China und der Westen: Wie man Feindbilder erzeugt


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Der Westen kritisiert China wegen Tibet – China kritisiert die einseitige Berichterstattung der westlichen Medien. Mark Siemons, Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Peking,  erkennt darin ein Kommunikationsproblem, das auf ein (absichtliches?) gegenseitiges Mißverständnis beruht und insgeheim einen neuen Kampf der Kulturen hervoruffen will.

“Im Verlangen nach einem Olympiaboykott steckt ja der kaum verhüllte Wunsch nach einer Isolierung des Landes, nach der Konstruktion eines klar umrissenen Gegners. Im chinesischen Internet mehren sich zurzeit die Stimmen, die das begrüßen: Wenn ihr nicht kommen wollt, dann bleibt doch weg! … Durch die Pekinger Medienabschottung ist die Lage nun verfahrener denn je. Wem es mit der Beachtung universeller Prinzipien in der grausam zerrütteten tibetischen Region ernst ist und [wer] mit seiner Kritik gehört werden will, sollte bestrebt sein, das kommunikative Desaster zwischen China und dem Westen aufzulösen, statt es noch weiter zu verschärfen.”

Zum Essay.

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