by these “revelations” in tomorrow’s primaries, it will be a travesty.”

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Jüdische Soldaten in deutschen Armeen

Friday, May 9, 2008

Oberstleutnant i. G. Jörg Barandat wies uns auf folgende Studie hin:

DOKUMENTATION DER TAGUNG DER KONRAD-ADENAUER-STIFTUNG (KAS) IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM BUND JÜDISCHER SOLDATEN (RJF) UND DEM ZENTRALRAT DER JUDEN IN DEUTSCHLAND.

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United States presidential election, 2008: Barack Obama on Israel’s 60th Independence Day

Thursday, May 8, 2008

In a statement yesterday, Senator Barack Obama congratulated Israel on its 60th Independence Day. “The United States will always stand with Israel to ensure it can defend itself against threat of terrorism and violence, from as close as Gaza and as far as Tehran,” Barack Obama said.

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Thunder from Tibet

Tuesday, May 6, 2008

A month after violent riots erupted in Tibetan regions who belong to China, Tibet expert Robert Barnett deconstructs the violence in the New York Review of Books and examines the Dalai Lama’s ability to control it.

“The extent of the protests means that Tibetans, instead of being talked about as victims of human rights abuses and economic inequities (codewords in international relations for the unimportant or the marginal), have now become important elements of regional strategy and a political priority for Western leaders. On the other hand, the use of violence by Tibetans in some protests, leading, by the Chinese government’s count, to the deaths of eighteen Chinese civilians and at least three policemen, raises a question about the ability of the Dalai Lama to persuade Tibetans to uphold his repeated calls for pacifism.”

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Israel: The Gateway of Hope

Sunday, May 4, 2008

by Sir Jonathan Sacks, UK Chief Rabbi

The Jewish connection with Israel goes back 4,000 years to the first recorded syllables of Jewish time.

My great-grandfather Rabbi Arye Leib Frumkin, went to Israel in 1871; his father had settled there twenty years earlier. His first act was to begin writing his History of the Sages in Jerusalem, chronicling the Jewish presence there since Nachmanides arrived in 1265.

In 1881 pogroms broke out in more than a hundred towns in Russia. That was when he realized that aliyah was no longer a pilgrimage of the few but an urgent necessity for the many. He became a pioneer, moving to one of the first agricultural settlements in the new yishuv. The early settlers had caught malaria and left. Rabbi Frumkin led the return and built the first house there. The name they gave the town epitomizes their dreams. Using a phrase from the book of Hosea, they called it Petach Tikva, ‘the Gateway of Hope’. Today it is the sixth largest city in Israel.

The Jewish connection with Israel did not begin with Zionism, a word coined in the 1890s. It goes back 4,000 years to the first recorded syllables of Jewish time, God’s command to Abraham: “Leave your land, your birthplace and your fathers house and go to the land that I will show you” (Ex. 12: 1). Seven times God promised Abraham the land, and repeated that promise to Isaac and Jacob. If any nation on earth has a right to any land — a right based on history, attachment, long association — then the Jewish people has a right to Israel.

Judaism — twice as old as Christianity, thee times as old as Islam — was the call to Abraham’s descendants to create a society of freedom, justice and compassion under the sovereignty of God. A society involves a land, a home, somewhere where the ‘children of Israel’ form the majority, and can thus create a culture, an economy and a political system in accordance with their values. That land was and is Israel.

Jews never left Israel voluntarily. They never relinquished their rights. They returned whenever they could: in the days of Moses, then again after the Babylonian exile, then again in generation after generation. Judah Halevi went there in the 12th century. So did Maimonides and his family, though they found it impossible to stay. Nachmanides went after being exiled from Spain. There was a large community there in the sixteenth century. There are places, especially in Galilee, where they never left at all.

Those with a sense of history long ago recognized the injustice of denying Jews their ancestral home. In 1799, Napoleon at the start of his Middle East campaign called on Jews to return (the campaign failed before there was a chance to act on this proposal). So did many British thinkers in the nineteenth century, among them Lord Palmerston, Lord Shaftsbury, and the writer George Eliot in her novel, Daniel Deronda.

The Balfour Declaration in 1917, ratified in 1922 by the League of Nations, was an attempt to rectify the single most sustained crime against humanity: the denial of Jewry’s right to its land and its subsequent unparalleled history of suffering. Winston Churchill never wavered from this view. There were Arab leaders who understood this too. In 1919, King Faisal wrote to the American-Jewish judge Felix Frankfurter: “We Arabs, especially the educated among us, look with the deepest sympathy on the Zionist movement… The Jewish movement is national and not imperialist. Our movement [Arab nationalism] is national and not imperialist… Indeed I think that neither can be a real success without the other.”

The idea that Jews came to Israel as outsiders or imperialists is among the most perverse of modern myths. They were the land’s original inhabitants: they have the same relationship to the land as native Americans to America, aborigines to Australia, and Maoris to New Zealand. They were ousted by imperialists. They are the only rulers of the land in the past three thousand years who neither sought nor created an empire.

In fact, no other people, no other power, has ever created an independent state there. When it was not a Jewish state, Israel was merely an administrative unit of empires: the Babylonians, Persians, Greeks, Romans, Byzantines, Umayyads, Fatimids, Abbasids, Crusaders, Mamluks and Ottomans. The existence of Israel, in ancient times and today, is a sustained protest against empires and imperialism: against Mesopotamia of Abraham’s day and the Egyptians of the exodus.

Do we really need a Jewish state? Yes. There must be some place on earth where Jews can defend themselves, where they have a home in the sense given by the poet Robert Frost as “the place where, when you have to go there, they have to take you in.” Every nation has the right to rule itself and create a society and culture in accordance with its own values. That right, to national self-determination, is among the most basic in politics. Today there are 82 Christian nations and 56 Muslim ones, but only one Jewish one: in a country smaller than the Kruger National Park, one quarter of one per cent of the land mass of the Arab world.

Long ago Jews recognized the right of the Arab population of the land to a place of their own. There were various plans for the partition of the land into two states, one Jewish, one Arab, in the 1920s and 1930s. Jews accepted them; the Arabs rejected them. In 1947, the United Nations voted for partition. Again, Jews accepted, the Arabs refused. David Ben Gurion reiterated the call for peace as a central part of Israel’s Declaration of Independence in May 1948. Israel’s neighbors — Egypt, Jordan, Syria, Lebanon and Iraq — responded by attacking it on all fronts.

The offer was renewed in 1967 after the Six Day War. The response of the Arab League, meeting in Khartoum in September 1967, was the famous “Three Nos”: no to peace, no to negotiations, no to the recognition of the State of Israel. The call was repeated many times by Golda Meir, and always decisively rejected.

The boldest offer was made by Ehud Barak at Taba, 2001. It offered the Palestinians a state in the whole of Gaza and 97 per cent of the West Bank, with border compensations for the other 3 per cent, with East Jerusalem as its capital. The story is told in detail in Dennis Ross’s The Missing Peace (Ross was the chief negotiator). Many members of the Palestinian team wanted to accept. The Saudi ambassador at the time, Prince Bandar bin Sultan, said, ‘If Arafat does not accept what is available now, it won’t be a tragedy, it will be a crime.’

Tragically the Palestinians have been betrayed by those who claimed to be their supporters. They were betrayed in 1948 by the Arab states who promised them that if they left now they would return soon, all Jews having been expelled. They were betrayed by the Arab nations to which they fled, who refused to grant them citizenship, in marked contrast to Israel and its treatment of Jewish refugees from Arab (and other) lands.

They were betrayed by countries that encouraged them to pursue violence instead of peace, bringing poverty to an entire population which, under Israeli rule from 1967 to 1987, had achieved unprecedented levels of affluence and economic growth. They are betrayed today by those who encourage impossible expectations — Palestinian rule over the whole of Israel — thus condemning yet another generation to violence, poverty and despair.

The Egyptians, who ruled Gaza between 1949 and 1967, could have created a Palestinian state, but did not. The Jordanians, who ruled the West Bank during the same years, could have created a Palestinian state, but did not. Instead, Egypt persecuted its Islamist intellectuals, sentencing many to death. The Jordanians expelled the Palestinians in 1971, after killing almost ten thousand of them in 1970 in the massacre known as ‘Black September’. The only country that has ever offered the Palestinians a state is Israel.

What has systematically derailed Israel’s efforts for peace is the fact that every concession it has made, every withdrawal it has undertaken, has been interpreted by its enemies as a sign of weakness, and has led to more violence not less. The Oslo process led to suicide bombings. Ehud Barak’s offer led to the so-called El Aqsa Intifada. The withdrawals from Lebanon and Gaza led directly to the onslaught of Katyushas and Kassams. How does any nation make peace under these conditions? Hamas and Hizbollah have made it clear that they do not seek peace. They seek Israel’s destruction.

Under constant threat of violence or war, Israel’s achievements have nonetheless been immense. It has taken a desolate landscape and turned it into a place of farms, forests and fields. It has taken immigrants from more than a hundred countries, speaking more than 80 languages and turned them into a nation. It has created a modern economy with almost no resources other than the creative gifts of its people. It has sustained democracy in a part of the world that had never known it before. It has taken Hebrew, the language of the Bible, and made it speak again. It has taken a people devastated by the Holocaust and made it live again. Israel remains a Petach Tikva, a gateway of hope.

Is criticism of Israel anti-Semitism? No. Criticism is a legitimate part of democratic politics and free speech. Many of Israel’s most acute critics are Israelis. No nation is perfect; no nation can be perfect; a good society is one that makes space for, and listens to, constructive criticism. That is something with which we must live. The Hebrew Bible is the most self-critical document in religious or national history.

What we must challenge are the blatant falsehoods: that Israel is the aggressor, that it has not sought peace; above all the idea that it has no right to exist. Equally we much challenge the false paradigm that the Israel-Palestinian relationship is a zero-sum game in which one side loses and the other wins. It is not. From peace, both sides gain. From war, violence and terror, both sides lose.

The call on both sides must be for peace: peace for Israel, peace for the Palestinians. You cannot have one without the other. The choice is not between supporting Israel or supporting the Palestinians, but between peace or violence. Peace is sacred, violence a desecration. Too many lives have been lost, too much blood has been shed. Eventually both sides must recognize the other’s right to be — and if not now, when?

This article first appeared in the Jewish Chronicle. Visit the Chief Rabbi’s website at www.chiefrabbi.com.


Yom Hashoa - Gedenktag für die Opfer und Helden des Holocaust

Wednesday, April 30, 2008
Heute Abend beginnt Yom Hashoa, Israels nationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust und die Helden des Widerstandes. Er wird jedes Jahr nach dem hebräischen Kalender am 27. Nissan begangen.

Ursprünglich war als Datum der 15. Nissan vorgeschlagen worden, der Tag des Aufstands im Warschauer Ghetto (19. April 1943). Dieser Vorschlag wurde aber schließlich verworfen, da zum selben Zeitpunkt das Pessach-Fest stattfindet. Das jetzige Datum liegt genau eine Woche vor dem Gedenktag an die für den Staat Israel gefallenen Soldaten und acht Tage vor dem israelischen Unabhängigkeitstag. 1959 wurde Yom Hashoa vom ersten Ministerpräsidenten des Staates Israel, David Ben-Gurion, eingeführt.

Zur Eröffnungszeremonie am Abend werden in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte  Yad Vashem sechs  Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischer Opfer stehen. Am nächsten Morgen heulen im gesamten Land um 10 Uhr für zwei Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und normalerweise auch alle anderen Fahrzeuge halten an, die Passanten bleiben schweigend stehen.

Während des Gedenktages Yom Hashoa bleiben alle Vergnügungsstätten geschlossen, im Funk und Fernsehen laufen keine Unterhaltungssendungen, sondern Trauermusik und Dokumentationen zum Holocaust. Alle Flaggen wehen auf Halbmast.


UN Hears from Jewish Refugees of Arab Lands

Monday, April 28, 2008

The history of Palestinian refugees deserves international attention. So does the history of one million Jewish refugees from the Arab-Israel conflict.  Yet the United Nations has devoted countless resolutions and debates to only one side of this story, completely ignoring the other.

For the first time ever in the UN Human Rights Council, at its recently concluded session, the suffering of Jewish refugees from Arab lands was also placed on the international agenda. Shortly thereafter, the U.S. Congress adopted a historic resolution recognizing that all victims of the conflict must be treated equally.

Racism and Historical Truth: Jewish Refugees from Arab Lands

UN Watch Oral Statement

Agenda Item 9: Interactive Dialogue with Special Rapporteur on Racism Doudou Diène

UN Human Rights Council, 7th Session, March 19, 2008

Delivered by Regina Bublil Waldman

Thank you, Mr. President.

We thank the Special Rapporteur for his work against racism, and address two areas of his report.

Dr. Diene, in Addendum 1 you mention Libya’s treatment of ethnic minorities. In Addenda 3 and 4, you envision a multicultural society based on two principles: respect for historical truth and non-discrimination against minorities.

As a victim of Libyan discrimination, I agree: only with historical truth can we build a better future.

Today I wear my traditional ethnic dress to celebrate my heritage, but also to mourn its destruction.

One million Jews lived in the Middle East at the turn of the century. Today, less than five thousand remain.

Their plight has been ignored by the international community.

Their story is my story.

In 1948, there were thirty-six thousand Jews living in Libya. Today, there are none.

During the 1967 war between Israel and her Arab neighbors, mobs took to the streets and shouted, “Edbah el Yehud!” - “Slaughter the Jews!”

They burned my father’s warehouse and came to burn our home.

An honorable Muslim neighbor stopped them, and saved our lives.

The government ordered the expulsion of all Jews from Libya, where my family had lived for hundreds of years. They confiscated our homes and all our assets.

We were given this one-way travel document - never allowed to return.

My family was put on a bus to the airport. The bus driver got out, and tried to burn the bus with us in it. We were rescued from death by two Christian friends.

I come here today bearing no hatred — only these historical truths:

  • Jews have been an indigenous people of the Middle East for over 2,500 years.
  • On the basis of race and religion, Arab regimes subjected Jews to arbitrary arrest, confiscation of property and expulsions. This is fully documented in this report by Justice for Jews from Arab Countries.
  • The UNHCR has ruled that Jews fleeing from Arab countries were ‘bona fide’ refugees, victims of the Arab-Israeli conflict.

Dr. Diene, your report envisions a future of tolerance and equality. Applying the principles you set forth, we trust you will examine the actions of Libya and other Middle Eastern countries that forced out their Jewish minorities.

Like in South Africa, only the acknowledgment of truth and history will lead to reconciliation.

Thank you, Mr. President.


Israel at 60: Reason to Celebrate!

Friday, April 25, 2008

An op-ed by David A. Harris
Executive Director of The American Jewish Committee
The Jerusalem Post, April 24, 2008

Israel is about to mark its sixtieth anniversary.

Some friends say they’re in no mood to celebrate. The timing isn’t right, they complain. The country’s political circuitry is overloaded. Danger lurks on the Gaza and Lebanon borders. Iran’s nuclear ambitions and annihilationist threats loom large. Disputes over the current peace talks with the Palestinian Authority are daily fare. Israel continues to take a beating in UN forums. The drumbeat of anti-Zionism grows louder. A fractious social climate creates long-term and seemingly insoluble fissures between Arab and Jew, not to mention Jew and Jew. And global market volatility spells trouble for the Israeli economy.

All true, perhaps. But the story mustn’t end there. Milestone anniversaries offer the chance to step back, however briefly, from the news of the moment and take stock of the larger picture. By my reckoning, Israel is quite a success story. Actually, Israel itself is nothing short of a miracle.
Think about it.

Just three years, almost to the day, after the end of the lowest point in Jewish history, the sovereign State of Israel was established. From the most vertiginous fall in the life of the Jewish people to its greatest ascent all in a matter of just over one thousand days.

Few gave the embryonic state much chance of survival. Faced with larger armies determined to eliminate the new nation in its infancy, the 650,000 Jews defended themselves and emerged victorious.

Against all the odds, they built a state. Not an easy task by any stretch of the imagination.

A land with pitifully few natural resources required the industry and talent of its human resources. Surrounded by forces bent on its isolation and destruction, the fledgling nation couldn’t let up its guard even for a moment. And a country defined as a home for Jews everywhere faced the challenge of absorbing millions of immigrants from the four corners of the earth, even as its infrastructure was stretched to the breaking point.

And it wasn’t just any state that was built. It was a pulsating democratic state, reflective of a country where just about everyone believes they have a Ph.D. in survival methods, leadership, and diplomacy. Through thick and thin, Israelis have benefited from free and fair elections, smooth transfers of power, an independent judiciary, a feisty press, and political parties covering the ideological gamut. No other country in Israel’s rough-and-tumble neighborhood can make similar claims.

True, the military plays a critical role in the life of a nation that couldn’t survive a single day without it, but civilians control the armed forces, not the other way around.

Israel has no oil or gas reserves. Isn’t that the reason, according to the joke, why Moses and the Jews wandered in the desert for forty years? To find the only place in the region without any energy resources.

Sixty percent of the land surface, in fact, is desert. Yet Israel has created a dynamic economy that, on a per capita basis, puts it squarely in the middle of the pack of European Union nations and, in the realm of high-tech, places it among the world’s top innovators.

All this in a nation that has never known a single moment of true peace, yet carries this unfathomable psychological burden with extraordinary resiliency and irrepressible optimism.

Imagine what it must be like to live with the Sword of Damocles hanging over a nation’s head from the get-go.

Imagine facing enemies who deny your very existence and teach contempt to children before they’re old enough to read.

Imagine adversaries who have no compunction about using women and youngsters as human shields to protect terrorists; target civilians; celebrate murder; use ambulances to transport armed gunmen and weapons; employ mentally retarded children as suicide bombers; and target their own energy suppliers so they can then accuse Israel of collective punishment.

These are, of course, the same foes who have never had an interest in solving the Palestinian refugee problem, an outgrowth of two wars triggered by the Arab world in 1948 and 1967.

Are Palestinians the first refugee population in history? Hardly. But they are surely the first refugees who, as a group, have categorically resisted resettlement, instead living for decades as wards of the international community.

Indeed, in Gaza today, years after Israel renounced any territorial claims, there continue to be refugee camps. Why? Why other than to serve as incubators for hatred that produce recruits bent on martyrdom and mayhem are there Palestinian refugee camps in Palestinian territory?

Some argue that the foundational problem of the Arab-Israeli conflict is the Israeli occupation. I beg to differ. That’s not to say the occupation, the result of Israel’s 1967 war of self-defense, isn’t a problem. Of course, it is. I don’t for a moment underestimate the difficulties resulting from it for both Palestinians and Israelis alike. But it has a potential solution a two-state solution, tried first in the Oslo Accords of 1993 and then in the Barak-Arafat-Clinton talks of 2000-1. Tragically, both failed.

The common denominator was Yasser Arafat. When the critical moments came, he made it abundantly clear that he was neither a Gandhi nor a Mandela. Jimmy Carter may think it fitting to lay a wreath at his gravesite, but, at the end of the day, Arafat was a failed leader. He could have ushered in a Palestinian state living alongside Israel. Instead, he opted to speak with a forked tongue, intoning the rhetoric of peace in English while speaking the language of armed struggle in Arabic. And when presented one last chance at the end of President Clinton’s second term, Arafat chose to declare that there never was any historical connection between Jerusalem and the Jewish people, once again denying legitimacy to the Jewish presence anywhere in Israel.

That’s been the biggest obstacle to peacemaking the failure to recognize Israel’s inherent right to exist, whatever its final borders, as a non-Arab, non-Muslim sovereign presence in the region.

Peace requires an enduring foundation of mutual respect. That will come only when Palestinian textbooks begin to describe Jews as an integral part of the Middle East, with a three thousand-year historic and spiritual connection to Jerusalem and the land, and not simply as modern-day colonialists, imperialists, or crusaders.

Israel’s journey as a state cannot be complete until peace with all its neighbors is achieved. Peace is a strategic necessity. Peace is central to the Jewish mission on earth.

Today there are peace talks between Israel and the Palestinian Authority and, more quietly, it appears, between Israel and Syria. Could there be a better birthday present for Israel than peace accords on both fronts?

Wishing for peace and achieving it, however, are quite different. For Israel, the challenges are many.

For example, world leaders can talk all they want about the need for a democratic and demilitarized Palestinian state living next to Israel, but realizing those twin goals may not be so easy. When a top American strategist was asked how to ensure demilitarization, a position he advocated, he had no answer. And given the strikingly short distances, a new Palestinian state could be in a position to wreak havoc on Israel’s population centers. Those who assert that an international force can serve as a buffer may be right up to a point, but the experience of UNIFIL in Lebanon is a sobering reminder of the limitations of peacekeeping forces. Iran and Syria smuggle weapons to Hezbollah, and UN forces largely look the other way.

But because I believe in Israel, I believe in miracles. Few could have imagined full-fledged peace treaties with Egypt and Jordan thirty-five years ago, yet today both are realities. In point of fact, had Palestinian and Syrian leaders taken a page from the late Anwar Sadat and King Hussein, who convinced Israelis that they were true men of peace, there could have been agreements long ago. Perhaps tomorrow will be different.

Meanwhile, Israel, the miracle, continues to inspire awe for its very being and for being the vibrant country it is.

No, it’s not perfect. Israel has made its share of mistakes and faces more than a few unresolved issues. Statecraft, at the end of the day, is an imprecise science no matter where it’s exercised.

But Israel operates in a context, not a vacuum. It reflects both domestic and global realities. And the vagaries of decision-making don’t bypass Israeli leaders any more than leaders of other democratic countries. Still, Israel, like other democratic societies that benefit from a robust political culture and vibrant civil society, has the self-corrective mechanisms that invite both appraisal and improvement.

At the end of the day, for me, the meaning of Israel is perhaps best encapsulated in three enduring images.

In 1991, I went to Israel at the start of the Gulf War, as Iraq fired Scud missiles at the Jewish state. During a visit to Ben-Gurion Airport, I was struck by the arrival of Soviet Jews during this tough period. They weren’t afraid to come, and Israel didn’t miss a beat in welcoming them. In other words, even as Israel faced the uncertain prospect of full-scale war with Iraq, it never faltered in its commitment to serve as a home and haven for Jews seeking a new start.

In 2000, during the so-called second intifada, I was in the northern part of Tel Aviv. I passed a construction site. On the sidewalk nearby a Palestinian Muslim laid out his rug and began his prayer ritual as he faced in the direction of Mecca. No one interfered with him in any way. Even as Palestinians elsewhere were attacking Israelis, this scene spoke volumes about Israel’s commitment to democracy and pluralism.

And in 2006, after Hezbollah started a war with a cross-border raid, an AJC delegation, the first to arrive from the U.S., visited Rambam Hospital in Haifa. The emergency room was ready to receive casualties, be they military or civilian, Arab or Jew, and it received them in droves. Elsewhere in the hospital, though, even as Hezbollah-fired missiles rained down on northern Israel, medical researchers continued their investigative work regularly interrupted by the need to rush to bomb shelters in the fields of cancer, diabetes, and stem cells.

In other words, as Hezbollah and its Iranian backers were seeking to shorten life for Israelis, Israeli scientists were seeking to extend life for all.

Yes, there is much to celebrate, starting with our good fortune to witness what countless generations before us could only dream about the sovereign State of Israel.

It makes me want to jump for joy.


Unverdiente Auszeichnung: Bürgermeister von Paris macht Sektenführer Dalai Lama zum Ehrenbürger

Tuesday, April 22, 2008

Wenn ein Mann von allen gehasst wird, muss man die Gründe dafür überprüfen. Wenn ein Mann von allen geliebt wird, muss man das auch überprüfen. (Konfuzius)

Die Galionsfigur der antichinesischen Propaganda im Westen, sprich der Sektenführer Dalai Lama, ist zum Ehrenbürger von Paris ernannt worden. Nur die Sozialisten und Grünen im Stadtrat  von Paris stimmten dafür, wie der französische Sender France Info berichtete.

Die Liberal-Konservativen um Nicolas Sarkozy verweigerten (zu Recht) die Abstimmung. Der Vorschlag des außenpolitisch unerfahrenen sozialistischen Bürgermeisters Bertrand Delanoë gefährdet das Fundament der bisher sehr guten französisch-chinesischen Beziehungen, und ist deshalb ein schwer wiegender politischer Fehler, weil sich Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy derzeit um eine diplomatische Entspannung mit China bemüht, nachdem gewalttätige Dalai-Lama-Anhänger den olympischen Fackellauf in Paris gestört und dabei die 27-jährige chinesische Rollstuhl-Fechterin Jin Jin verletzt hatten.

Nicolas Sarkozy hat seinem chinesischen Amtskollegen Hu Jintao eine persönlich gewidmete Biografie des in China beliebten französischen Generals und Staatsmannes Charles De Gaulle geschenkt, sagte der ehemalige Premier Jean-Pierre Raffarin, der Zeitung Le Parisien. Dies sei ein Zeichen einer “Politik der Freundschaft”. “Die französische China-Politik ändert sich nicht”, fügte Raffarin hinzu. “Es gibt eine starke Bindung zwischen Frankreich und China.”

Jean-Pierre Raffarin, der mit Jacques Chirac als ausgewiesener Kenner und Liebhaber der chinesischen Kultur gilt und übermorgen Chinas Premier und Staatspräsidenten in Peking treffen wird, kritisierte aufs Schärfste die “unangemessene” Entscheidung des Stadtrats von Paris, den Dalai Lama zum Ehrenbürger zu ernennen. “Das ist eine rein lokale Angelegenheit ohne jede nationale Auswirkung.”


Dalai Lama’s U.S. tour arouses protest

Monday, April 21, 2008

The French media agency Agence France Presse (AFP) reports on heightened security for the Olympic torch relay as the torch begins its journey through Kuala Lumpur today.

China’s Xinhua news agency reports on counter-protests during the Dalai Lama’s recent tour of the United States.

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Happy Passover 2008

Thursday, April 17, 2008


New York Times Blog on Papal Visit

Wednesday, April 16, 2008

Rabbi A. James Rudin, American Jewish Committee (AJC) senior advisor on interreligious affairs, is blogging for the New York Times during the visit of Pope Benedict XVI to the United States.

The New York Times invited Rabbi A. James Rudin as the only Jewish organizational representative to join with several other bloggers, including New York Times chief religion correspondent Laurie Goodstein, in providing analysis of Benedict’s papacy and his visit to the United States.

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Das Reich des Hasses: Wurzeln der saudi-arabischen Terrorideologie

Tuesday, April 15, 2008

Hatred’s Kingdom: How Saudi Arabia Supports New Global Terrorism, von Dore Gold
Eine Buchbesprechung von Dr. Hans-Peter Raddatz
Seit dem 11. September, der neuen Zündstufe globalen Islamterrors, dauert die Flut der Veröffentlichungen über Islam und Islamismus sowie die Rolle des Westens im Konflikt mit dieser erweiterten Gewaltdimension ungebrochen an. Die charismatische Gestalt des Usama bin Ladin, die Stoßtruppaktion in Afghanistan und der Irakkrieg haben die Gründe und Hintergründe des islamischen Terrors indes nicht wirklich erhellen können, sondern die Spekulationen eher noch weiter angeheizt.

Unter den neueren Publikationen zu dieser schwierigen Thematik scheint eine Darstellung besonderes Furore gemacht zu haben. Gemeint ist Hatred’s Kingdom - übersetzt: Königreich des Hasses - ein Buch, das nicht nur seines provokanten Titels wegen den Weg in die Bestsellerliste der New York Times gefunden hat.

Autor des gefragten Werks ist Dore Gold, Israels ehemaliger UNO-Botschafter und außenpolitischer Berater des Ministerpräsidenten - also immerhin jemand mit Zugang zu Einsichten und Materialien, die über den einschlägigen Durchschnitt hinausgehen. Mit seiner Überschrift will Gold jene wahhabitische Islamform kennzeichnen, die der saudischen Monarchie als Herrschaftsideologie dient und in den letzten zwei Jahrzehnten durch eine wachsende Gewaltbereitschaft aufgefallen ist. Immer häufiger tritt Saudi-Arabien seither als Finanzier und Drahtzieher von Terrorgruppen und -aktionen auf, wobei nicht zuletzt drei Viertel der Attentäter des 11. September aus diesem Land kamen und sich auf den Koran beriefen. So stellt Gold den Wahhabismus, seine Geschichte und Entwicklung, ins Zentrum seiner Darstellung, und es lohnt sich, sie mitzuverfolgen.

Das saudische Königreich führt sich auf einen Loyalitätsvertrag zurück, den 1744 der Dynastiegründer Muh. Ibn Sa’ud und der Islamreformer Ibn Abdul-Wahhab abschlossen, um sich über die Wahrung der islamischen Glaubensordnung gegenseitig Schutz und Legitimation zuzusichern. Nach diversen Anläufen und zum Teil blutigen Kämpfen gegen Osmanen, Schiiten und später die Briten gelang es der Saudi-Dynastie schließlich, sich ab 1932 in der bis heute geltenden Form zu etablieren. Der wahhabitische Islam stützt sich auf eine extrem orthodoxe Tradition, die einen strengen Monotheismaus vertritt, und jede Abweichung unnachgiebig verfolgt.

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich die Wahhabiten-Bewegung mit den sogenannten “Hidjra-Brüdern” verbunden, die wie einst ihr Prophet nun in einen erneuerten Glauben hinausgehen und alle Götzendiener, vor allem die westlichen Eindringlinge, bekämpfen wollten. In Ägypten war parallel dazu eine weitere große Reformbewegung entstanden, aus der sich unter wahhabitischem Einfluß die bekannte Muslimbruderschaft bildete - bis heute die mit Abstand größte Einzelbewegung des Islam. Indem sie ein Wechselspiel aus sanften, offenen Sozialgruppen und harten, verdeckten Terrorkadern betreibt, bekämpft diese Gemeinschaft die aus ihrer Sicht unislamischen Regime und breitet sich zugleich in den wichtigen Ländern des Westens aus. Mit der Ideologie und Finanzkraft des saudischen Wahhabismus konnte sie eine wirkungsvolle Allianz eingehen, aus der schlagkräftige Terrorgruppen wie der ägyptische Djihad, die palästinensische Hamas und die globale Al-Qa’ida hervorgingen, die ihrerseits schließlich die USA zum Handeln zwang.

Gold versteht es - und darin liegt die Stärke des Buches - diesen nicht ganz einfachen Ablauf in plausiblen Stufen vor dem Leser zu entfalten. Dabei greift er im Überbau des Islam ein wenig zu kurz, wenn er sich mit der bekannten, nicht weniger ungeprüften Komfortfloskel der “Toleranz” begnügt, der zufolge “der Islam nicht das Problem” ist. Die historische Realität zeigt vielmehr, daß die scheinbare Toleranz des Islam - aktuell und historisch - nicht die große Masse der Nichtmuslime, sondern allenfalls deren Eliten betrifft, soweit deren Macht den Muslimen nutzbar gemacht werden kann. Ähnlich geht es dem Begriff des Djihad. Gold sieht zwar, daß die modernen Islamisten den Kampf praktizieren und Nichtmuslime ständig bedrohen oder sogar töten, führt dies jedoch auf den grassierenden Wahhabismus als pervertierte, zeitbedingte Sonderform des Islam und nicht auf dessen koranisch-historische Verhaltensstrukturen zurück. Während ihm also die Einordnung in den Gesamtkontext eher fehlt, bietet er eine Fülle von Zitaten an, die die Unmittelbarkeit der Ideologie verdeutlichen. So nimmt z.B. Abdullah Azzam, Schöpfer des weltweiten Djihad und Mentor des Usama bin Ladin, kein Blatt vor den Mund:

“Diejenigen, die glauben, daß Islam gedeihen und ohne Kampf und Blut siegen kann, haben keine Ahnung von der Natur dieser Religion!”

Detailliert schildert der Autor, wie sich der saudische Herrschaftsverbund aus Königsfamilie und Imamschaft über die 80er und 90er Jahre schrittweise radikalisiert und dabei von den USA als Führungsmacht abgekoppelt hat. Immer entschiedener schaltet sich die Islamische Weltliga, eine 1962 gegründete Organisation, in die islamweite Verbreitung des wahhabitischen Islam ein. Ihre wichtigsten Arme sind dabei die World Assembly of Muslim Youth (WAMY) und die International Islamic Relief Organisation (IIRO), die mit ihren sozialen und humanitären Fassaden als perfekte Tarnsysteme für die weltweite Versorgung der Kontaktstellen mit Propaganda, Logistik und Finanzen genutzt werden. Während sie nach außen das in den 90er Jahren abkühlende Verhältnis zu den USA verbal zu wahren suchen, bauen die Saudis nach innen ihr Netz von Terrorzellen, Moscheen und diversen Organisationen global aus. In den Jahren 1995/96 schwenkt auch Usama bin Ladin wieder in die Kooperation mit der saudischen Führung ein, nachdem deren Aggressivität gegenüber dem Westen sich seinen Standards angenähert hat. Beide Seiten haben eingesehen, daß sie in der - noch verdeckten - Bündelung von Terrorexpertise und Kapital ihre Erfolgschance sowohl in komplexen Projekten wie der Zerstörung des World Trade Center als auch im Zukunftskampf gegen den Westen überhaupt verbessern können.

Allerdings läßt Gold die Beiträge nur ahnen, welche die US-Regierungen und Geheimdienste zu dieser Entwicklung geleistet haben. Kontakte zu führenden Saudi-Familien und Terrorfinanziers sowie die Kooperation mit zahlreichen Extremisten ließen sie zu stillen Teilnehmern am islamischen Radikalisierungsprozeß werden, so daß sie auch die Ausbreitung der Terrorgruppen im eigenen Lande viel zu lange duldeten. Exakt das gleiche Phänomen läßt sich auch im deutschen “Dialog” erkennen, der unbeirrt mit Vertretern aus dem saudischen Gewaltumfeld geführt wird. In diesem Sinne konnten die “Friedensmärsche” vor und während des Irakkrieges nicht nur als Demonstration gegen die USA und Israel, sondern vor allem als Parteinahme für den terrorbereiten und frauenfeindlichen Islamismus saudischer Prägung dienen. Wie ungleich sich dabei der Blick durch die Dialogbrillen gestaltet, faßt Mekka-Scheich Ahmad Siami für die islamische Meinungsherrschaft zusammen:

“Dieser Papst, der Kopf der Katholischen Kirche, und diejenigen, die ihm im Ruf nach der Einheit der Religionen folgen, sind die Nachkommen der spanischen Inquisitoren, die die Muslime höchst abscheulich folterten … Sie sind die Abkömmlinge der Kreuzfahrer im islamischen Osten, die zahllose Muslime töteten und deren Frauen gefangennahmen. Sie sind die Täter der Massenmorde von Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Indonesien und Tschetschenien … Können wir von diesen mörderischen Wölfen Mitleid erwarten?”

Mit den islamistischen Terrorpredigern wächst eine paranoide und zugleich totalitäre Herausforderung heran, deren Sprengkraft für die westlichen Demokratien kaum überschätzt werden kann. Oft versagen jedoch deren Prüfmechanismen schon bei ihren eigenen “Verantwortlichen”. Viele von ihnen verkennen die Wurzeln des islamischen Radikalismus umso bereitwilliger, je überzeugender dessen Vertreter ihnen die Zuckerbrotformeln von der “Religion des Friedens” oder auch finanzielle Zuwe