Israelische Beiträge beim 16. Filmfest Hamburg


Beim 16. Filmfest Hamburg sind in diesem Jahr zahlreiche Produktionen aus Israel zu sehen. Das Filmfest zeigt in acht Sektionen über 140 internationale Spiel- und Dokumentarfilme. Das Programmspektrum reicht von anspruchsvollen Arthouse-Filmen bis zum innovativen Mainstreamkino, von Roadmovies und Melodramen über Komödien und Western zu Thrillern und Kinderfilmen.

Programm

Sonntag, 28. September 2008, 17.30 Uhr, CINEMAXX 1
„Alles für meinen Vater”, Israel/Deutschland 2007, Regie: Dror Zahavi, 95 min., (hebr./arab. OmU)

Tarek, ein 20 Jahre alter Palästinenser, versucht auf dem Carmel-Markt in Tel Aviv eine Bombe zu zünden, die jedoch nicht explodiert. Der defekte Schalter kann wegen des Sabbats erst in zwei Tagen repariert werden. Zwei Tage, in denen Tarek in Tel Aviv jüdischen Alltag erlebt und sein Feind ein Gesicht bekommt…
Dror Zahavi und die Schauspieler Shredi Gabrin und Hili Yalon werden bei der Vorstellung anwesend sein.

Samstag, 27. September 2008, 19.15 Uhr, CINEMAXX2
Dienstag, 30. September, 21.00 Uhr, 3001
„Chronicle of a Kidnap”, Israel 2008, Buch und Regie: Nurit Kedar, 55 min. (hebr. OmeU)

Die renommierte Dokumentarfilmerin Nurit Kedar erzählt die Geschichte von Karnit Goldwasser. Sie ist die Frau des israelischen Soldaten Ehud Goldwasser, der mit seinem Kameraden Eldad Regev am 12. Juli 2006 an der israelisch-libanesischen Grenze durch ein Hisbollah-Kommando entführt wurde. Mit Liebe und Hartnäckigkeit versuchte Karnit Goldwasser, die Welt zu bewegen, ihren Mann zu befreien. Zwei Jahre lang hoffte sie täglich auf ein Lebenszeichen. Empathisch, aber kritisch zeigt der Film die junge Frau, die ihr Leid in die Welt hinaustrug und alles verlor: Am 16. Juli 2008 übergab die Hisbollah die Leichen der beiden Soldaten im Austausch für vier libanesische Kriegsgefangene sowie den verurteilten Terroristen Samir Kuntar.
Nurit Kedar wird bei der Premiere anwesend sein.

Vorfilm: „Your younger daughter Rachel”, Israel 2006, Regie: Efrat Corem, 33 min.
Die sechzehnjährige Rachel versucht ihre Mutter vor ihrem gewalttätigen Vater zu beschützen. Ein eindringliches Melodrama.

Dienstag, 30. September 2008, 19.45 Uhr, CINEMAXX 4
„Noodle”, Israel 2007, Regie: Ayelet Menahemi, 95 min., (hebr./engl. OmeU)

Eigentlich will Stewardess Miri nach der Arbeit nur schlafen. Doch in ihrer Wohnung wirbelt nicht nur die chinesische Putzfrau, auch Miris Schwester Gila hat sich häuslich eingerichtet, um ihrer Ehekrise zu entkommen. Als die Putzfrau Miri bittet, kurz auf ihren sechsjährigen Sohn aufzupassen, denkt sich Miri erst nichts dabei. Doch die Chinesin kommt nicht zurück. Miri sieht sich mit einer Schwester am Rande des Nervenzusammenbruchs, einem wütenden Schwager und einem schweigenden Kind konfrontiert. Als sie erfährt, dass die Mutter des Jungen nach China deportiert wurde, nimmt sie die Sache in ihre eigenen Hände.

Sonntag, 28. September 2008, 19.15 Uhr, CINEMAXX 2
Mittwoch, 1. Oktober, 17.30 Uhr, CINEMAXX 8
„Rabbi Firer – A reason to question”, Israel 2008, Buch und Regie: Amit Goren, 58 min. (hebr./engl. OmeU)

„Für das Privileg, 90 Minuten unter vier Augen mit Rabbi Avraham Elimelech Firer zu sprechen, würden tausende Menschen ihren rechten Arm geben”, schrieb die Journalistin Judy Siegel-Itzkovich in der „Jerusalem Post”. Rund 1000 Patienten aus der ganzen Welt wenden sich pro Tag an Firer, nur 100 kann er „aufnehmen”. Der 54-jährige orthodoxe Jude ist ein Phänomen: Ohne akademische medizinische Kenntnisse, aber mit einer einmaligen diagnostischen Begabung und Gottvertrauen gesegnet, kämpft er seit 30 Jahren ehrenamtlich für Kranke, zwingt Therapeuten und Ärzte, ihre Entscheidungen und Urteile zu überdenken und hat viele Menschenleben gerettet. Von manchen Ärzten kritisiert, wird er von Medizinern in der ganzen Welt zu Rate gezogen. Getreu einem Satz, den Hippokrates rund 350 vor Christus schrieb: „Der Kranke muss gegen seine Krankheit und gegen die Ärzte kämpfen.”
Amit Goren wird bei der Premiere anwesend sein.

Vorfilm: „Pinhas”,  Israel 2008, Regie: Pini Tavger,  32 min.
Der neunjährige russische Immigrant Pinhas möchte zum jüdischen Glauben übertreten. Aber eine „Kippa” ist erst der Anfang.

Montag, 29. September 2008, 20.00 Uhr, CINEMAXX 6
Dienstag, 30. September 2008, 19.00 Uhr, 3001
„Vasermil”, Israel 2007, Buch und Regie: Mushon Salmona, 93 min., (hebr./russ./amhar. OmeU)

Vasermil” ist der Name des Fußballstadions von Be‘er Sheba, einer Stadt im südlichen Israel, und Symbol für den Traum von drei Jungen. Der russische Immigrant Dima ist ein drogendealender Skinhead. Halbwaise Shlomi jobbt als Pizzabote. Adiel, der einen äthiopischen Familienhintergrund hat, muss sich um seine kranke Mutter und seinen kleinen Bruder kümmern. Alle drei werden vom Trainer der örtlichen Fußballmannschaft eingeladen, an der Be‘er Sheba Jugendmeisterschaft teilzunehmen, die traditionell am Unabhängigkeitstag im Vasermil-Stadion ausgetragen wird. Das Trio muss zum Team werden, wenn es Erfolg haben und die Blicke der Talentscouts auf sich ziehen will. Ein unsentimentaler Blick auf ein multikulturelles Teenager-Leben in einem sozialen Brennpunkt.
Der Produzent Marek Rozenbaum wird bei der Premiere anwesend sein.

Freitag, 26. September 2008, 19.15 Uhr, CINEMAXX 2
„Yolki Palki”, Israel 2007, Regie: Alexander Gentelev, 90 min. (hebr./russ. OmeU)

Als „gesellschaftliche Zeitbombe” beschrieb die israelische Presse den Inhalt des Dokumentarfilms von Alexander Gentelev. Der gebürtige Russe hat sich auf die Suche nach den Immigranten gemacht, die mit ihm in den frühen 1990er Jahren im selben Flugzeug nach Israel reisten. Dabei gelingt ihm ein facettenreiches Porträt der letzten großen russischen Einwandererwelle. Seine Suche führt ihn vom einfachen Kibbuz bis in ein Luxusbüro in einem Moskauer Wolkenkratzer. Sein Hauptaugenmerk gilt der Frage, ob es einer Gruppe von über einer Million Menschen gelingt, den Stempel des „Israelisch sein” zu erhalten.
Alexander Gentelev wird bei der Vorführung anwesend sein.

Filmfest Hamburg vom 25. September bis 2. Oktober 2008

Karten – Tel.: 040 / 2380 0887
www.filmfesthamburg.de

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