Buddhismus ist keine Religion des Friedens


Im politischen Teil der Tageszeitung Die Welt prangern die Kulturwissenschaftler Victor und Victoria Trimondi zu Recht die westliche Idolatrie um den medienwirksamen Dalai Lama an:

“Es ist unglaublich, fast unheimlich, mit welcher Ignoranz die treuherzigen Deutschen den Dalai Lama, diesen gelb-roten “Gott zum Anfassen” (Der Spiegel), der erst im 20. Jahrhundert aus dem finstersten Mittelalter seines Landes entsprungen ist und der sich mit erstaunlichem Geschick westliche Begriffe des Liberalismus, Humanismus und der Psychologie angeeignet hat, als “Jesus der Neuzeit” anbeten.

Die vielfachen irrationalen, berauschenden, grausamen, düsteren und apokalyptischen Aspekte des Lamaismus sind in der großen Öffentlichkeit wenig bekannt. Sie werden vom Dalai Lama und seinen Anhängern verschwiegen.”

Essay lesen.

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2 Responses to Buddhismus ist keine Religion des Friedens

  1. philipp says:

    Der Dalai Lama vertritt nur einen kleinen Teil des Buddhismus. Bedeutenswerter für den “modernen” Buddhismus ist die Tatsache, dass von buddhistischer Seite kaum Einwände gegen den von Japan geführten Pazifikkrieg zu vernehmen waren. Dennoch glaube ich, dass, wenn überhaupt, von den Weltreligionen nur der Buddhismus für sich in Anspruch nehmen kann, eine Religion des Friedens zu sein. Bei allen anderen gibt es nicht nur regelrechte Kriegstreiber, sondern haben diese auch einen bedeutenden Einfluss.

  2. Zufällig bin ich auf diesen Artikel ( “Buddhismus ist keine Religion des Friedens”) gestoßen und möchte “philipps” Kritik ergänzen: Solche Verallgemeinerungen zeugen entweder von Ignoranz oder böser Absicht. Der ursprüngliche Buddhismus, so wie ihn der Buddha gelehrt und gelebt hat, war keine Religion, sondern Lebenspraxis. So verstehe ich ihn auch heute als eine Philosophie, die gelebt sein will und von vielen BuddhistInnen praktiziert wird (beispielhaft: Thich Nhât Hanh, Chang Kong, Claude AnShin Thomas, die ich persönlich kenne. Mehr über sie im ZEITFRAGENFORUM I : http://www.dietrichstahlbaum.de/ )

    Zur Friedens- und Gewaltfrage empfehle ich den Aufsatz:

    “Sind Religionen Brutstätten der Gewalt?
    Oder machen sie gegen Gewalt immun?”

    Von Dietrich Stahlbaum

    Ethik und Gewalt, Spiritualität und Gewalt, Geist und Macht, besser gesagt: UNGEIST und Macht….

    Ebenfalls im ZEITFRAGENFORUM I unter “Religionen”. In diesem Aufsatz erwähne ich zwar nicht den Lamaismus, den selbst der Dalai Lama nicht mehr für zeitgemäß zu halten scheint, besonders bei uns im Westen, aber ich zeige, was aus dem Buddhismus in Japan geworden war (1868-1945) und wie Shao Lin entstanden ist.

    Weiteres über “Buddhismus” in meinem Zeitfragenblog: http://zeitfragen.blog.de/

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