Nelson Mandela (1918-2013) or The Making Of A Myth

December 6, 2013

Politicians and people around the globe pay tribute to Nelson Mandela, who died on December 5, 2013. Nelson Mandela guided South Africa from apartheid to multiracial democracy after spending almost three decades in prison.

President Bill Clinton with Nelson Mandela at the Independence Hall in Philadelphia, PA, July 4, 1993. Photo: Executive Office of the President of the United States

President Bill Clinton with Nelson Mandela at the Independence Hall in Philadelphia, PA, July 4, 1993. Photo: Executive Office of the President of the United States

“Now that he’s dead, and can cause no more trouble, Nelson Mandela is being mourned across the ideological spectrum as a saint. But not long ago, in Washington’s highest circles, he was considered an enemy of the United States. Unless we remember why, we won’t truly honor his legacy,” argues foreign policy analyst Peter Beinart in The Daily Beast.

“In the 1980s, Ronald Reagan placed Mandela’s African National Congress on America’s official list of terrorist groups. In 1985, then-Congressman Dick Cheney voted against a resolution urging that he be released from jail. In 2004, after Mandela criticized the Iraq War, an article in National Review said his ‘vicious anti-Americanism and support for Saddam Hussein should come as no surprise, given his longstanding dedication to communism and praise for terrorists.’ As late as 2008, the ANC remained on America’s terrorism watch list, thus requiring the 89-year-old Mandela to receive a special waiver from the secretary of State to visit the U.S.”

Read full story.


Geschichte der Hamburger Juden: Familie Levi in Altona

September 25, 2011

Betty Levi (née Lindenberger)

von Ulla Hinnenberg (Stadtteilarchiv Ottensen)

Betty Levi, geboren Lindenberger, geb. 10.3.1882, deportiert nach Auschwitz am 11.7.1942, Todesdatum unbekannt.

Betty Levi, Tochter von Isaac und Ernestine (Esther) Lindenberger, stammte aus dem ostpreußischen Labiau, einem Zentrum der Fischindustrie. Sie wurde im Standesamt als Berta registriert, nannte sich jedoch zeitlebens Betty Lindenberger, später Betty Levi.

Berufliche Gründe brachten einen Ortswechsel mit sich; der Vater wurde in Berlin Geschäftsinhaber in der Fischverarbeitungs- und -konservierungsbranche. Betty erhielt eine profunde, vielleicht professionell geplante, Ausbildung als Pianistin, die sie bei ihrer Eheschließung abbrach.

Die 22-jährige Berlinerin heiratete 1905 den neun Jahre älteren Altonaer Rechtsanwalt Dr. Moses Levi; die Brautleute kannten sich seit einem Hochzeitsfest, an dem sie als Gäste teilgenommen hatten. Moses Levi gehörte einer alteingesessenen Altonaer Familie an, deren Stammbaum mütterlicherseits bis in die Anfänge der Altonaer jüdischen Gemeinde zurückreichte und in direkter Linie und verwandtschaftlichen Verzweigungen eine Reihe von Rabbinern hervorgebracht hatte.

Das Ehepaar Levi bekam vier Kinder, geboren zwischen 1908 und 1916, und wohnte zunächst in einer Etage in der Königstraße 76, bis es 1920 das Haus Klopstockstraße 23, in bester Ottenser Elblage, erwarb.

Betty Levi lebte das Leben einer angesehenen bürgerlichen Hausfrau. Sie zog vier Kinder groß, führte den Haushalt, war eine Meisterin im Kochen und im Backen, widmete sich in Mußestunden dem Klavierspiel und ihrer zweiten Begabung, der Anfertigung kunstvoller Handarbeiten. Sie war eine Perfektionistin und legte in allen Dingen größtes Gewicht auf Sorgfalt in der Ausführung. Sie war auch eine Frau, die sich nicht duckte, als die Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft anbrachen. So weigerte sie sich etwa beharrlich, den Namen des neuernannten “Adolf-Hitler-Platzes” zu verwenden oder auf ihn zu reagieren.

Im Mai 1932 verheiratete sich die älteste Tochter Elisabeth mit einem Studienfreund und zog mit ihm nach Kopenhagen. Die jüngste Tochter Herta musste im Herbst 1933 das Gymnasium verlassen; sie ging nach Berlin, wo sich ein Ausbildungsweg in der angestrebten musikpädagogischen Richtung auch ohne Abitur gefunden hatte. Der Sohn Walter wanderte 1936 nach England aus, um dort sein technisches Studium abzuschließen, was ihm in Hamburg nicht mehr möglich war.

Am 4. März 1938 wurde Betty Levi Witwe. Ihr Mann, der renommierte Strafverteidiger und ehemalige Notar Dr. Moses Levi, der 1933 Berufsverbot erhalten hatte, erlag einem Krebsleiden. 1939 konnten die Töchter Käthe und Herta mit einem Haushaltsvisum nach England emigrieren. Versuche, auch für die Mutter, die qualifizierte Hausfrau, eine Einreisegenehmigung zu erlangen, scheiterten an deren Alter.

So blieb Betty Levi allein zurück; ihre Lebensumstände wurden hoffnungslos, sie litt Hunger. Eigentümerin ihres Wohnhauses war seit 1938 die Hansestadt Hamburg, die es per Zwangsverkauf für einen geringfügigen Betrag an sich gebracht hatte; das enteignete Haus stand den geplanten Monumentalbauten der “Gau-Hauptstadt” im Wege.

Was von Geld und Vermögen in Sachwerten noch vorhanden war, hatte sie ebenfalls abliefern müssen.

Die einzige, die ihr vor und nach der “Übersiedlung” ins Hamburger jüdische Altersheim Sedanstraße 23 beistand, war eine couragierte ehemalige Hausangestellte, die ihr die Treue hielt und sie ein wenig unterstützen konnte.

Am 11. Juli 1942 wurde Betty Levi, sechzigjährig, von Hamburg aus ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

Seit dem 27. Januar 1997, dem Gedenktag zur Befreiung des Lagers Auschwitz, gibt es in Sichtweite der Klopstockstraße ein Straßenschild “Betty-Levi-Passage”, das nach einer Feierstunde im Altonaer Rathaus von der Tochter Herta Grove aus Philadelphia enthüllt wurde.

Diese Ehrung Betty Levis geschah zugleich stellvertretend für die große Gruppe der Hamburger und Altonaer Opfer, die als Hausfrauen und Mütter ein alltägliches Leben als Gleiche unter Gleichen führten, bis ihnen durch Staatsverordnung Menschenwürde und Lebensrecht genommen wurden.


Die “Endlösung der Judenfrage” in Frankreich: Razzia der Pariser Winter-Radrennbahn (1942)

July 17, 2010

Daß die Juden, wenn sie wollten – oder, wenn man sie dazu zwänge, wie es die Antisemiten zu wollen scheinen –, jetzt schon das Übergewicht, ja ganz wörtlich die Herrschaft über Europa haben könnten, steht fest; daß sie nicht darauf hinarbeiten und Pläne machen, ebenfalls. Einstweilen wollen und wünschen sie vielmehr, sogar mit einiger Zudringlichkeit, in Europa, von Europa ein- und aufgesaugt zu werden, sie dürsten darnach, endlich irgendwo fest, erlaubt, geachtet zu sein und dem Nomadenleben, dem ‘ewigen Juden’ ein Ziel zu setzen –; und man sollte diesen Zug und Drang wohl beachten und ihm entgegenkommen. (Friedrich Nietzsche)

Als Rafle du Vélodrome d’Hiver (frz. Razzia der Winter-Radrennbahn) wird die am 16. und 17. Juli 1942 in Paris durchgeführte Massenfestnahme durch die französische Polizei (auf Anordnung des Generalsekretärs der Polizei des Vichy-Regimes René Bousquet – der nach dem Krieg eine steile Karriere machte und leider 1993 erschossen wurde, bevor man ihn den Prozess machen konnte) und darauf folgende Deportation von 13.000 französischen Juden, darunter über 4.000 Kinder, in die Gaskammern nach Auschwitz bezeichnet.

Die aktive Beteiligung der französischen Vichy-Regierung sowie französischer Polizeibeamter – ohne ausdrücklichen Befehl der nationalsozialistischen Besatzungsmacht – an diesem Verbrechen war jahrzehntelang ein Tabu in Frankreich.

Am 16. Juli 1995 entschuldigte sich der französische Staatspräsident Jacques Chirac öffentlich im Namen der französischen Republik

Am 16. Juli 1995 entschuldigte sich Staatspräsident Jacques Chirac öffentlich im Namen der französischen Republik.

 “Von diesem Moment an konnte man beginnen, echte Fragen zu stellen, wurde den Opfern der Opfer-Status zuerkannt. Erst dann konnte die Arbeit der Erinnerung, der historischen Auseinandersetzung und die Trauerarbeit der jüdischen Familien wirklich beginnen. Ich nenne das eine „Befriedung“. Denn seit der Erklärung des Staatspräsidenten Jacques Chirac fühlen sich viele Juden mit ihrer Geschichte versöhnt, mit der Geschichte ihres Landes, des Landes, in dem sie leben.”, bemerkte Jacques Fredj, Direktor des Mémorial de la Shoah, ein Gedenk-, Forschungs- und Dokumentationszentrum zur Geschichte des Holocaust.

Jacques Chirac & Simone Veil vor der Mauer der Namen in Paris

Jacques Chirac mit der französischen Politikerin, einstigen Präsidentin des Europäischen Parlamentes und Auschwitz-Überlebende Simone Veil vor dem Pariser Denkmal Mur des Noms (Mauer der Namen)

***

Am 16. Juli 1995, hielt der französische Staatspräsident Jacques Chirac eine sehr bewegende Rede, in der er auf die Verstrickungen des französischen Staates in dieses Verbrechen einging.

Rede des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac

Monsieur le Maire,

Monsieur le Président,

Monsieur l’Ambassadeur,

Monsieur le Grand Rabbin,

Mesdames, Messieurs,

Il est, dans la vie d’une nation, des moments qui blessent la mémoire, et l’idée que l’on se fait de son pays.

Ces moments, il est difficile de les évoquer, parce que l’on ne sait pas toujours trouver les mots justes pour rappeler l’horreur, pour dire le chagrin de celles et ceux qui ont vécu la tragédie. Celles et ceux qui sont marqués à jamais dans leur âme et dans leur chair par le souvenir de ces journées de larmes et de honte.

Il est difficile de les évoquer, aussi, parce que ces heures noires souillent à jamais notre histoire, et sont une injure à notre passé et à nos traditions. Oui, la folie criminelle de l’occupant a été secondée par des Français, par l’Etat français.

Il y a cinquante-trois ans, le 16 juillet 1942, 450 policiers et gendarmes français, sous l’autorité de leurs chefs, répondaient aux exigences des nazis.

Ce jour-là, dans la capitale et en région parisienne, près de dix mille hommes, femmes et enfants juifs furent arrêtés à leur domicile, au petit matin, et rassemblés dans les commissariats de police.

On verra des scènes atroces: les familles déchirées, les mères séparées de leurs enfants, les vieillards – dont certains, anciens combattants de la Grande Guerre, avaient versé leur sang pour la France – jetés sans ménagement dans les bus parisiens et les fourgons de la Préfecture de Police.

On verra, aussi, des policiers fermer les yeux, permettant ainsi quelques évasions.

Pour toutes ces personnes arrêtées, commence alors le long et douloureux voyage vers l’enfer. Combien d’entre-elles ne reverront jamais leur foyer? Et combien, à cet instant, se sont senties trahies? Quelle a été leur détresse?

La France, patrie des Lumières et des Droits de l’Homme, terre d’accueil et d’asile, la France, ce jour-là, accomplissait l’irréparable. Manquant à sa parole, elle livrait ses protégés à leurs bourreaux.

Conduites au Vélodrome d’hiver, les victimes devaient attendre plusieurs jours, dans les conditions terribles que l’on sait, d’être dirigées sur l’un des camps de transit – Pithiviers ou Beaune-la-Rolande – ouverts par les autorités de Vichy.

L’horreur, pourtant, ne faisait que commencer.

Suivront d’autres rafles, d’autres arrestations. A Paris et en province. Soixante-quatorze trains partiront vers Auschwitz. Soixante-seize mille déportés juifs de France n’en reviendront pas.

Nous conservons à leur égard une dette imprescriptible.

La Thora fait à chaque juif devoir de se souvenir. Une phrase revient toujours qui dit: “N’oublie jamais que tu as été un étranger et un esclave en terre de Pharaon”.

Cinquante ans après, fidèle à sa loi, mais sans esprit de haine ou de vengeance, la Communauté juive se souvient, et toute la France avec elle. Pour que vivent les six millions de martyrs de la Shoah. Pour que de telles atrocités ne se reproduisent jamais plus. Pour que le sang de l’holocauste devienne, selon le mot de Samuel Pisar, le “sang de l’espoir”.

Quand souffle l’esprit de haine, avivé ici par les intégrismes, alimenté là par la peur et l’exclusion. Quand à nos portes, ici même, certains groupuscules, certaines publications, certains enseignements, certains partis politiques se révèlent porteurs, de manière plus ou moins ouverte, d’une idéologie raciste et antisémite, alors cet esprit de vigilance qui vous anime, qui nous anime, doit se manifester avec plus de force que jamais.

En la matière, rien n’est insignifiant, rien n’est banal, rien n’est dissociable. Les crimes racistes, la défense de thèses révisionnistes, les provocations en tout genre – les petites phrases, les bons mots – puisent aux mêmes sources.

Transmettre la mémoire du peuple juif, des souffrances et des camps. Témoigner encore et encore. Reconnaître les fautes du passé, et les fautes commises par l’Etat. Ne rien occulter des heures sombres de notre Histoire, c’est tout simplement défendre une idée de l’Homme, de sa liberté et de sa dignité. C’est lutter contre les forces obscures, sans cesse à l’oeuvre.

Cet incessant combat est le mien autant qu’il est le vôtre.

Les plus jeunes d’entre nous, j’en suis heureux, sont sensibles à tout ce qui se rapporte à la Shoah. Ils veulent savoir. Et avec eux, désormais, de plus en plus de Français décidés à regarder bien en face leur passé.

La France, nous le savons tous, n’est nullement un pays antisémite.

En cet instant de recueillement et de souvenir, je veux faire le choix de l’espoir.

Je veux me souvenir que cet été 1942, qui révèle le vrai visage de la “collaboration”, dont le caractère raciste, après les lois anti-juives de 1940, ne fait plus de doute, sera, pour beaucoup de nos compatriotes, celui du sursaut, le point de départ d’un vaste mouvement de résistance.

Je veux me souvenir de toutes les familles juives traquées, soustraites aux recherches impitoyables de l’occupant et de la milice, par l’action héroïque et fraternelle de nombreuses familles françaises.

J’aime à penser qu’un mois plus tôt, à Bir Hakeim, les Français libres de Koenig avaient héroïquement tenu, deux semaines durant, face aux divisions allemandes et italiennes.

Certes, il y a les erreurs commises, il y a les fautes, il y a une faute collective. Mais il y a aussi la France, une certaine idée de la France, droite, généreuse, fidèle à ses traditions, à son génie. Cette France n’a jamais été à Vichy. Elle n’est plus, et depuis longtemps, à Paris. Elle est dans les sables libyens et partout où se battent des Français libres. Elle est à Londres, incarnée par le Général de Gaulle. Elle est présente, une et indivisible, dans le coeur de ces Français, ces “Justes parmi les nations” qui, au plus noir de la tourmente, en sauvant au péril de leur vie, comme l’écrit Serge Klarsfeld, les trois-quarts de la communauté juive résidant en France, ont donné vie à ce qu’elle a de meilleur. Les valeurs humanistes, les valeurs de liberté, de justice, de tolérance qui fondent l’identité française et nous obligent pour l’avenir.

Ces valeurs, celles qui fondent nos démocraties, sont aujourd’hui bafouées en Europe même, sous nos yeux, par les adeptes de la “purification ethnique”. Sachons tirer les leçons de l’Histoire. N’acceptons pas d’être les témoins passifs, ou les complices, de l’inacceptable.

C’est le sens de l’appel que j’ai lancé à nos principaux partenaires, à Londres, à Washington, à Bonn. Si nous le voulons, ensemble nous pouvons donner un coup d’arrêt à une entreprise qui détruit nos valeurs et qui, de proche en proche risque de menacer l’Europe tout entière.


The Making of Barack Obama: Honolulu, Harvard, and Hyde Park

May 1, 2010

Where the willingness is great, the difficulties cannot be great. (Niccolo Machiavelli)

David Remnick,   editor of The New Yorker, delivers with The Bridge fresh insights about Barack Obama’s personal and political odyssey – particularly when it comes to understanding the degree to which Obama is a product of New England’s commitment to social and global reform.

A Book Review by Walter Russell Mead 

Barack Obama’s appeal has always been something of a paradox. On the one hand, Obama’s election as the United States‘ first African American president can be seen as a triumph for “identity politics” and a blow to the near hammerlock that white Protestant males have had on the presidency since George Washington.

On the other hand, it moves the country closer to an era of nonracial or postracial politics, in which racial identity will matter less and less.

Obama is a clear break from past generations of black politicians. In the parlance of the civil rights movement, he is a member of “the Joshua generation” — a term drawn from the Bible that refers to the generation of Jews who did not remember the Exodus but lived to enter the Promised Land. And he has embraced a very different political style from those of other black politicians, such as Jesse Jackson and Al Sharpton. With a white mother and a Kenyan father who lived in the United States only briefly, Obama had little personal connection to the forces and history that shape African American identity. Growing up in Hawaii and Indonesia, two places where black-white relations were a marginal and distant force, young Barry Obama’s life was touched only tangentially by race. From this start, Obama emerged as the most commanding figure in African American politics ever and was the first Democratic presidential candidate to win a majority of the popular vote since Lyndon Johnson in 1964.

Who is Obama? What does he really believe? How has his quest to find and understand his place in American life shaped him and his vision for the United States? These are the questions that David Remnick, the author of Lenin’s Tomb and the editor of The New Yorker, sets out to investigate in The Bridge, an intelligent and searching biography of Obama. Although he covers ground that has already been examined by other writers (most notably, Obama himself), Remnick nevertheless manages to frame important questions about the current occupant of the Oval Office. The Bridge is a significant accomplishment and a compelling read. At its best, it illuminates some very dark corners.

The book is not always at its best. Most readers will feel that Remnick spends entirely too much time on detailed accounts of the ultimately irrelevant candidates who tried and failed to stop Obama’s march to the Senate in 2004. Instead, Remnick should have put his intelligence to work on the mostly white world of liberal Hyde Park activism, which had a profound effect on Obama during his years in Chicago. This is a regrettable oversight, since, as Remnick’s narrative makes clear, white (and often Jewish) friends and associates formed a critical part of Obama’s network. Remnick has a gift for laying bare the cultural and intellectual forces at work in a person or a milieu; had he turned that searchlight on Hyde Park, he would have produced a much richer account of the president’s intellectual and political journey.

When it comes to the world of black Chicago, Remnick gets closer to the story. His portrait of Representative Bobby Rush, the former Black Panther who defeated Obama in a congressional primary, is particularly sharp; his take on Jeremiah Wright, the spellbinding preacher who built the church in which Obama found his faith, although good, leaves readers wanting more. The book’s dominant metaphor is a bridge — Remnick compares Obama’s role in society to the bridge in Selma, Alabama, that was the site of one of the most significant struggles of the civil rights movement — and to some degree, the image closes as many doors as it opens. The image is a compelling one, but African American politics, religion, and culture are about much more than civil rights. By scanting this complexity, Remnick leaves readers with a less than totally satisfying depiction of Obama’s encounter with the world of black Chicago.

THE PRESIDENT FROM NEW ENGLAND

Nevertheless, Remnick delivers some fresh insights about the president’s personal and political odyssey that open up new perspectives on American society as a whole — particularly when it comes to understanding the degree to which Obama is a product of New England’s commitment to social and global reform. The Bostonian vision of the United States as “a city on a hill,” whose government is the moral agent of a society of good people determined to suppress vice and establish virtue, has fueled some of the country’s most important and lasting social movements, and it is this tradition that seems to have shaped Obama most profoundly.

The high school that Obama attended in Hawaii, the elite Punahou School, was founded in 1841 to educate the children of the New England missionaries who led the kingdom of Hawaii into both Christianity and the United States. In 1851, it was opened up to students from all racial and religious backgrounds, and today, like any good New England boarding school, it attempts to infuse its students with an ethic of service, along with solid academic skills. This Exeter of the Pacific did more than give Obama the academic skills he would need at Columbia and Harvard Law School; socially and culturally, it helped prepare him for both the ideas and the people among whom his lot was to be cast.

At its best, the tradition of New England reform, with its moral earnestness and its willingness to call on the full powers of a strong state, is a nonracial or postracial vision. Punahou’s 1851 decision to open its doors to nonwhite and non-Christian students reflected more than the missionary ambitions of its founders; it represented the New England faith in the essential equality, and even similarity, of all people under the skin.

That same faith led more modern representatives of the New England spirit to promote the admission of increasing numbers of nonelite and nonwhite students to schools like Punahou and Harvard Law. But the goal of these powerful establishment reformers was less the celebration of diversity than its abolition. That is, just as the missionaries believed that given Christian values and education, the Sandwich Islanders would build their own version of a New England commonwealth, so modern reformers have believed that giving African Americans, Roman Catholics, and other formerly marginalized Americans greater access to better education would ultimately lead them to embrace New England’s core values.

This seems to have worked in Obama’s case. Just as President John F. Kennedy, the Harvard-educated scion of Boston Irish-ward politicians, out-WASPed the WASPs by placing himself firmly in the line of high New England moral and political leadership, so Obama has used his eloquence and conviction to emerge as the leading representative of this old and deeply American political tradition. Yet the perception among some Chicagoans that if pressed, Obama would say, like the narrator of the famous William Blake poem, “I am black, but O, my soul is white!” nearly ended his political career in 2000, when Rush humiliated him in a congressional race.

For Obama to emerge as a postracial candidate, he first had to become racial; he had to find a way to become culturally black. The quest to connect with African American history, culture, and values shaped much of his personal and political activity from adolescence through 2006. Remnick does a better job with this aspect of Obama’s development than many writers because he grounds much of his story in Obama’s struggle to find his place in black America. And for a white writer, he gives an unusually detailed and nuanced portrait of the intellectual and political world in which Obama had to find his way.

More would have been better. In particular, readers would have benefited from a fuller and richer treatment of Wright. He represents the road that Obama ultimately chose not to take: Wright’s Afrocentric theology and impassioned black nationalist rhetoric offered a competing vision with which Obama had to come to terms to find his place in black Chicago — but that could never adequately express either the hopes or the vision that Obama brought with him from Hawaii and Harvard. Forced to choose between the spirit and legacy of New England reform as embodied in the likes of Oliver Wendell Holmes and McGeorge Bundy on the one hand and the Afrocentric vision of Wright on the other, Obama stands with Massachusetts every time.

BLACK LIKE HIM

The path Obama had to navigate as he built an identity and found friends and allies within the world of Chicago’s African American politics was a winding one. Remnick moves rather too quickly along it, but he does help readers appreciate the magnitude and difficulty of Obama’s progress. Although the circumstances of Obama’s need to connect his cosmopolitan upbringing and education with the hopes and fears of a particular community of voters were unique, the task is common. The U.S. educational system is largely deracinating: it aims to do more than take the boy out of Iowa; it wants to take the Iowa out of the boy. For those graduates who seek a career in electoral politics, the process must be reversed.

Returning to Arkansas after his years as a Rhodes scholar and Yale law student, Bill Clinton, the great chameleon of modern American political history, had to reconnect with an American vernacular. George W. Bush had to navigate the transition from Andover, Yale, and Harvard Business School back to the pork rinds of Texas. The declining political fortunes of the Kennedy dynasty seem connected to the way that each succeeding generation has been more Harvard and less South Boston; by contrast, each generation of the Bush clan has moved further away from its blue-blooded, bluenosed Connecticut roots toward a more total immersion in rising American subcultures.

Given the unique and uniquely charged history of black America, African American politicians face tougher challenges than their white, Latino, and Asian peers. The loyalties are deeper, the suspicions on all sides greater, the questions to be addressed more explosive. Obama’s success in finding a path through these obstacles and developing a political stance and style that has attracted both black and white voters to his side reveals a powerful intellect linked to a capacity for empathy and a receptiveness to others that recalls both Clinton and Ronald Reagan.

Reflecting on Obama’s path from Harvard Law to the South Side of Chicago also helps one understand the limits of his political appeal. Learning to integrate his New England value system into a public persona that could reach Chicago’s black voters gave Obama a potent and even mythic political appeal, but it also left him with a weak suit: the folks out in the hills clinging to their God and their guns. For many Americans, the New England vision of a strong state acting as the enforcer of a common moral purpose has always been something to resist. Jeffersonian and Jacksonian radicals fought to abolish the state establishment of religion in Connecticut and Massachusetts, the South fought the abolitionists and then the Freedmen’s Bureau during Reconstruction, the white working-class South and North united in defiance of Prohibition, and so on.

Obama’s effect on this populist tradition is like that of a red flag on a bull. As a New England reformer building a larger, more intrusive state, and as the most prominent beneficiary of New England’s determination to broaden access to its most elite institutions, Obama represents forces that many populists instinctively oppose. At the same time, nothing in Honolulu or Cambridge or Chicago taught Obama what Clinton learned in Arkansas: how to reach out to these people and to know what, and what not, to say to them. The economic crisis of 2008 and the country’s unhappiness with the Bush administration gave Obama an opportunity to be heard by populist voters; since his inauguration, they have shown signs of retreating to their former loyalties and ideas. Obama’s hopes for reelection in 2012 may turn on his ability to bridge yet another divide in America’s soul and to reach out to a constituency that so far has proved resistant to his charms.

THE WORLD BEYOND

Students of foreign policy will be bemused and somewhat alarmed by the near-total absence of evidence in Remnick’s book that Obama ever showed any interest in foreign policy before running for president. There is a casual mention of the human rights scholar Samantha Power as an adviser to and influence on Obama, and there are narrative descriptions of Obama’s sojourns abroad with his mother and a fascinating account of his father’s troubled career in Kenya. But to judge from this book, Obama spent little time dealing with foreign policy until he failed to get the Senate committee assignment he really wanted and was forced to make the best of an appointment to the Senate Committee on Foreign Relations. While traveling with Senator John Kerry and others in 2005, Obama saw the poor security surrounding Russian nuclear materials and was seized by the importance of getting the world’s nuclear material under better control. This is a worthwhile idea, and it bore fruit at the recent Nuclear Security Summit, but one looks in The Bridge in vain for more clues to the future of U.S. foreign policy under the Obama administration.

It seems reasonable to infer that Obama’s foreign policy instincts, like his domestic policy ideas, are rooted in the New England tradition that blends a form of moralism tempered by pragmatism, a faith in strong government, and a commitment to leading by example. One could look to John Quincy Adams for an example of the foreign policy ideas to which Obama might aspire. Like Adams, Obama believes in American power and in an American destiny to do well by doing good; yet also like Adams, he prefers to hold power in reserve when he can and is conscious of the United States’ capacity to err. Whether he can succeed in foreign policy as well as Adams did remains to be seen; Adams was immersed in diplomacy all his life, whereas Obama is still finding his way.

The Bridge is a biography of a life still being shaped; everyone, including Obama, will know much more about who he is and what really counts to him once his presidency has drawn to a close. This makes for a book that in some ways is frustratingly open ended and sometimes feels unfinished. Nevertheless, it accomplishes the one thing that it needed to do: it encourages readers to ask the right questions about Obama.

Reprinted with kindly permission of The Council on Foreign Relations.


Report records shocking rise of violent anti-Semitism in western Europe in 2009

April 12, 2010

A new survey by the Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Anti-Semitism and Racism in Tel Aviv has revealed a strong surge in violent anti-Semitism in 2009, which in western Europe has now reached the highest level in decades.

The number of recorded violent incidents against Jews, or Jewish sites, totaled 1,129 last year, compared to 559 in 2008 – a rise of 102 percent. In addition, there were “many more hundreds of threats, insults, graffiti signs and slogans and demonstrations featuring virulently anti-Semitic content… sometimes resulting in violence,” according to the report.

“The year … was the worst since monitoring of anti-Semitic manifestations began two decades ago, in terms of both major anti-Semitic violence and the hostile atmosphere generated worldwide by the mass demonstrations and verbal and visual expressions against Israel and the Jews,” the study states.

Dina Porat, the director of the Stephen Roth Institute, told journalists at a press conference that anti-Semitism was directly linked to anti-Zionism. “Political goals are imbued with anti-Jewish sentiment and equations of Jews to Nazis,” she said. Her study was published on the eve of Israel’s Holocaust Remembrance Day Yom HaShoah.

In Britain, 374 manifestations of violence against Jews were recorded in 2009, compared to 112 in 2008. France – which has the largest Jewish community in Europe – reported 195 violent attacks against Jews, compared to 50 in 2008. Canada saw 130 incidents in 2009, compared to 13 in 2008, and the United States 116 compared to 98. The study records 566 incidents of vandalism targeting Jewish property worldwide in 2009, constituting 49 percent of all incidents. Germany, Russia and Ukraine were not as badly affected by the rise, and may even have seen a decrease in incidents for 2009, the report found.

Forty-one incidents were armed assaults against Jews because of their religion. Thirty-four arson attacks were recorded. Threats of violence against Jews and Jewish institutions accounted for 29 percent of all incidents.

The report attributes the surge in anti-Semitic acts in large parts to the 2009 Gaza war. However, Professor Robert Wistrich of Hebrew University in Jerusalem was quoted as saying by ‘Voice of America’ that “All kinds of new pretexts can serve to ignite anti-Semitism, particularly through anti-Israel feeling, through anti-Zionism; and above all it is Israel that has become the obsession of the anti-Semites.”

Moshe Kantor, the president of the European Jewish Congress, which co-sponsored the report, criticized some Jewish communities for “remaining silent” on anti-Semitism, but praised French and British Jewish leaders for speaking out forcefully against anti-Semitism. Kantor also said that the rise in anti-Jewish sentiment in Western Europe was a “new phenomenon financed and organized by pro-Islamic, pro-terrorist organizations and states.”

Porat said: “We had the feeling, which was corroborated by the facts, that the radical left – sometimes together with Jews and former Israelis, this is very disturbing – worked together with the radical Muslim leadership, using anti-Semitism and the Holocaust as political tools, to make Israel as a Jewish state a political target.”

Read full story.


Erlangen 1944/2010 – die „Aktion Ritterbusch“, Bosl und Benz

March 28, 2010

von Dr. Clemens Heni

Für manch historisch Unbedarfte sind Brandanschläge auf Autos oder Gewalt bei Demonstrationen von linken, völlig in die Irre geleiteten, kriminellen Spinnern und Chaoten das gleiche wie die Mordaktionen der Sturmabteilung (SA) der NSDAP.

Jüngst stellen die Welt bzw. achgut diesen die Blutspur der SA derealisierenden Vergleich an. Wer allein von den Aktionen der Köpenicker Blutwoche von Juni 1933 weiß, kann solche Vergleiche nicht anstellen.

Doch um historische Wahrheit geht es fanatisierten anti-„Extremisten“ auch keineswegs, doch sollten sich zumal totalitarismus- und extremismustheoretische Vasallen merken, was Der Spiegel in einem Verriss des neuen Buches von Sven Felix Kellerhoff (Die Welt) schreibt: „Man darf sich auf seine Ideologie nicht versteifen.

Der Doktorvater von Wolfgang Benz, Karl Bosl, hat sich als frisch gebackener SA-Mann von der Köpenicker Blutwoche nicht irritieren lassen auf seinem (Karriere-) Weg im Nationalsozialismus. Doch war Bosl überhaupt ein Nazi?

Zum Artikel.


Irans Willige Helferin der Anti-Israel-Lobby in deutschen Medien: “Journalistin” Katajun Amirpur oder wenn Angst vor der Wahrheit die Feder führt

January 10, 2010
Journalisten: Leute, die ein Leben lang darüber nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben. (Mark Twain)

Lieber Kolleginnen und Kollegen,

Frau Katajun Amirpur ist eine renommierte deutsch-iranische Journalistin und Islamwissenschaftlerin, die u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die ZEIT und die taz publiziert.

Nach zahlreichen guten bis sehr guten Rezensionen über mein Buch “Die Deutschen und der Iran” (die meisten davon sind auf meiner Homepage dokumentiert) formulierte Frau Amirpur den ersten “Verriss”.

Ich nehme ihre Rezension auch deshalb ernst, weil sie der verbreiteten Haltung, die deutsch-iranischen Sonderbeziehungen trotz aller Menschenrechtsverletzungen und atomarer Ambitionen unkritisch weiterlaufen zu lassen, entgegenkommt.

Hier finden Sie Ihre Kritik.

und dort meine Erwiderung.

Die Evangelische Akademie Bad Boll hat mittlerweile den Vortrag über “Djihad und Judenhass”, den ich dort Ende November 2009 hielt, als Online-Text veröffentlicht.

Sie finden diese Veröffentlichung hier.

Mit den besten Grüßen

Euer Dr. Matthias Küntzel


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 47 other followers