Earl Shugerman’s Corner: From Miami to Haifa

August 30, 2009

Earl Shugerman, will bring every week a serie of stories about Anglo-Saxon immigrants to Israel. This project is aimed to promote a more realistic view of life in Israel. The following story relates to an American immigrant named Jordan.

My name is Jordan. I came to Israel four years ago from Miami after receiving a degree in mechanical engineering from The University of Florida. My family is reformed and not particularly Zionist.

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My original intention was to study Hebrew for six months at a Kibbutz ulpan near Haifa. I was out of the plane for about five minutes and I was already in love with the country. It was love at first sight and I am glad to say that I still feel the same passion. I came here for the experience and now proudly serve in The Israeli Defense Forces in combat engineering. I still can’t quite explain why I love this country so much. Perhaps there is no single reason or reasons.

My first year in the country was spent at the kibbutz studying Hebrew four hours a day and working in the kibbutz factory four hours a day to pay my way. Kibbutz life was interesting but not for me.

The Kibbutz is a community where members equally own all property. Individuals live on the settlements and usually work at them as well. Most kibbutzim are involved in either agriculture, light manufacturing or both. Residents live in nice homes with kitchens; but can also eat at community dining halls. City life is still my choice.

I left the kibbutz and applied for Aliyah with the assistance of Nefesh B’Nefesh. Nefesh is an organization that promotes Aliyah from English speaking countries. They helped me to navigate the paper work and advise me of both my rights and responsibilities including compulsory military service. Visiting mom and dad was very difficult. They respected my decision, but like most parents worried about my new life in Israel, especially the war.

Today they are so happy and proud of my decision that they are planning Aliyah! My dad is about to retire and the folks visited Zichron Yaakov as a possible home. It is just right for us; they both exclaimed! It was love at first sight for them as well.

I am now in my last few months of military duty and rent an apartment in Haifa. Two buddies and I found a beautiful place in the Horev area of Haifa with a view that is incredible. We can see the ocean and much of Haifa through our large picture windows. All three of us are new citizens and choose to live in Haifa for the same reasons.

Haifa is a beautiful city of hills and beaches that offers city life advantages but without the tension that we felt in other urban areas. Haifa is also a very peaceful and pluralistic community where people just enjoy life. Jews, Christians, Muslims and others live together in peace. During the army I was stationed in both the West Bank and Gaza. My impression is that most Arabs and most people just want to live peaceful lives and enjoy this wonderful part of the world.

Upon completing the military I intend to continue my education at The Technion. Haifa’s Technion is a world famous technical school that offers both undergraduate and graduate degrees, primarily in the sciences.

I hope that those individuals reading this article will consider Aliyah and come to live in this incredible nation and this wonderful city!

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Senator Edward M. Kennedy’s Accomplishments

August 29, 2009

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Senator Edward M. Kennedy (1932-2009) has authored more than 2,500 bills throughout his career since 1962 in the United States Senate.  Of those bills, several hundred have become Public Law. 

Here is a sample of some of those laws, which have made a significant difference in the quality of life for the American people.


Schulle im Gewöhnlichen Sozialismus – Ein Episodenroman zur deutschen Zeitgeschichte

August 29, 2009
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Von Dr. Christof Tannert

Erschienen im Forum-Verlag Leipzig, Februar 2009

Exposé

Prototypische Charaktere der DDR werden in teils fiktiven, teils erlebten Biografien geschildert. Die Personen werden miteinander sowie mit einigen exemplarischen Westdeutschen konfrontiert. Als dramaturgische Kulisse dienen Szenario und Umfeld einer psychosomatischen Gruppentherapie. Es entstehen Einblicke in den „gewöhnlichen Verbalsozialismus“: Formungen und Verformungen von Menschen durch Alltag, Kleinbürgerei, Erziehungsdiktatur und staatliche Vormundschaft. Ein langsames Romanmittelteil vermittelt zwischen Generationen und Ideologien und zwischen den beiden (relativ schnellen) Eckteilen.

Der Roman hat autobiografische Bezüge. Er wurde vor allem gegen das Vergessen und gegen das immer mehr forcierte Verdrängen geschrieben.

Prolog

nach einem Suizidversuch.

Teil I  Karrieren

Kapitel 1: Der Dissident

Stephan Schulz, genannt Schulle: Physiker, DDR-Dissident, Stasi-Knast, danach von der Stasi andauernd überwacht, aber aus sozialistischer Überzeugung dennoch im Osten geblieben. Weil er de facto mit Berufsverbot belegt ist, arbeitet er seit Anfang der 80er Jahre als Hausmeister, und dann weiter nach 89, weil ihm das eine stressfreie, komfortable Nische zu sein scheint. Er ist aber nun wirtschaftlich von Entlassung und seelisch durch den Verlust von Hoffnung bedroht.

Kapitel 2: Die Anwältin

Cornelia, genannt Rote Conny: Tochter eines südwestdeutschen Schnapsfabrikanten, aktive 68erin aus der Frankfurter Sponti-Szene, Rechtsanwältin in Berlin-W, mit Schulle lange Zeit befreundet, auch sexuell liiert. Nach 89 politisch heimat- und bindungslos, Identitätskrise.

Kapitel 3: Der  Offizier

Jürgen-Dieter Henne, genannt Hühnchen, manchmal auch Hühnchen-Jüdie: Ex-Offizier der NVA („Nationale Volksarmee“ der DDR) und dort eine Art Liegenschaftsbeauftragter. Stasi-Zuträger aus Opportunismus, nach `89 mit Immobiliengeschäften in Sachsen betrauter Makler bei einer großen Firma. Später selbständig in der Branche und damit überfordert. National.

Kapitel 4: Die Pionierleiterin

Christa Krauss: ehemalige Pionierleiterin und Aushilfs-Lehrerin für Erdkunde. Ideologisch vormals übereifrig, eher zufällig von der Stasi nicht als Informelle Mitarbeiterin (IM) rekrutiert. Nach `89 virtuos gewendet („was diese Bonzen mit uns gemacht haben, wenn man das damals gewusst hätte, da  hätte man viel früher aufbegehrt“) und vom Nachfolgestaat als Lehrerin für Politische Weltkunde verbeamtet und damit überfordert. Politischer Rechtsdrall.

Kapitel 5: Der Politiker

Johannes Becker: Feingeist und Nischenmensch in der DDR, hoch gestellter Politiker nach dem 89er Umsturz. Konnte in der DDR keinen wirklichen Grund zum wirklichen Handeln erkennen.  Hat aber seinerzeit Schulle beim Stasi-Verhör aus Ängstlichkeit und aus Abneigung gegen dessen „Aktionismus“ belastet und will nun von ihm Absolution.

Kapitel 6: Die Müllwerkerin, der Müllwerker

Ilona Lehmann: der DDR-Prototyp schlechthin, d.h. um politische Unauffälligkeit bemüht, leise, akkurat, fleißig. Gastwirtstochter, Buchhändlerin. Nach dem 89er Umsturz Weiterbildung zur Betriebswirtin und nun städtische Angestellte im Personalbüro der Müllabfuhr. Muss sich dort vor allem mit Personalabbau befassen, was sie deprimiert.

„Blacky“, ehemaliger Chemielaborant, Müllfahrer, arbeitslos. Eigentlich „unpolitisch“, aber erpresst worden, für die Stasi zu spitzeln („IM“). Hat das nicht wirklich getan, wird dafür aber nun trotzdem und dauerhaft mit sozialer Deklassierung bestraft. Alkoholprobleme. In der Klinik beginnende Freundschaft mit Schulle, Ilona, Conny.

Teil II Ältere Damen in deutschen Gesprächen
Kapitel 7: Hilde und Herta

Zwei gebildete und wohlständige Damen gleichen Alters, die eine aus Ost-, die andere aus West-Deutschland, alleinstehend, unternehmungslustig, kulturvoll, streitbar.

Kapitel 8: Eisenbahngespräche

Mitte ihrer 70 lernen die beiden sich im Eisenbahnabteil auf der Fahrt von Warschau nach Berlin kennen. Sie stammen aus dem Memelgebiet, waren dort zur Besichtigung und sind sich in vielem gleich: Germanistinnen, wieder solo, ironisch. Besuch in Königsberg/ Kaliningrad, der Landschaft ihrer Kindheit und Jugend und Immanuel Kants und Hannah Ahrendts, Besuch in Warschau und dort auch am ehemaligen jüdischen Ghetto.

Spannungen (geringe) beim Kennenlernen àEisenbahngespräche über dt. Geschichte, Kant, Ethik, Totalitarismus, Alter, Zukunft, dt. Einheit

Kapitel 9: Schlössergespräche

Fortsetzung von Kapitel 7 und 8 und Verknüpfung zu Teil I und Teil III: Die Beiden gehen auf eine gemeinsame Schlösserfahrt durch Brandenburg, kommen dabei u.a. in die Psychosomatische Reha-Klinik und werden dort in einen akuten O-W-Streit einbezogen. Ausklang: Sie wollen ein brandenburgisches  „Herrenhaus“ kaufen und eine (Senioren)Kommunität begründen.

Teil III Reha-Klinik
Kapitel 10: Konzeptionen

Ein Arzt entwirft eine psychotherapeutische Gruppenkonzeption, kalkuliert mögliche Ost-West-Auseinandersetzungen ein und versucht auszutarieren, z.B. mit einer Oberstudienrätin aus Hessen (Frau Dyba).

Kapitel 11: Konstellationen

Begegnung der Hauptpersonen aus Teil I und Kapitel 10, manche kennen sich überraschenderweise von früher.

Kapitel 12: Konfrontationen

von Lebensgeschichten und gegenwärtigen „Befindlichkeiten“ im Therapiegespräch und an dessen Rand, oszillierend zwischen Opportunismus, Dissidenz, DDR-Erinnerungen, Nischen- und Beamtendasein.

Kapitel 13: Eskalationen

dramatische Fortsetzung von Kapitel 12 mit verbalen und körperlichen Schlagabtauschen

Kapitel 14: Grübeleien

einzeln und in Gruppe

Kapitel 15: Vorletzter Versuch

In dem Schloss, in dem die Reha-Klinik untergebracht ist, treffen die beiden alten Damen, der Politiker und die Therapiegruppe aufeinander à Konflikte und Diskurse.

Epilog

die Protagonisten gehen ihren Charakteren entsprechende mehr oder minder zeitgemäße Wege, Schulle ist definitiv gescheitert und hat sich bei Florenz das Leben genommen. Er hinterlässt ein Gedicht mit rätselhaftem Schluss.


Alan Poseners Kolumne: Dienstwagen und Diners

August 28, 2009

Der britisch-deutsche Journalist Alan Posener startet heute eine neue Kolumne. Er wird  wöchentlich das Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur für HIRAM7 REVIEW unter die Lupe nehmen.

Von Alan Posener
Die Welt / Welt am Sonntag  / HIRAM7 REVIEW

Es ist schon komisch: Milliarden und Abermilliarden gibt die Regierung aus, um Banken zu retten, Firmen vor den Folgen unternehmerischer Fehlentscheidungen zu schützen oder dem Volk vor der Wahl zu neuen Autos zu verhelfen. Und worüber regt sich der Wähler auf?

Über die paar tausend Euro Steuergelder, die Ulla Schmidt verpulvert hat, um ihr Dienstauto und ihren Chauffeur in den Urlaub zu nehmen. Oder über Angela Merkels Geburtstagsessen für Josef Ackermann.

Eine solche Personalisierung der Politik ist Ausdruck einer Infantilisierung. Einer Kapitulation vor der Komplexität. Wer kann aus dem Kopf sagen, worin die Gesundheitsreform eigentlich besteht? Aber es sagt einem doch der gesunde Menschenverstand – also der Neid, dieser verlässlichste aller Sozialinstinkte, dass die Ministerin in Spanien keinen gepanzerten Dienstwagen mitsamt Chauffeur braucht. Unsereiner fährt doch auch Fiat Panda.

Und wer vermag schon zu beurteilen, ob die Banken, die ihrerseits gnadenlos jeden vor die Hunde gehen lassen, der seine Raten nicht zahlen kann, wirklich so systemisch relevant sind, dass sie ihrerseits nicht pleite gehen dürfen?

Aber es sagt einem doch der gesunde Bürgerneid, dass die Kanzlerin unsere Steuergelder nicht verpulvern darf, um  Herrn Ackermann ein Geburtstagsessen auszurichten. Vielleicht schweigt aber auch der Neid. Denn wir mögen die Kanzlerin.

Die Gesundheitsministerin hingegen können wir nicht leiden. Neulich mussten wir für die Zahnfüllung zuzahlen, und der Zahnarzt sagte, das sei wegen der Gesundheitsreform. Und dann fährt sie auch noch mit dem Dienstauto in den Urlaub!

Zwei Drittel aller neu zugelassenen Autos in Deutschland sind Dienstwagen. Man darf annehmen, dass damit auch privat gefahren wird, und dass nicht jede private Fahrt abgerechnet wird. Und wer private Essen als Geschäftsessen abrechnen kann, tut es. Wir haben die Politiker, die wir verdienen. Und gerade das nervt uns.

Natürlich nervt auch die Patzigkeit, mit der die ehemalige Genossin des Kommunistischen Bundes Westdeutschland und heutige Sozialdemokratin Ulla Schmidt ihr Recht auf einen Dienstwagen verteidigt. Ein bisschen Zerknirschtheit wäre angebracht. Deutsche Politiker sollten wenigstens so tun, als gehörten sie zu uns.

Was man Ulla Schmidt vorwerfen kann, ja muss, ist dies: sie hat dieses Grundgesetz der deutschen Politik vergessen. Das ist eher ein intellektuelles als ein moralisches Versagen. Umso schlimmer übrigens. Wie konnte sie glauben, das käme nicht raus? Oder dass sie damit durchkäme? Es kommt immer raus.

Und man kommt damit nicht durch. Es sei denn, man ist französischer Präsident. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Die in HIRAM7 REVIEW veröffentlichten Essays und Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der Redaktion wieder.


17. Filmfest Hamburg mit 142 Filmen aus 42 Ländern

August 26, 2009

Pressemitteilung

Hamburg, den 26. August 2009 – Vom 24. September bis zum 3. Oktober 2009 werden in Hamburg wieder außergewöhnliche Filme aus aller Welt als Deutschland-, Europa- oder Weltpremieren gezeigt.

Nach Bekanntgabe der Filmauswahl von Neuseeland Deluxe, dem jungen Kino aus der Türkei und dem Fokus “Pulsierende Metropolen” veröffentlicht das 17. Filmfest Hamburg weitere Programmhighlights. Bislang sind 142 Filme aus 42 Ländern bestätigt. Bekannte Namen, aber auch ungewöhnliche Entdeckungen präsentieren sich auf dem internationalen Filmfest Hamburg, das sich durch sein breites Spektrum zwischen anspruchsvollem Film und internationalem Glamour auszeichnet. Darunter finden sich Namen wie die US-amerikanische Regie-Ikone Woody Allen und die chinesische Locarno-Gewinnerin Xiaolu Guo.

Filmfest-Leiter Albert Wiederspiel freut sich, “in diesem Jahr so viele Vorstellungen wie nie zuvor zeigen zu können. Dadurch bieten wir unserem Publikum die Gelegenheit, noch mehr Filme zu sehen.” Neben der starken Präsenz weiblicher Regisseure ist auch eine inhaltliche Tendenz zu beobachten: “Auffällig viele Geschichten erzählen sehr persönliche, individuelle Schicksale aus verschiedensten Mikrokosmen. Dabei sind die Filme ganz nahe an ihren Figuren und zeichnen sich durch eine hohe Intimität aus”, so Programmchefin Kathrin Kohlstedde.

Ein Ausblick auf das diesjährige Filmfest-Programm:

Agenda 09
Die diesjährige Locarno-Gewinnerin Xiaolu Guo ist mit gleich zwei ihrer Filme vertreten. Die Doku “Once Upon a Time Proletarian – 12 Tales of a Country” (China) ist eine in zwölf Kapiteln erzählte, subjektive Analyse des heutigen Chinas. Mit dunkler Poesie zeigt der Film scheinbar triviale Begebenheiten, verzweifelte Seelen, einsame Jugendliche und wirft einen ungeschönten, kritischen Blick auf ein Land im Umbruch und eine junge Generation mit ungewisser Zukunft. Guos zweiter Film, der in der Sektion Nordlichter läuft, ist die mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnete Hamburger Koproduktion “She, a Chinese” (Deutschland, Großbritannien, Frankreich).

Gabriele Salvatores, Regisseur des hochgelobten “Ich habe keine Angst” (I’m Not Scared) ist mit seinem neuen Spielfilm “As God Commands” (Italien) vertreten. Der Film erzählt nach dem Roman Niccoló Ammanitis vom Teenager Cristiano, der seinen Vater, einen brutalen Nazi, verehrt. Als ihr gemeinsamer Freund, der leicht behinderte Quattro, Cristianos Freundin mit seiner Traumfrau verwechselt, kommt es zu einem furchtbaren Mord. Eine in ihrer Direktheit fast roh inszenierte Vater-Sohn-Geschichte, die den Zuschauer mit einer visuellen Sprache der Gewalt konfrontiert, die im modernen europäischen Kino ihresgleichen sucht.
 
Woody Allen geht mit seinem neuen Film “Whatever Works” (USA) “back to the roots”, d. h. zurück in seine Heimatstadt New York. Hier spielt die warmherzige Komödie über den exzentrischen Quantenphysiker Yellnikof, der sich nach seiner Nobelpreis-Niederlage und dem Scheitern seiner Ehe als Schachlehrer durchschlägt. Als sich die junge Ausreißerin Melody bei ihm einnistet, steht seine Welt völlig Kopf. Ein Amerika-kritischer Film mit dem klassischen Allen-Touch, der immer wieder die Gelegenheit zu fulminanten Rundumschlägen nutzt.

Mittelpunkt des Schauspieler-Films “Applause” (Dänemark) ist Thea, eine von Sehnsüchten und Begabungen getriebene Theaterdarstellerin, die nicht nur jeden Abend auf der Bühne mit ihrer Figur in “Wer hat Angst vor Virginia Woolfe” ringt, sondern auch gegen die Alkoholsucht und um das Sorgerecht für ihre Söhne kämpft. Zur Premiere von Martin Pieter Zandvliets Spielfilm wird die Hauptdarstellerin Paprika Steen (u.a. “Das Fest”, “Mifune”, “Fear Me Not”) in Hamburg zu Gast sein.

Alex van Warmerdam entfaltet in “The Last Days of Emma Blank” (Belgien, Niederlande) erneut ein absurdes Spiel um Wirklichkeit und Phantasie: In der bizarren Komödie treibt eine pflegebedürftige, diktatorische alte Lady die Angestellten auf ihrem Landsitz mit sonderbaren Anweisungen in den Wahnsinn – bis diese erkennen, dass sie niemals etwas von deren Reichtum erben werden. Ein herrlich überdrehter Film, in dem nichts das ist, was es zu sein scheint.

Mit “The White Meadow” (Iran) stellt Mohammad Rasoulof, der 2005 bei Filmfest Hamburg für “Iron Island” den Preis der Hamburger Filmkritik gewann, ein bildgewaltiges Märchen vor: Die Geschichte über einen alten Tränensammler und seinen blinden Passagier, einen Jungen auf der Suche nach seinem Vater, ist eine schnörkellos erzählte, metaphorische Kino-Reise durch weiße Salzwelten und menschliche Schicksale.

In dem Doku-Thriller “Die Bucht” (USA) von Louie Psihoyos kämpft Ex-TV-“Flipper”-Trainer Richard aka Ric O’Barry gegen den brutalen Missbrauch von Delfinen durch die internationale Unterhaltungsindustrie. Der “Sundance”-Gewinner hat eine Menge Potential, sich zum breiten Publikumsliebling zu entwickeln.

Die Dokumentationen “All Tomorrow’s Parties” (Großbritannien) von Jonathan Caouette und “Burning Down the House: The Story of CBGB” (USA) von Mandy Stein machen Musikgeschichte hautnah erlebbar: Caouette, preisgekrönt für seine erste Doku “Tarnation”, erzählt anhand von Camcorder-Mitschnitten und Handyaufnahmen die Erfolgsgeschichte des einzigartigen All Tomorrow’s Parties-Festivals, dessen Line-Up stets von einem Musiker zusammengestellt wird. Stein spürt mit Archivmaterial, Fotos und alten wie neuen Interviews dem legendären New Yorker Punk-Club CBGB nach, in dem Musikphänomene wie Punk und New Wave quasi geboren wurden.

eurovisuell
Der Zweite-Weltkrieg-Action-Film “Max Manus” (Norwegen/Dänemark/Deutschland) von Joachim Rønning und Espen Sandberg folgt dem titelgebenden norwegischen Widerstandskämpfer vom Ausbruch des zweiten Weltkriegs bis zum Sommer 1945. Der zweite Spielfilm der als “Roenberg” bekannten erfolgreichen Werbefilmer ist nicht nur die teuerste norwegische Filmproduktion aller Zeiten, sondern auch die erfolgreichste: über eine Million Zuschauer sahen den Film innerhalb von sechs Wochen.

Voilà!
In “Coco Chanel & Igor Stravinsky” (Frankreich/Japan) entführt Jan Kounen auf der Basis von Chris Greenhalghs Buch “Coco & Igor” in das Paris der 10er und 20er Jahre. Mit aufwändiger Ausstattung und einem grandiosen Soundtrack erzählt er von der leidenschaftlichen Affäre zweier kreativer Giganten, der Modeschöpferin Coco Chanel und dem verheirateten russischen Komponisten Igor Strawinsky.

Vitrina
Eine kaputte Beziehung, ein abgehalftertes Pop-Idol, ein skandinavischer Tourist und eine ganze Sammlung von Insekten sind die Ingredienzien von “Tourists” (Chile), der bereits auf den Festivals von Los Angeles und Rotterdam mit großem Erfolg lief. Alicia Schersons zweiter Spielfilm erzählt leichthändig und dennoch tiefgründig von emotionalen Desastern und davon, dass wir im Leben letzten Endes vor allem eines sind: Touristen.

Nordlichter
Neben Fatih Akins “Soul Kitchen”, Xiaolu Guos “She, a Chinese”, indem der lange Weg einer lebensgierigen, jungen Frau aus einem chinesischen Dorf in den Westen nachgezeichnet wird, ist auch “Eyes Wide Open” (Israel/Deutschland/Frankreich) von Haim Tabakman in der Sektion für Filme aus Hamburg und Schleswig Holstein zu sehen. Das zurückhaltende, intensive Drama nähert sich einem absoluten Tabuthema, der homosexuellen Liebe in der orthodoxen Glaubensgemeinschaft Jerusalems: Als der tief religiöse Metzger Aaron, Familienvater und angesehenes Mitglied der Gemeinde, sich in einen Mann verliebt, gerät er unter ungeheuren gesellschaftlichen Druck und muss sich zwischen seiner Liebe und seinem Glauben entscheiden.

Weitere Informationen:
Silke Cecilia Schultz
Presse und Kommunikation
Telefon: 040 – 399 19 00-29 oder -17
presse@filmfesthamburg.de / www.filmfesthamburg.de

Das 17. Filmfest Hamburg findet vom 24. September – 3. Oktober 2009 im Abaton Kino, Cinemaxx Dammtor, Metropolis Kino, 3001 Kino und in den Zeise Kinos statt.


Lockerbie Aftermaths

August 24, 2009

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Scotland’s parliament has been recalled for an emergency session today amid mounting international outrage over last week’s release of terrorist Abdel Basset al-Megrahi, convicted for the Lockerbie plane bombing.

Scottish Justice Secretary Kenny MacAskill will address the meeting to defend his decision to free al-Megrahi on “compassionate” grounds. Al-Megrahi was serving a life sentence for the 1988 bombing of Pan Am Flight 103 that killed 270 people, and received a hero’s welcome on return to his home country Libya.

Read full story.


Earl Shugerman’s Corner: Jerusalem

August 24, 2009

Earl Shugerman, will bring every week a serie of stories about Anglo-Saxon immigrants to Israel. This project is aimed to promote a more realistic view of life in Israel.

Chaya is a form of the Hebrew word for life. It is also the name of my favourite cousin in Jerusalem.

She is Orthodox and by the age of thirty has six wonderful children. She is also an American Oleh. Her family immigrated to Israel, two decades ago. Their intention was to be in the holiest city of the holiest nation on earth. My pride and joy is her three year old son El Chanon. El Chanon is a handsome, brilliant, and very precocious young man with dark hair, brown eyes, and a very enchanting but somewhat sly smile. His mom refers to him as a walking Chamsin (turbulent storm), and his proud grandma jokes that he is Israel’s greatest threat to stability. 

Needless to say, life has special meaning to the Jewish people considering the struggles of the past five thousand years culminating with the Holocaust. The heart of Israel is the holy city. For two thousand years Jews living in exile annually chanted “Next Year in Jerusalem”. Jerusalem is the soul of Judaism, the heart of the Jewish homeland. 

 “Without Jerusalem there is no Israel“. David Ben-Gurion stated emphatically to Mickey Marcus, Israel’s first Aloof (General) during the 1948 battle for the city.

Marcus was an American volunteer. Chaya, like most residents of the holy city takes great pride in giving guided tours of her beloved metropolis.

During my last visit, we enjoyed touring the city on Israel’s double decker bus 99. El Chanon managed to get into everything and talk to everyone to the merriment of all, including our bus driver Haim, a resident of the city for forty years and proud grandfather.

Jerusalem Bus

The 99 bus navigates a route of both scenic and cultural interest. Mount Scopus boasts a visage encompassing the Old City, the Temple Mount and Bethlehem. As the Old City passes into the remote distance, the New boasts iconographic sites. The Knesset houses Israel’s parliament. The Yad Vashem Holocaust Memorial is a poignant reminder of a lost world – the 6 million Jews that perished in humanities most insidious crime.  However, the Israel Museum is a testimony to Jewish endurance. It exhibits Judaic items both past and present.

By the end of the tour many of the travellers felt like old friends. Next year in Jerusalem is now.

About the author: Earl Shugerman is a retired American Government public relations specialist,  currently spokesperson in Haifa for The Jewish Agency and a writer specializing in interfaith relations. He has worked together with the Catholic and Southern Baptist Movements, the Reformed Jewish Movement and Muslim groups in interfaith activities.