Kurt Becks Rausschmiß erster Klasse


Bei Triumviraten wird immer einer umgebracht. (Kurt Beck, zur Auseinandersetzung zwischen Erwin Huber, Günther Beckstein und Horst Seehofer um die Stoiber-Nachfolge, 21.02.2007, Der Spiegel)

Dr. Frank-Walter Steinmeier, Hoffnungsträger der SPD?

Dr. Frank-Walter Steinmeier, Hoffnungsträger der SPD?

Zur Nacht der langen Messer bei der SPD und wie die neue Parteiführung nun den Nacht-und-Nebel-Rausschmiß des Parteivorsitzenden Kurt Beck als freiwilligen Rücktritt an die Öffentlichkeit verkaufen will, äußert sich der stets brillante Dr. Heribert Prantl, Leiter Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung wie folgt:

“Was also soll, so mochte man fragen, die Aufregung? Sie war berechtigt. Seit Talleyrand weiß man: Hochverrat ist eine Frage des Datums. Man muss nicht ganz so drastisch werden, um zu beschreiben, was da in der SPD passiert ist. Steinmeier hat Beck nicht verraten – aber ihm das Heft aus der Hand genommen. Er ließ seinem Parteivorsitzenden nicht einmal zum Schein, was Sache des Vorsitzenden ist: die Kür des Kanzlerkandidaten.

Steinmeier hat überall verkünden lassen, dass er selbst den ‘Findungsprozess’ vorangetrieben habe. Er nahm damit Beck die Gelegenheit, die Kandidatenkür als seine souveräne Entscheidung darzustellen und seine Position als Parteichef irgendwie zu festigen. Beck, der demonstrieren wollte, dass er Kraft zum Verzicht hat, stand nun da als einer, der verzichtet, weil er keine Kraft hat.”

Zum Artikel.

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