Voilà un homme: Napoléon und Goethe in Erfurt


Alea iacta est: Napoléon überquert die Alpen (Gemälde von J.-L. David)

Alea iacta est: Napoléon überquert die Alpen.

“Je näher die Leute bei Napoléon standen, desto mehr bewunderten sie ihn. Bei sonstigen Helden ist das Umgekehrte der Fall. Er war nicht von jenem Holz, woraus man die Könige macht – er war von jenem Marmor, woraus man Götter macht.” Heinrich Heine

“Napoléon war ein Naturereignis. Ihn einen großen Schlächter schmähen heißt nichts anderes, als ein Erdbeben groben Unfug schelten oder ein Gewitter öffentliche Ruhestörung.” Christian Morgenstern

“Goethe hatte kein größeres Erlebnis, als jenes ens realissimum (i.e. das allerwirklichste Sein), das Napoléon heißt.”Friedrich Nietzsche

In der Neuen Zürcher Zeitung  wirft der Literaturwissenschaftler Adolf Muschg einen Blick auf das historische Treffen zwischen dem Retter der Französischen Revolution, Wiederhersteller der staatlichen Ordnung und schöpferischen Genie, dem Kaiser der Franzosen Napoléon Bonaparte (geboren Napoleone Buonaparte im damaligen italienischen Korsika…musste sein Geburtsdatum um ein Jahr fälschen, um in der französischen Armee aufgenommen zu werden, weil er ein Jahr vor dem Verkauf Korsikas an Frankreich geboren wurde; von solchen unbekannten Kleinigkeiten hängt die grosse Weltgeschichte ab) und dem Dichter der Deutschen Johann Wolfgang von Goethe am Rande des Erfurter Fürstenkongresses am 2. Oktober 1808, heute vor 200 Jahren.

Eine zweite Begegnung fand vier Tage später beim Hofball in Weimar statt. Nach der Aufführung von La mort de César, einer Tragödie von Voltaire, bat er Goethe, nach Paris zu kommen und eine Cäsar-Tragödie zu schreiben. Goethe fühlte sich durch diese Audienz und das am 14. Oktober 1808 verliehene Kreuz der Ehrenlegion sehr geehrt.

“Vous êtes un homme (oder Voilà un homme): so Napoléon zu Goethe am Sonntag, dem 2. Oktober 1808, kurz nach 10 Uhr morgens bei ihrer ersten Begegnung in der Statthalterei zu Erfurt. Schlichter und grandioser kann man einen Menschen nicht begrüssen.”

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