Italien – die zerrüttete Republik


Den Völkern schadet vielmehr die Habsucht der eigenen Bürger als die Raubgier der Feinde. Dieser läßt sich bisweilen ein Ziel setzen, jener aber nicht. (Niccolò Machiavelli)

In der Frankfurter Rundschau prophezeit der Soziologe und Italien-Experte Peter Wagner eine ziemlich düstere Zukunft für Italien nach der Rückkehr von Silvio Berlusconi an die Macht. Und resümiert, dass jedes Volk die Herrscher hat, die es verdient.

Francesco Guicciardini wünschte sich, noch erleben zu dürfen, dass sein Land sich zu einem wohl geordneten republikanischen Gemeinwesen entwickelt. Der Florentiner Zeitgenosse Niccolò Machiavellis ahnte aber, dass seine Lebenszeit dafür zu begrenzt sein würde. Er war auch generell allen Illusionen abgeneigt und hielt die Zukunft für wenig vorhersehbar. Insbesondere sah er die Demokratie als eine zu zerbrechliche Regierungsform an, die leicht ein Land in den Ruin treiben könnte. […] Guicciardini meinte, dass Bürger immer vom Streben nach ihrem ‘Besonderen’ angetrieben würden. Ihre persönlichen Interessen an Besitz oder Ruhm würden sie vor den Erhalt des Gemeinsamen stellen. Aus diesem Grunde sei Fortschritt in der Entwicklung von Republik und Demokratie niemals gewiss. Die italienischen Wahlen haben dies nachdrücklich bestätigt.”

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