Westliche Geheimdienstquellen besorgt über die Zunahme von Dschihadisten im Libanon


Westliche Geheimdienste sind besorgt über eine im Libanon wachsende Konzentration von Terroristen, die mit der globalen Dschihad-Bewegung verbunden sind.

Neuste Geheimdienstinformationen weisen darauf hin, dass sich Hunderte von sunnitisch-moslemischen Terroristen aus verschiedenen arabischen Ländern sich gegenwärtig um die Stadt Tyros herum gruppieren. Sie residieren hauptsächlich in einem palästinensischen Flüchtlingslager in der Nähe der Stadt. Einige der Terroristen sind anscheinend aus dem Sudan und dem Jemen.

Sowohl westliche wie israelische Geheimdienste fürchten, dass die wachsende Präsenz von Dschihadisten im Südlibanon zu mehr Angriffen auf Israel und zu einer erneuten Eskalation entlang der Nordgrenze Israels führen wird. Die Truppen der Vereinten Nationen, die in Folge des Krieges mit der Hisbollah im letzten Sommer entlang der Grenze stationiert sind, werden auch als potentielle Ziele betrachtet.

„Globaler Dschihad“ ist der Begriff, den Geheimdienste für eine große Vielfalt an Terrorgruppen benutzen, die ihre Inspiration von Al Qaida erhalten und gelegentlich Kontakte zu Osama Bin Ladens Organisation unterhalten.

Im Dezember 2005 feuerten Mitglieder der libanesischen Al-Ansar-Gruppe, die mit dem globalen Dschihad assoziiert wird, Katjuscha-Raketen auf Galiläa. Verletzt wurde dabei niemand. Die Organisation war mit dem früheren Al-Qaida-Führer im Irak, Abu Musab al-Zarqawi, der letztes Jahr im Juni von amerikanischen Truppen getötet wurde, in Kontakt.

Es gibt beträchtliche Spannungen zwischen den globalen Dschihad-Gruppen im Libanon und der Hisbollah – nicht nur, weil die Hisbollah eher schiitisch als sunnitisch ist, sondern auch, weil sie in Kompetenzgerangel verwickelt sind.

Bis zu ihrem Krieg mit Israel im letzten Sommer galt die Hisbollah als alleinige Macht im Südlibanon. Sie hatte gefordert, dass alle anderen Organisationen von ihr die Erlaubnis für die Ausführung jedes einzelnen Angriffs auf Israel erhalten müssten. Kurz vor seinem Tod kritisierte Zarqawi die Hisbollah heftig wegen dieses Zustandes. Und er beschuldigte Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah der „Kollaboration mit Israel“, weil die Hisbollah zur damaligen Zeit – vor der Entführung zweier israelischer Soldaten im Juli letzten Jahres Angriffe anderer Gruppen untersagte.

In seiner nachrichtendienstlichen Lagebesprechung vor dem Kabinett zu Beginn dieser Woche sprach der Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes, Amos Yadlin, von einer wachsenden Aktivität der globalen Dschihad-Bewegung entlang Israels Grenzen. Zusätzlich zum Libanon ist man besorgt über Angriffe auf Israelis im Sinai oder in Jordanien. Im Jahr 2005 sagte der damalige Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes, Aharon Ze’evi, sowohl israelische wie amerikanische Geheimdienste hätten erfahren, dass ranghohe Al-Qaida-Offizielle Aktivisten angewiesen hätten, sich auf den „Nahen Osten“ zu konzentrieren, womit Israel und seine Nachbarn gemeint seien.

Mit freundlicher Genehmigung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel.

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