Die israelische Identität


Im Gespräch mit der Berliner Zeitung denkt der israelische Historiker Tom Segev über die israelische Identität nach, 60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel.

“In Israel leben Menschen, die aus hundert Ländern kommen mit unterschiedlichen Sprachen. Irgendwann gucken sie in den Spiegel und wissen, dass sie zusammengehören. […] Anders als vor zehn Jahren antworten die jungen Israelis auf die Frage: Glaubst du an Frieden? mit Nein. Die meisten wollen zwar den Frieden. Sie sind bereit, dafür einen gewissen Preis zu zahlen. Aber sie glauben nicht mehr daran. Wenn man sich dann aber mit einem jungen Menschen unterhält, der gerade dabei ist zu heiraten, sich eine Existenz aufzubauen, und ihn fragt: ‘Ja, warum bleibst du dann in Israel?’, kommt meist als Antwort: ‘Weil ich hier zu Hause bin.’ Dabei könnten viele Israelis woanders leben. Sie haben Pässe für die USA oder für Europa. Das ist eine Errungenschaft des israelischen Staates, dass die Menschen sich hier heimisch fühlen, und zwar inzwischen in dritter und vierter Generation.”

Vollständiges Gespräch lesen.

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