Das Biblikon-Projekt – Die Entschlüsselung des Bibel-Codes

December 3, 2013

Gut ein halbes Jahrzehnt hat sich der Politikwissenschaftler und Historiker Tomas Michael Spahn neben seinen beruflichen Aufgaben als Berater für politische Kommunikation und Analytik dem Alten Testament der christlichen Bibel – dem Tanach der Juden – gewidmet.

Was als der Versuch eines kurzen Essays über die Lebenswirklichkeit des biblischen Königs Josia begann, wurde zu einer Analyse dieses Werks, die mittlerweile ziemlich genau 1.350 gedruckte Seiten umfasst und die Spahn jetzt unter dem Titel „Das Biblikon-Projekt – Die Entschlüsselung des Bibel-Codes“ veröffentlicht hat.

Die Ergebnisse dieser Analyse sind – zurückhaltend formuliert – sensationell. Denn im Grunde stellt Spahn 2.500 Jahre gelebte Menschheitsgeschichte auf den Kopf und entlarvt die Wirklichkeit der Religion als etwas, das er als “sacred fiction” – heilige Fiktion – bezeichnet.

„Schon Gandhi erkannte: Das Grundproblem bei jeglicher Betrachtung menschlicher Interaktionen und historischer Vorgänge ist die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Wirklichkeit“, sagt der frühere Leiter der Öffentlichkeitsarbeit einer Berliner Landesbehörde und Ressortleiter einer deutschen Tageszeitung.

“Wahrheit ist das, was war oder ist – was tatsächlich war oder ist. Nicht das, was gewesen sein soll oder sein könnte oder von dem wir glauben, dass es war oder ist. Sobald wir letzteres jedoch zu unserer persönlichen Scheinwahrheit machen, wird es zur Wirklichkeit. Wirklichkeit kann also sein, ohne auf Wahrheit zu beruhen – und gleichwohl unterstellen wir, dass es so sei.“

Wer in dreißig Berufsjahren als politischer Redakteur und als Kommunikationsverantwortlicher in Unternehmen und Verwaltung tätig war, lerne den Unterschied zwischen Wahrheit und Wirklichkeit zu erkennen, meint Spahn. Als Redakteur sei es seine Aufgabe gewesen, die ihm präsentierte Wirklichkeit auf ihren Wahrheitskern zurück zu führen. Als Öffentlichkeitsarbeiter hingegen habe er das genaue Gegenteil gemacht: Aus der Sache wurde eine Wirklichkeit für die Öffentlichkeit, die mit der Wahrheit nicht immer etwas zu tun haben musste.

Damit schließt sich für den Analytiker der Kreis zur Bibel. Eines der faszinierendsten Phänomene der gelebten Wirklichkeit sei es, dass selbst in den renommiertesten, historischen Fachbüchern die im Tanach geschilderte Geschichte als historischer Tatsachenbericht eingeflossen ist.

Spahn: “Sachlich betrachtet hat die Bibel erst einmal nicht mehr historischen Wahrheitsgehalt als beispielsweise die Ilias oder das Siegfried-Lied. Kein Historiker würde auf die Idee kommen, diese literarischen Werke ungeprüft als geschichtliche Wahrheit in seine Werke zu schreiben.“

Ganz anders bei den Erzählungen zum Ursprung des Monotheismus: Jenseits jeglicher Fremdquelle, die die Geschichten belegen könnte, seien die biblischen Darstellungen als vorgebliche Wahrheit in die Geschichtsschreibung eingeflossen und fänden sich dort bis heute. Für Spahn ist dieses der trotz abendländischer Aufklärung nachwirkende Wahrheitsanspruch der Kirche, der “als Wirklichkeit derart tief in unserem kollektiven Bewusstsein verankert ist, dass sich kaum einer traut, ihn als das zu bezeichnen, was er ist: Eine Fabel, deren Wahrheitsnachweis bislang ausgeblieben ist.”

Als der Publizist und Nahostkenner begann, sich intensiv mit den Geschichten des Alten Testaments zu beschäftigen, stieß er schnell auf Ungereimtheiten, die seit geraumer Zeit die historische Wissenschaft zu Korrekturen hätten bewegen müssen. “Eine der grundsätzlichen Fragen ist es, in welcher Schrift der eine Gott seine zehn Gebote in den Fels des Berges Sinai geschrieben hat”, befindet Spahn. Laut biblischer Darstellung habe sich dieser Vorgang auf der Flucht der Hebräer, die korrekt als „Seitenwechsler“ zu übersetzen seien, aus Ägypten ereignet – und damit viele Jahrhunderte, bevor die legendären Könige David und Salomo das Großreich Israel gegründet hätten.

“Wenn es so ist, wie der Tanach es darstellt, stehen wir vor einem Problem. Die Wissenschaft weiß heute, dass die hebräischen Schriftzeichen sich keinesfalls vor der letzten vorchristlichen Jahrtausendwende entwickeln haben. In welcher Schrift also schrieb der Gott Jahuah Jahrhunderte vor dieser Zeit seine Gebote in den Sinai?” Hinzu käme, dass auch die Geschichte von der gewaltsamen Übernahme des “Landes Kanaan” – und damit der gesamte Komplex der fünf Bücher Mose sowie die Josua-Geschichte -zumindest dann nicht in Ivrit geschrieben worden sein können, wenn sie als Tatsachenberichte zum Zeitpunkt des geschilderten Geschehens verfasst wurden. Diesen Eindruck jedoch vermittelten diese Geschichten – und da nicht sein kann, was nachweislich nicht möglich ist, müsse es sich bei diesen sechs Büchern um deutlich später schriftlich verfasste Erzählungen handeln.

Damit jedoch müssten ihre Inhalte nicht zwingend unrichtig sein. Sie könnten immer noch auf tatsächlichem Geschehen beruhen. Wenn sie allerdings, wie der israelische Archäologe Israel Finkelstein nachgewiesen hat, eine Welt des achten oder siebten vorchristlichen Jahrhunderts beschreiben, dann haben sie in etwa den gleichen historischen Wert wie jene mittelalterlichen Kunstwerke, die die Juden zur Zeit Christi in der Garderobe der mittelalterlichen Ghettos zeigen. Von einem wäre in diesem Falle jedoch zwingend auszugehen: Eine möglicherweise wahre Geschichte hätte über die Jahrhunderte zahllose Veränderungen erfahren können, wäre erweitert und glorifiziert worden. Insofern bliebe vielleicht ein Kern an Wahrheit.

Die Frage sei dann jedoch: Welches ist dieser Kern. Denn es gibt auch andere Ungereimtheiten, die nicht passen wollen. So kauft der aus Mesopotamien zugewanderte Urvater Abraham einem Hethiter ein Grundstück ab. Das Problem: Die Hethiter waren erst deutlich später in der Region anzutreffen, als zu jenem Zeitraum, in dem die Abraham-Geschichte historisch zu verorten ist. Andererseits waren “chét”, wie die Hethiter im Original heißen, eine gängige Bezeichnung der assyrischen Herrscher in Ninive für die Bewohner der Region zwischen Jerusalem und Anatolien. Die assyrischen Konflikte mit diesen Chét wiederum fallen in die Zeit des achten und siebten vorchristlichen Jahrhunderts und stützen so die Erkenntnis Finkelsteins, dass wesentliche Teile des Tanach nicht vor dieser Zeit verfasst wurden.

Der Kommunikationsexperte Spahn wandte sich in einem weiteren Schritt konkreten Fragen der Sprache und des erzählerischen Aufbaus des Alten Testaments zu. Dabei kommt er neben zahlreichen anderen neuen Erkenntnissen zu der Feststellung, dass die Autoren der Bibel, vergleichbar den Kolportage-Autoren des 19. Jahrhunderts, über Master-Stories verfügten, die mit unterschiedlicher Besetzung zu unterschiedlichen Zeiten in das Gesamtwerk einfließen. Beispielhaft wird dieses aufgezeigt an der Erzählung von der verschacherten Ehefrau, deren Muster sich dreimal findet und die sich am Ende als Lagerfeuer-Erzählung der Nomaden erklärt, in der diese den Reiz ihrer Frauen und die Dummheit der von ihnen verachteten Städter feiern.

Werkzeuge der Statistik halfen, einzelne Erzählkomplexe bestimmten – bis heute weitgehend unbekannten – Autoren zuzuweisen.

Spahn: “Autoren sind oftmals daran zu erkennen, dass in ihren Texten spezifische Begriffe und Floskeln Verwendung finden, die bei anderen Autoren und zu anderen Zeiten nicht zum Einsatz kommen. So können wir beispielsweise davon ausgehen, dass ein deutschsprachiger Text, in dem eine Häufung des Begriffes ‘Nachhaltigkeit’ auffällt, keinesfalls vor den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts verfasst worden sein kann. Umgekehrt finden wir beispielsweise in den Originalen der Romane der Volkschriftsteller May und Gerstäcker Begriffe, die schon einhundert Jahre später kein normal gebildeter Leser mehr kennt. Eine lebendige Sprache unterliegt einem permanenten Wandel. Begriffe, die keinen Nutzwert mehr haben, verschwinden, werden durch neue abgelöst. Andere Begriffe wandeln die mit ihnen verbundene Assoziation und können so – durch spätere Generationen gelesen – zu gänzlich falschen Interpretationen des geschriebenen Wortes führen.”

Wenn dieses heute so sei, fügt der Autor hinzu, dann sei dieses auch in der Antike nicht anders gewesen. Und so stelle sich die Frage, ob das, was wir heute in der Bibel selbst dann lesen, wenn wir auf den Aleppo-Codex des Tanach als älteste verfügbare Quelle in Ivrit zurückgreifen, tatsächlich so darin gestanden habe, wie wir es heute verstehen wollen oder sollen.

Nach diesen grundsätzlichen Fragestellungen richtete Spahn sein Augenmerk erneut auf den ursprünglichen Untersuchungsgegenstand: Dem König oder Mélék Josia, der in der hebräischen Originalschrift Jéáshéjah, der das Feuer des/von Jah ist, heißt. Die Bibel schreibt diesem einzigen Herrscher von Jahudah, dessen Erscheinen im Tanach prophezeit wird, zahlreiche Leistungen zu. Obgleich als Heidenkind – also Anhänger der assyrischen Götterwelt – aufgewachsen, bekehrt er sich zu dem einen Gott Jahuah, lässt dessen Tempel in Jerusalem renovieren und anschließend in einer großangelegten Aktion das Land von allen Stätten der Nicht-Jahuahisten “reinigen”. Bei der Renovierung des Tempels wird zufällig ein antikes Textwerk gefunden: Das Gesetzbuch des Mose. Und hier beginnen für Spahn die ebenso offensichtlichen wie bis heute verdrängten Ungereimtheiten. Denn das Buch Mose ist weder dem Herrscher noch seinen Getreuen als mosaisches Basiswerk bekannt. Theatralisch zerreißt Josia seine Kleider, klagt: „Wenn wir das gewusst hätten …!“

Wenn nun aber dem vorgeblich mosaischen Josia das Buch Mose nicht bekannt war – wäre das nicht ungefähr so, als wenn der katholische Papst ohne Evangelium oder der Ayatollah Chamenei seine klerikale Funktion ohne den Quran leben würde? Was also kann das für ein jüdischer Glaube gewesen sein, dem dieser Mélék vor dem Fund des mosaischen Gesetzes anhing?

Es ist nicht die einzige Ungereimtheit in diesem Text, die Spahn aufzeigt. Am Ende seiner Auseinandersetzung mit dieser Person und ihrem Umfeld steht für ihn fest, dass es “einen jüdischen Glauben in der Form, wie wir ihn heute kennen, vor 622 vor Christus nicht gegeben haben kann”. Seine in umfassender Analyse erarbeitete Darstellung der nahöstlichen Geschichte zwischen 630 und 580 liest sich dann auch gänzlich anders, als in allen Geschichtsbüchern und theologischen Werken beschrieben.

Spahn geht davon aus, dass es ein wirklich unabhängiges Königreich in Jahudah vor und nach Josia nicht gegeben hat. Die im Tanach beschriebenen “Könige” waren in aller Regel nichts anderes als Statthalter der jeweiligen Hegemonialmächte Ägypten, Assyrien und Babylon. Vor allem waren sie eines nicht: Genetische Nachfahren eines legendären David. Sie entstammten aus den führenden Familien Jerusalems – und “Söhne Davids” wurden sie nur deshalb, weil die Königschroniken zu jener Zeit von Indus bis Nil den jeweiligen Nachfolger im Amt als “Sohn” bezeichneten. Leibliche Söhne – so wird unter anderem anhand der Königschronik des assyrischen Herrschers Sanherib nachgewiesen – erhielten den Hinweis auf die Zeugung “aus meinen Lenden”, der sich in ähnlicher Form gelegentlich auch im Tanach findet.

Als Josia – vermutlich in Folge einer priesterlichen Intrige – an die Macht kommt, hat die vom Nil bis zum Tigris ausgedehnte Macht der Assyrer ihren Zenit bereits überschritten. Im fernen Babylon erhebt sich ein ehemaliger Offizier, dessen leiblicher Sohn Nebukadnezar dereinst zum Herrscher der damals bekannten Welt aufsteigen sollte. Nachweislich ist der Babylonier mit den Medern verbündet. Spahn geht davon aus – und findet dafür eine plausible Beweiskette – dass auch der assyrische Vasallenkönig Josia zu den Verschwörern gehörte. Um 626 vc stieß er zu den Aufrührern, schloss mit ihnen einen Geheimvertrag, den der Tanach als den “Bund des Jah” in zahlreichen Details beschreibt. Dem Jahudahi wurde unter dem Dach des künftigen Herrschers in Babylon absolute Selbstverwaltung garantiert. Das Land solle ihm auf alle Ewigkeit gehören, das Volk von Jahudah – im Gegensatz zu den gewaltsam unterworfenen Stämmen – als “sein Volk” im Reich eine privilegierte Stellung unter dem allmächtigen Herrscher am Euphrat erhalten. Mehr noch: Die damals als Handelszentrum aufblühende Metropole Jerusalem solle künftig der Hauptverwaltungssitz des zu schaffenden Großreichs für den Westen des Reichs werden. Dorthin hätten die Völker zu pilgern, ihre Abgaben zu entrichten und dem fernen Herrscher der Welt zu huldigen. Der Wohlstand der Region wäre damit langfristig gesichert gewesen, die Jahudahim von ewigen Vasallen zu Mitherrschern aufgestiegen.

Da es auf dieser Welt nichts umsonst gibt, erwartete der Rebell im fernen Babylon allerdings auch eine Gegenleistung. Josia sollte die Herrschaft der Assyrer in Jahudah und in den angrenzenden Ländern Israel – das niemals zuvor Teil eines jüdischen Reiches gewesen war und das die Jahudahim als Kénéýn (Kanaan) bezeichneten – und in der Mittelmeerküstenregion – dem assyrischen Land Chét, das für die Semiten auch das Land der Féléshétjm (korrekt übersetzt als “Eindringlinge”) ist – übernehmen.

Die Verbündeten gegen Assyrien verfolgen damit ein doppeltes Ziel: Zum einen sollten die Jahudahim eine zweite Front im Südwesten eröffnen. Die alliierten Babylonier und Meder drangen im Osten gegen die langjährige Hegemonialmacht vor. Josia sollte Kräfte binden, damit die Eroberung des assyrischen Kernlandes erleichtert werden konnte. Wichtiger noch aber war es, die damals ebenfalls zu Assyrien gehörenden Ägypter daran zu hindern, die Zentralmacht mit Nachschub und militärischen Kräften zu unterstützen.

“Jahudahs Hauptgegner in diesem Konflikt sind nicht die Assyrer, denn diese sind durch ihren Abwehrkampf gegen Babylon und Medien gebunden, sondern die Ägypter”, erläutert Spahn. Tatsächlich wird Josia seinen vertraglichen Verpflichtungen gerecht. Er schaltet das ehedem assyrische Jahudah gleich, erobert weite Teile der assyrischen Provinz Samaria (Shémérunah) – dem Israel des Tanach – und stellt sich dem ägyptischen Heer entgegen, als dieses im Jahr 609 vc entlang der Küste nach Norden zieht, um die zwischenzeitlich nach Haran geflohene assyrische Regierung zu entsetzen.

Damit dann allerdings endet der jahudahische Ausflug in die Weltgeschichte keine zwanzig Jahre, nachdem er begonnen hat. Bei seinem Versuch, sich dem Pharao, der zuvor noch in Unkenntnis des Geheimabkommens eine Neutralitätserklärung für das Reich des Josia abgibt, in den Weg zu stellen, wird der Herrscher Jerusalems getötet oder zumindest tödlich verwundet – womit der Tanach Jahuah ungewollt einer Lüge überführt, denn zuvor hatte der eine Gott seinem Anhänger einen friedlichen Tod voraussagen lassen. Das ägyptische Heer zieht weiter nach Norden, unterliegt dort jedoch militärisch den babylonischen Alliierten. Auf seinem Rückzug an den Nil besetzt der Pharao dennoch das geschwächte Jerusalem und setzt dort einen Statthalter ein, den der Tanach in seiner Legendenbildung ebenfalls zu einem davidischen König macht. Im Jahr 605 vc ist Babylon stark genug, nach Süden gegen Ägypten vorzugehen. Nun sind es die Babylonier, die Jerusalem übernehmen und dort Statthalter etablieren.

“Bemerkenswert dabei ist, dass Nebukadnezar sich immer noch der Verdienste der Jahudahim im Befreiungskampf erinnert. Der von Ägypten eingesetzte Statthalter ist der Spross eines der Männer, die maßgeblich am Zustandekommen des Geheimbundes mitgewirkt haben. Als dieser sich nun dem Babylonier unterwirft und Nebukadnezar in Babylon als seinen Allmächtigen anerkennt, darf er sein Amt – nunmehr von Babylons Gnaden – weiter ausüben”, so Spahn.

Doch die Nachfolger des Josia verspielen ihre Chance. Sie konspirieren weiter mit Ägypten und provozieren damit zwei Strafexpeditionen der Babylonier. 598 vc wird das abtrünnige Jerusalem erneut besetzt. Nebukadnezar sieht abermals von einem Strafgericht ab und setzt einen anderen Spross aus der jahudahischen Elite zum Statthalter ein. Auch dieser konspiriert mit Ägypten – 586 vc wird die Metropole erneut erobert und nunmehr zerstört. Nicht allerdings ohne dass die Babylonier zuvor mehrfach den Versuch unternommen hätten, über den im Tanach als “Jahuah Zébaut” bezeichneten, babylonischen Militärbefehlshaber und Gouverneur über die babylonische Provinz Israel die belagerten Jahudahim mit zahlreichen Zusicherungen für Leib und Leben zur freiwilligen Übergabe zu bewegen. Doch der vorgeblich letzte Mélék von Jahudah, der von Nebukadnezar mit der Bezeichnung Zedekia (Zédéqéjah – der Gerechte des/von Jah) eingesetzt worden war, ist längst nicht mehr Herr des Geschehens. Der Kampf wird von einer Militärjunta geführt – Zedekia ist nur noch ein Marionettenkönig.

“Mir ist bewusst, dass diese Version der Geschichte allem widerspricht, was für die Menschheit seit Jahrtausenden als Wirklichkeit gilt”, stellt Spahn fest. “Aber”, so fügt er hinzu, “die Analyse des Quelltextes und der Abgleich mit historischen Quellen lässt nur diese eine einzige Version als plausibel erkennen.”

Wie nun aber sind in diesem Kontext all die biblischen Erzählungen einzuordnen, die von früheren, monotheistischen Herrschern in Jerusalem zu berichten wissen?

Spahn hat auch dafür nachvollziehbare Erklärungen, die er mit Texten des Tanach und Fremdquellen belegen kann: “Die Bücher Mose – vielleicht nicht alle, aber deren Kernelemente – entstanden zwischen 626 und 622 vc als Arbeit einer kleinen, im Geheimen agierenden Schriftstellergruppe unter Leitung des Josia-Getreuen Chéléqéjah, den die Griechen als Hilkia übersetzt haben. Er, der ursprünglich ein Priester der weiblichen Regionalgottheit Ýnét (Anat) war und zum ersten Hohepriester des Jah wird, ist der eigentliche Strippenzieher im Hintergrund. Er macht das Kind Josia zum Mélék, er organisiert den Geheimbund des Jah mit den Babyloniern. Er leitet die aus Spenden der polytheistischen Bevölkerung finanzierte Renovierung des großen Tempels in Jerusalem, der zu diesem Zeitpunkt wie seit eh und je ein Tempel der weiblichen Gottheit Ashera gewesen ist. Er sorgt dafür, dass sich die Assyrien-treue Priesterelite arglos im Baals-Tempels zu Jerusalem trifft, um sich dort auf die Einsegnung des frisch renovierten Tempels der Ashera vorzubereiten. Er hat das Konzept entwickelt, die Elite des assyrischen Glaubens dort durch das königstreue Militär niedermetzeln und anschließend alle Stätten der Polytheisten niederbrennen zu lassen. Die Ausführung überlässt er dem Feuer des Jah – seinem Produkt Josia. Und Hilkia ist es auch, der im Geheimen das Gesetzbuch des Mose formulieren lässt, das der Bevölkerung als Glaubenskonzept des einen Gottes, der ausschließlich für das Volk von Jahudah zuständig ist, präsentiert wird und das die Initialzündung für den Befreiungskampf gegen Assyrien und Ägypten liefert.”

Deshalb, so der Politikwissenschaftler, muss beispielsweise Abraham aus Mesopotamien kommen. Die Babylonier werden so von einem fernen Stamm zu nahen Verwandten. Deshalb führt Abrahams Weg über Haran, das zu diesem Zeitpunkt Regierungssitz der Assyrer ist.

“So schreibt der Tanach den Anspruch fest, auch gegen Haran militärisch vorgehen zu können und die Illegalität der assyrischen Regierung darzulegen”, ist sich Spahn sicher. Deshalb auch werden die Ägypter, die Palästina seit Urzeiten als ihren Vorgarten betrachten, im Tanach zum Hauptfeind erklärt. Das Volk von Jahudah soll darauf vorbereitet werden, sich im äußersten Notfall gegen die Nachbarn vom Nil zu rüsten.

Nach dem dennoch durch falsche Einschätzung der weltpolitischen Lage unvermeidbaren Untergang Jerusalems setzt der entgegen seinem Bild in der Geschichtsschreibung für seine Zeit überaus humane und bedachte Herrscher der Welt, Nebukadnezar, mit Gedelja einen weiteren Spross aus befreundetem, Jerusalemer Hause ein. Der wird von seinem Jugendfreund Ismael als Verräter ermordet – und Judäa wird abschließend zum Teil der babylonischen Provinz Israel. Die überlebende städtische Elite der Jahudahim zieht es nach Babylon, wo die Männer Karriere machen und die kurze Geschichte ihres Staates mit Billigung der babylonischen Staatsmacht in ein religiöses Manifest verwandeln. Die pro-ägyptische Militärelite zieht es – begleitet von einem langjährigen Agenten und Propagandisten Babylons, den die christliche Bibel unter dem Namen Jeremia kennt – nach Ägypten, wo sich ihre Spur verliert. Im Land selbst verbleiben die sogenannten kleinen Leute. Ihre Herkunft ist teilweise semitisch, teilweise anatolisch, teilweise griechisch, teilweise vielleicht sogar kurdisch. Ihnen gemein ist, dass sie nach wie vor an ihre polytheistische Götterwelt glauben und sich in der aramäischen Sprache der Assyrer verständigen.

“All dieses steht – wenn auch verklausuliert – im Tanach. Die Bücher Josua und Könige werden im Wesentlichen in Josias Herrschaftsjahren zwischen 622 und 609 vc verfasst worden sein. Sie schaffen mit einer großartig angelegten Gründungslegende den politischen Anspruch auf die Herrschaft über die Region zwischen Mittelmeer und hinaus über den Jordan, zwischen dem östlichen Mündungsarm des Nils und Haran. Sie greifen wie die späteren Werke des Buches Jesaja, eines Propheten, den es nie gegeben hat und der ein literarisches alter ego des Hilkia ist, und die Chronik auf zeitgenössische Königsannalen anderer Archive zurück, wenn beispielsweise der Mélék Hiskia, der als chéßéqéjah niemand anderes als ein Starker des beziehungsweise von Jah ist und sich mit Sanherib anlegte, zu einem Vorläufer des Josia verklärt wird oder dem ebenfalls dokumentierten assyrischen Vasall Jehu die tatsächliche Vorgehensweise bei der Vernichtung der polytheistischen Elite zugeschrieben wird.

Die Judäababylonier, Männer wie der Schriftgelehrte Esra und die Bruderschaft der Leviten, welche sich unmittelbar aus jener geheimen Kerngruppe um Hilkia entwickelte, sind die eigentlichen Väter der jüdischen Religion. Ohne sie wäre das aus propagandistischen Gründen klerikal verbrämte, machtpolitische Projekt des Josia nach dessen Tode im Sande verlaufen. Eigentlicher Gründervater dessen, aus dem sich das moderne Judentum entwickelte, ist ausgerechnet ein Perser. Es war ein persischer Nachfolger auf dem Thron des Nebukadnezar, der sich von den Judäababyloniern von dem Konzept einer wehrhaften, anti-ägyptischen Kommune im nach wie vor assyrisch geprägten Palästina überzeugen ließ und die Mittel bereit stellte, um seinen Siedlern, die sich zu einem Großteil aus den Nachfahren unter Sanherib verschleppter Israeli rekrutierten, mit einem zentralen Tempel in Jerusalem das Zentrum einer gemeinsamen Identität zu geben, die die jüdische mit der israelischen zusammenführt. Es war dieses der erste Tempel in der Heiligen Stadt, der zu Ehren eines Gottes Jahuah errichtet wurde. Er stand, bis die Römer ihn im Jahr 70 als Reaktion auf einen Aufstand der Juden zerstörten.“

Spahn hat all diese Überlegungen, die für ihn keine Gedankenspiele, sondern die Basis der historischen Wahrheit sind, in vier Bänden veröffentlicht. Und ihm ist bewusst, dass er damit die theologischen Fundamente dreier Weltreligionen berührt.

„Je länger ich mich mit meinen Analysen beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, dass die Ergebnisse im Zweifel auch politisch missbraucht werden könnten. Denn sie machen beispielsweise deutlich, dass es einen Glaubensjuden namens David, auf den sich der gegenwärtige Premierminister Israels gern zur Begründung seines Handelns beruft, nie gegeben hat. Sie machen auch deutlich, dass die Urväter Abraham, Ismael und Isaak, auf die sich drei Weltreligionen berufen, nichts anderes als Sagengestalten sind, die aus politischen Gründen Einzug in das religiöse Basiswerk finden mussten. Aber rechtfertigt das, die Ergebnisse der Untersuchung der Menschheit vorzuenthalten? Die Religionen werden nicht daran zu Grunde gehen, wenn sie sich mit einer Geschichte ihres Ursprungs beschäftigen, die anders aussieht, als sie es in ihre Heiligen Bücher hineininterpretiert haben.

Vielleicht aber auch mögen die Ergebnisse meiner Untersuchung ein Anstoß dazu sein, die eigentliche Funktion von Religion in das rechte Licht zu rücken. Den Glaube ist nichts anderes als die Wahrheitsunterstellung einer nicht beweisbaren Annahme. Er bedarf weder der Historizität noch scheinhistorischer Begründungen. Glaube ruht in uns – nicht in der historischen Wahrheit. Das Konzept des Josia war ein politisch motivierter, gemeinsam mit mächtigen Verbündeten perfekt erdachter Masterplan, um sich und das eigene Volk von einer im Bewusstsein der Betroffenen schon ewig währenden Fremdherrschaft zu befreien. Es musste ein religiöses werden, weil es damit für die Zeitgenossen unangreifbar wurde.“

Schon vor dem selbstverschuldeten Untergang Jerusalems sei aus dem Bündnispartner erst eine Figur geworden, die die in der griechischen Übersetzung zu Propheten mutierenden, babylonischen Verbindungsleute wie Jeremia und Hesekiel in ihren Unterlagen mit den hebräischen Buchstaben für J-H-W-H abkürzten. Über den Weg der in babylonischen Archiven wirkenden Schriftgelehrten wurde der allmächtige Herrscher der Welt namens Nebukadnezar zu dem Gott, den Juden, Christen und Muslime bis heute als himmlisches Wesen verehren – und der als historische Person auch gerade deshalb zutiefst diffamiert wurde.

Spahn: „Der Tanach ist ein auch nach heutigen Maßstäben perfekt verfasstes Propagandastück mit dem ausschließlichen Ziel politischer Weltveränderung. Dass es dabei die lebenslustige Vielfalt des sehr menschlichen, polytheistischen Götterhimmels durch einen einzigen autoritären Allmächtigen ersetzte und die bis dahin in der Religion gleichberechtigte Frau in die gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit schob, war durchaus gewollt. Die stammesdemokratischen Elemente, über die selbst der Tanach zu berichten weiß, gehörten abgeschafft, um einen aus der Sicht der Mächtigen effektiven Staat zu schaffen. Und die Frau? Sie fand sich bis zum Zeitpunkt des Staatsrevolution des Josia als ‚die Gebährende‘ in der Stellvertretung der Ashera in Jerusalem als höchste klerikale Instanz wieder. Mächtiger noch als der Mélék selbst. Deswegen machten die Autoren des Tanach sie einerseits zur Prophetin, andererseits erniedrigten sie die Dame hintersinnig mit nur einem Federstrich zu einem gebärfreudigen Nager. Aus der h‘lédah, der für Fruchtbarkeit stehenden Leda der Polytheisten, wurde chélédah, das gebärfreudige Nagetier. Kennern der griechischen Bibel ist sie als Hulda bekannt. Pointierter konnten die antiken Autoren vom Männerbund der Leviten ihre Verachtung für die Frau nicht dokumentieren.“

Tomas M. Spahn: Das Biblikon-Projekt – Die Entschlüsselung des Bibel-Codes

Band 1 – Von Adam zu Mose, ISBN 978-3-943726-01-5 (EP 17,80 €)

Band 2 – Das Feuer des Jah, ISBN 978-3-943726-02-2 (EP 17,80 €)

Band 3 – Der Erhabene des Jah, ISBN 978-3-943726-03-9 (EP 19,80 €)

Band 4 – Demokratie oder Gottesstaat, ISBN 978-3-943726-04-6 (EP 22,80 €)


Geschichte der Hamburger Juden: Familie Levi in Altona

September 25, 2011

Betty Levi (née Lindenberger)

von Ulla Hinnenberg (Stadtteilarchiv Ottensen)

Betty Levi, geboren Lindenberger, geb. 10.3.1882, deportiert nach Auschwitz am 11.7.1942, Todesdatum unbekannt.

Betty Levi, Tochter von Isaac und Ernestine (Esther) Lindenberger, stammte aus dem ostpreußischen Labiau, einem Zentrum der Fischindustrie. Sie wurde im Standesamt als Berta registriert, nannte sich jedoch zeitlebens Betty Lindenberger, später Betty Levi.

Berufliche Gründe brachten einen Ortswechsel mit sich; der Vater wurde in Berlin Geschäftsinhaber in der Fischverarbeitungs- und -konservierungsbranche. Betty erhielt eine profunde, vielleicht professionell geplante, Ausbildung als Pianistin, die sie bei ihrer Eheschließung abbrach.

Die 22-jährige Berlinerin heiratete 1905 den neun Jahre älteren Altonaer Rechtsanwalt Dr. Moses Levi; die Brautleute kannten sich seit einem Hochzeitsfest, an dem sie als Gäste teilgenommen hatten. Moses Levi gehörte einer alteingesessenen Altonaer Familie an, deren Stammbaum mütterlicherseits bis in die Anfänge der Altonaer jüdischen Gemeinde zurückreichte und in direkter Linie und verwandtschaftlichen Verzweigungen eine Reihe von Rabbinern hervorgebracht hatte.

Das Ehepaar Levi bekam vier Kinder, geboren zwischen 1908 und 1916, und wohnte zunächst in einer Etage in der Königstraße 76, bis es 1920 das Haus Klopstockstraße 23, in bester Ottenser Elblage, erwarb.

Betty Levi lebte das Leben einer angesehenen bürgerlichen Hausfrau. Sie zog vier Kinder groß, führte den Haushalt, war eine Meisterin im Kochen und im Backen, widmete sich in Mußestunden dem Klavierspiel und ihrer zweiten Begabung, der Anfertigung kunstvoller Handarbeiten. Sie war eine Perfektionistin und legte in allen Dingen größtes Gewicht auf Sorgfalt in der Ausführung. Sie war auch eine Frau, die sich nicht duckte, als die Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft anbrachen. So weigerte sie sich etwa beharrlich, den Namen des neuernannten “Adolf-Hitler-Platzes” zu verwenden oder auf ihn zu reagieren.

Im Mai 1932 verheiratete sich die älteste Tochter Elisabeth mit einem Studienfreund und zog mit ihm nach Kopenhagen. Die jüngste Tochter Herta musste im Herbst 1933 das Gymnasium verlassen; sie ging nach Berlin, wo sich ein Ausbildungsweg in der angestrebten musikpädagogischen Richtung auch ohne Abitur gefunden hatte. Der Sohn Walter wanderte 1936 nach England aus, um dort sein technisches Studium abzuschließen, was ihm in Hamburg nicht mehr möglich war.

Am 4. März 1938 wurde Betty Levi Witwe. Ihr Mann, der renommierte Strafverteidiger und ehemalige Notar Dr. Moses Levi, der 1933 Berufsverbot erhalten hatte, erlag einem Krebsleiden. 1939 konnten die Töchter Käthe und Herta mit einem Haushaltsvisum nach England emigrieren. Versuche, auch für die Mutter, die qualifizierte Hausfrau, eine Einreisegenehmigung zu erlangen, scheiterten an deren Alter.

So blieb Betty Levi allein zurück; ihre Lebensumstände wurden hoffnungslos, sie litt Hunger. Eigentümerin ihres Wohnhauses war seit 1938 die Hansestadt Hamburg, die es per Zwangsverkauf für einen geringfügigen Betrag an sich gebracht hatte; das enteignete Haus stand den geplanten Monumentalbauten der “Gau-Hauptstadt” im Wege.

Was von Geld und Vermögen in Sachwerten noch vorhanden war, hatte sie ebenfalls abliefern müssen.

Die einzige, die ihr vor und nach der “Übersiedlung” ins Hamburger jüdische Altersheim Sedanstraße 23 beistand, war eine couragierte ehemalige Hausangestellte, die ihr die Treue hielt und sie ein wenig unterstützen konnte.

Am 11. Juli 1942 wurde Betty Levi, sechzigjährig, von Hamburg aus ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

Seit dem 27. Januar 1997, dem Gedenktag zur Befreiung des Lagers Auschwitz, gibt es in Sichtweite der Klopstockstraße ein Straßenschild “Betty-Levi-Passage”, das nach einer Feierstunde im Altonaer Rathaus von der Tochter Herta Grove aus Philadelphia enthüllt wurde.

Diese Ehrung Betty Levis geschah zugleich stellvertretend für die große Gruppe der Hamburger und Altonaer Opfer, die als Hausfrauen und Mütter ein alltägliches Leben als Gleiche unter Gleichen führten, bis ihnen durch Staatsverordnung Menschenwürde und Lebensrecht genommen wurden.


Earl Shugerman’s Corner: Passover and Freedom in the Middle East

April 1, 2011

Earl Shugerman brings every week a serie of stories about Anglo-Saxon immigrants to Israel. This project is aimed to promote a more realistic view of life in Israel.

Passover is a predominantly Jewish holiday and festival. It commemorates the story of the flight for freedom of the Jewish people from the days of Moses. I feel that Passover of 2011 is especially significant due to the struggle for freedom of both Israel and many of Israel’s neighbours.

Festive Seder table with wine, matza and Seder plate.

Festive Seder table with wine, matza and Seder plate.

Many of our neighbours are struggling to replace monarchies and dictatorships with democracy. It commemorates the story of the Exodus, in which the ancient Israelites were freed from slavery in Egypt. Passover begins on the 15th day of the month of Nisan, which is spring in the Northern Hemisphere, and is celebrated for seven or eight days. It is one of the most widely observed Jewish holidays.

In the narrative of the Exodus, the Bible tells that God helped the Children of Israel escape slavery in Egypt by inflicting ten plagues upon the Egyptians before Pharaoh would release his Israelite slaves; the tenth and worst of the plagues was the slaughter of the first-born. The Israelites were instructed to mark the doorposts of their homes with the blood of a spring lamb and, upon seeing this, the spirit of the Lord passed over these homes, hence the term “Passover”. When Pharaoh freed the Israelites, it is said that they left in such a hurry that they could not wait for bread to rise. In commemoration, for the duration of Passover no leavened bread is eaten, for which reason it is called “The Festival of the Unleavened Bread”(flat unleavened bread) is the primary symbol of the holiday.

The Jewish people experienced a second historical Exodus following the horrors of the Holocaust.  The survivors of history’s greatest injustice and Jews throughout the world claimed the right to return to “Eretz Israel”. History has taught the people of the book that a national homeland is a necessity for survival.

Palestine was a British colony. The Jews, Christians, and Muslims were refused freedom and justice by the leaders of Great Britain. The United Nations Partition for Palestine in 1947 established both a Jewish and a Palestinian homeland. The members of the Arab League refused to accept the plan and invaded both Israel and Palestine in 1948. Many of those nations- which included: Syria, Egypt, and Saudi Arabia- led the Arab invasion.  These were nations whose citizens never enjoyed democracy and true freedom and refused to give that right to their neighbours.

Sixty two years later these same nations refuse to grant their citizens with freedom and equality. Today, the citizens of these countries are fighting to obtain a democratic lifestyle that they have only learned about from observing Western Nations. They have chosen to fight for the unknown- a life of democracy- even though they know that their life could be lost in the battle.

Most of us cannot imagine what it is like to be a citizen in many of these countries. Marshal Law has ruled the regime in Syria for thirty years? Saudi Arabia is feudal monarchy where people lose their limbs for stealing a loaf of bread. Egypt was ruled by a dictatorship for the past forty years. Egypt’s citizens were not granted civil rights and most in live extreme poverty.

This year in Israel we are celebrating the sixty second Passover in the modern Jewish state. Many of us celebrating here place emphasis on the fact that Moses and the ancient Israelites wondered the dessert for forty years before they entered the land of Canaan. Yahu wanted our people to think as free people- not as slaves- before they were given their own nation.

Seeing as we are a considerably new country, we do our best to maintain that state of mind. Let us hope that the people in Syria, Libya, Egypt and Yemen obtain and enjoy freedom now.

About the author: Earl Shugerman is a retired American Government public relations specialist,  currently spokesman in Haifa for The Jewish Agency and a writer specializing in interfaith relations. He has worked together with the Catholic and Southern Baptist Movements, the Reformed Jewish Movement and Muslim groups in interfaith activities.


Earl Shugerman’s Corner: Tu B’Shvat or The New Year of the Trees

January 19, 2011

Earl Shugerman brings every week a serie of stories about Anglo-Saxon immigrants to Israel. This project is aimed to promote a more realistic view of life in Israel.

The most famous tree in history is the Tree of Life (Etz Ha Haim). I am writing this story from Israel during the Jewish holiday that celebrates trees and nature- Tu B’Shvat. Trees hold a special significance to the people of Israel and to the Jewish people. Trees represent the beauty of nature, the tenacity of growth, and the yearning for roots by the Jewish people.

One of the most beautiful things about life in Israel is that ancient history and modern life are so intricately entwined. This holiday is on the fifth month of the Jewish calendar- Shvat. Modern Israel uses both the ancient Jewish calendar and the Latin one- which of course is universal. Tu B’Shvat is celebrated as a national holiday even though its’ roots date back to the ancient Mishna– a collection of ancient interpretations of the Old Testament. These interpretations have guided the daily lives of Jewish people all over the world for centuries. The Mishna states that Tu B’Shvat is the time of year when the trees begin their new cycle and soon blossom.
 
Tu B’Shvat has become a very significant holiday in modern Israeli reality, since it connects the Jewish people with Eretz Israel (the land of Israel). There is a good reason Tu B’Shvat was declared as Israel Knesset’s birthday.

In the Talmud times Tu B’Shvat represented an argument between Bait Hillel and Bait Shamai as to when should taxes on fruit be paid. Bait Shamai said it should be paid on the first of the month of Shavat, Bait Hillel said it should be paid on the 15th (T”u) of the month of Shvat.

Almond tree in blossom on Tu B’Shvat (Photo: Lourdes Cardenal)

Almond tree in blossom on Tu B’Shvat (Photo: Lourdes Cardenal)

In Middle Ages Tu B’Shvat was a day Jews remembered with yearning and longing for the fruits of Israel. During the 15th century, the Cabalistic Jews in the city of Tzafad created a Tu B’Shvat Seder, in a similar manner to the Pesach Seder. Slowly and over time, this Seder took a firm hold and in modern days have become one the main leading aspects of the holiday.

In early 20th century, at the beginning of Zionism, parents used to take their children to plant trees all over Israel and this is how Tu B’Shvat became the holiday of planting.
 
In religious practice, this a time that emphasizes Mitzvah connected to nature. In Israel, during this holiday, there is not a piece of land unworthy of the planting of a tree. From the forests in the North, to the dessert in the South- you will see students, soldiers, seniors and even tourists tilling the soil, planting trees, and irrigating the land.
 
This holiday includes a gathering of neighbours and family to celebrate the gifts of nature and the rewards that come from the earth. The Tu B’Shvat Seder, much like the Passover Seder, has an organized program. The program includes the eating of thirty different kinds of fruit, and drinking four glasses of red and white wine. The eating of the fruit has a symbolic value to it. Tradition has it, that eating fruit from the tree, and therefore taking part in the abundance of nature has a strong element of spiritual growth. The union of mankind and the rewards from the earth is the essence of spiritual fulfilment in this holiday. People drink wine at the Seder to symbolize joy and happiness. Wine is a symbol of happiness and that is why it is blessed at parties and important Jewish ceremonies such as holidays, Shabbat, weddings or circumcisions.
 
The greatest joy to the people of Israel is to celebrate the rebirth of an ancient nation blessed with prosperity and hopefully peace.

Thank you for allowing me to share some of this joy with the readers!

About the author: Earl Shugerman is a retired American Government public relations specialist,  currently spokesman in Haifa for The Jewish Agency and a writer specializing in interfaith relations. He has worked together with the Catholic and Southern Baptist Movements, the Reformed Jewish Movement and Muslim groups in interfaith activities.


Happy HANUKKAH! – The Jewish Festival of Lights

November 30, 2010

A message from Norbert Wied
CEO Carl Schurz Foundation

Frankfurt am Main, Germany, November 30, 2010

From December 1-9, 2010, Hanukkah (Chanukah), also known as the Festival of Lights, will be celebrated by Jews around the world. It is an eight-day holiday that starts on the 25th of the month of Kislev according to the Hebrew calendar, which may occur at any time from late November to late December in the Gregorian calendar, and continues till the 2nd of the month of Tevet.

Hanukkah commemorates the miracle that happened after the Jew’s 164 B.C.E. victory over the Hellenist Syrians. Antiochus IV, the Greek King of Syria, had forbidden the observance of Judaism under penalty of death and had forced Jews to worship Greek gods.

After the victory, a Temple lamp has been lighted and although the lamp had oil for only one day, it stayed miraculously lit for eight days until a new supply of oil could be prepared. Hanukkah is observed by lighting one Hanukkah light of the Menorah (candelabrum) on each of the eight holiday nights, progressing to eight lights on the final night of Hanukkah.

Hanukkah festivities include games (especially Dreidel), gift-giving to children and gathering for enjoying traditional foods. Hanukkah is a minor Jewish holiday and its religious significance is far less than that of Rosh Hashanah, Yom Kippur, Sukkot, Passover, and Shavu’ot. It is roughly equivalent to Purim in significance. On the other hand, Hanukkah is probably one of the best known Jewish holidays because of its proximity to Christmas. Some orthodox groups criticize the adoption of many Christmas customs, such as gift-giving and decoration, making Hanukkah the most secular holiday of the Jewish calendar.

Hanukkah began to find new expression in the years leading up to the founding of the modern state of Israel and has developed into a holiday rich with historical significance, physical and supernatural miracle narratives, and a dialogue with Jewish history.

I wish all Jews around the world: CHAG CHANUKKAH SAMEACH!

♪♫ “Chanukah, Oh Chanukah!” – A traditional Hanukkah song,  sung by Theodore Bikel, first in Yiddish, then in English, then in Hebrew: http://www.youtube.com/watch?v=KxH0xF84h_0

♪♫ “Ma’oz Tzur” – a Jewish liturgical poem or piyyut. It is written in Hebrew, and is often sung on the holiday of Hanukkah, after lighting the festival lights: http://www.youtube.com/watch?v=i7U1CHqe9eg

♪♫ “Mi Yimalel” (Who can retell) – A traditional Hanukkah song here performed by Craig Taubman, The Tribe & Alberto Mizzahi: http://www.youtube.com/watch?v=ZPUUjmn_Wk0

♪♫ “Lich’vod Hachanukkah” – by Chaim Nachman Bialik, a traditional Chanukah song sung by THE WESTERN WIND and Fran Avni: http://www.youtube.com/watch?v=-FbooXzSiQk


The Meaning of Hiram in Freemasonry and Judaism

November 27, 2010

Forever Faithful and Forthright, We Pledge Ourselves to Guard The Light. (The Magic Flute, Mozart)

All men are equal; it is not their birth, but virtue itself that makes the difference. (Voltaire)

It is a fine thing to be honest, but it is also very important to be right. (Winston Churchill)

HIRAM

HIRAM

Hiram Abiff & the ever-dying gods

by Rabbi Dr. Raymond Apple, Emeritus Rabbi of the Great Synagoge, Sydney. Past Grand Chaplain of the United Grand Lodge of New South Wales.

This paper was delivered at the Discovery Lodge of Research, Sydney, on January 27, 2010.

***

In the third degree ritual the central feature is the death and upraising of Hiram Abiff. It brings solemnity and drama into the occasion, though our version lacks the theatricality of some other rites which use costumes and elaborate dialogue. All versions believe it is a true story that happened at the time when Solomon constructed the Temple in Jerusalem, but those who look for Biblical backing are bound to be disappointed.

In an article I wrote for the “NSW Freemason” in 1978 I examined the view of W. Bro. Rev. Morris Rosenbaum concerning the Biblical account as found – with intriguing differences – in the First Books of Kings and the Second Book of Chronicles. The relevant chapters are I Kings 5, where Solomon asks his friend Hiram king of Tyre for building materials; and II Chronicles 2, where he asks him also for an expert artisan. Both passages feature a – non-royal – Hiram, who in one account appears to be an architect-craftsman and in the other an artisan skilled in working with brass. Both are called Hiram in tribute to the king: it is possible that Hiram was a generic name for a king of Tyre, like the title Pharaoh for a king of Egypt.

Rosenbaum thought there were two separate Hirams. The Hiram of the Book of Kings is the son of “a widow of the tribe of Naphtali”: the one in Chronicles is the son of “a woman of the daughters of Dan”. If there are two Hirams the mother of one is from Naphtali and the mother of the second from Dan; if there is only one, which I will argue in a moment, his father is from Naphtali and his mother from Dan. The connection with Tyre is more than geographic co-incidence, since there was a Tyrian school of craftsmanship and Solomon wanted to use Tyrian expertise.

Next problem: if Hiram (or at least one of them) is the son of a widow, his father is dead. II Chronicles mentions Hiram aviv, “Hiram his father”. Maybe Hiram the father started the work and Hiram the son completed it. This is the view of the 19th century commentator Malbim, who quotes I Kings 7:40 and II Chron. 4:11, though Malbim may have been influenced by the Masonic legend that Hiram was murdered; when I Kings 7:13 says that Solomon “sent and fetched Hiram out of Tyre” it may mean that an escort was sent to bring the younger Hiram to Jerusalem to finish his father’s work.

This in outline is Rosenbaum’s theory, but I believe he has read too much into the scriptural account. The Books of Chronicles are not always objective history and it is possible that we have not two Hirams but two versions of the one narrative with slight differences between them.

If then there was only one Hiram, how are we to handle the reference to “Hiram his father”, with its implication that father and son were both involved in the work? The answer is that av, a father, does not necessarily mean a parent. It can also be an originator or master. Hence the title “Hiram Abif(f)” tells us of Hiram’s professional status as a master craftsman, not about his parentage. Even so, there is no objective evidence that one Hiram dropped out and another replaced him. It is more likely that there was only one Hiram and the Bible does not record his eventual fate.

For that we have to go to legend. In a moment we will examine the Masonic version, but first we need to know whether Jewish Midrash knows of a murder during the building works and whether the victim could have been Hiram. There are Midrashim (e.g. Pesikta Rabbati, Friedmann ed., 1880, p. 25a) which hold that some of the builders met an unusual death, but Freemasonry compresses the tragedy into the death of one builder, the foreman, and though the midrashic material speaks of the dead men entering the afterlife, Freemasonry thinks the foreman was restored to earthly existence, though it is silent as to his subsequent life.

The Midrash asserts that whilst the Temple was being built none of the workmen died or even became ill, enabling the project to proceed apace – presumably illustrating the principle that God protects those who are engaged on a sacred mission (Talmud Pesachim 8a). However, once the project was completed, they all died, for God wished to prevent heathens using the Temple builders to erect idolatrous shrines, illustrating the rule that one must ascend in sanctity and not descend (Talmud B’rachot 28a). The builders were assured of a rich heavenly reward, and as for Hiram the master craftsman himself, he went straight to Paradise and never tasted real death (Louis Ginzberg, “Legends of the Jews”, vol. 4, page 155 and notes).

There is a midrashic idea that nine people did not die in the usual way but entered Paradise alive. These included Enoch and Elijah… and Hiram king of Tyre (Derech Eretz Zuta 1:9; Yalkut, Gen. 42 and Ezek. 36:7).

The commentators debate whether Hiram really deserves a place in the list, but in any case the reference must be to Hiram the craftsman and not Hiram the king. The formulators of Masonic ritual possibly knew enough Hebrew to access rabbinic works, but they totally changed the Midrash to make Hiram die a very earthly death at the hands of the other workmen and then rise from the dead. They must have been influenced by Christian tradition about the death of Jesus, though they were careful not to turn the story into an antisemitic canard. However, we should not read too much theology into the Masonic story, which probably has contemporary political motives.

If the story as we have it has been deliberately crafted (I dislike the stronger term “fabricated”) with a basis in the Hebrew Bible and the Jewish Midrash, we must still investigate whether there are additional sources from other cultures. But first we have to add one more attempt, over and above those of countless historians, to posit a theory of Masonic beginnings.

There are three main historical theories about Masonry. One begins at the time of Creation with God as Great Architect, Grand Geometrician and Master Builder, Adam as the first Grand Master, and Masonry as a thread running through ancient history. The second does not make claims about Biblical times but posits a fellowship of builders working on the great edifices of the Middle Ages. The third sees Enlightenment man creating cultural-scientific societies to study ideas and ethics and giving them a pre-history, a well-known habit developed in the interests of credibility.

The third theory is bound up with 17th and 18th century events. The Stuarts ruled England from 1643-1688, except for 1649-1660 after Charles I had been executed by Parliament under Oliver Cromwell. The last Stuart, James II, had to abdicate in 1688. After the Hanoverian George I assumed the monarchy in 1714, the Stuarts mounted invasions in 1715 and 1745 via Scotland but failed to win back the throne. They lived in exile in France with support from some quarters in England. They were called “Jacobites”, from the Latin (and prior to that the Hebrew) for “James”. Some Jacobites were Masons, including Bonnie Prince Charlie, the grandson of James II; some French and Italian lodges were entirely comprised of Jacobites, who may have adopted or invented Hiram Abiff to represent the executed Charles I and to express their belief in the restoration of the Stuarts.

Plans for the return of the Stuarts were made in secret vaults which may have been Masonic lodges. HA’s refusal to divulge a secret bolstered the pledges of confidentiality which these Brothers made to each other. This theory implies that Jacobite influences were involved in the development of Masonic ritual, which was the combination of the ideas and efforts of a number of men, notably Anderson, Desaguliers and Preston, though they might have been kept in the dark about the hidden agenda of Jacobite lodges.

Hiram’s name was not new to the authors of the third degree since he is referred as the master artisan in the Regius Poem of c 1390. The first time we find the Hiram legend in a degree ritual is in the 1730 pamphlet, Freemasonry Dissected, by Samuel Prichard, though there was a rival attempt to give Freemasonry a death/resurrection story in the narrative of Noah and his sons (Graham MS, 1726; cf. Harry Carr, “Hebraic Aspects of the Ritual”, Ars Quatuor Coronatum, vol. 97, 1984, page 77).

Hiram Abiff conveyed the message better because the Noah story lacked betrayal, violence, martyrdom and revenge, even though there was a theory that his sons put his body together again after he died. Hence HA supplanted Noah and settled into the newly created third degree.

The idea of Hiram as Charles I might derive from Elias Ashmole (1617-92), the antiquarian, lawyer and alchemist who is the first (or second) known Speculative Freemason, initiated in 1646. Ashmole (like other early Speculatives, Robert Moray, Inigo Jones and Nicholas Stone) was a Royalist and a supporter of Charles II, and his lodge may have practised Masonic ritual with a Royalist meaning. However, we do not know enough about the ways of early Speculative lodges and can only conjecture.

C.S. Madhavan of the Grand Lodge of India notes that a drastic change entered Freemasonry between the first and second editions of Anderson’s Constitutions. In the first edition in 1723 we read only that “The king of Tyre sent (Solomon) his namesake Hiram Abif, ‘prince of architects’”. The second edition in 1738 speaks of the sudden death of Hiram Abiff who was interred “in the Lodge near the Temple”. The new wording shows that the displacement of Noah by HA had taken place between 1723 and 1738.

The change must have had something to do with Prichard, whose work was published in 1730, but we need more than circumstantial evidence. English Masons would presumably have welcomed the general idea of a good man who died and rose again and would have been on familiar territory in linking royal history with poetic symbolism in view of the well-loved legends of King Arthur, the symbol of chivalry and idealism, about whom Tennyson later wrote, “He passes to be King among the dead/And after healing of his grievous wound/He comes again” (Idylls of the King, 1859).

The Hiram Abiff story was not concocted out of thin air. On the other hand no-one has found any proof that there really was a Hiram Abiff who was murdered on the Temple site and then brought back to life by his supporters. Nor has anyone proved that there was an Israelite custom to pray at “high twelve”, to bury a person in proximity to the Temple, or to place an acacia sprig on a grave. There is also no proof that the real Hiram (unless he was the king of Tyre) was on close terms with King Solomon.

HA is a cultural typology developed at and reflecting the mores of a later time. Its lineage appears to have travelled through two disparate lines:
• the well known concept of gods and messiahs that die and overcome their death (examples are Osiris, Isis, Horus and Tammuz), an idea that appealed to members of secret or other societies who saw true believers martyred but the cause survive;
• widespread accounts of disasters that occurred during the building of churches, palaces and other major edifices.

The first idea has a modern equivalent in Nietzsche’s Death of God theory, plus the religious insistence that God will make a comeback. In Jewish thinking the Death of God is inconceivable, since it is an article of faith that God was not born and cannot die (“I am the first and I am the last”: Isa. 44:6), though in a metaphorical sense it could possibly tolerate the Nietzschean notion that human beings had “killed” Him. Christianity might be thought of as receptive to a Hiram Abiff narrative as consonant with the history of Jesus. However, it is difficult to reconcile a pro-Christian interpretation with the Andersonian dechristianisation of Masonic ritual, though there is admittedly a more Christian element in the Royal Arch.

Whatever the case, it is likely that this is one more example of how Masonry utilised well-known strands of folklore to construct its narratives and rituals, often starting with sketchy Biblical material but adding so much from other sources that it almost completely changed the original story. Other examples are the stories about King Solomon and the dedication of his temple, which, though crucial to the craft, should not be taken literally but understood as an amalgam of folk ideas and literary imagination.

All Masonic writers attach symbolic significance to the HA story, regardless of its origins and political significance. A popular interpretation links it to the three stages of life; as the first degree symbolises birth, when one begins to glimpse light, the second stands for manhood, when one toils toward wisdom and experience, and the third represents old age, when human powers gradually wane but one yearns for a life after death.

Perhaps Anderson and Desaguliers, unaware of or unconvinced by Jacobite political theories, decided to incorporate HA into the third degree because the death/resurrection theme appealed to them as Christians. In 1775 William Hutchinson wrote in his Spirit of Masonry, “The Master Mason represents a man under the Christian doctrine, saved from the grave of iniquity, and raised to the faith of salvation”. The dechristianisation of the craft must inevitably have been difficult for some Masons.

However, with or without christological issues the narrative illustrates and justifies the doctrine that goodness must and will prevail over doubt and difficulty, and is evidence of the common phenomenon whereby a custom or story loses its original significance, undergoes reinterpretation and rationalisation, and gains a new message and mission.

BIBLIOGRAPHY

Raymond Apple, “Who was Hiram Abiff?”, The NSW Freemason, Dec., 1978
Harry Carr, “Hebraic Aspects of the Ritual”, Ars Quatuor Coronatum, vol. 97, 1984
W.W. Covey-Crump, The Hiramic Tradition, 1934
Louis Ginzberg, Legends of the Jews, various eds., vol. 4
R.F. Gould, History of Freemasonry, 5 vols., 1905
W.B. Hextall, “The Hiramic Legend and the Ashmolean Theory”, Transactions of the Leicester Lodge of Research, 1903-04
Bernard E. Jones, Freemason’s Guide and Compendium, 1950
Jacob Katz, Out of the Ghetto, 1978
C.S. Madhavan, “The Hiramic Legend” (http://www.freemasons-freemasonry.com)
Alexander Piatigorsky, Who’s Afraid of Freemasons?, 1997
Morris Rosenbaum, “Hiram Abif: The Traditional History Illustrated by the Volume of the Sacred Law”, Transactions of the Leicester Lodge of Research, 1903-04
Gershom Scholem, Kabbalah, 1974

 Copyright © 2010 Rabbi Dr. Raymond Apple & HIRAM7 REVIEW


Earl Shugerman’s Corner: NES AMMIM 2010 – Interfaith Dialogue in Israel

November 25, 2010

Earl Shugerman brings every week a serie of stories about Anglo-Saxon immigrants to Israel. This project is aimed to promote a more realistic view of life in Israel.

NES AMMIM 2010

 

Nes Ammim (Hebrew: נֵס עַמִּים‎, lit. Banner of the Nations) is a Christian community in the northern district of Israel.

Nes Ammim (Hebrew: נֵס עַמִּים‎, lit. Banner of the Nations) is a Christian community in the northern district of Israel.

 

An important fact that people should know about Israel is that roughly twenty percent of Israeli citizens are Muslim, Christian and Druze. The seven million citizens of pre-1967 borders manage to live together in a fairly democratic, but far from perfect society. Many Israelis of all backgrounds are trying to improve our society and its political awareness.

Once a month I participate in a joint prayer meeting with the Focolare. The Focolare is the largest Catholic outreach movement with five million members. The Focolare movement is an international organization based on ideals of unity and universal brotherhood. The movement was founded in Trent Italy 1944 by Chiara Lubich. Chiara was just a teenager when she decided to found the movement. During this period, Italy was occupied by the Allies. Chiara made a choice to stay in Trent to help the wounded and the homeless. Seeing the horrors of war first hand she and her friends had vowed to live a humble life and yet to promote peace and brotherhood throughout the world using Catholicism as their base. However, they have strong connections to different denominations and various faiths. The Focolare movement is present today in 182 nations. Through a network of eighteen branches the Focolare has an impact on both eclectic and secular life. Our meetings are held at Or Hadash Synagogue in Haifa, and hosted by Rabbi Edgar Nof.

Each summer the movement holds local retreats over 100 worldwide, where members and new comers come together to discuss the movement and enhance spirituality. The first such meeting was held in Italy in 1949, while today 200.000 people participate from all over the world. Many of the people who attend are Catholics, but members of other faiths participate as well. I and my fellow congregates from Or Hadash attended this year’s event in Israel. Kibbutz Nes Ammim hosted the activity.

The Nes Amim Christian kibbutz is located between Naharia and Nazareth (all in the area of west Galilee) the home of Mary Magdalene and residence where Jesus was raised. The kibbutz was founded by various Christians from different European backgrounds. The term “Nes Amim” means “banner of nations” it was used in Isaiah 11:10. The theology of “Nes Amim” refers to the need for dialogue between Jews, Christians and all religions.

Nes Ammim 2009 was a successful and memorable experience. It was the first time in history that Jews, Muslims, and Christians from both sides of our borders participated in the convention. We were blessed be chosen as the first Jewish attendees. This year the attending participants came from very diverse backgrounds. There were individuals from Ramala, Ra’anana, Haifa, Jerusalem and even Egypt. There were also participants from Italy, Brazil and Uruguay, who traveled half way around the world to attend the occasion. The convention’s program was similar to last year’s. The three hundred participants were divided into several small groups to enjoy spiritual, artistic, and social activity. There were art classes, drama exhibitions, knitting instruction, meditation, and of course the beloved hiking trails and swimming pools. Nes Ammim hosts a church, a synagogue, and mosque. Many of us attended each other’s weekly prayers.

The three hundred individuals that attended Nes Ammim had their own beliefs, values, goals, and lifestyles. These diversities are a reflection of life in Israel and Palestine. That is the reason that this type of activity should continue in growing numbers, and that the world should be aware of them. I firmly believe that the people of this region can be an example to the rest of the world that the ploughshare can indeed replace the sword.

About the author: Earl Shugerman is a retired American Government public relations specialist,  currently spokesman in Haifa for The Jewish Agency and a writer specializing in interfaith relations. He has worked together with the Catholic and Southern Baptist Movements, the Reformed Jewish Movement and Muslim groups in interfaith activities.


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