Zum Tod des Historikers Raul Hilberg


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In der Tageszeitung Der Tagesspiegel erinnert Walter Pehle, der Lektor Raul Hilbergs, der sein Hauptwerk Die Vernichtung der europäischen Juden im Fischer-Verlag herausbrachte, an den Historiker und an die Zeit vor seinem Standardwerk:

“Die Nachricht vom Tod des großen Holocaustforschers Raul Hilberg in seiner zweiten Heimat Burlington/Vermont am 4. August wühlt auf. Ein halbes Jahrhundert lang hat er sich mit den Akten der Täter beschäftigt.”

“Es gab keine Umgangsformen, nicht einmal eine Sprache, mit der die ungeheuerlichen Vorgänge hätten zum Ausdruck gebracht werden können. Außerdem: Niemand interessierte sich damals für das Thema, auch Verlage nicht… Als Student habe ich mich Ende der sechziger Jahre durch ‘den’ damals nur auf Amerikanisch vorliegenden ‘Hilberg’ durchgearbeitet. Das in einem unbedeutenden US-Verlag erschienene Buch zu zitieren, wurde damals nicht gern gesehen. Niemand konnte voraussagen, dass es eines Tages zu den 50 Klassikern der Zeitgeschichte gezählt werden würde.”

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