Rosh Hashana 5769 – das jüdische Neujahrsfest 2008

September 29, 2008

Rosh Hashana bezeichnet im jüdischen Kalender den Beginn des neuen Jahres. Das Fest hat einen biblischen Ursprung (Lev. 23, 23-25): „Im siebenten Monat, am Ersten des Monats, soll Euch eine Ruhefeier sein, Mahnung des Posaunenschalls, heilige Berufung.”  Das zweitägige Fest fällt auf den 1. und 2. Tag des Monats Tishre und findet somit gewöhnlich im September des gregorianischen Kalenders statt. Das diesjährige Neujahrsfest beginnt heute Abend bei Sonnenuntergang.

Zu den wichtigsten Gebräuchen von Rosh Hashana gehören das Blasen des Widderhorns (Shofar) in der Synagoge und reiche Mahlzeiten zu Hause. Gemäß einem verbreiteten Brauch werden in Honig getunkte Äpfel konsumiert, um die Hoffnung auf ein ‚süßes’ Jahr zu signalisieren.

Im Gedenken an die Schöpfung dient der Neujahrstag auch zur inneren Einkehr, als Anlass, über die eigene Existenz nachzudenken und Entscheidungen des vergangenen Jahrs zu hinterfragen.

Mit freundlicher Genehmigung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland.

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India-France nuclear talks

September 29, 2008

After the U.S. House of Representatives voted this weekend to pass the U.S.-India nuclear deal (it still must pass the U.S. Senate), Indian Prime Minister Manmohan Singh meets today with French President Nicolas Sarkozy to discuss boosting civilian nuclear energy trade, the BBC reports.

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Populist parties won Austrian elections

September 28, 2008

The Freedom Party and the Alliance for the Future of Austria, which espouse strongly racist rhetoric, collectively earned 29 percent of the vote, according to preliminary results. The so-called Freedom Party (FPÖ), led by Heinz-Christian Strache, gained more than 18 per cent of the vote, nearly doubling its share of support – after running a hateful campaign against “foreign criminals” and “asylum cheats” and pledging to take Austria out of the European Union.

The Alliance for the Future of Austria (BZÖ), headed by veteran far-right populist Jörg Haider increased its electoral share from 4 to 11.5 per cent.

A triumphant Haider insisted that both right-wing parties should now work together. “Voters now expect us to do something for Austria. They do not want us steeped in animosity and fighting each other,” he said. Haider broke with the Freedom Party in 2005 after a row and subsequently formed the BZÖ.

The combined vote of both rightist parties equaled that obtained by Austria’s Social Democrats (SPÖ), who picked up around 30 per cent of the vote. The conservative ÖVP came in second at nearly 26 per cent. SPÖ and ÖVP governed Austria for the past two years in a coalition government which broke apart in July.

Commentators in Vienna suggested that the leap in support for the far right would leave the main parties with little option but to try for another grand coalition. SPÖ leader Werner Faymann repeated his opposition to co-operating with the far right parties. As the leader of the strongest party, Faymann is expected to be asked by Austrian president Heinz Fischer to form a new government, succeeding the current federal chancellor Alfred Gusenbauer (SPÖ).


Volksrepublik Bayern wackelt

September 28, 2008

Von Bayern gehen die meisten politischen Dummheiten aus. Aber wenn die Bayern sie längst abgelegt haben, werden sie anderswo noch als der Weisheit letzter Schluss verkauft. (Franz Josef Strauß)

Ein politisches Erdbeben in Bayern hat den Mythos CSU endgültig zerstört. Nach 40 Jahren Alleinherrschaft muss die Partei angesichts schwer wiegender Verluste künftig die Macht teilen.

Der herausragende Volkstribun und brillante Querdenker Franz Josef Strauß war die Schlüsselfigur einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Modernisierung Bayerns, und schaffte es, die CSU als Alleinherrscher in der politschen Landschaft Bayerns zu etablieren. Sein plötzlicher Tod im Jahr 1988 ließ Zweifel an der zukünftigen Richtung der CSU aufkommen, jedoch gelang unter den Ministerpräsidenten Max Streibl und Edmund Stoiber eine erneute Stabilisierung des eingeschlagenen politischen Kurses.

Seit Stoibers Abgang steckt die CSU in einer tiefen Identitätskrise, wie Peter Fahrenholz, guter Kenner des CSU-Schmierentheaters (als solches geworden, seit Mittelmaß das Maß aller Dinge in der bundesrepublikanischen Politik gilt), in einem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung einst bemerkte.

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Voilà un homme: Napoléon und Goethe in Erfurt

September 27, 2008
Alea iacta est: Napoléon überquert die Alpen (Gemälde von J.-L. David)

Alea iacta est: Napoléon überquert die Alpen.

“Je näher die Leute bei Napoléon standen, desto mehr bewunderten sie ihn. Bei sonstigen Helden ist das Umgekehrte der Fall. Er war nicht von jenem Holz, woraus man die Könige macht – er war von jenem Marmor, woraus man Götter macht.” Heinrich Heine

“Napoléon war ein Naturereignis. Ihn einen großen Schlächter schmähen heißt nichts anderes, als ein Erdbeben groben Unfug schelten oder ein Gewitter öffentliche Ruhestörung.” Christian Morgenstern

“Goethe hatte kein größeres Erlebnis, als jenes ens realissimum (i.e. das allerwirklichste Sein), das Napoléon heißt.”Friedrich Nietzsche

In der Neuen Zürcher Zeitung  wirft der Literaturwissenschaftler Adolf Muschg einen Blick auf das historische Treffen zwischen dem Retter der Französischen Revolution, Wiederhersteller der staatlichen Ordnung und schöpferischen Genie, dem Kaiser der Franzosen Napoléon Bonaparte (geboren Napoleone Buonaparte im damaligen italienischen Korsika…musste sein Geburtsdatum um ein Jahr fälschen, um in der französischen Armee aufgenommen zu werden, weil er ein Jahr vor dem Verkauf Korsikas an Frankreich geboren wurde; von solchen unbekannten Kleinigkeiten hängt die grosse Weltgeschichte ab) und dem Dichter der Deutschen Johann Wolfgang von Goethe am Rande des Erfurter Fürstenkongresses am 2. Oktober 1808, heute vor 200 Jahren.

Eine zweite Begegnung fand vier Tage später beim Hofball in Weimar statt. Nach der Aufführung von La mort de César, einer Tragödie von Voltaire, bat er Goethe, nach Paris zu kommen und eine Cäsar-Tragödie zu schreiben. Goethe fühlte sich durch diese Audienz und das am 14. Oktober 1808 verliehene Kreuz der Ehrenlegion sehr geehrt.

“Vous êtes un homme (oder Voilà un homme): so Napoléon zu Goethe am Sonntag, dem 2. Oktober 1808, kurz nach 10 Uhr morgens bei ihrer ersten Begegnung in der Statthalterei zu Erfurt. Schlichter und grandioser kann man einen Menschen nicht begrüssen.”

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Asymmetrische Kriegsführung – Irans bedrohliche Marinedoktrin

September 27, 2008

Der andauernde Konflikt über das iranische Atomprogramm hat die Spannungen in der strategischen Region des Persischen Golfs erhöht.

Auf der Grundlage seiner Erfahrungen während des iranisch-irakischen Krieges und jüngerer Konflikte im Irak, in Afghanistan und im Libanon hat die Islamische Republik eine umfassende Doktrin asymmetrischer Kriegsführung entwickelt. Gemeinsam mit der verstärkten Rolle der Revolutionswächter im Persischen Golf stellt sie eine zunehmende Bedrohung für die US-Marine und die Verbündeten der USA in der Golfregion dar.

Der iranische Militärexperte Fariborz Haghshenass, Mitglied der US-amerikanischen Denkfabrik Washington Institute for Near East Policy, hat eine umfassende Analyse der iranischen Marinedoktrin veröffentlicht.

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Israelische Beiträge beim 16. Filmfest Hamburg

September 26, 2008
Beim 16. Filmfest Hamburg sind in diesem Jahr zahlreiche Produktionen aus Israel zu sehen. Das Filmfest zeigt in acht Sektionen über 140 internationale Spiel- und Dokumentarfilme. Das Programmspektrum reicht von anspruchsvollen Arthouse-Filmen bis zum innovativen Mainstreamkino, von Roadmovies und Melodramen über Komödien und Western zu Thrillern und Kinderfilmen.

Programm

Sonntag, 28. September 2008, 17.30 Uhr, CINEMAXX 1
„Alles für meinen Vater”, Israel/Deutschland 2007, Regie: Dror Zahavi, 95 min., (hebr./arab. OmU)

Tarek, ein 20 Jahre alter Palästinenser, versucht auf dem Carmel-Markt in Tel Aviv eine Bombe zu zünden, die jedoch nicht explodiert. Der defekte Schalter kann wegen des Sabbats erst in zwei Tagen repariert werden. Zwei Tage, in denen Tarek in Tel Aviv jüdischen Alltag erlebt und sein Feind ein Gesicht bekommt…
Dror Zahavi und die Schauspieler Shredi Gabrin und Hili Yalon werden bei der Vorstellung anwesend sein.

Samstag, 27. September 2008, 19.15 Uhr, CINEMAXX2
Dienstag, 30. September, 21.00 Uhr, 3001
„Chronicle of a Kidnap”, Israel 2008, Buch und Regie: Nurit Kedar, 55 min. (hebr. OmeU)

Die renommierte Dokumentarfilmerin Nurit Kedar erzählt die Geschichte von Karnit Goldwasser. Sie ist die Frau des israelischen Soldaten Ehud Goldwasser, der mit seinem Kameraden Eldad Regev am 12. Juli 2006 an der israelisch-libanesischen Grenze durch ein Hisbollah-Kommando entführt wurde. Mit Liebe und Hartnäckigkeit versuchte Karnit Goldwasser, die Welt zu bewegen, ihren Mann zu befreien. Zwei Jahre lang hoffte sie täglich auf ein Lebenszeichen. Empathisch, aber kritisch zeigt der Film die junge Frau, die ihr Leid in die Welt hinaustrug und alles verlor: Am 16. Juli 2008 übergab die Hisbollah die Leichen der beiden Soldaten im Austausch für vier libanesische Kriegsgefangene sowie den verurteilten Terroristen Samir Kuntar.
Nurit Kedar wird bei der Premiere anwesend sein.

Vorfilm: „Your younger daughter Rachel”, Israel 2006, Regie: Efrat Corem, 33 min.
Die sechzehnjährige Rachel versucht ihre Mutter vor ihrem gewalttätigen Vater zu beschützen. Ein eindringliches Melodrama.

Dienstag, 30. September 2008, 19.45 Uhr, CINEMAXX 4
„Noodle”, Israel 2007, Regie: Ayelet Menahemi, 95 min., (hebr./engl. OmeU)

Eigentlich will Stewardess Miri nach der Arbeit nur schlafen. Doch in ihrer Wohnung wirbelt nicht nur die chinesische Putzfrau, auch Miris Schwester Gila hat sich häuslich eingerichtet, um ihrer Ehekrise zu entkommen. Als die Putzfrau Miri bittet, kurz auf ihren sechsjährigen Sohn aufzupassen, denkt sich Miri erst nichts dabei. Doch die Chinesin kommt nicht zurück. Miri sieht sich mit einer Schwester am Rande des Nervenzusammenbruchs, einem wütenden Schwager und einem schweigenden Kind konfrontiert. Als sie erfährt, dass die Mutter des Jungen nach China deportiert wurde, nimmt sie die Sache in ihre eigenen Hände.

Sonntag, 28. September 2008, 19.15 Uhr, CINEMAXX 2
Mittwoch, 1. Oktober, 17.30 Uhr, CINEMAXX 8
„Rabbi Firer – A reason to question”, Israel 2008, Buch und Regie: Amit Goren, 58 min. (hebr./engl. OmeU)

„Für das Privileg, 90 Minuten unter vier Augen mit Rabbi Avraham Elimelech Firer zu sprechen, würden tausende Menschen ihren rechten Arm geben”, schrieb die Journalistin Judy Siegel-Itzkovich in der „Jerusalem Post”. Rund 1000 Patienten aus der ganzen Welt wenden sich pro Tag an Firer, nur 100 kann er „aufnehmen”. Der 54-jährige orthodoxe Jude ist ein Phänomen: Ohne akademische medizinische Kenntnisse, aber mit einer einmaligen diagnostischen Begabung und Gottvertrauen gesegnet, kämpft er seit 30 Jahren ehrenamtlich für Kranke, zwingt Therapeuten und Ärzte, ihre Entscheidungen und Urteile zu überdenken und hat viele Menschenleben gerettet. Von manchen Ärzten kritisiert, wird er von Medizinern in der ganzen Welt zu Rate gezogen. Getreu einem Satz, den Hippokrates rund 350 vor Christus schrieb: „Der Kranke muss gegen seine Krankheit und gegen die Ärzte kämpfen.”
Amit Goren wird bei der Premiere anwesend sein.

Vorfilm: „Pinhas”,  Israel 2008, Regie: Pini Tavger,  32 min.
Der neunjährige russische Immigrant Pinhas möchte zum jüdischen Glauben übertreten. Aber eine „Kippa” ist erst der Anfang.

Montag, 29. September 2008, 20.00 Uhr, CINEMAXX 6
Dienstag, 30. September 2008, 19.00 Uhr, 3001
„Vasermil”, Israel 2007, Buch und Regie: Mushon Salmona, 93 min., (hebr./russ./amhar. OmeU)

Vasermil” ist der Name des Fußballstadions von Be‘er Sheba, einer Stadt im südlichen Israel, und Symbol für den Traum von drei Jungen. Der russische Immigrant Dima ist ein drogendealender Skinhead. Halbwaise Shlomi jobbt als Pizzabote. Adiel, der einen äthiopischen Familienhintergrund hat, muss sich um seine kranke Mutter und seinen kleinen Bruder kümmern. Alle drei werden vom Trainer der örtlichen Fußballmannschaft eingeladen, an der Be‘er Sheba Jugendmeisterschaft teilzunehmen, die traditionell am Unabhängigkeitstag im Vasermil-Stadion ausgetragen wird. Das Trio muss zum Team werden, wenn es Erfolg haben und die Blicke der Talentscouts auf sich ziehen will. Ein unsentimentaler Blick auf ein multikulturelles Teenager-Leben in einem sozialen Brennpunkt.
Der Produzent Marek Rozenbaum wird bei der Premiere anwesend sein.

Freitag, 26. September 2008, 19.15 Uhr, CINEMAXX 2
„Yolki Palki”, Israel 2007, Regie: Alexander Gentelev, 90 min. (hebr./russ. OmeU)

Als „gesellschaftliche Zeitbombe” beschrieb die israelische Presse den Inhalt des Dokumentarfilms von Alexander Gentelev. Der gebürtige Russe hat sich auf die Suche nach den Immigranten gemacht, die mit ihm in den frühen 1990er Jahren im selben Flugzeug nach Israel reisten. Dabei gelingt ihm ein facettenreiches Porträt der letzten großen russischen Einwandererwelle. Seine Suche führt ihn vom einfachen Kibbuz bis in ein Luxusbüro in einem Moskauer Wolkenkratzer. Sein Hauptaugenmerk gilt der Frage, ob es einer Gruppe von über einer Million Menschen gelingt, den Stempel des „Israelisch sein” zu erhalten.
Alexander Gentelev wird bei der Vorführung anwesend sein.

Filmfest Hamburg vom 25. September bis 2. Oktober 2008

Karten – Tel.: 040 / 2380 0887
www.filmfesthamburg.de