Prozessauftakt in Paris um den antisemitischen Mord an Ilan Halimi

April 29, 2009

Fotos: Gottesdienst am 23. Februar 2006 mit Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac, Ehefrau Bernadette Chirac und Premier Ministre Dominique de Villepin in der Pariser Grossen Synagoge de la Victoire zum Andenken an Ilan Halimi (© Fotos von A. Roiné, Pressestelle des Elysee-Palastes)

Ilan Halimi war ein 23-jähriger französischer Jude marokkanischer Herkunft, der am 21. Januar 2006 von einer Gang muslimischer Einwanderer, genannt die “Barbaren”, entführt und anschließend über einen Zeitraum von 24 Tagen zu Tode gefoltert wurde. Hauptmotiv des Verbrechens war Antisemitismus.

Die Tageszeitung Die Welt berichtet über den ersten Verhandlungstag im Pariser Schwurgericht im Prozess um den Mord an Ilan Halimi, der am 9. Februar 2007  in Jerusalem beerdigt wurde.

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Israel Independence Day 2009

April 29, 2009

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Greetings from President Shimon Peres to the Jewish Communities around the world on the occasion of Israel’s 61st Anniversary

Jerusalem, April 27th, 2009

On the eve of Israel’s 61st Independence Day, alongside the celebrations, it is time for reflection and prayers for the well-being of the Jewish people, here in Israel and around the world. It is also a time to consolidate and strengthen the bonds that link the State of Israel and the Jewish Communities abroad, for we are one people with a common heritage, united in times of joy and united in darker hours.

The past year has witnessed Operation Cast Lead, launched by Israel in self-defense with the sole purpose of putting an end to the vicious and unjustifiable missile and rocket attacks on its citizens – innocent men, women and children – wreaking havoc and pain for the last eight years. Iran has continued to call for Israel’s annihilation, as it is set on developing nuclear weapons that threaten Israel’s very existence. The heavy clouds of the economic crisis that engulfed the world has also cast a long shadow over Israel’s skies, and affected thousands of households across the country. Anti-Semitism in the form of anti-Israel manifestations is on the rise and Gilad Schalit is still being held captive.

Since its inception Israel has had to grapple with complex issues and has always prevailed. Also today Israel will prevail. Its human resources abound and its creativity flourishes. Our vision of a bright and hopeful tomorrow for the Jewish people has not faltered. To that end, we must intensively invest in the future generations today through education – from the cradle to adulthood. We must continue to excel, and play a leadership role in the field of advanced science and technology, medicine and renewable sources of energy. It is essential that the mounting water shortage is surmounted by appropriate desalination projects, the desert greened and food secured. Job opportunities must be created and social gaps closed. Any divide in our society has to be bridged and our quest for peace must go on.  

This is our mission. From the ashes we have risen, and as we move into the seventh decade of the establishment of the State of Israel, there is much for which to be grateful and much for which to be proud.

Let us celebrate together Israel’s 61st anniversary, a Jewish people united and with unflagging hope in our hearts.

Yom Atzmaut Sameach!
Shimon Peres


61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel

April 28, 2009

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Heute Abend beginnen auf dem Herzl-Berg in Jerusalem die offiziellen Feierlichkeiten zum 61. Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Mit der Staatsgründung im Jahre 1948 wurde die politische Souveränität des jüdischen Volkes nach 2000 Jahren Unterdrückung und Verfolgung wieder hergestellt.

Grußwort von Israels Präsident Shimon Peres an die Diasporagemeinden

 „Der Vorabend von Israels 61. Unabhängigkeitstag ist – neben den Feierlichkeiten – eine Zeit zur Besinnung und für Gebete für das Wohlergehen des jüdischen Volkes in Israel und auf der ganzen Welt. Es ist auch die Zeit, die Banden zwischen dem Staat Israel und den jüdischen Gemeinden im Ausland zu festigen und zu stärken. Denn wir sind ein Volk mit einem gemeinsamen Erbe, vereint in Zeiten von Freude und vereint in dunkleren Stunden.

Das vergangene Jahr hat die Operation Gegossenes Blei gesehen, die von Israel in Selbstverteidigung begonnen wurde und nur das einzige Ziel hatte, den bösartigen und nicht zu rechtfertigenden Raketenbeschuss auf Israels Bürger – unschuldige Männer, Frauen und Kinder – zu beenden, der in den vergangenen acht Jahren Verwüstung und Schmerz angerichtet hat.

Der Iran hat weiterhin zu Israels Zerstörung aufgerufen und strebt danach, Atomwaffen zu entwickeln, die Israels schiere Existenz gefährden. Die dunklen Wolken der Wirtschaftskrise, die die Welt einhüllen, haben auch einen langen Schatten auf Israel geworfen und Auswirkungen auf Tausende von Haushalten im ganzen Land gehabt. Der Antisemitismus in Form des Antiisraelismus wächst, und Gilad Shalit wird noch immer gefangen gehalten.

Seit seiner Gründung hat Israel stets mit komplexen Sachverhalten ringen müssen. Und immer hat sich Israel durchgesetzt. Auch heute wird Israel sich durchsetzen. Das Land hat enormes menschliches Potential, und seine Kreativität floriert. Unsere Vision einer strahlenden und hoffnungsvollen Zukunft für das jüdische Volk wankt nicht. Um sie zu verwirklichen, müssen wir heute intensiv in die zukünftigen Generationen investieren, durch Bildung von der Wiege bis zum Erwachsenenalter. Wir müssen weiterhin Hervorragendes leisten und eine Führungsrolle in Forschung und Technik, Medizin und erneuerbarer Energie übernehmen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der wachsende Wassermangel durch geeignete Entsalzungsprojekte behoben, die Wüste begrünt und die Ernährung gesichert werden. Arbeitsplätze müssen geschaffen und soziale Klüfte geschlossen werden. Jegliche Teilung in unserer Gesellschaft muss überbrückt werden, und unser Streben nach Frieden muss weitergehen.

Dies ist unsere Mission. Wir sind aus der Asche auferstanden, und am Beginn des siebten Jahrzehnts der Existenz des Staates Israel gibt es viele Gründe dankbar und stolz zu sein.

Lassen Sie uns gemeinsam Israels 61. Geburtstag feiern, als ein vereintes jüdisches Volk mit unermüdlicher Hoffnung in unseren Herzen.

Yom Atzma’ut Sameach!”

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Grußwort von Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu an die Diasporagemeinden

„Heute feiert Israel seinen 61. Geburtstag. Jedes Jahr, in dem wir die Wiedergeburt des jüdischen Staates nach Jahrhunderten des Exils markieren, ist ein großer Grund zum Feiern.

Nach Jahrhunderten der Machtlosigkeit ist das jüdische Volk auf die Bühne der Geschichte zurückgekehrt und an seinen rechtmäßigen Platz unter den Nationen. Durch die Wiedergeburt Israels sind wir abermals in der Lage, über unser eigenes Schicksal und über unsere eigene Zukunft zu bestimmen.

Die vergangenen 61 Jahre haben gezeigt, was eine freie und unabhängige jüdische Nation zu erreichen vermag. Mit spärlichen Bodenschätzen haben wir ein ausgedörrtes Land zu neuem Leben erweckt und Millionen von Einwanderern aufgenommen. Durch Innovation und Entschlossenheit hat die Genialität unseres Volkes uns zu einem Spitzenreiter in Landwirtschaft, Medizin und Wissenschaft gemacht; unsere Kreativität hat eine High-Tech-Industrie hervorgebracht, die die Welt weiter in Erstaunen versetzt. Wir haben Frieden mit Ägypten und Jordanien geschlossen, und wir werden weiter nach Frieden mit allen unseren Nachbarn streben.

All das wurde erreicht, obwohl Israel seit 61 Jahren unter ständiger Bedrohung lebt. Bedauerlicherweise bleibt Israel bedroht. Ein iranisches Regime, das fieberhaft nach Atomwaffen trachtet, ruft dreist zu unserer Zerstörung auf. Die Terrororganisationen an unserer Süd- und Nordgrenze werden stärker Tag für Tag. Und eine Flut von Antisemitismus überschwemmt die zivilisierte Welt.

Um diesen Herausforderungen in den kommenden Jahren zu begegnen, wird die Einheit unseres Volkes, sowohl innerhalb als auch außerhalb Israels, wichtiger sein als je zuvor. Daher ist es existentiell wichtig, dass wir die Bande zwischen Israel und der Diaspora weiter stärken. Diese Bande sind eine Quelle wechselseitiger Stärke und eine kraftvolle Erinnerung an die einzigartige Rolle, die Israel auf der Welt und in der Geschichte unseres Volkes spielt.

Lassen Sie uns an diesem Unabhängigkeitstag stolz sein auf all das, was wir erreicht haben, und nach vorn blicken in eine Zeit von Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Wenn wir als Brüder und Schwestern zusammenstehen, wenn wir mit Mut und Überzeugung zusammenstehen, wird diese Zeit gewiss kommen.

Chag Sameach!”

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Grußwort von Israels Außenminister Avigdor Lieberman an die Diasporagemeinden

„Da wir unsere Freiheit und unsere 61-jährige Unabhängigkeit feiern, möchte ich mit Ihnen vor allem anderen meine tiefe und aufrichtige Sehnsucht nach Sicherheit, Frieden und Wohlergehen des jüdischen Volkes weltweit teilen.

Vor 61 Jahren einte die Unabhängigkeitserklärung das jüdische Volk, in Israel und auf der ganzen Welt, und jede andere Nation, die die Idee eines wiedergeborenen jüdischen Staates unterstützte. Der Geist des jüdischen Volkes half uns den Unabhängigkeitskrieg zu gewinnen und den Staat Israel zu gründen; er half uns über jene zu obsiegen, die uns zerstören wollten.

Wir haben einen hohen Preis für den Erhalt unserer Unabhängigkeit bezahlt. Ich spreche von den beinahe dutzendfachen Kriegen und den Tausenden von Terroranschlägen, die fast 25 000 Tote und Abertausende von Verletzten gefordert haben. Der Preis, den wir zahlen mussten, hat unsere Entschlossenheit gestärkt, unsere Feinde zu überwinden, und wir sind mehr denn je verpflichtet, die Bürger Israels zu schützen, wo immer sie leben.

Jetzt ist die Zeit für Einheit, daheim wie auch im Ausland, denn nur gemeinsam werden wir den Bedrohungen durch Terrorismus, antiisraelischen Hass und Antisemitismus begegnen können.

Wir müssen gemeinsam und solidarisch handeln, um die Fortdauer der Rechte und der Lebenskraft des jüdischen Volkes sowie seines Beitrags zur Verbesserung der Welt, in der wir leben, zu gewährleisten.

Trotz seiner geringen Größe ist Israel ein Land mit enormem Potential und unglaublichen Errungenschaften. Israel hat bewiesen, dass es ein globaler Pionier in einer Vielzahl von Bereichen geworden ist, von Wissenschaft und Wirtschaft bis zu internationaler Zusammenarbeit, und eine pulsierende Demokratie mit seiner Rede- und Religionsfreiheit. Gemeinsam verfügen der Staat Israel und die Juden der Diaspora über ein gewaltiges Potential, um zur Förderung des Wohlstands in globalem Maßstab beizutragen, und können auf der Grundlage unseres Erbes, unserer Werte und unseres Respekts vor jedermann die jüdische Existenz festigen.

Gewiss müssen wir einen friedlichen Umgang untereinander und einen wirklichen Frieden mit unseren Nachbarn vorantreiben. Gleichzeitig müssen wir die Maßnahmen ergreifen, die für den Schutz jüdischen Lebens,  wo immer es sein mag, für den Schutz von Israels Sicherheit und für den Schutz der Rechte des jüdischen Volkes in seinem Heimatland notwendig sind. Wir müssen die nächste Generation jüdischer Führungskräfte ermutigen und unterstützen, da wir seit der Gründung des Staates Israel Partner im zionistischen Unternehmen sind und nun Partner dabei sein müssen, unser Volk in eine strahlende und hellere Zukunft zu führen.

Ganz persönlich kann ich Ihnen aus erster Hand von der Stärke des zionistischen Unternehmens erzählen, und ich möchte jeden einzelnen von Ihnen einladen, sich uns hier in Israel anzuschließen, wo wir absolut an Träume glauben und sie wahr werden lassen.

Ich freue mich darauf, Sie in Ihren Gemeinden zu treffen und hier in Jerusalem, der ewigen und ungeteilten Hauptstadt des Staates Israel und des jüdischen Volkes.

Chag Sameach!”


World Health Organization increases pandemic threat level for Mexico influenza

April 28, 2009

Fears that the outbreak of Mexico influenza could morph into an international pandemic spread yesterday following the World Health Organization’s (WHO) announcement that it would raise its alert level to Level Four, indicating the disease has already shown sustained human-to-human transmission.

British broadcaster BBC quotes one WHO official who says it is “too late” to contain the spread of the virus from country to country and that officials should instead focus on mitigating its effects.

The Washington Post reports signs have emerged that the outbreak could be beginning to take a toll on the global economy: oil prices, the Mexican peso, and airline stocks all plunged.

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Das Scheitern des neureichen Bürgertums

April 27, 2009

Der Erfolg ist eine Folgeerscheinung, niemals darf er zum Ziel werden. (Gustave Flaubert)

Kultur basiert auf einer Vielfalt von  Traditionen, die sich über Jahrtausende hinweg bewahrt haben. Neureichen können da nicht mitspielen; denen fehlt einfach die Grundlage. In einem Essay erschienen in der Neuen Zürcher Zeitung bestätigt der Soziologe und Mitherausgeber der Zeitschrift für Sozialwissenschaft Leviathan und von WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung Prof. Dr. Sighard Neckel diese Vermutung. Mit der weltweiten Finanzkrise ist die ausschließlich an Geld und Status bemessene kulturlose Erfolgskultur der Neureichen definitiv gescheitert:

“Wenn heute unter den Vermögensbesitzern der Verlust von Renditen als persönliches Problem und psychische Krise ankommt, dann schlägt sich darin auch nieder, wie wirksam sich die Maximen des raschen finanziellen Erfolgs im Habitus des modernen Bürgertums bereits verankern konnten.”

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Fears About Pakistan’s Nuclear Weapons

April 27, 2009

As militancy grows in Pakistan, U.S. officials are increasingly concerned about the security of Pakistan’s nuclear weapons.

The Washington Times reports that the military controls the country’s nuclear stockpile, so any scenario that changes the balance of power in the military – from a coup to a Taliban takeover – could endanger the security of Pakistan’s nuclear weapons.

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27 avril 1969: De Gaulle, la fin d’un règne

April 25, 2009

Le caractère, vertu des temps difficiles. (Charles de Gaulle, Le Fil de l’épée)

Communiqué de presse de la Fondation Charles de Gaulle

Vidéo de 52mn de Jean-Michel Djian

Paris – 24 avril 2009 – Appuyé par des archives rares et un récit historique cadencé ce film documentaire lève un voile sur l’une des personnalités les plus mythiques du XXème siècle.

Il y a 40 ans, Charles de Gaulle quittait le pouvoir sur un échec. Celui du référendum perdu du 27 avril 1969.

Mais c’est quelques mois auparavant, en mai 68, que le fondateur de la Vème république commence à perdre pied. Dès lors une succession de décisions incompréhensibles vont le conduire à sa perte.

L’a-t-il voulu ce départ improbable? Etait-il las des Français? Souhaitait-il simplement retourner à l’écriture s’affranchir définitivement de la vie politique?

Grâce à des témoins de proximité (l’Amiral Flohic son aide de camp, Pierre-Louis Blanc, son conseiller à la presse) c’est un de Gaulle pathétique et grandiose, âgé de 79 ans, que nous redécouvrons ici, un homme d’exception éclairé par des figures du gaullisme (Pierre Lefranc, Edgard Pisani, Jean Mauriac), ses biographes (Jean Lacouture, Eric Roussel) et un spécialiste de la Vème république Alfred Grosser.

De Gaulle, la fin d’un règne – Les coulisses du référendum du 27 avril 1969 – Un film de Jean-Michel Djian – Diffusion le 26 avril 2009 à 22h sur Public Sénat.

Producteur délégué: Les Films d’Ici
Producteur associé: Ina