Israelische Beiträge beim Filmfest 2007 in Hamburg


Pressemitteilung der Botschaft des Staates Israel – Berlin

Beim diesjährigen Filmfest in Hamburg vom 27. September bis 4. Oktober 2007 sind folgende Beiträge aus Israel vertreten:

A Hebrew Lesson
David Ofek/Ron Rotem, Israel 2007, 123 min, OmeU
Am 30. September 2007 um 18.45 Uhr im Grindel 6 und am 4. Oktober 2007 um 21.30 Uhr im Metropolis

Eine Chinesin, die in Israel als Putzfrau arbeitet. Ein Russe, der nie nach Israel wollte, aber seiner Familie hinterher gereist ist. Eine verwöhnte Peruanerin, die in Lima als die sprichwörtliche “Jewish princess” aufwuchs und in Israel das wahre Leben kennen lernen soll. Im obligatorischen Hebräisch-Sprachkurs verschmelzen die persönlichen Schicksale und menschlichen Dramen der Neueinwanderer mit der Komplexität israelischer Realität.

My Father My Lord
David Volach, Israel 2007, 73 min., OmeU
Am 30. September 2007 um 21.30 Uhr im Abaton und am 3.Oktober 2007 um 17.00 Uhr im Grindel 4

Regisseur David Volach, aufgewachsen als eins von 20 Kindern einer ultra-orthodoxen Familie in Israel, gewährt in seinem Film einen Einblick in eine weitgehend unbekannte Welt. Dabei gelingt ihm eine moderne Interpretation der alttestamentarischen Geschichte von Abraham, der bereit ist, seinen Sohn Isaak Gott zu opfern. Im Mittelpunkt steht der respektierte Rabbi einer ultra-orthodoxen Gemeinde, der mit Frau und Sohn ans Tote Meer reist. Die Reise wird stetig bedrohlicher, als der Rabbi sich zwischen seinen Pflichten als Gottesdiener und der Verantwortung für seine Familie entscheiden muss. Der Konflikt endet in einer Tragödie. Der Film, auf dem Festival in Haifa als „Entdeckung des Festivals” gefeiert, wurde in New York auf dem Tribeca Film Festival ausgezeichnet.

Der Champagner Spion
Nadav Schirman, Deutschland/Israel, 2007, 90 min., OmeU
Am 29. September 2007 um 20.00 Uhr im Grindel 6 und am 3. Oktober 2007 um 21.30 Uhr im 3001

Als 12-Jähriger erfährt Oded Gur Arie, dass sein Vater Agent in geheimer Mission ist. Und dass das Leben seines Vaters von seinem Schweigen abhängt. Der israelische Offizier He’ev Gur Arie, Odeds Vater, wird 1960 vom Mossad beauftragt, einen Zirkel deutscher Wissenschaftler zu unterwandern, die mit der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen in Ägypten beschäftigt sind. Der gebürtige Deutsche geht als Wolfgang Lotz – Ex-Nazi, Millionär und Pferdezüchter – nach Kairo und verliert sich in seiner angenommenen Identität und heiratet sogar eine junge Deutsche. Doch im August 1965 wird das Paar in einem Sensationsprozess angeklagt. Die Todesstrafe droht… In der Dokumentation von Nadav Schirman bricht nicht nur der Sohn des „Champagnerspions” sein Schweigen. Auch ehemalige Mossad-Agenten berichten vom persönlichen Preis, der für Spionage im Dienste des Staates zu zahlen ist.

Jellyfish
Shira Geffen/ Etgar Keret, Israel/Frankreich 2007, 78 min., OmU
Am 4. Oktober 2007 um 20.00 Uhr im CinemaxX 1

Drei Geschichten von Frauen um die 30: Keren bricht sich auf ihrem Hochzeitsempfang ein Bein und kann damit ihre Hochzeitsreise in die Karibik vergessen. Bayta wird von einem merkwürdigen kleinen Mädchen, das aus dem Meer zu kommen scheint, solange verfolgt, bis sich ihr Leben für immer ändert. Joy ist ein Dienstmädchen von den Philippinen, das bei einer alten Dame arbeitet und unbeabsichtigt eine Versöhnung zwischen ihr und ihrer Tochter herbeiführt. Lebt man eigentlich sein eigenes Leben – oder lebt sich das Leben selbst? Wie Quallen treiben die Protagonisten dieser Tragikomödie durchs Leben. „Jellyfish” das zeitgenössische Porträt einer in Unordnung geratenen Welt, in der jeder versucht, Liebe zu finden, etwas zu erleben, an das man sich erinnert – oder etwas erlebt, man vergessen möchte. Auf dem Film Festival in Cannes gewann „Jellyfish” die Caméra d’Or für den besten Debütfilm.

Hart am Wind
Gilad Reshef, Israel 2006, 80 min., OF, deutsch eingesprochen
Am 1. Oktober 2007, 14.30 Uhr, Grindel 6

Der zehnjährige Oran hat etwas erlebt, wovon man hierzulande sonst nur in den Nachrichten hört: einen Terroranschlag. Bei einem Restaurantbesuch in seiner Heimatstadt Haifa geht eine Bombe hoch und reißt Orans Vater, seinen Bruder, die Grosseltern sowie seinen Cousin mit sich. Er selbst überlebt, ist aber seitdem blind. Trotzdem möchte Oran ein möglichst normales Leben führen.
Oran Almog wurde zwei Jahre nach dem Terroranschlag interviewt. Er versucht wieder zurück in die Normalität zu finden. Jede Hürde, die seine Blindheit ihm dabei in den Weg stellt, ist für ihn eine weitere Herausforderung, der er sich mutig stellt.

Bei den meisten Vorstellungen werden auch die Regisseure bzw. Hauptdarsteller anwesend sein.

Filmfest Hamburg vom 27. September bis 4. Oktober 2007: www.filmfesthamburg.de

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