Diktator Ahmadinejad droht erneut: “Israel wird nicht fortbestehen”


Der iranische Staatspräsident Mahoumd Ahmadinejad hat in einem Interview mit der französischen Tageszeitung Le Monde aus Anlass des 29. Jahrestages der islamischen Revolution auf der Fortsetzung des iranischen Atomprogramms beharrt und dabei einmal mehr Israels Existenzrecht bestritten und seinen Untergang vorhergesagt.

Israel sei „gefälscht, erlogen. Es wird nicht fortbestehen. Es muss dieses Gebiet verlassen”, sagte er wörtlich. Dass die UNO Israel anerkenne, verleihe dieser Anerkennung keine Gültigkeit.

Gleichzeitig verteidigte er die iranische Unterstützung der Terrororganisation Hamas und verurteilte die Europäische Union und die USA: „Wir sind heute das einzige Land, dass die rechtmäßige Regierung Palästinas unterstützt. Wer unterdrückt nun dieses Volk? Wer verhängt wirtschaftliche Sanktionen über es? Es tut mir leid zu sagen, dass dies die europäischen Regierungen sind, die hierbei gemeinsame Sache mit den Zionisten machen. Aber die Frage Palästinas geht über diese Frage hinaus. Man muss zum dem Ereignis zurückkehren, dass vor 60 Jahren passierte, dessentwegen Millionen entwurzelt und Hunderttausende ermordet würden. Das Problem wird nicht durch europäische oder amerikanische Initiativen gelöst. Man muss die Ursache des Problems behandeln, seine Wurzeln – wenn nicht, wird die Krise weitergehen. Auf lange Sicht werden die für die Besatzung Verantwortlichen unterliegen.”

© Haaretz, 12.02.2008

Auf der zentralen Massenkundgebung zum Jahrestag der islamischen Revolution in Teheran verkündete der iranische Präsident am Montag, dass sein Land im Atomstreit mit den westlichen Mächten „um keinen Jota” zurückweichen werde. Über die Weltmächte, die derzeit über eine dritte UN-Resolution zu Sanktionen gegen den Iran beraten, sagte er: „Sie … können nichts tun als mit Papier zu spielen und Propaganda zu machen.”

Als er an die aufgepeitschten Massen auf dem Azadi-Platz die Frage richtete: „Wäret ich bereit, nur einen Schritt oder ein Jota von unseren nuklearen Rechten zurückzutreten?”, antworteten die Demonstranten: „Nein, Atomenergie ist unser offensichtliches Recht.”

Dann rief er: „Ist hier jemand im iranischen Volk, der das zionistische Regime unterstützt?”, worauf die Massen „Nein” entgegneten und „Tod Israel” skandierten.

© Yedioth Ahronot, 11.02.2008

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