Iran und die Grünen: “Joschkas Schatten”


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
mit folgenden Worten kündigte Spiegel Online Kultur meinen Aufsatz über die grüne Iranpolitik an, den das Kulturmagazin perlentaucher.de heute veröffentlichte:
 
“Vor zehn Jahren fand auf Initiative der Grünen und der Böll-Stiftung die zu trauriger Berühmtheit gelangte Iran-Konferenz statt, die der Stärkung von Reformkräften im Regime dienen sollte. Diese wurden  nach ihrer Heimkehr festgenommen und zum Teil für Jahre ins Gefängnis gesteckt  und gefoltert.
Daran erinnert im Perlentaucher Matthias Küntzel. Joschka Fischer änderte nach diesem Debakel seine konziliante Haltung gegenüber dem Regime nicht um ein Iota und ließ es bei einer Einbestellung des Botschafters bewenden: “Außenminister  Fischer hielt sich ‘mit öffentlicher Kritik an den Urteilen zurück, um  den seit dem vergangenen Jahr verbesserten Beziehungen zu Iran nicht zu  schaden.’…

Mehr noch:

Das rot-grüne Regierungsbündnis legte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse nahe, auf seine für Februar 2001 angesetzte  Reise nach Iran nicht zu verzichten. In Teheran angekommen, äußerte sich Thierse  über die Terrorurteile ‘zurückhaltend’. Mit umso mehr Verve kündigte er die Intensivierung der ‘politischen und wirtschaftlichen Kontakte mit Iran’ an.  Er werde sich insbesondere ‘dafür einsetzen, dass noch in diesem Jahr ein neues deutsch-iranisches Kulturabkommen geschlossen werde.'”
 
Perlentaucher.de veröffentlichte den Beitrag unter dem Titel “Von  der grünen Spielwiese in die Hölle”. Sie finden ihn hier.
 
Er ist jetzt unter dem Titel “Joschkas Schatten: Die Heinrich-Böll-Stiftung übergeht den 10. Jahrestag ihrer Iran-Konferenz”  auch auf meiner Homepage zu finden.
 
Noch ein Hinweis in eigener Sache:
 
Am Mittwoch, den 14. April 2010 werde ich mein Buchs über “Die Deutschen und der Iran” erstmals in Berlin präsentieren. An dem Podiumsgespräch  werden sich Dr. Oliver Thränert von der Stiftung  Wissenschaft und Politik sowie Axel Feuerherdt von Iran Free  Now beteiligen. Lale Süsskind, die Vorsitzenden der  Jüdischen Gemeinde in Berlin und Fathiyeh  Naghibzadeh von Stop the Bomb haben Grußworte angekündigt.

Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde Berlin sowie die Kampagne Stop the Bomb. Ort: Centrum Judaicum, Oranienburgerstr.  28-30, Beginn um 18 Uhr.
 
Dr.Matthias Küntzel

Matthias Küntzel, geboren 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist. Von 1984 bis 1988 war Matthias Küntzel Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsfraktion “Die Grünen”. 1991 promovierte er im Fachbereich Internationale Beziehungen der Universität Hamburg über die Atomwaffenpolitik der BRD. Seine Themenschwerpunkte sind Antisemitismus, islamischer Antisemitismus, die Beziehung zwischen Islamismus und Nationalsozialismus, der Iran sowie die deutsche und europäische Nahostpolitik. 2002 veröffentlichte er das Werk ‚Djihad und Judenhass, Über den neuen antijüdischen Krieg‘. Die englische Ausgabe wurde 2007 mit dem Grand Prize des London Book Festivals sowie 2008 mit der Goldmedaille des amerikanischen Independent Publisher Book Award für den Bereich Religion ausgezeichnet. 2009 erschien sein Buch „Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“. Neben seiner publizistischen Tätigkeit forscht Matthias Küntzel an der Hebrew University in Jerusalem.

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