Ein Gespräch mit Richard von Weizsäcker


In Polen wird im jetzigen Wahlkampf heftig über Deutschland debattiert. Ein polnischer Politiker stempelt den deutschen Widerstand als kümmerlich ab.

Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker antwortet im Gespräch mit der polnischen Tageszeitung Polityka: “Die abfällige Bemerkung über den deutschen Widerstand finde ich zwar kenntnisarm, doch zugleich kann ich von den Polen nicht erwarten, dass sie diese furchtbar schwierigen, tragischen und schließlich erfolglosen Unternehmen verschiedener Widerstandsgruppen nachvollziehen. In der Bewegung des 20. Juli 1944 war das Wichtigste gar nicht die Vorstellung, Hitler zu beseitigen, den von Deutschen verursachten, verbrecherischen Krieg abzubrechen und die möglichst besten Bedingungen für Deutschland zu bekommen. Die Verschwörer wussten ja, dass die Alliierten auf einer bedingungslosen Kapitulation bestehen. Nein, es ging darum, der Welt zu zeigen, dass es auch ein anderes Deutschland gibt. Wir sollen nicht vergessen, dass nach dem erfolglosen Attentat mehr Menschen an allen Fronten, in den KZs und unter den Bomben getötet wurden als seit dem Kriegsausbruch…”

Vollständiges Gespräch lesen.

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