Bertelsmann Selbstzensur aus Angst vor Islamisten


Auf Anraten der Islamwissenschaftlerin Denise Spellberg (die den Roman als “Kriegserklärung an den Islam” und “Softporno” begutachtet) verzichtet die amerikanische Bertelsmann-Tochter Random House auf die Veröffentlichung von Sherry Jones’ Roman The Jewel of Medina über die Liebe des muslimischen Propheten Mohammed zu der Minderjährigen Aischa bint Abi Bakr (gerade neun Jahre alt beim Vollzug der Ehe mit dem selbsternannten Propheten).

In der Frankfurter Rundschau erklärt die Autorin: “Ich bin nicht naiv. Selbstverständlich war davon auszugehen, dass The Jewel of Medina für einiges Aufsehen sorgt. Der Roman handelt von einer selbstbewussten, zunehmend selbstbestimmten Frau – das hat Fundamentalisten, gleich welchen Glaubens, noch nie gefallen.”

Sherry Jones fragt sich: “Will Random House in Zukunft keine Bücher mehr über den Islam veröffentlichen? Und was wird der nächste verbotene Text sein? Was das nächste Bild? Das nächste Musik-, Tanz- oder Theaterstück? Sind wir alle schon so eingeschüchtert?”

Die Presseerklärung (auf English) des Verlags ist hier nachzulesen.

Links:

You Still Can’t Write About Muhammad, Artikel in The Wall Street Journal

Salman Rushdie attacks ‘censorship by fear’ over The Jewel of Medina, Artikel in The Times of London

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