Die Leistungslegende der Elite


Man hat das Gefühl, dass gewisse Spielregeln für die da oben nicht mehr gelten und dass das, was zur Elite gehört, sich eben nicht mehr so benimmt, als dass man darauf schließen kann, dass sie auch eine gewisse Vorbildfunktion haben, ohne die unsere Gesellschaft nicht auskommt. (Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks)

Anlässlich des Falles Zumwinkel und im Zusammenhang mit dem generellen Werteverfall druckt Der Tagesspiegel ein Gespräch mit dem Soziologen Michael Hartmann ab:

“Zehn Prozent der Deutschen zahlen 50 Prozent der Steuern, aber sie verdienen auch rund 40 Prozent der Einkommen. Entscheidend ist der Unterschied zwischen den versteuerten Vermögenserträgen und den tatsächlichen Vermögenserträgen. Da wird einem ganz schwindlig. Die reichsten zehn Prozent haben Einnahmen von rund 100 Milliarden Euro, versteuern aber nur Erträge von 20 Milliarden. Die Steuerprüfung operiert da nur auf bescheidenem Niveau. […] Schon Ende der neunziger Jahre verdiente das obere Promille der Deutschen soviel, dass nur die reichen Amerikaner noch mehr hatten. Zu dieser Entwicklung hat die Politik der letzten 15 Jahre mit ihren Steuergeschenken entscheidend beigetragen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in keinem anderem Land Westeuropas so tief aufgerissen wie in Deutschland.”

Vollständiges Gespräch lesen.

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