Keynes and the triumph of hope over economics

February 27, 2009

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In a Financial Times op-ed, Benn Steil, author of Money, Markets, and Sovereignty, satirizes the tendency of economists to cite John Maynard Keynes in support of dramatic fiscal interventions where cold analysis should give us pause.

“Citing Keynes gives us special licence to talk economics without using any. To paraphrase the lawyers’ dictum, when the facts are on our side, we pound the facts; when theory is on our side, we pound theory; and when neither the facts nor theory are on our side, we pound Keynes – and to great effect.

Keynes, not coincidentally, had nothing to say about the proper components of fiscal stimulus. This allows him to be cited with great effect by both paternal progressives (who favour government spending) and caring conservatives (who favour middle-class tax cuts).”

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Mexico’s Biggest Preparation of War against Drug Cartel

February 27, 2009

The Los Angeles Times reports Mexico will dispatch 5,000 more troops to Ciudad Juarez, a border city racked by drug war violence.

Mexico’s President Felipe Calderon said he believed he could have drug violence in the country under control by the time he leaves office in 2012.

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British Premier Gordon Brown First World Leader to Sign Anti-Semitism Declaration

February 27, 2009

British Prime Minister Gordon Brown became the first head of government to sign the London Declaration against anti-Semitism, while encouraging other heads of government to add their names to the document.

The London Declaration, adopted on February 19, 2009, called for various practical measures to combat manifestations of anti-Jewish bigotry around the world. The London conference, hosted by the Interparliamentary Coalition for Combating Anti-Semitism (ICCA), the British Foreign Office and the Department of Communities and Local Government, which brought together more than 120 lawmakers from over 40 countries, devised an effective framework and forged new strategies to confront anti-Semitism on a global scale.

Among its recommendations, the London Declaration calls for the creation of an international task force of Internet experts to develop metrics for online anti-Semitism and policy recommendations for governments to combat it, the establishment of parliamentary inquiries to determine the state of anti-Semitism domestically and to develop policy recommendations, and a commitment to oppose discrimination against Israel in international organizations such as at the U.N.’s Durban II conference.


Folgt auf die Finanzkrise ein Bürgerkrieg?

February 26, 2009

Das Volk rebelliert nämlich nie allein deshalb, weil es einen schweren Sack schleppen muss, es lehnt sich nie gegen die Ausbeutung auf, denn es kennt kein Leben ohne Ausbeutung. Das Volk empört sich erst dann, wenn ihm jemand plötzlich und unvermutet einen zweiten Sack aufzubürden versucht. Er rebelliert, weil er spürt, dass du ihm mit diesem zweiten Sack betrügen wolltest, du hast ihn wie ein stumpfes Tier behandelt, den Rest seiner geschändeten Würde in den Schmutz getreten, ihn zum Idioten gemacht. Der Mensch langt nicht nach dem Beil, um seinen Geldbeutel zu verteidigen, sondern seine Würde. (Aus dem Roman König der Könige von Ryszard Kapuściński)

Steht der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung kurz bevor, nachdem die globale Finanzkrise die Ohnmacht der Politik (die mit einer unanständigen Umverteilung von Steuergeldern für die oberen Zehntausend reagiert, anstatt das System grundlegend zu verändern) entlarvt hat? Den genauen Zeitpunkt und die Form des kommenden Bürgerkriegs kann man noch nicht voraussehen. Dass er kommen wird, steht jedenfalls fest. Wann und wie er kommen wird, liegt noch verborgen im Schoße der Zukunft.

Es ist zumindest die ziemlich apokalyptische Prophezeiung der europäischen Denkfabrik European Laboratory of Political Anticipation LEAP/Europe 2020, die in einer Pressemitteilung vom 18. Februar 2009 verkündet wurde.

Ein ähnliches düsteres Szenario prognostiziert ebenfalls Igor Panarin, Dekan der Fakultät Internationale Beziehungen der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums: ” Der US-Dollar ist durch nichts mehr gedeckt. Die Außenverschuldung ist lawinenartig gewachsen: 1980 hatte es noch keine gegeben, 1998, als ich meine Prognose aufstellte, lag sie bei zwei Billionen Dollar, heute beträgt sie mehr als elf Billionen Dollar. Das ist eine Pyramide, die unbedingt einstürzen wird. Millionen von Bürgern haben ihre Ersparnisse eingebüßt. Die Preise und die Arbeitslosigkeit werden steigen. General Motors und Ford stehen am Rande des Zusammenbruchs. Das bedeutet, dass ganze Städte arbeitslos werden.”

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Pressemitteilung European Laboratory of Political Anticipation LEAP/Europe 2020

Seit Februar 2006 vertrat LEAP/E2020 die Auffassung, dass die umfassende weltweite Krise in vier Grundphasen ablaufen würde, nämlich die Anfangsphase, die Beschleunigungsphase, die Aufprallphase und die Dekantierungsphase. Die Ereignisse der letzten zwei Jahre fügten sich hervorragend in dieses Schema. Jedoch müssen wir uns endlich in die Einsicht finden, dass die Regierenden unfähig sind, die wahre Natur der Krise zu verstehen. Denn seit nunmehr mehr als einem Jahr bekämpft die Politik mit ihren Maßnahmen nur die Symptome der Krise, nicht aber die Ursachen.

Deshalb gehen wir heute davon aus, dass mit dem vierten Quartal 2009 eine fünfte Phase der Krise einsetzen wird, in der die öffentliche Ordnung zerfallen wird.

Nach der Auffassung von LEAP/E2020 werden zwei bedeutende Phänomene diese neue Phase der Krise prägen; die kommenden Ereignisse werden damit in zwei parallelen Entwicklungen ablaufen:

A. Die zwei bedeutenden Phänomene:

1. Das Wegbrechen der globalen Finanzbasis (Dollar + Schulden)
2. Die sich beschleunigende Divergenz der Interessen der großen Staaten und der internationalen Organisationen

B. Die zwei parallelen Entwicklungen:

1. Die rasche Auflösung des gesamten gegenwärtigen internationalen Systems
2. Die Auflösung der Handlungsfähigkeit der mächtigen Staaten und großen internationalen Organisationen

Wir hatten gehofft, dass die Dekantierungsphase den Regierenden dieser Welt ermöglichen würde, die Schlussfolgerungen aus dem Zusammenbruch der Nachkriegsweltordnung zu ziehen. Man kann heute mit größtem Bedauern nur feststellen, dass solcher Optimismus nicht mehr zu rechtfertigen ist.

In den USA wie auch in Europa, in China oder in Japan handeln die Regierenden, als ob die Weltordnung nur von einer vorüber gehenden Krise erfasst wäre und es genügen würde, noch etwas Treibstoff (Liquidität, also weitere Schulden) und weitere Tinkturen (Leitzinssenkungen, staatlicher Aufkauf von wertlosen Forderungen, Konjunkturförderprogramme zu Gunsten insolventer Industriezweige) in das System zu gießen, um den Motor wieder zum Anspringen zu bringen. Sie wollen einfach nicht verstehen, dass, wie der Begriff der umfassenden weltweiten Krise, den LEAP/E2020 im Februar 2006 prägte, zu vermittelt versucht, die Weltordnung nicht mehr funktionsfähig ist. Statt verzweifelt zu versuchen, diese am Boden liegende, unrettbare Weltordnung zu retten, muss endlich die Schaffung einer neuen Weltordnung angegangen werden.

Geschichte wartet nicht, bis die Menschen für sie bereit sind. Da die Schaffung der neuen Weltordnung nicht vorausschauend und planend möglich war, wird der Zerfall der öffentlichen Ordnung während dieser fünften Phase der Krise die Welt in ein solches Chaos stürzen, dass die neue Weltordnung als Zufallsprodukt und Improvisation entstehen wird. Die beiden parallelen Entwicklungen, die wir in dieser 32. Ausgabe des GEAB beschreiben, werden für einige der großen Staaten und internationalen Organisationen tragisch sein.

Nach unserer Auffassung verbleibt nur ein sehr kleines Zeitfenster, während dem das Schlimmste noch vermieden werden kann, nämlich bis zum Sommer 2009. Dann wird die Zahlungsunfähigkeit erst Großbritanniens und dann der Vereinigten Staaten die Grundlagen des bestehenden Systems zusammen stürzen lassen und Chaos ausbrechen.

Wir gehen sehr konkret davon aus, dass der geplante G20-Gipfel April 2009 die letzte Chance für die bestehende Weltordnung ist, die aktuell wirkenden Kräfte so auszurichten, dass der Übergang in die neue Weltordnung sich mit dem geringst möglichen Schaden vollzieht.

Wenn ihnen das nicht gelingt, wird den Mächtigen der aktuellen Weltordnung die Kontrolle über die Ereignisse vollständig entgleiten, und zwar nicht nur auf globaler Ebene, sondern für einige von ihnen auch in ihren eigenen Ländern; die Welt wird in die Phase, in der die öffentliche Ordnung zusammen bricht, gleiten wie ein Schiff, dessen Ruder gebrochen ist. Am Ausgang dieser Phase des Zusammenbruchs der öffentlichen Ordnung wird die Welt mehr dem Europa von 1913 ähneln als der Welt, an deren reale Existenz die meisten noch bis 2007 glaubten.

Die meisten der von der Krise betroffenen Staaten, unter ihnen die mächtigsten dieser Erde, versuchten verzweifelt, das immer weiter anwachsende Gewicht der Krise zu schultern; sie verstanden nicht, dass sie damit die Gefahr herauf beschworen, unter dieser Last zusammen zu brechen. Sie vergaßen, dass Staaten, von Menschen geschaffen, nur solange Bestand haben, wie sich eine Mehrheit dieser Menschen mit ihnen identifiziert. In dieser 32. Ausgabe des GEAB wird LEAP/E2020 seine Analysen über die Auswirkungen dieser Phase des Zusammenbruchs der öffentlichen Ordnung auf die USA und die EU vorlegen.

Es wird für alle, Privatpersonen wie Wirtschaftsführer, dringlich, sich auf eine sehr schwierige Zeit vorzubereiten, in der ganze Bereiche unserer Gesellschaft wegbrechen werden und zumindest zeitweise oder sogar dauerhaft aufhören werden, Bestandteile der Gesellschaft zu bilden.

So wird z.B. der Zerfall des Weltwährungssystems im Sommer 2009 nicht nur den Dollar (und aller Geldanlagen in Dollar) zusammen brechen lassen, sondern das Vertrauen in alle Papierwährungen (also ohne Gold- oder Silberdeckung) massiv unterminieren. Alle Empfehlungen in dieser Ausgabe des GEAB sollen auf diese Situation vorbereiten.

Weiterhin gehen wir davon aus, dass die Staaten, die besonders monolithisch, besonders mächtig, besonders zentralistisch sind, diejenigen sein werden, die von der fünften Phase der umfassenden weltweiten Krise besonders massiv betroffen sein werden. Weitere Staaten, die unter dem Schutz dieser Staaten stehen, werden ihre Schutzmächte verlieren und damit dem Chaos in ihren Regionen ausgeliefert sein.


U.S.-North Korea Missile Tests

February 26, 2009

Lieutenant General Patrick O’Reilly, currently director of the Missile Defense Agency of the U.S. Department of Defense, says the United States has successfully passed scenarios testing its ability to use its missile defense systems to intercept missiles fired from North Korea.

The Korea Times reports North Korea, meanwhile, has pressed ahead saying it will soon fire a “satellite” into orbit.

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Freudenfeuer der Eitelkeiten

February 26, 2009

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Alles muss raus! Trotz globalen Wirtschaftskrise lässt sich im Kunstgeschäft noch Geld verdienen.

In diesem Zusammenhang zieht die Neue Zürcher Zeitung Bilanz zum prominentesten und erfolgreichsteten Winterschlussverkauf des Jahrhunderts bzw. Versteigerung der Sammlung des verstorbenen französischen Couturiers Yves Saint Laurent. Die “Kunstgegenstände” werden diesmal nicht wie am Karnevaldienstag, dem 7. Feburar 1497, auf der Florentiner Piazza della Signoria verbrannt, sondern gegen Bares im Pariser Museum Grand Palais verkauft.

“Gutes Marketing macht sich häufig bezahlt. Die von Christie’s und dem Auktionshaus Pierre Bergé & Associés organisierte (beziehungsweise inszenierte) Versteigerung zog schon im Vorfeld grosse Aufmerksamkeit auf sich. Das lag zunächst natürlich am klangvollen Namen des schon zu Lebzeiten legendären Yves Saint Laurent. Der geniale Couturier hatte bis zu seinem Tod letzten Sommer exakt ein halbes Jahrhundert lang das Leben seines Geschäftspartners geteilt (auch wenn die beiden seit 1976 nicht mehr unter einem Dach wohnten) und mit diesem über Jahrzehnte hinweg eine einzigartige Sammlung aufgebaut.”

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Fighting intensifies in Somalia

February 25, 2009

Al-Jazeera reports at least forty-eight people have been killed in Somalia since fighting broke out yesterday between militant fighters and African Union troops in the country’s capital, Mogadishu.

Meanwhile, the BBC reports the Somali Islamist group al-Shabaab, linked to the al-Qaeda terrorist group, overpowered government forces and seized control of the city of Hudur, near the Ethiopian border, early today.

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